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Der Wildtödter (Werktreue Übersetzung von 1842)

James Fenimore Cooper: Der Wildtödter (Werktreue Übersetzung von 1842) - Kapitel 32
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type
authorJames Fenimore Cooper
titleDer Wildtödter (Werktreue Übersetzung von 1842)
publisherVerlag von S.G. Liesching
year1842
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
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Einunddreißigstes Kapitel.

Die Blume, die heute lacht,
    Ist morgen verblüht;
Was gern wir ewig gedacht,
    Lockt uns und flieht.
Was ist die Lust der Welt?
Ein Blitz der spottend erhellt
Die Nacht, und glänzt, und fällt.
Shelley.

Das Bild, welches zunächst die von den unglücklichen Huronen zu ihrem letzten Lagerplatz gewählte Landspitze darbot, braucht kaum dem Auge des Lesers vorgeführt zu werden. Zum Glück für die Zarterfühlenden und Furchtsameren, hatten die Baumstämme, das Laub und der Pulverdampf Viel von dem, was vorging, verborgen, und bald darauf zog die Nacht ihren Schleier über den See und die ganze, dem Anschein nach grenzenlose Wildniß, die sich, kann man sagen, mit entfernten und unwesentlichen Unterbrechungen von den Ufern des Hudsons bis an die Küsten des stillen Oceans erstreckte. Unsere Aufgabe führt uns zu dem folgenden Tag, wo das Licht auf die Erde wiederkehrte, so sonnig und lächelnd, als wäre nichts Außerordentliches vorgefallen.

Als am nächsten Morgen die Sonne sich erhob, waren alle Anzeichen von Feindseligkeit und Kriegslärm von dem Becken des Glimmerglas verschwunden. Das entsetzliche Ereigniß des vorigen Abends hatte keine Spuren auf dem friedlichen Wasserspiegel zurückgelassen, und die unermüdlichen Stunden verfolgten ihren Lauf in der harmlosen Ordnung, die ihnen von der mächtigen Hand, welche sie in Bewegung setzte, vorgezeichnet war. Die Vögel schwammen wieder auf dem Wasser, oder schwebten von ihren Schwingen getragen hoch über den Wipfeln der höchsten Fichten der Berge, lustig ihre Bahnen auf und nieder beschreibend, gehorsam den unwiderstehlichen Gesetzen ihrer Natur. Mit Einem Wort, Nichts war verändert, als die Art und Weise des Treibens und Lebens, das in dem Castell und darum her herrschte. Hier war in der That ein Wechsel eingetreten, der dem mindest scharfen Auge auffallen mußte. Eine Schildwache, in der Uniform eines königlichen leichten Infanterie-Regiments schritt mit gemessenen Schritten auf der Plattform hin und her, und einige zwanzig Mann von demselben Corps lungerten in dem Gebäude herum, oder saßen in der Arche. Ihre Waffen waren unter dem Auge ihres wachhaltenden Cameraden aufgestellt. Zwei Officiere standen da und untersuchten die Küste mit dem ofterwähnten Schiffsglas. Ihre Blicke waren nach dem verhängnißvollen Landvorsprung gerichtet, wo man noch Scharlachröcke zwischen den Bäumen durchschlüpfen sah, und wo die Vergrößerungskraft des Instruments auch Spaten zeigte, womit gearbeitet und die traurige Pflicht der Beerdigung erfüllt wurde. Einige der Gemeinen trugen Zeichen an ihrem Leibe davon, daß ihre Feinde nicht ganz ohne Widerstand waren überwältigt worden; und der Jüngere von den zwei Officieren auf der Plattform trug einen Arm in der Schlinge. Sein Genosse, der die Truppe kommandirte, war glücklicher gewesen. Er war es, der das Glas handhabte bei den Rekognoscirungen, welche Beide anstellten.

Ein Sergeant näherte sich, um einen Rapport zu machen. Er redete den Aeltern der Officiere als Capitain Warley an, während der Andere als Mr. – gleichbedeutend mit Fähnrich – Thornton angesprochen wurde. Der Erstere war, wie der Leser sich erinnern wird, der Officier, welcher bei dem Abschiedsgespräch zwischen Judith und Hurry mit so großer Lebhaftigkeit und Aufregung genannt worden war. Es war in der That das Individium, mit welchem die lästernde Nachrede der Garnisonen den Namen dieses schönen aber unvorsichtigen Mädchens am freisten und kecksten in Verbindung gebracht hatte. Er war ein Mann von harten Zügen und rothem Gesicht, und etwa von fünfunddreißig Jahren, aber von militärischer Haltung und Benehmen, und mit einem Anstrich von vornehmer Lebensart, welcher der Phantasie eines mit der Welt so unbekannten Mädchens, wie Judith war, wohl imponiren konnte.

