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Des Knaben Wunderhorn / II. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / II. Band - Kapitel 125
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. II
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / II. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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Kloster Trebnitz.

(Mitgetheilt von H. D. Hinze.)

          Der edel Herzog Heinrich zu Pferd
Stürzt in den Sumpf gar tief, tief, tief.
Seines Lebens er sich schier verwehrt,
Als Gott sein Engel rief, rief, rief.

Der Engel nahm ein Köhlertracht,
Und trat zum Sumpf hinan, an, an.
Und schnell dem Herrn ein Aestlein bracht:
»Da halt der Herr sich dran, dran, dran.«

Und als der Herzog g'rettet war,
Da kniet er freudig hin, hin, hin.
»O Herr wie ist es wunderbar,
Daß ich gerettet bin, bin, bin.

Und bin ich denn gerettet nun,
Bau ich ein Kloster dir, dir, dir,
Daß man dir dien in Fried und Ruh,
Auf diesem Flecklein hier, hier, hier.«

Das Kloster war gar schön gebaut,
Des freut sich wer es sah, sah, sah.
Und manche fromme Gottesbraut,
Kam hin von fern und nah, nah, nah.

»Was begehrt ihr edle Jungfrauen mehr?«
Der Herzog fragt sie dann, dann, dann.
»Wir b'dürfen nichts und nimmermehr
Dieweil wir alles han, han, han.«

»Und weil euch denn nichts noth mehr ist,
So sey denn dieser Nam, Nam, Nam,
Trebnitz, das hieß, wir b'dürfen nichts.«
Den Namen es bekam, kam, kam.

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