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Der Untergang des Abendlandes - Erster Band

Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes - Erster Band - Kapitel 20
Quellenangabe
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typeessay
authorOswald Spengler
titleDer Untergang des Abendlandes ? Erster Band
publisherVerlag C.H. Beck Mnchen
printrun158.?166. Tausend
year1969
firstpub1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080828
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Vorbemerkung

In den folgenden Tabellen und den einschlägigen Textstellen ist die ägyptische Chronologie dem jetzigen Stand der Forschung angeglichen worden, weil Spengler seinerzeit aus morphologischen Gründen wesentlich tiefere Ansätze, insbesondere für den Beginn der ägyptischen Geschichte, für wahrscheinlich gehalten hatte als die zu damaliger Zeit üblichen.

Da durch Arbeiten von fachägyptologischer Seite (insbesondere von A. Scharff, H. Stock und J. v. Beckerath) inzwischen die ägyptischen Daten der Frühzeit weitgehend gesichert sind, und da angesichts des exemplarischen Charakters gerade dieser Hochkultur die Bereinigung und Ordnung der ägyptischen Chronologie Spengler stets am Herzen lag, hielt ich die genannten Änderungen für angebracht.

Weiterhin hat Spengler seine Ansicht über die Hyksoszeit nach Abschluß des »Untergang des Abendlandes« wesentlich geändert: damals sah er in ihr gegen die herrschende Auffassung eine Zeit innerer Revolution an der Wende von der »Kultur« zur Zivilisation und war deshalb geneigt, den Hypothesen Weills Glauben zu schenken. Später erkannte er in den Hyksos, die nach der Revolutionsperiode des 18. Jahrhunderts einbrachen, Ausläufer der Streitwagenbewegung, die er im »Untergang des Abendlandes« noch nicht von den sehr viel späteren Reitervölkern geschieden hatte.

Ansichten Spenglers über Frühgeschichte, Chronologie usw. sind außer in den nachgelassenen, unveröffentlichten »Urfragen« enthalten in folgenden Aufsätzen:

Das Alter der amerikanischen Kulturen. 1933

Der Streitwagen und seine Bedeutung für den Gang der Weltgeschichte. 1934

Zur Weltgeschichte des 2. vorchristlichen Jahrtausends. 1935 (sämtlich wiederabgedruckt in: Reden und Aufsätze. 1937, Verlag C. H. Beck)

H. K.

I. TAFEL »GLEICHZEITIGER« GEISTESEPOCHEN

INDISCHE KULTUR
SEIT 1500
ANTIKE KULTUR
SEIT 1100
ARABISCHE KULTUR
SEIT CHR.
ABENDLÄNDISCHE KULTUR
SEIT 900

FRÜHLING

Landschaftlich-intuitiv. Mächtige Schöpfungen einer erwachenden traumschweren Seele. Überpersönliche Einheit und Fülle

1. Geburt eines Mythos großen Stils als Ausdruck eines neuen Gottgefühls. Weltangst und Weltsehnsucht

1500-1200

1100-800

0-300

900-1200

Religion des Veda

Hellenisch-italische »demetrische« Volksreligion
Olympischer Mythos

Urchristentum
Mandäer, Marcion, Gnosis
Synkretismus [Mithras, Baale]

Germanischer Katholizismus
Edda [Baldr]
Bernhard v Clairiaux, Joachim v. Floris, Franz v Assisi

Arische Heldensagen

Homer

Evangelien

Volksepos [Siegfried],

 

 

Apokalyptik

Ritterepos [Gral]

 

Herakles-, Theseussage

Christi., mazd., heidn. Legende

Abendland Heiligenlegende

2. Früheste mystisch-metaphysische Gestaltung des neuen Weltblickes. Hochscholastik

In den ältesten Teilen der Veden enthalten

Älteste, nicht schriftl. Orphik,

Origenes [† 254],
Plotin [† 269]

Thomas v. Aquino [†1274]

 

Etrusk. Disziplin

Mani [† 276], Jamblich [† 330]

Duns Scotus [† 1308]

 

Nachwirkung: Hesiod

 

Dante [† 1321],
Eckart [† 1329]

 

Kosmogonien

Awesta, Talmud, Patristik

Mystik und Scholastik

SOMMER

Reifende Bewußtheit. Früheste städtisch-bürgerliche und kritische Regungen

3. Reformation: Innerhalb der Religion volksmäßige Auflehnung gegen die großen Formen der Frühzeit

Brahmanas, älteste Elemente der Upamshaden [10./9. Jahrh.]

