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Des Knaben Wunderhorn / III. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / III. Band - Kapitel 100
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. III
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / III. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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Jahreszeiten

          Schwarzbraun ist meine dunkle Farbe,
Darin will ich mich kleiden;
Den besten Schatz und den ich hab,
Der will jezt von mir scheiden.

Ei scheidet sich dann der Winter von mir,
So kommt ein frischer Sommer;
Hat er dann Lust und Liebe zu mir,
So wird er wiederum kommen.

Dort droben vor meines Vaters Haus,
Da steht eine grüne Linde;
Darauf saß die Frau Nachtigall
Und sang von heller Stimme.

Ei sitzest du da Frau Nachtigall,
Und singest von heller Stimme;
Ei zwinget dich dann der edle Schnee,
Das grüne Laub von der Linde.

Und wann die Linde das Laub verliehrt,
So trauren alle Aeste;
Daran gedenkt ihr Mädechen jung,
Und setzt eure Kränzlein feste.

Setzt ihr sie fest und nicht zu fest,
Setzt ihr sie nach euren Maasen;
Und wenn es einmal zum Scheiden kommt,
Daß ihr sie könnt ablassen.

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