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Des Knaben Wunderhorn / II. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / II. Band - Kapitel 179
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. II
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / II. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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An den Meistbiethenden
gegen gleich baare Bezahlung.

          Lieber Schatz, wohl nimmerdar,
Will ich von dir scheiden,
Kannst du mir aus deinem Haar
Spinnen klare Seiden.

Soll ich dir aus meinem Haar
Spinnen klare Seiden,
Sollst du mir von Lindenlaub
Ein neu Hemdlein schneiden.

Soll ich dir aus Lindenlaub
Ein neu Hemdlein schneiden,
Mußt du mir vom Krebselein
Ein paar Scheeren leihen.

Soll ich dir vom Krebselein
Ein paar Scheeren leihen,
Mußt du tausend Krebselein
Durch den Neckar treiben.

Soll ich tausend Krebselein
Durch den Neckar treiben,
Mußt du mir die Schrittlein zählen,
Die die Krebslein schreiten.

Soll ich dir die Schrittlein zählen,
Die die Krebslein schreiten,
Mußt du mir die Brücke schlagen
Von einem kleinen Reise.

Soll ich dir die Brücke schlagen
Von einem kleinen Reise,
Mußt du mir den Siebenstern
Am hellen Mittag weisen.

Soll ich dir den Siebenstern
Am hellen Mittag weisen,
Mußt du auf den Münsterthurm
Mit mir zu Pferd auch reiten.

Soll ich auf den Münsterthurm
Mit dir zu Pferd auch reiten,
Mußt du mir die Spornen machen,
Wohl von dem glatten Eise.

Soll ich dir die Spornen machen,
Wohl von dem glatten Eise,
Mußt du sie an die Füße schlagen,
Am heißen Sonnenscheine.

Soll ich sie an die Füße legen
Am heißen Sonnenscheine,
Mußt du mir eine Peitsche drehen
Von Wasser und von Weine.

Soll ich dir eine Peitsche drehen,
Von Wasser und von Weine,
Mußt du mir den Riesenstein
Zu klarem Staube reiben.

Soll ich dir den Riesenstein
Zu klarem Staube reiben,
Mußt du mir den Apfel roth
Wohl um die Welt rum treiben.

Soll ich dir den Apfel roth
Wohl um die Welt rum treiben,
Mußt du ziehen übers Meer,
Und doch auch bei mir bleiben.

Soll ich ziehen übers Meer,
Und doch auch bei dir bleiben,
Mußt du deine Mutter geben
Als Jungfrau mir zum Weibe.

Soll ich meine Mutter geben
Als Jungfrau dir zum Weibe,
Lieber will ich dir ein Kindlein geben,
Und keine Jungfrau bleiben.

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