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Der Wandsbecker Bote

Matthias Claudius: Der Wandsbecker Bote - Kapitel 145
Quellenangabe
typebook
booktitleDer Wandsbecker Bote
authorMatthias Claudius
year1975
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-458-31830-5
titleDer Wandsbecker Bote
pages27
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1775
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ASMUS omnia sua SECUM portans

oder

Sämtlicher Werke
des
Wandsbecker Boten

Vierter Teil

Subskriptions-Anzeige

Da das Publikum so gut gewesen ist, auch mit dem zweiten Büchel meiner »Sämtlichen Werke« vor Lieb und Willen zu nehmen, und seitdem 4 bis 5 Jahre verflossen sind; – so wäre ich wohlgemeint, aber eins herauszugeben. Die Einrichtung bleibt wie bisher: wieder einige Kupfer, gutes Schreibpapier, und auf dem Schreibpapier Allerlei, so gut ich es weiß und verstehe, nach meiner Einfalt und in Ermangelung eines Bessern. Also freilich kein Ambrosia, aber auch keine raffinierte blähige Konditorware, die wie mein Vetter sagt in der Welt für Ambrosia verkauft wird, sondern ehrlich hausbacken Brot mit etwas Koriander, das dem armen Tagelöhner besser gedeiht und besser gegen Wind und Wetter vorhält; zum Zierat und Abzeichen soll allerdings hin und wieder dran ein Herz oder ein Schlüssel eingedrückt werden. Zur Ostermesse, wenn Gott Leben und Gesundheit gibt, denk' ich dies neue Büchel zu liefern, und möchte es wohl etwas stärker ausfallen.

Weil ich aber mit der neutralen Flagge eigentlich keine Geschäfte mache, sondern mein Handlungsgeheimnis mehr in dem »Kurs meiner Papiere« besteht; so ist, bei den dermaligen Preisen aller Staatsbedürfnisse, die Subskription, nicht Pränumeration, für ein Exemplar brutto, d. i. mit Fustage und Transport auf 40 bis 50 Meilen, beides in Quantitäten versteht sich, 1 Rthlr. oder 3 Mark Hamburger Geld; doch nehme ich von denen H. H. Korrespondenten die kein schweres Geld haben, der bequemem Berechnung halben, auch 3 Mark leichtes Geld oder den Louisdor zu 5 Rthlr. Damit ist nun das Büchel bezahlt, und so soll der Preis für die Nichtsubskribenten hernach nicht erhöht werden; doch wäre mir wegen der Industrie der Nachdrucker sonderlich damit gedient, wenn die etwanigen Liebhaber gefälligst subskribierten.

Ersuche denn die Gönner und Freunde, die Lust und Zeit haben, ihres Orts Subskription anzunehmen, und spätestens gegen Ende des Januars 1783 an mich einzusenden, unter der gewöhnlichen Adresse: »à M. Claudius Homme de lettres à Wandsbeck, abzugeben in Hamburg auf Herrn Herrmanns Apotheke.«

Ich habe, wem damit gedient ist, auch noch Exemplare von den beiden vorhergehenden Bücheln das Stück zu 2 Mark, daß also mit dem neuen alle drei, einzeln gekauft, 7 Mark kosten; wer sie alle drei zusammen nimmt, bezahlt 7 Mark 8 ß.

Wandsbeck, den 1. Nov. 1782. Asmus
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