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Der Wandsbecker Bote

Matthias Claudius: Der Wandsbecker Bote - Kapitel 128
Quellenangabe
typebook
booktitleDer Wandsbecker Bote
authorMatthias Claudius
year1975
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-458-31830-5
titleDer Wandsbecker Bote
pages27
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1775
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Vorlesung an die Herren Subskribenten

Man hat schon in ganz uralten Zeiten Vorlesungen gehalten und zwar in arabischer und chaldäischer Sprache; ich darf aber glauben, daß vielleicht einige von meinen H. H. Subskribenten kein Arabisch und Chaldäisch verstehen, und gesetzt sie verstünden's auch alle, so habe ich doch meine Ursachen, warum ich keine arabische und chaldäische Vorlesung halten will.

Unter den Griechen hat der berühmte Aristoteles Vorlesungen an den König Alexander gehalten, der auf seine Werke subskribiert hatte. Dieser Alexander soll ganz Griechenland und halb Asien erobert haben, und wird der Große genannt. Er mag auch wohl groß gewesen sein, das will ich nicht streiten, doch kann ich's eben nicht groß finden, wenn einer alles vor der Faust wegnimmt, und in meinen Augen ist ein Fürst, der das Land was er hat gut regiert, viel größer.

Unter den Lateinern wüßte ich nicht gleich ein Subjekt das Vorlesungen gehalten hätte, es sind deren aber ohne Zweifel auch unter ihnen gewesen.

Was nun alle diese Leute vorgelesen haben das weiß ich nicht, wollte auch nur, daß ich wüßte, was meinen H. H. Subskribenten ein Vergnügen machen könnte, sollte mir nichts zu schlecht noch zu gut sein. Ich will so allerlei versuchen: ist's nicht das eine, so ist's vielleicht das andre. Zuerst...

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