Orphische Bewegung

Augustinus [† 430]

Nicolaus Cusanus [† 1464]

 

Dionysosreligion

Nestorianer [um 430]

Hus [† 1415], Savonarola,

 

»Religion des Numa« [7. Jahrh.]

Monophysiten [um 450]

Karlstadt, Luther, Calvin [† 1564]

 

 

Mazdak [um 500]

 

4. Beginn einer rein philosophischen Fassung des Weltgefühls.
Gegensatz idealistischer und realistischer Systeme

In den Upamshaden enthalten

Die großen Vorsokratiker [6 /5 Jahrh ]

Byzantinische, jüdische, syrische, koptische, persische Literatur des 6/7. Jahrh.

Galilei, Bacon, Descartes, Bruno, Boehme, Leibniz
16 /17 Jahrh

5. Bildung einer neuen Mathematik.
Konzeption der Zahl als Abbild und Inbegriff der Weltform

Verschollen

Die Zahl als Große [Maß]
[Geometrie, Arithmetik]
Pythagoreer seit 540

Die unbestimmte Zahl
[Algebra]
Entwicklung unerforscht

Die Zahl als Funktion [Analysis]
Descartes, Pascal, Fermat um 1630
Newton, Leibniz um 1670

6. Puritanismus: Rationalistisch-mystische Verarmung des Religiösen

Spuren in den Upamshaden

Pythagoreischer Bund seit 540

Mohammed 622
Paulikianer, Bilderstürmer seit 650

Englische Puritaner seit 1620
Französische Jansenisten seit 1640
[Port Royal]

HERBST

Großstädtische Intelligenz. Höhepunkt strenggeistiger Gestaltungskraft

7. »Aufklärung«: Glaube an die Allmacht des Verstandes.
Kultus der »Natur«. »Vernünftige Religion«

Sutras; Sankhya; Buddha,
Jüngere Upamshaden

Sophisten des 5 Jahrh.
Sokrates [† 399]
Demokrit [† um 360]

Mutazilisten
Sufismus
Nazzâm, Alkindi [um 830]

Englische Sensualisten [Locke]
Franzosische Enzyklopädisten
[Voltaire], Rousseau

8. Höhepunkt des mathematischen Denkens.
Abklärung der Formenwelt der Zahlen

Verschollen

Archytas [† 365],
Plato [† 346]

Unerforscht [Zahlentheorie, sphärische Trigonometrie]

Euler [† 1783],
Lagrange [† 1813]

 

Eudoxos [† 355]

 

Laplace [† 1827]

[Stellenwert Null als Zahl]

[Kegelschnitte]

 

[Infinitesimalproblem]

9. Die großen abschließenden Systeme

des Idealismus:
Yoga Vedanta
der Erkenntnistheorie:
Vaiceshika
der Logik:
Nyaya

Plato [† 346]




Aristoteles [† 322]

Alfarabi [† 950]



Avicenna [† um 1000]

Goethe




Kant



Schelling
Hegel
Fichte

WINTER

Anbruch der weltstädtischen Zivilisation.
Erlöschen der seelischen Gestaltungskraft. Das Leben selbst wird problematisch.
Ethisch-praktische Tendenzen eines irreligiösen und unmetaphysischen Weltstädtertums

10. Materialistische Weltanschauung: Kultus der Wissenschaft, des Nutzens, des Glückes

Sankhya, Tscharvaka
[Lokoyata]

