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Friedrich de la Motte Fouqué: Der Zauberring - Kapitel 39
Quellenangabe
typefiction
booktitleDer Rauberring
authorFriedrich de la Motte Fouqué
year1984
publisherWinkler Verlag
addressMünchen
isbn3-538-05335-9
titleDer Zauberring
pages5-450
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1813
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Neuntes Kapitel

Durch viele Wälder und Gebirge, und über manche öde Heide fort war Otto mit seiner Schar gezogen; man stand bereits auf schwedischem Gebiet, und vernahm, das Heer, welches sich wider die finnischen Götzendiener und deren Bundsgenossen versammelt habe, seie schon gegen die Grenzberge vorgerückt, und erwarte nächster Tage eine entscheidende Schlacht. Ottos ungeduldig fortrückendes Geschwader ward mehrmalen gewarnt, sich vor feindlichen Parten zu hüten, die in des Heeres Rücken streiften, aber der Ritter und seine Normänner lachten, und sprachen: »'s ist an ihnen, sich zu hüten vor uns. Wenn sie klug sind, kommen sie nicht in unsern Weg.«

Eines Tages meldeten die zur Sicherung des Weges vorausgesandten Reiter, es ziehe ein starker Haufen zu Pferd ihnen entgegen, weit stärker, als der ihre, nach Rüstung und Gestalt seien es keine Finnländer, sondern edle Schweden; ob man vielleicht, setzten sie hinzu, unglücklich geschlagen habe, und dies sei ein Teil des rückziehenden Heeres? – Die Stirnen der Reiter falteten sich; Otto aber ließ den Jüngling, der von Arinbiörns Veste mit ihm zur Wette geritten war, als Anführer des Geschwaders zurück, und spornte seinen Lichtbraunen vorwärts, gebietend, man solle halten, und erst auf den Ruf eines güldnen Schlachthorns, das er als ein Geschenk des Seekönigs immer an der Seite trug, ihm rasch zur Hülfe nachsprengen. Einige riefen ihm zu, warum er, des ganzen Haufens Führer, sich gleich so zum ersten Anfange wage? Da sprach er freundlich zurück: »Der Sigurd, von dem ihr als von einem großen Feldherrn singt, ritt auch immer selber auf die Warte gegen den Feind aus. Laßt mich's ihm nachtun.« – Und damit trabte er munter durch ein kleines buschiges Tal, einen Hügel, von wo man gut um sich sehn konnte, hinauf.

