Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Achim von Arnim >

Des Knaben Wunderhorn / I. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / I. Band - Kapitel 91
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. I
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / I. Band
pages7-415
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
Schließen

Navigation:

Husarenbraut.

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen Kriege.

            Wir Preussisch Husaren, wann kriegen wir Geld?
Wir müssen marschiren ins weite Feld,
Wir müssen marschiren dem Feind entgegen,
Damit wir ihm heute den Paß noch verlegen.

Wir haben ein Glöcklein, das lautet so hell,
Das ist überzogen mit gelbem Fell,
Und wenn ich das Glöcklein nur läuten gehört,
So heißt es: Husaren, auf euere Pferd!

Wir haben ein Bräutlein uns auserwählt,
Das lebet und schwebet ins weite Feld,
Das Bräutlein, das wird die Standarte genannt,
Das ist uns Husaren sehr wohl bekannt.

Und als dann die Schlacht vorüber war,
Da einer den andern wohl sterben sah!
Schrie einer zum andern: Ach! Jammer, Angst und Noth,
Mein lieber Kamerad ist geblieben todt.

Das Glöcklein es klinget nicht eben so hell,
Denn ihm ist zerschossen sein gelbliges Fell,
Das silberne Bräutlein ist uns doch geblieben,
Es thuet uns winken, was hilft das Betrüben.

Wer sich in Preussischen Dienst will begeben,
Der muß sich sein Lebtag kein Weibchen nicht nehmen:
Er muß sich nicht fürchten vor Hagel und Wind,
Beständig verbleiben und bleiben geschwind.

 << Kapitel 90  Kapitel 92 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.