»Craig überhäuft uns mit Segenswünschen,« bemerkte dieser Mann gegen seinen jungen Fähnrich, mit einem gleichgültigen Wesen, indem er das Glas zumachte, und es seinem Diener einhändigte; »und die Wahrheit zu sagen, nicht ohne Grund; es ist gewiß angenehmer, hier der Miß Judith Hutter aufzuwarten, als Indianer auf einem Landvorsprung am See zu begraben, wie romantisch auch die Lage, und wie glänzend der Sieg seyn mag. Ei, beiläufig bemerkt, Wright, lebt Davis noch?«

»Er ist vor etwa zehn Minuten gestorben, Ew. Ehren,« versetzte der Sergeant, an den diese Frage gerichtet war, »Ich wußte, daß es so kommen würde, sobald ich fand, daß die Kugel den Magen berührt hatte. Ich habe nie von einem Mann gehört, der es lang ausgehalten, wenn er ein Loch im Magen hatte.«

»Nein; er ist dann gar zu ungeeignet, um etwas sehr Nahrhaftes fortzuschaffen,« bemerkte Warley gähnend. »Das Wachen und Aufseyn zwei Nächte hintereinander, Arthur, spielt den Kräften eines Mannes übel mit. Ich bin so dumm, wie Einer von den holländischen Pfaffen am Mohawk. Ich hoffe, Euer Arm schmerzt Euch nicht, mein guter Junge?«

»Er erpreßt mir einige Grimassen, Sir, wie Ihr wohl bemerken werdet,« antwortete der Jüngling, und lachte in demselben Augenblick, wo sich sein Gesicht vor Schmerz etwas verzog. »Aber, es ist schon zum ertragen. Ich denke, Graham kann bald ein paar Minuten erübrigen, um nach meiner Verletzung zu sehen.«

»Es ist eigentlich doch ein anmuthiges Geschöpf, diese Judith Hutter, Thornton; und es soll nicht mein Fehler seyn, wenn sie nicht in den Parks gesehen und bewundert wird!« begann Warley wieder, der sich wenig um seines Genossen Wunde kümmerte. – »Euer Arm, he? Ganz wahr! Geht in die Arche, Sergeant, und sagt Dr. Graham, ich wünsche, er möchte nach Mr. Thorntons Verletzung sehen, sobald er mit dem armen Kerl mit dem gebrochnen Bein fertig ist. Ein liebliches Geschöpf! und sie sah aus wie eine Königin in dem Brokatkleid, worin wir sie trafen. Ich finde hier Alles verändert; Vater und Mutter Beide todt, die Schwester sterbend, wo nicht todt, und Keines von der Familie übrig, als die Schöne! Das ist ein glücklicher Zug gewesen im Ganzen, und verspricht einen bessern Ausgang, als gewöhnlich Scharmützel mit Indianern.«

»Darf ich vermuthen, Sir, daß Ihr gesonnen seyd, Eure Fahnen in dem großen Corps der Junggesellen zu verlassen, und den Feldzug des Ehestandes anzutreten!«

»Ich, Tom Warley, ein Benedikt werden! Wahrlich, mein lieber Junge, Ihr kennt das Corps wenig, von dem Ihr sprecht, wenn Ihr Euch solche Dinge einbildet! Ich denke, es gibt Frauen in den Colonien, die ein Capitain von der leichten Infanterie nicht zu verschmähen braucht; aber sie sind nicht hier, auf einem Gebirgssee zu finden, oder auch drunten an dem holländischen Fluß, wo wir postirt sind. Es ist wahr, mein Oheim, der General, erwies mir einmal die Gunst, eine Frau für mich zu wählen, in Yorkshire; aber sie war ohne Schönheit – und ich würde nicht eine Fürstin heirathen, wenn sie nicht hübsch wäre.«

»Aber eine Bettlerin, wenn sie hübsch wäre?«

»Ja, das sind die Begriffe eines Fähnrichs! Liebe in einer Hütte – mit Thüren und Fenstern – die alte Geschichte zum hundertsten Mal! Das Zwanzigste heirathet nicht! Wir sind kein heirathendes Corps, mein lieber Junge. Da ist jetzt der Oberst, der alte Sir Edwin – –; obgleich ein kompleter General, hat er doch nie an ein Weib gedacht; und wenn ein Mann es zum Lieutenant-General bringt, ohne Ehestand, so ist er ganz sicher. Dann der Oberstlieutenant ist konfirmirt, wie ich meinem Vetter, dem Bischofe, zu sagen pflege. Der Major ist ein Wittwer, der es in seiner Jugend einmal zwölf Monate mit dem Ehestand versucht hat, und wir betrachten ihn jetzt als einen unsrer zuverlässigsten Männer. Unter den zehn Capitains ist nur Einer in dem bösen Dilemma, und er, der arme Teufel, wird immer beim Hauptquartier des Regiments zurückbehalten, als eine Art von memento mori für die jungen Leute, wenn sie eintreffen. Von den Subalternen hat noch nicht Einer die Keckheit gehabt, davon zu sprechen, ein Weib im Regiment einzuführen. Aber Euer Arm macht Euch Schmerzen, und wir wollen selbst gehen, und sehen, was aus Graham geworden ist.«