Oben haltend, erblickte er nicht nur eine, sondern drei starke Reiterscharen, die von verschiednen Wegen herangezogen kamen, alle untereinander durch einzelne Reisige, die jeder den Nebenmann im Auge behielten, verbunden. Daß es tüchtige Kriegsleute waren, merkte er aus allen ihren Anstalten leicht, wie auch aus der ritterlich glänzenden und schweren Bewaffnung, aus dem geschloßnem Zusammenhalten der Geschwader, daß er keine Finnländer vor sich habe, sondern echte Schweden. Indem er noch darüber sann, kam ein mächtiges Rotroß, durch die Gesträuche vor ihm, den Abhang herauf gearbeitet, einen schwer geharnischten, hochschlanken Reiter tragend, von dessen Helm ein gewaltiger, schwarzer Roßhaarbusch wild im Winde zog. – »Wer da?« rief der Reiter, aus dessen auf geschlagnem Visier ein hellblondes Jünglingsantlitz hervorleuchtete. – »Normann!« erwiderte Otto. »Schwedischen Bruders Freund!« – »Kommt drauf an«, sagte der Jüngling, »zeuchst du für Odin oder für Christus, mit deiner Schar dort unten im Tal?« – »Ei pfui der sündlichen Frage!« rief Otto aus, »ist doch Normannaland bekehrt, und denkst du, daß wir Abtrünnige vom Kreuze sind?« – Da schwang der Schwedenritter seinen Wurfspeer in der Faust, rufend: »So wahr' dich denn vor mir! Ich und die Meinen, wir halten am Odin fest, und an der Väter Sitte, und nicht du und nicht ein Mann aus deinem Geschwader soll zum Christenheere gelangen.« – »Ja, nun ist's an mir zu sagen, es kommt drauf an!« rief Otto zurück. »Halt dich nur fertig, du Heidenkämpfer.« Und beide junge Helden schlossen klirrend die Helmgitter, und tummelten mit geschwungnen Wurfspießen ihre feurigen Rosse umeinander her. Nicht lange währte es, da sahe Otto des Gegners Hand zum Wurfe zucken, und im selben Augenblick auch donnerte ihm die schwere Lanze gegen das Haupt, daß er betäubt hin und her schwankte, und sich mühsam bei den gewaltigen Sätzen des Lichtbraunen im Sattel erhielt. Aber der Adlerhelm hatte die dräuende Spitze abgewehrt, und des Hengstes wilde Sprünge ließen den Schweden, der gezückten Schwertes auf den Betäubten eindringen wollte, nicht heran, bis Otto vollkommen wieder fest und kräftig die Lanze schwang, und sie dem Widersacher schmetternd durch das Helmgitter schleuderte. Gleich nach dem Speerwurf hatte Otto die Klinge zur Hand, aber der Schwedenritter lag schon langgestreckt im Grase, das Rotroß brach wild scheuend durch Baumäste und Sträucher seine Bahn ins Tal zurück. Langsam ritt der Sieger nach dem Toten hin, und sah mit tiefer Wehmut, wie das bleiche Jünglingsantlitz aus dem zerbrochnen Helmstutze heraufstarrte, die Lanze in der Stirn.

Aber plötzlich rasselte es von mehrern Seiten aus dem Gezweige hervor. Fünf bis sechs Waffengenossen des Gefallnen brachen auf schäumenden Rossen mit wutentflammtem Geschrei über den Ritter Trautwangen herein, und er hatte scharfe Gelegenheit, Asmundurs Klinge zu prüfen. Aber die bewährte sich auch gut; rechts und links taumelte es aus den Sätteln ins Gras, und so wie nur Otto Raum gewann, ins güldne Schlachthorn zu stoßen, brauste ihm auch bald sein Normannengeschwader zur Hülfe aus dem Tale herauf. Es ging ingrimmig über die Feinde her, die sich zwar mehr und mehr auf der Bergfläche vermehrten, aber weil ihre Edelsten gleich zu Anfang gefallen waren, und bloß ein einziger Hohlweg von ihrer Seite die Höhe hinaufführte, fochten sie nur scheu und unbeholfen, und als sich erst der Haufen droben zur Flucht wandte, riß er in unaufhaltsamer Verwirrung mit sich fort, was ihm zur Hülfe nachgetrabt kam. Viele Schwedenleichen lagen auf dem Walplatz, mit erbeuteten Pferden und Waffen rückte Otto samt seinen Normannen noch am selbigen Abend ins Lager des christlichen Heeres ein.

