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Des Knaben Wunderhorn / III. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / III. Band - Kapitel 105
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. III
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / III. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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Kurzweil.

(Mündlich.)

                      Ich weiß nicht, was ich meinem Schätzchen verhieß,
Das sie den Riegel wohl hinter sich stieß;
Wohl hinter sich in die Ecke,
Dann schlich ich zu ihr ins Bettchen.

Die zwei, die liegen die halbe Nacht,
Bis daß das Glöcklein zwölfe schlagt:
Steh auf braunes Mädchen zum Laden,
Schau ob es noch nicht will tagen.

Sie gab dem Laden einen Stoß,
Da scheint ihr der helle Mond in den Schoos:
Bleibt liegen gut Ritterlein stille,
Es taget nach unserm Willen.

Die zwei, die liegen die ganze Nacht,
Bis das das Glöcklein Sechse schlagt;
Steh auf braunes Mädchen zum Laden,
Schau ob es noch nicht will tagen.

Sie gab dem Laden einen Stoß,
Da scheint ihr die helle Sonn in den Schoos:
Steh auf gut Ritterlein balde,
Die Sonn steht überm Walde.

Ei scheint die Sonn, und ich bin noch hier,
O Gott! wie wirds ergehen mir;
Ich hab mich gestern Abend vermessen,
Bin's leztemal bei dir gewesen.

Das Mädchen war so hurtig und eil,
Ließ den Knaben herunter am Seil,
Sie meint, er wäre schon drunnen,
Da lag er im kühlen Brunnen.

Es stand wohl an drei vierter Jahr,
Da Braußinde ein Kind gebahr;
Wir wollen tauffen Hänschen den Jungen,
Sein Vater ertrunken im Brunnen.

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