Der Wundarzt, der die Truppe begleitet hatte, war ganz anders beschäftigt, als der Capitain vermuthete. Als der Angriff vorüber war, und die Todten und Verwundeten zusammengesucht wurden, fand man unter den Letzteren die arme Hetty. Eine Büchsenkugel war ihr durch den Leib gegangen, und hatte ihr eine Verletzung beigebracht, die man auf den ersten Blick für tödtlich erkannte. Wie sie diese Wunde erhalten, wußte Niemand; wahrscheinlich war es einer jener Zufälle, wie sie immer Scenen von der Art der im letzten Kapitel geschilderten, begleiten. Die Sumach, alle älteren Weiber und Einige von den Huronen-Mädchen waren durch das Bajonett gefallen, entweder in der Verwirrung des Handgemenges oder wegen der Schwierigkeit, bei solcher Einfachheit des Anzugs, die Geschlechter zu unterscheiden. Bei weitem der größere Theil der Krieger war auf dem Platz geblieben; einige Wenige jedoch waren entkommen, und Zwei oder Drei waren unverletzt gefangen. Bei den Verwundeten ersparte das Bajonett dem Wundarzt viele Mühe. Rivenoak war mit dem Leben und ganzen Gliedern davongekommen, war aber verwundet und gefangen.

Als Capitain Warley und sein Fähnrich in die Arche traten, kamen sie an ihm vorbei, der in würdevollem Schweigen am einen Ende der Fähre saß, Kopf und Fuß verbunden, aber durch sein sichtbares Anzeichen Niedergeschlagenheit oder Verzweiflung verrathend. Daß er über den Verlust seines Stammes trauerte, ist gewiß, aber er that es in der Weise, die einem Krieger und Häuptling am besten geziemte.

Die beiden Soldaten fanden ihren Wundarzt in dem Hauptgemach der Arche. Er verließ eben das Bett Hettys mit einem Ausdruck kummervollen Bedauerns in seinen harten, pockennarbigen, schottischen Zügen, die hier zu sehen etwas Seltnes war. Alle seine Bemühungen waren fruchtlos gewesen, und er sah sich genöthigt, widerstrebend der Hoffnung zu entsagen, das Leben des Mädchens noch über einige Stunden gefristet zu sehen. Dr. Graham war gewohnt an Sterbe-Scenen, und gewöhnlich machten sie keinen großen Eindruck auf ihn. Er war in Allem, was die Religion betrifft, Einer von den Geistern, die in Folge davon, daß sie viel über materielle Dinge mit scharfer und bündiger Logik nachdenken und forschen, und den gänzlichen Mangel an sichern Voraussetzungen und Ausgangspunkten übersehen, der einer solchen Theorie jederzeit anhaften muß, weil es ihr immer an einer bewegenden und beseelenden Urkraft fehlt – skeptisch werden; es blieb ihm nur eine unbestimmte, schwankende Meinung über die Entstehung der Dinge, die bei hohen anmaßenden Ansprüchen, Philosophie zu seyn, im ersten aller philosophischen Prinzipien, in Grund und Ursache, im Dunkeln tappte. Ihm erschien religiöses Abhängigkeitsgefühl als eine Schwäche; aber als er ein so zartes und junges Wesen, wie Hetty, mit einem Geist, der nicht zu dem gewöhnlichen Maß ihrer Gattung sich erhob, in einem solchen Augenblick aufrecht erhalten sah durch diese frommen Gefühle, und zwar in einer Weise, daß mancher tapfere, derbe Krieger und gepriesene Held sie mit Neid hätte betrachten dürfen, da fühlte er sich von diesem Anblick gerührt in einem Grade, daß er es sich selbst zu gestehen, sich halb würde geschämt haben. Edinburgh und Aberdeen lieferten damals wie jetzt, dem Brittischen Dienst einen nicht geringen Theil seiner Aerzte; und Dr. Graham war, wie sein Name und Gesicht gleicherweise anzeigten, von Geburt ein Nordbritte.

»Das ist etwas Außerordentliches für eine in Wäldern Lebende und nur halb mit Vernunft Begabte,« bemerkte er mit entschieden schottischem Accent, als Warley und der Fähnrich eintraten; »Ich hoffe nur, Gentlemen, daß, wenn wir Drei abberufen werden vom Zwanzigsten, wir dann so darein ergeben seyen, zum Halbsold eines andern Daseyns überzugehen, wie dieß arme unkluge Mädchen!«

»Ist keine Hoffnung, daß sie davonkomme?« fragte Warley, sein Auge auf die blasse Judith richtend, auf deren Wangen jedoch, sobald er eingetreten war, zwei große rothe Flecken erschienen waren.

