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Des Knaben Wunderhorn / II. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / II. Band - Kapitel 147
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. II
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / II. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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Georg von Fronsberg.

1. Wie das Kriegsvolk von Georg von Fronsberg singt.

(Spangenbergs Adelsspiegel. Zinkgräfs Apophtegmen)

        Georg von Freundsberg, von großer Stärk,
Ein theurer Held, behielt das Feld,
In Streit und Fehd, den Feind besteht,
In aller Schlacht er Gott zulegt die Ehr und Macht.

Er überwand mit eigner Hand
Venedisch Pracht, der Schweizer Macht,
Französisch Schaar legt nieder gar,
Mit grosser Schlacht den päbstschen Bund zu Schanden macht.

Der Kaiser Ehr, macht er stets mehr,
Ihr Land und Leut beschüzt allzeit,
Mit großer Gefahr er sieghaft war,
Ganz ehrenreich, man findt nicht bald, der ihm sey gleich.


2. Wie Georg von Fronsberg von sich selber sang.

    Mein Fleiß und Müh, ich nie hab gespart,
Und allzeit gewahrt, dem Herren mein;
Zum Besten sein schickt ich mich drein,
Gnad, Gunst verhofft, dochs Gemüth zu Hof
Verkehrt sich oft.

Wer sich zukauft, der lauft weit vor,
Und kömmt empor, doch wer lang Zeit
Nach Ehren streit, muß dannen weit,
Das sehr mich kränkt, mein treuer Dienst
Bleibt unerkannt.

Kein Dank noch Lohn davon ich bring,
Man wiegt mich gring, und hat mein gar
Vergessen zwar, groß Noth, Gefahr
Ich bestanden han, was Freude soll
Ich haben dran?

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