Der Jubel, welcher ihn empfing, als man der Rüstung des erschlagnen Schwedenritters ansichtig ward, zeigte dem Sieger erst, welch einen entscheidenden Speerwurf seine Faust getan hatte. Der Gefällte war ein Schrecken aller Christenkrieger gewesen, und so, wie sein blutiger Harnisch, sein zertrümmerter Helm, durch die Lagergassen hinleuchtete, flammte Kampfbegier und Vertrauen für die nahe Schlacht in aller Herzen auf. Des Heeres Feldherr, ein Fürst aus schwedischem Königsblute, schon bejahrt, ernst und vielerfahren, trat dem jungen Normannsführer vor sein Zelt heraus entgegen, dankte ihm mit freundlicher Würde, und führte ihn an der Hand mit sich hinein. Dort fragte er ihn um seinen Zug, und was er von Arinbiörn wisse. Nachdem nun Otto alles berichtet hatte, und vorzüglich die Art und Weise von des Seekönigs Umseglung der finnischen Grenzen auseinander gesetzt, sahe ihn der fürstliche Heerführer sehr freundlich an, sprechend: »Da schickt mir ja der liebe Gott ein recht tüchtiges Werkzeug zu. Euern Arm und Mut hat des starken Heidenritters Tod bewährt, Euern Kriegesgeist und Kriegesblick tun mir Eure klaren Worte kund. Lieber junger Held, ich will Euch nicht verhehlen, daß ich morgen die Schlacht mit des Feindes Horden zu halten gedenke. Da soll nun Eure Reiterschar auf dem linken Flügel des Heeres ziehn, Ihr selbst aber verbleibt bei mir in der Mitte, bis ich Euch deutlich die Stelle werde gezeigt haben, wo Ihr links abtraben sollt, um den rechten Flügel des Feindes herum, und so ihm in Seite und Rücken hinein. Einen Euresgleichen hab' ich mir recht dazu gewünscht. Gott mit Euch, und schlaft gesund, und daß Ihr mir zu morgen recht helle Augen bringt, und recht frische Faust.«

Indem Otto voll stillglühender Begeisterung durch die Finsternisse zu seiner Schar ging, hörte er einen alten Schwedenreiter sagen: »Morgen haben wir Schlacht.« – »Warum?« fragte sein Gesell. – »Ei«, sagte der Alte, »siehst du nicht die Geier und Raben, wie sie nach der Ebne vor uns hinunter ziehn? Solch Volk versteht sich darauf. Und es sind auch Adler dabei; da wittern sie ein königliches Mahl, tiefrot auf der grünen Heide.« Otto schritt in ernsten Festgedanken fürder, und hätte lieber die hereinbrechende Nacht hindurch gewacht; aber des Fürsten Mahnungswort von hellen Augen und frischer Faust machte, daß er sich fest in seinen Mantel hüllte, und trotz der Bilder, die ihn umleuchteten, dennoch endlich einem erquickenden Schlafe Raum gab.

Nach einigen Stunden blitzte ein funkelnder Morgenstrahl über das Gras, und zugleich drang in die Ohren der Kriegsmänner ein Hörnerruf, der die Reiter zum Satteln, die Fußknechte zum Ordnen ihrer Bogen und ihrer Pfeilköcher rief. Otto sprang auf den Lichtbraunen, richtete seine Schar, und trabte dann mit ihr nach der angewiesnen Stelle, auf den linken Flügel des Heers. Da setzte er den wettreitenden Jüngling wieder zum Anführer ein, und sagte: »Ihr braven Normannakrieger, haltet euch ruhig, bis ich wieder zu euch komme, und euch einen eignen Weg führe zu Taten des Todes und des Sieges. Bis dahin immer auf der Seite des Heeres mit fortgezogen! Euer Wort drauf, daß ich euch hier finde?« – »Gut und Ehre und Glauben zum Pfand!« riefen die normännischen Reiter, und Otto jagte der Mitte des Treffens zu, wo der fürstliche Feldherr bereits im Kreise der Hauptleute hielt, viele der Kriegsmänner, die das Schlachthorn gut zu blasen wußten, zu Roß um sich her. – »Bleib mir zu Seiten, junger Degenheld«, sagte der Fürst, freundlich grüßend, zu Otto. »Ich werde dich sehr bald weiter senden. Siehst du uns da gegenüber die Haufen, die gleich Waldströmen aus den Felsengen auf die Ebne vorbrechen? Hörst du ihr wildes Heulen? Wer ihnen sich grade entgegendämmt, hat schweren Stand, und richtet oftmals nur wenig aus, denn wie Staub zerteilen sie sich, und dringen vereinzelt durch, unser geschlossenes Kämpfen verhöhnend. Wer ihnen die Rippen und den Rückgrat ihrer Schlachtordnung bricht, bricht ihnen das Herz. Dazu hab' ich dich erkoren. Wenn wir etwas weiter hinauf kommen, werd' ich's dir deutlicher machen. Jetzt in unser Herrgotts Namen drauf.« – Er warf den Speer in die Höhe, und fing ihn mit gewandter Faust wieder; da schmetterten die Hörner rings umher, wie ein gewaltiger Donner; da tönte es von allen Scharen widerhallend zurück, und in gleicher Bewegung rückten Fußvolk und Reitergeschwader von allen Seiten die Ebne entlängst. Gegenüber drängten im dumpfen Geheul die finnischen Haufen heran, und vor ihnen aus dehnte es sich, wie eherne Mücken und Fliegen, von Roß- und Fußknechten, die ihre Geschosse den anrückenden Schweden entgegensandten. Aber auch von diesen sprengten und liefen freudige Kriegsleute vor mit Armbrust und Speer, und hielten, im lustigen Vorspiele der Schlacht, durch kühne Gegenwirkung das feindliche Wurfgeschütz von den christlichen Scharen ab.