»So wenig als für Charlie Stuart! Tretet selbst näher und urtheilt, Gentlemen; Ihr werdet ein Beispiel von Glauben sehen in einer außerordentlichen und wunderbaren Weise. Es ist eine Art von arbitrium zwischen Leben und Tod in wirklichem Kampf in des armen Mädchens Gemüth, das sie zu einem interessanten Studium für einen Philosophen macht. Mr. Thornton, ich stehe jetzt zu Euern Diensten; wir können den Arm gleich im nächsten Gemach besichtigen, während wir so viel uns beliebt über die Operationen und die verschlungenen Eigenschaften des menschlichen Geistes speculiren.«

Der Wundarzt und der Fähnrich entfernten sich, und Warley hatte Gelegenheit, sich mit mehr Muße und mit besserem Verständniß der Eigenthümlichkeit und der Gefühle der in der Cajüte versammelten Gruppe umzusehen. Die arme Hetty war auf ihr eignes, einfaches Bett gebracht worden, und lag in halbsitzender Stellung da, die Zeichen des herannahenden Todes in ihrem Antlitz, jedoch eigenthümlich gemildert durch den Glanz eines Ausdrucks, in welchen alle Intelligenz ihres Wesens zusammengedrängt schien. Judith und Hist waren in ihrer Nähe; die Erstere saß da, in tiefer Betrübniß. Die Letztere stand, bereit ihr die zarte Aufmerksamkeit weiblicher Sorgfalt und Pflege zu widmen. Wildtödter stand zu Füßen des Lagers, auf Killdeer gelehnt; er war ganz unverletzt geblieben; all das schöne kriegerische Feuer, das vor Kurzem auf seinem Angesicht geglüht, hatte wieder der gewohnten ehrlichen und wohlwollenden Miene Platz gemacht, – ein Ausdruck, der jetzt mit männlicher Wehmuth und Mitgefühl sich sanft mischte. Die Schlange stand im Hintergrund der Scene, aufrecht und regungslos wie eine Statue; aber so aufmerksam und beobachtend, daß nicht ein Zucken des Auges seinem scharfen Blicke entging. Hurry vervollständigte die Gruppe; er saß auf einem Stuhl in der Nähe der Thüre, als fühlte er sich in einer solchen Scene nicht am Platze, und schämte sich doch, sich unaufgefordert zu entfernen.

»Wer ist der im Scharlach?« fragte Hetty, sobald ihr Auge auf die Uniform des Capitains fiel. »Sage mir, Judith, ist es der Freund Hurry's?«

»Es ist der Officier der Truppen, die uns Alle aus den Händen der Huronen befreit haben,« war die leise Antwort der Schwester.

»Bin ich auch befreit? – Ich meinte, sie sagten, ich sey erschossen und dem Tode nahe. Mutter ist todt, und Vater auch; aber Du lebst, Judith, und so auch Hurry. Ich fürchtete, Hurry werde getödtet werden, als ich ihn unter den Soldaten schreien hörte.«

»Laß es gut seyn – laß es gut seyn – liebe Hetty,« unterbrach sie Judith, ängstlich besorgt um die Bewahrung von ihrer Schwester Geheimniß, und vielleicht in diesem Augenblick mehr als je sonst. »Hurry ist wohl, und Wildtödter ist wohl, und der Delaware auch.«

»Warum schossen sie ein armes Mädchen, wie ich bin, und ließen so viele Männer unverletzt durchkommen? Ich wußte nicht, daß die Huronen so ruchlos seyen, Judith!«

»Es war ein Zufall, arme Hetty; ein trauriger Zufall war es! Niemand hätte Dir absichtlich ein Leid zugefügt!«

»Das freut mich. – Es kam mir sonderbar vor; ich bin schwachsinnig, und die rothen Männer haben mir nie zuvor ein Leid gethan. Es würde mich bekümmern, wenn ich denken müßte, sie hätten ihren Sinn geändert. Es freut mich auch, Judith, daß sie Hurry nicht verletzt haben. Wildtödtern, glaube ich, wird Gott von Niemand ein Leid widerfahren lassen. Es war ein großes Glück, daß die Soldaten gerade in dem Augenblick kamen, denn das Feuer muß brennen.«

»Es war in der That ein Glück, meine Schwester; Gottes heiliger Name sey immerdar gepriesen für diese Barmherzigkeit!«

»Ich glaube fast, Judith, Du kennst Einen oder den Andern von den Officieren; Du kanntest ja immer so Viele!«

Judith antwortete nicht; sie verbarg ihr Gesicht in den Händen und stöhnte. Hetty schaute sie verwundert an; aber natürlich voraussetzend, ihr eigner Zustand sey der Grund dieser Betrübniß, suchte sie ihre Schwester freundlich zu trösten.

