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Des Knaben Wunderhorn / I. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / I. Band - Kapitel 182
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. I
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / I. Band
pages7-415
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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Von Hofleuten.

Schöne neue Lieder mit Musik von Orlando di Lasso.
München 1576. III. T. S. 21.

      Ich sprech, wenn ich nicht lüge,
So sollt ihr glauben mir,
Ihr habt oft sehen Fliegen,
Das ist ein solches Thier.

Wenn man ein Kost richt anne,
Sie sey saur oder süß,
Sind sie die ersten dranne,
Mit Händen und mit Füß.

Kommt dann ein Krämer here
Mit guter Specerey,
Mit Zucker und Latwere,
Sind sie die ersten frey.

Und die das Maul drin schlagen,
Versuchens um und um,
Und wenn mans dann thut jagen,
So gebns kein Heller drum.

Wo man hat Bier und Mete,
Da ist den Fliegen wohl,
Sie kommen ungebeten,
Und saufen sich auch voll.

Daß manche thut ertrinken,
Im Becher und im Glas,
Kommt raus, so thut sie hinken,
Die Kleider sind ihr naß.

Ist einer dann beschoren,
Und hat ein kurzes Haar,
Die Fliegen um ihn bohren,
Sieht man im Sommer zwar.

Es muß sich einer oft wehren,
Will er Fried vor ihn han,
Sie thuns Fürsten und Herren,
Es hilft dafür kein Zaun.

Auch ich umfliege eine,
Und sie erwehrt sich mein,
Doch find ich sie alleine,
So ist sie dennoch mein.

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