Immer näher rückten einander die beiden Treffen; immer jubelnder, kriegslustiger, und doch auch zugleich wie ernsten Abschied nehmend, klangen die Märsche der Schweden. Ottos Busen schwoll hoch von nie gekannter Begeisterung. Was wollte alles Erhebende des Zweikampfes vor diesem Verein zum Siege, und zur Rettung der guten Sache, vor dieser heiligen Todesbrüderschaft, die sich, gleichwie mit feuersprühenden Zungen, in den hellen Klängen zu erkennen gab, und von Flügel zu Flügel dem Heere zurief: »Mit hinein! Mit hinein! Wir leben und sterben allsamt eins! Weiber und Kinder und Bräute, gute Nacht! Lebt in Frieden! Wir sterben und siegen hier!« – Schon verschwanden mehr und mehr die einzelnen Kämpfer zwischen den Heeren, schon waren hier und dort Scharen zu Roß und Fuß gegeneinander angeprellt mit unentschiednem Erfolg. Die Finnländer begannen sich auszubreiten, wie eine Wolke, die zu Nebel wird, sich zu lösen, durchzustäuben hier und da zwischen den christlichen Geschwadern, recht nach der Art, welche der alte Fürst vorhin angedeutet hatte. Dieser sah plötzlich mit einem flammenden Blick in Ottos Gesicht. – »Siehst du dorten links den breiten Graben?« sagte er. »Sie haben ihren rechten Flügel dran gelehnt, denn sie denken, es kann nicht Roß, nicht Mann darüber weg. Aber du und deine Normannakrieger, ihr überfliegt ihn wohl?« – »Wir haben wohl dreistere Stückchen im Gebirge versucht«, entgegnete Otto lächelnd. – »Du«, sagte der Fürst, und hob ernst warnend den Finger, »stell dir's auch nicht zu leichte vor. Bedenk', ihr müßt zweimal hinüber: erst hier links weg, um den Feind zu umgehn, dann wieder rechts gewandt in seinen Flügel hinein.« – »Desto besser«, sagte Otto, »da übt man sich gleich etwas, und die Rosse verlieren auch den allzu wilden Mut. Tüchtig ausgetrabt und ausgebraust; dann ist ein Reitergeschwader erst ordentlich, was es soll.« – »Nun das ist recht«, sagte der Heerführer. »Du hast den guten Schlachtenglauben. Dort hinterm Hügel reitest du fort; da wird der Finne dein nicht gewahr, wenn du über den Graben setzest. Und dann, wo du wieder hinüber fährst, und ihm in Flügel und Rücken fällst – ja, lieber junger Held, da mußt du selbsten die Augen aufhalten. Nur soviel sag' ich dir: nicht allzu früh, sonst faßt du nicht mehr, als die nächsten paar Haufen; nicht allzuspät, sonst mußt du ihnen weit nachreiten, eh' du zum Einhauen kommst, und sie sammeln ihre Geschwader rückwärts gegen dich, und haben nichts davon, als den Schreck.« – »Habt Ihr sonst noch was zu befehlen?« fragte Otto, die Zuversicht des Sieges auf seiner Stirn. Der Fürst neigte freundlich entlassend die Hand gegen ihn, und windschnell über die Heide flog der junge kampflustige Fechter nach seinem Geschwader hin.