»Sey wegen meiner unbekümmert,« sagte das gefühlvolle und herzensreine Geschöpf. »Mir widerfährt nichts Schlimmes, wenn ich sterbe; sind ja Vater und Mutter Beide todt, und was ihnen geschah, mag mir immerhin auch geschehen. Du weißt, es ist an mir weniger gelegen, als an Einem von der Familie; daher werden Wenige an mich denken, wenn ich einmal im See liege.«

»Nein, nein, nein – arme, liebe, liebe Hetty!« rief Judith in einem unbezähmbaren Ausbruch von Jammer, – »Ich wenigstens werde immer an dich denken; und freudig, oh! wie freudig würde ich mit Dir tauschen, um das reine, herrliche, sündenlose Geschöpf zu seyn, das Du bist!«

Bis jetzt war Capitain Warley an die Thüre der Cajüte gelehnt gestanden; als dieser Ausbruch von Schmerz, und vielleicht von Reue, das schöne Mädchen übermannte, schritt er langsam und nachdenklich weg, und ging selbst an dem Fähnrich, der eben die Behandlung des Wundarzts zu erdulden hatte, vorüber, ohne von ihm Kunde zu nehmen.

»Ich habe meine Bibel hier, Judith !« erwiederte ihre Schwester mit triumphirender Stimme. »Es ist wahr, ich kann nicht mehr lesen; es ist Etwas vor meinen Augen; Du erscheinst mir fern und dämmernd – und so auch Hurry, wenn ich ihn jetzt anblicke; – ei, ich hätte nie geglaubt, daß Henry March so matt und grau aussehen könnte! Was mag der Grund seyn, Judith, daß ich heute so schlecht sehe? ich, von der Mutter immer sagte, ich hätte die besten Augen in der ganzen Familie? Ja, das war es, mein Geist war schwach – was die Leute halbklug nennen – aber meine Augen waren so gut.«

Judith stöhnte wieder; dießmal war es kein auf sie selbst Bezug habendes Gefühl, kein Rückblick in die Vergangenheit, was sie schmerzlich ergriff. Es war der reine, herzinnige Jammer schwesterlicher Liebe, erhöht durch das Gefühl von der sanften Demuth und vollkommnen Wahrhaftigkeit des Wesens, das vor ihr lag. In diesem Augenblick hätte sie gern ihr eignes Leben hingegeben, um das Hettys zu retten. Da aber dieß außer dem Bereich menschlicher Macht lag, fühlte sie, daß ihr Nichts übrig bleibe, als Trauer und Kummer. In diesem Augenblick kam Warley wieder in die Cajüte zurück, gezogen von einem geheimen Antrieb, dem er nicht widerstehen konnte, obgleich es ihm eben jetzt zu Muthe war, als würde er gern den amerikanischen Continent für immer verlassen, wenn es thunlich wäre. Statt an der Thüre stehen zu bleiben, trat er jetzt so nahe an das Lager der Leidenden, daß er ihr deutlicher sichtbar wurde. Hetty konnte noch größere Gegenstände unterscheiden, und ihr Blick heftete sich bald auf ihn.

»Seyd Ihr der Officier, der mit Hurry kam?« fragte sie. »Wenn Ihr es seyd, so sind wir Euch alle Dank schuldig; denn wenn auch ich verwundet bin, ist doch das Leben der Uebrigen gerettet. Hat Euch Harry March gesagt, wo wir zu finden und wie bedürftig wir Eurer Hülfe seyen?«

»Die Nachricht von der Bande Huronen kam uns durch einen gutgesinnten Eilboten zu,« versetzte der Capitän, froh, seinen Gefühlen Luft machen zu können durch diesen Anschein von freundschaftlicher Mitteilung; »und ich ward augenblicklich abgeschickt, um sie abzuschneiden. Gewiß war es ein Glück, daß mir Hurry Harry begegnete, wie Ihr ihn nennt, denn er diente uns zum Führer, und nicht minder war es ein Glück, daß wir ein Feuern hörten, das, wie ich jetzt erfahren, blos ein Schießen nach dem Ziel war, denn es beschleunigte nicht nur unsern Marsch, sondern führte uns auch auf die rechte Seite des See's. Der Delaware sah uns an der Küste durch das Fernglas, wie es scheint; und er und Hist, wie diese Squaw, so höre ich, heißt, thaten uns treffliche Dienste. Es war in der That ein ganz glückliches Zusammentreffen von Umständen, Judith.«

