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Des Knaben Wunderhorn / II. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / II. Band - Kapitel 12
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. II
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / II. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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Das Wappenschild.

(Fliegendes Blat.)

    Stürmt, reißt und rast ihr Unglückswinde,
Zeigt eure ganze Tiranney,
Zerbrecht, zerschlagt so Zweig als Rinde,
Und werft den Hofnungsbaum entzwey;
Dies Hagelwetter
Trift Stamm und Blätter,
Die Wurzel bleibt,
Bis Sturm und Regen
Ihr Wüthen legen,
Daß sie von neuem grünt und Aeste treibt.

Mein Herz giebt keinem Diamanten,
Mein Geist der Eiche wenig nach;
Wenn Erd und Himmel mich verbannten,
So trotz ich doch dem Ungemach:
Weicht falsche Freunde,
Schlagt bittre Feinde,
Mein Heldenmuth
Ist nicht zu dämpfen;
Drum will ich kämpfen,
Und sehn was die Geduld für Wunder thut.

Die Liebe schenkt aus goldnen Schaalen
Mir einen Wein zur Tapferkeit,
Verspricht mir guten Sold zu zahlen
Und führt mich muthig in den Streit;
Da will ich siegen,
Hier will ich kriegen;
Ein grünes Feld
Dient meinem Schilde
Zum Wappenbilde,
Allwo ein Palmenbaum zwey Anker hebt.

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