Kyniker, Cyrenaiker, letzte Sophisten
[Pyrrhon]

Kommunistische, atheistische, epikureische Sekten der Abbassidenzeit
Die »lauteren Brüder«

Bentham, Comte, Darwin,
Spencer, Stirner, Marx,
Feuerbach

11. Ethisch-gesellschaftliche Lebensideale: Epoche der »Philosophie ohne Mathematik«. Skepsis

Strömungen der Buddhazeit

Hellenismus
Epikur [† 270],
Zenon [† 265]

Strömungen im Islam

Schopenhauer, Nietzsche,
Sozialismus, Anarchismus
Hebbel, Wagner, Ibsen

12. Innere Vollendung der mathematischen Formenwelt. Die abschließenden Gedanken

Verschollen

Euklid, Apollonius um 300
Archimedes um 250

Alchwarizmi 800,
Ibn Kurra 850
Alkarchi,
Albiruni 10 Jahrh.

Gauß [† 1855],
Cauchy [† 1857]
Riemann [† 1866]

13. Sinken des abstrakten Denkertums zu einer fachwissenschaftlichen Katheder-Philosophie. Kompendienliteratur

Die »sechs klassischen Systeme«

Akademie, Peripatos, Stoiker, Epikureer

Schulen von Bagdad und Basra

Kantianer
»Logiker« und »Psychologen«

14. Ausbreitung einer letzten Weltstimmung

Der indische Buddhismus seit 500

Der hellenistisch-römische Stoizismus seit 200

Der praktische Fatalismus des Islam seit 1000

Der ethische Sozialismus seit 1900 sich verbreitend

II. TAFEL »GLEICHZEITIGER« KUNSTEPOCHEN

ÄGYPTISCHE
KULTUR
ANTIKE
KULTUR
ARABISCHE
KULTUR
ABENDLÄNDISCHE
KULTUR

VORZEIT

Chaos urmenschlicher Ausdrucksformen.
Mystische Symbolik und naive Imitation

Thinitenzeit

Mykenische Zeit

Persisch-seleukidische Zeit

Merowingisch-karolingische Zeit

2830-2600

1600-1100

500-0

500-900

Anregung sumerisch

spätägyptisch [minoisch],

spätantik [hellenistisch],

»spätarabisch«

[vorderasiatisch]

spätbabylonisch [klemasiatisch]

spätindisch [indo-iranisch]

[maurisch-byzantinisch]

KULTUR

Lebensgeschichte eines das gesamte äußere Sein formenden Stils. Formensprache von tiefster symbolischer Notwendigkeit

I. Frühzeit: Ornament und Architektur als elementarer Ausdruck des jungen Weltgefühls »Die Primitiven«

DAS ALTE REICH

DORIK

FRÜHARAB.
FORMENWELT

GOTIK

2600-2200

1100-650

0-500

900-1500

 

 

[sassanidisch, byzantinisch, armenisch, syrisch, sabäisch, »spätantik«, »altchristlich«]

 

1. Geburt und Aufschwung. Aus dem Geiste der Landschaft erwachsende, nicht bewußt geschaffene Formen

4/5 Dynastie
2550-2320

11/9 Jahrh

1/3 Jahrh.

11/13 Jahrh.