»Sprecht mir Nichts von Glück und glücklichen Umständen, Sir,« erwiederte das Mädchen mit dumpfer Stimme, und verbarg wieder ihr Antlitz. »Mir ist die Welt voll Elend und Jammer. Ich wünschte, nie wieder von Ziel, noch von Büchsen, noch Soldaten, noch Männern zu hören.«

»Kennt Ihr meine Schwester?« fragte Hetty, ehe der zurückgewiesene Soldat Zeit hatte, sich zu einer Erwiederung zu sammeln. »Woher wißt Ihr denn, daß ihr Name Judith ist? Ihr habt Recht, Judith ist ihr Name; und ich bin Hetty, – Thomas Hutter's Töchter.«

»Ums Himmels willen, theuerste Schwester, um meinetwillen, geliebte Hetty,« fiel Judith stehend ein, »sprich nicht mehr hievon!«

Hetty schien erstaunt; aber an Gehorsam gewohnt, ließ sie von ihren ungelegenen und peinlichen Fragen an Warley ab, und richtete ihr Auge auf die Bibel, die sie noch in ihren Händen hielt, wie etwa Einer an ein Kästchen mit Edelsteinen bei einem Schiffbruch oder Brand sich anklammern würde. Ihr Geist kehrte jetzt zur Zukunft zurück, und verlor die Scenen der Vergangenheit zum größten Theil aus dem Gesicht.

»Wir werden nicht lange getrennt bleiben, Judith,« sagte sie; »wenn Du stirbst, mußt Du auch im See neben der Mutter begraben werden.«

»Wollte Gott, Hetty, daß ich schon jetzt dort läge!«

»Nein, das kann nicht seyn, Judith; die Leute müssen sterben, ehe sie das Recht haben, begraben zu werden. Es wäre eine Sünde, dich zu begraben, oder gar wenn Du Dich selbst begraben wolltest, so lange Du noch lebst. Einmal dachte ich daran, mich selbst zu begraben; Gott bewahrte mich vor dieser Sünde.«

»Du! – Du, Hetty Hutter, an eine solche That denken!« rief Judith, in nicht zu bemeisterndem Erstaunen aufschauend, denn sie wußte wohl, daß kein Wort, das nicht gewissenhaft wahr gewesen wäre, über den Mund ihrer streng redlichen Schwester kam.

»Ja, ich, Judith, aber Gott hat es vergessen – nein, er vergißt Nichts, aber er hat es vergeben,« erwiederte das sterbende Mädchen, mit dem zerknirschten Wesen eines reuigen Kindes. »Es war nach der Mutter Tod; ich fühlte, daß ich die beste Freundin auf der Erde verloren hatte, wo nicht die einzige Freundin. Es ist wahr, du und Vater, Ihr wart freundlich gegen mich, Judith, aber ich war so schwachsinnig; ich wußte, ich würde Euch nur Unlust machen; und dann schämtet Ihr Euch so oft einer solchen Schwester und Tochter; und es ist hart, in einer Welt zu leben, wo Alle Einen ansehen als unter ihnen stehend. Ich dachte damals, wenn ich mich an der Mutter Seite begraben könnte, würde ich glücklicher seyn im See als in der Hütte.«

»Vergieb mir – verzeih mir, liebste Hetty, auf meinen Knieen liegend bitte ich Dich, mir zu verzeihen, süße Schwester, wenn irgend ein Wort oder eine Handlung von mir Dich zu einem so wahnsinnigen und grausamen Gedanken trieb!«

»Steh auf, Judith, kniee vor Gott – kniee nicht vor mir. Gerade so war mir zu Muth, als Mutter starb. Es fiel mir Alles ein, womit ich sie in Worten und Werken betrübt hatte, und ich hätte ihr die Füsse küssen können, ihre Vergebung zu erlangen. Ich glaube, es ist so bei allen Sterbenden; doch, wenn ich mich besinne, so erinnere ich mich nicht, solche Empfindungen bei Vater gehabt zu haben.«