Die Normannen grüßten ihn jubelnd; nun, dachten sie, gehe es grade vorwärts auf den Feind. Aber als der Ritter mit ihnen links abtrabte, und hinter dem Hügel fort, gab es finstre Gesichter in der Schar; einige Jünglinge wollten sogar anfangen zu sprechen, und ihren Führer zu befragen, wohin es gehe. Da schalten zwei, drei alte Reiter wacker auf sie ein. »Habt ihr nicht Sitte, nicht Zucht?« sagten sie. »Da mögt ihr mir lockere Kriegsleute sein. Der Hauptmann hat gerufen, und wir reiten ihm nach. Wißt ihr was Bessers? So werdet selbst Hauptleute, aber packt euch aus unsern Rotten weg.« – Und somit war alles still, und des freudigen Gehorsams voll.

Sie flogen über den Graben weg; kein Roß stutzte, keines fiel, und jenseits trabten sie auf den Flügel des Feindes los, immer von einer sanften Hügelreihe verdeckt, die zwischen ihnen und dem Graben hinlief; Otto ritt nahe genug daran fort, um hinüberzusehn, ohne gesehn zu werden. Der Staub der Schlacht erhob sich dichter, wilder tönte das Geschrei der kämpfenden Scharen, die finnischen Haufen drangen vor; da glaubte Otto, die Zeit zum Übersetzen und Einhauen sei da. Vor Ungeduld schlug ihm das Herz, aber auch vor Zweifel, bei diesem seinen ersten Hauptmannsstück. – »Nicht zu früh, und nicht zu spät!« sagte er ein paarmal zu sich selbst, die Worte des Heerführers wiederholend, und scharfen Auges die Schlachtordnung der Feinde überblickend. – »Wär' es wohl noch zu früh?« murmelte er vor sich hin. – Gleich darauf aber sagte er laut: »Ja, weiß es Gott, ich denke, jetzt ist der einzige Augenblick, und ein Schelm macht's besser, als er kann.« – Zugleich drehte er die Klinge leuchtend über sein Haupt; mit einer blitzschnellen Rechtsschwenkung flog seine Schar heran, und so ging es im stürmischen Jubel über den Graben hin, in des Feindes Rücken und Seite. Des alten Herrn Hughs Zögling hatte die Zeit gut abgepaßt, Reiter und Fußknechte der Heiden stäubten mit entsetztem Geheul vom Graben weg, und das normännische Reitergeschwader, ohne sich mit einzelnen aufzuhalten, sprengte immer im Fluge dahin, wo sich gesammelte Haufen zeigten. – »Haut! Haut! Drauf! Normannasöhne! Drauf! Haut!« rief Otto, und rief ihm alles nach, und schwang sich jubelnd in den Bügeln hoch, und bald mit Sturmesschnelle auseinander fliegend, um das Sammeln der Zersprengten zu hindern, bald wieder mit Feuerskraft zusammengeflammt, wo es von neuem geschloßnem Angriff galt, rasselten sie wie richtende Rachegötter, auf dem Wahlplatz umher. Mit tönendem Siegesgeschrei drangen die Schweden vor, die Heiden ergossen sich in wilder Flucht über das Feld, viele von ihnen lagen erschlagen, viele knirschten in Banden.

Aber der alte Heerführer kam über die rotgefärbte Ebne herangeritten, und küßte den jungen Ritter von Trautwangen, und rief laut durch die Scharen: »Ihr lieben schwedischen Christen, seht da einen jungen Baum, unter dessen Schatten dereinst noch das ganze Land rasten mag und sich freuen!«

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