Judith stand auf, verhüllte ihr Gesicht in ihrer Schürze, und weinte. Eine lange Pause – von mehr als zwei Stunden – trat nun ein, während welcher Warley verschiedene Male in der Cajüte aus- und einging; es war ihm sichtlich unbehaglich, wenn er weg war, und doch vermochte er nicht zu bleiben. Er ertheilte verschiedene Befehle, welche seine Leute sofort vollzogen; und es war eine unruhige Bewegung unter der Truppe, zumal da Mr. Craig, der Lieutenant, mit der unangenehmen Pflicht, die Todten zu beerdigen, fertig geworden war, und von der Küste um Instruktionen nachsuchte, und zu wissen verlangte, was er mit seinen Leuten thun solle. Während dieser Zeit schlief Hetty ein wenig; und Wildtödter und Chingachgook verließen die Arche, um sich mit einander zu besprechen. Aber nach Verfluß der genannten Frist trat der Wundarzt auf die Plattform; und mit einer Gemüthsbewegung, die seine Cameraden noch nie an einem Mann von seiner Art und seinem Beruf gesehen hatten, kündigte er an, daß die Leidende ihrer Auflösung rasch entgegen gehe. Auf diese Nachricht hin, versammelte sich die Gruppe wieder; die Neugier, Zeugen eines solchen Todes zu seyn, – dero auch ein edleres Gefühl, – zog Männer, die erst vor so kurzer Zeit handelnd aufgetreten bei einer Scene, welche dem Anschein nach von so unendlich wichtigerem Interesse war – nach jener Stelle. Judith hatte inzwischen vor Betrübniß jede Thätigkeit aufgegeben; und Hist allein besorgte die kleinen Dienste weiblicher Aufmerksamkeit, welche am Krankenbette so sehr am Platz sind. Bei Hetty selbst war keine andere sichtbare Veränderung eingetreten, als jene allgemeine Schwäche, welche das Herrannahen der Auflösung verkündigte. Was sie von Geisteskräften besaß, war so klar als nur je, und in mancher Hinsicht war vielleicht ihr Geist kräftiger als gewöhnlich.

»Betrübe dich nicht so sehr um mich, Judith,« sagte die sanfte Dulderin, nachdem sie eine Zeit lang nicht gesprochen; »ich werde bald Mutter sehen; ich glaube, ich sehe sie jetzt; ihr Angesicht ist gerade so hold und lächelnd, wie es immer war! Vielleicht wenn ich gestorben bin, gibt mir Gott meinen ganzen Verstand, und ich werde dann eine passendere Gesellschaft für Mutter, als ich ehemals war.«

»Du wirst ein Engel im Himmel seyn, Hetty,« schluchzte die Schwester; »kein Geist wird seines heiligen Aufenthalts würdiger seyn!«

»Ich verstehe es nicht ganz; doch weiß ich, es muß Alles wahr seyn; ich habe es in der Bibel gelesen. Wie dunkel es wird! Kann es so bald schon Nacht seyn? Ich kann dich kaum mehr sehen; wo ist Hist?«

»Ich hier, armes Mädchen; warum Ihr mich nicht sehen?«

»Ich sehe Euch; aber ich konnte nicht unterscheiden, ob Ihr es wäret oder Judith. Ich glaube, ich werde Euch nicht lange mehr sehen, Hist!«

»Mir leid thun das, arme Hetty. Bekümmert Euch nicht darüber; Bleichgesichter einen Himmel haben für Mädchen, wie für Krieger.«

»Wo ist Schlange? Laßt mich mit ihm sprechen – gebt mir seine Hand – so; ich fühle sie, Delaware, Ihr werdet diese junge Indianerin lieben und hegen; ich weiß, wie zärtlich sie Euch liebt, und Ihr müßt auch sie lieben. Behandelt sie nicht so, wie Manche von Eurem Volk ihre Weiber behandeln; seyd ihr ein rechter Gatte! Jetzt bringt Wildtödter zu mir her; gebt mir seine Hand!«

Dieß Verlangen ward erfüllt, und der Jäger stand neben dem ärmlichen Lager, mit der Willigkeit eines Kindes den Wünschen des Mädchens sich fügend.

»Ich fühle, Wildtödter,« begann sie wieder, »obgleich ich nicht angeben könnte warum – aber ich fühle, daß Ihr und ich nicht für immer scheiden. Es ist ein sonderbares Gefühl! Ich hatte es nie früher; ich möchte wissen, woher es kommt.«

»Es ist Gott, der Euch in der letzten Noth stärkt, Hetty; als solches muß es gehegt und geachtet werden. Ja, wir werden uns wieder sehen, obgleich noch lange Zeit vorher vergehen mag, und in einem weitentfernten Lande!«

»Denkt Ihr auch in dem See begraben zu werden? Wenn dieß ist, so könnte es dieß Gefühl erklären.«

»Das ist wenig wahrscheinlich, Mädchen, das ist nicht wahrscheinlich; aber es gibt ein Reich für christliche Seelen, wo es weder Seen noch Wälder gibt, wie sie sagen; wiewohl ich mir nicht erklären kann, warum die letztern nicht da seyn sollten; angesehen daß es doch um Friede und Lustsamkeit zu thun ist. Mein Grab wird im Walde seyn, höchst wahrscheinlich, aber ich hoffe, mein Geist wird nicht fern seyn von dem Eurigen!«

»So muß es also seyn. Ich bin zu schwachsinnig, um diese Sachen zu verstehen, aber ich fühle, daß Ihr und ich uns wiedersehen werden. Schwester, wo bist Du? Ich sehe jetzt Nichts mehr als Finsterniß. Es muß gewiß Nacht seyn!«

»Oh! Hetty, ich bin hier, an deiner Seite; das sind meine Arme, die Dich umschlingen,« schluchzte Judith. »Sprich, Theuerste; hast Du Etwas zu sagen, wünschest Du Etwas in diesem ernsten Augenblick?«

Inzwischen war Hettys Gesicht ganz vergangen. Dennoch nahte der Tod nicht mit seinen gewöhnlichen Schauern, als wollte er ein geistig nur halb begabtes Wesen zarter behandeln. Sie war bleich wie eine Leiche, aber ihr Athem war leicht und ununterbrochen, während ihre Stimme, obwohl fast zu einem Flüstern herabsinkend, klar und vernehmlich blieb. Als aber ihre Schwester diese Frage an sie that, ergoß sich eine Röthe über das Angesicht des sterbenden Mädchens, so zart jedoch, daß sie kaum wahrnehmbar war, – mehr jenem Rosenfarb ähnlich, das man für das Symbol der Bescheidenheit nimmt, als der Glut dieser Blume in ihrer üppigeren Blüthe. Niemand außer Judith bemerkte dieß Zeichen eines innern Gefühls – eine der leisen Offenbarungen weiblicher Erregbarkeit noch in der Nähe des Todes. Ihr aber blieb es nicht verborgen, und sie verhehlte sich auch den Grund davon nicht.

»Hurry ist hier, liebste Hetty,« flüsterte die Schwester, und beugte sich so nahe über das Gesicht der Leidenden hin, daß kein andres Ohr die Worte vernahm, »Soll ich ihm sagen, daß er herantrete, und deine Segenswünsche empfange?«

Ein leiser Druck der Hand beantwortete die Frage bejahend, und jetzt ward Hurry an das Lager gefühlt. Vermuthlich hatte sich dieser hübsche aber rohe Waldmann noch nie zuvor in einer so peinlichen Lage befunden, obwohl die Neigung, welche Hetty für ihn fühlte, (eine Art geheime Nachgiebigkeit gegen die Instinkte der Natur mehr als ein ungeziemender Trieb einer ungeordneten Einbildungskraft) zu rein und zurückhaltend war, als daß die geringste Ahnung davon in seiner Seele geweckt worden wäre. Er ließ Judith seine harte, kolossale Hand in Hetty's Hände legen, und stand in verlegenem Stillschweigen, des Ergebnisses harrend da.

»Das ist Hurry, Theuerste,« flüsterte Judith, sich über ihre Schwester beugend, sich schämend die Worte nur so laut auszusprechen, daß sie selbst es hörte; »sprich zu ihm und entlaß ihn dann.«

»Was soll ich ihm sagen, Judith?«

»Ha, was dir immer dein reiner Geist eingibt, meine Liebe! Vertraue dem, so brauchst du Nichts zu fürchten.«

»Lebt wohl, Hurry,« flüsterte das Mädchen und drückte sanft seine Hand – »Ich wünschte, Ihr versuchtet es und würdet mehr Wildtödtern ähnlich.«

Diese Worte sprach sie mit Mühe; eine schwache Röthe folgte dann, die nur einen Augenblick währte; dann ließ sie die Hand fahren, und Hetty wandte ihr Angesicht ab, als sey sie mit der Welt fertig. Das geheimnißvolle Gefühl, das sie an den jungen Mann gebunden hatte, eine so leise Empfindung, daß sie sich ihrer selbst kaum bewußt geworden war, und die gar nicht hätte bestehen können, wenn ihre Vernunft mehr Herrschaft über ihre Sinne gehabt hätte, verlor sich für immer in Gedanken höherer, obwohl kaum reinerer Art.

»Was denkst du, meine süße Schwester?« flüsterte Judith, – »sag' es mir, damit ich dir beistehen kann in diesem Augenblick.«

»Mutter – ich sehe Mutter, jetzt, und glänzende Wesen um sie her im See. Warum ist nicht Vater dort? – Es ist seltsam, daß ich Mutter sehen kann, während ich dich nicht sehen kann! – Fahrewohl, Judith!«

Die letzten Worte wurden nach einer Pause gesprochen, und ihre Schwester hatte sich einige Zeit in angstvoller Beobachtung über sie hingebeugt, ehe sie bemerkte, daß der sanfte Geist entflohen war. So starb Hetty Hutter, – eines der rätselhaften Wesen, die Kettenglieder gleichsam zwischen der materiellen und immateriellen Welt, die – während sie so viel zu entbehren scheinen, was für diesen Zustand des Daseyns werthvoll und nothwendig ist, der Wahrheit, Reinheit und Einfalt eines andern so nahe kommen und ein so schönes Bild, eine so rührende Anschauung davon gewähren!

 

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