Geometrischer Tempelstil,

Holzarchitektur,
Die dorische Säule

Kultische Innenräume

Romanik und Frühgotik

Pyramidentempel

Architrav

Basilika, Kuppelbau
[das Pantheon als Moschee],

Gewölbte Dome

Reihen von Pflanzensäulen
Reihen von Flachreliefs

Geometrischer [Drpylon-] Stil

Säulenbogen

Strebesystem

Grabstatuen

Grabvasen

Flächenfüllende Rankenmuster
Sarkophage

Glasmalerei,
Kathedralplastik

2. Vollendung der frühen Formensprache.
Erschöpfung der Möglichkeiten und Widerspruch

6 Dynastie 2320-2200

8 /7 Jahrh

4 /5 Jahrh

14 /15 Jahrh

Erlöschen des Pyramiden- und episch- idyllischen Reliefstils

Ausgang des hocharchaischen dorisch- etruskischen Stils

Ausgang der bildhaften persisch- syrisch- koptischen Künste

Spätgotik und Renaissance

Blüte der archaischen Bildnisplastik

Protokorinthische- altattische [mythologische] Tonmalerei

Aufstieg der Mosaikmalerei und Arabeske

Blüte und Ende von Fresko und Statue von Giotto [Gotik] bis Michelangelo [Barock]
Siena, Nürnberg Das gotische Tafelbild von van Eyck bis Holbein.
Kontrapunkt und Ölmalerei

II. Spätzeit: Bildung einer Gruppe städtisch-bewußter, gewählter, von Einzelnen getragener Künste:
»Die großen Meister«

DAS MITTLERE REICH

IONIK

SPÄTARAB. FORMENWELT

BAROCK

2040-1790

650-350

500-800

1500-1800

 

 

[persisch-nestoriarisch,
byzantinisch-armenisch,
islamisch-maurisch]

 

3 Ausbildung eines reifen Künstlertums

11. Dynastie:
2130-1990

Vollendung des Tempelkörpers
[Peripteros, Steinbau]

Vollendung des Moscheeraumes
[Zentralkuppelbau, Hagia Sophia]

Der malerische Baustil von Michelangelo bis Bernini [† 1680]

Zarte und bedeutende, fast spurlos verschwundene Kunst

Die ionische Säule
Herrschaft der Freskomalerei bis Polygno† [460]
Aufstieg der freien Rundplastik
[»Apoll von Tenea« bis Hageladas]

Blüte der Mosaikmalerei
Vollendung des teppichhaften Arabeskenstils [M'schatta]

Herrschaft der Ölmalerei von Tizian bis Rembrandt [† 1669]
Aufstieg der Musik von Orlando di Lasso bis Heinr. Schütz [† 1672]

4. Äußerste Vollendung einer durchgeistigten Formensprache

12. Dynastie:
1990-1790

Blüte von Athen
480-350

Ommayadenzeit
7 /8 Jahrh

Rokoko

Pylonentempel, Labyrinth
Charakterstatuen
Historische Reliefs

Die Akropolis
Herrschaft der klass. Plastik von Myron bis Phidias
Ausgang der strengen Fresko- und Tonmalerei [Zeuxis]

Vollkommener Sieg der bildlosen Arabeskenkunst auch über die Architektur

Der musikal. Baustil [»Rokoko«]
Herrschaft der klassischen Musik von Bach bis Mozart
Ausgang der klassischen Ölmalerei von Watteau bis Goya

5. Ermatten der strengen Gestaltungskraft.
Auflösung der großen Form. Ende des Stils »Klassizismus und Romantik«

Die Wirren um 1700

Alexanderzeit

Harun al Raschid [um 800)

Empire und Biedermeier

 

Die korinthische Säule

»Maurische Kunst«

Klassizistischer Baugeschmack

Nichts erhalten

Lysipp und Apelles

 

Beethoven, Delacroix

ZIVILISATION

Das Dasein ohne innere Form Weltstadtkunst als Gewohnheit, Luxus, Sport, Nervenreiz. Schnellwechselnde Stilmoden
[Wiederbelebungen, willkürliche Erfindungen, Entlehnungen] ohne symbolischen Gehalt

1. »Moderne Kunst«. Kunst-»Probleme«.
Versuche, das Weltstadtbewußtsein zu gestalten und zu reizen.
Verwandlung von Musik, Baukunst und Malerei in bloßes Kunstgewerbe

Hyksoszeit 1675-1550

Hellenismus

Sultansdynastien 9 /10 Jahrh

19 /20 Jahrh

[s. Tabelle I oben]

Nur auf Kreta erhalten:
minoische Kunst

Pergamen Kunst [Theatralik]
Hellenistische Malweisen
[veristisch, bizarr, subjektiv]
Prunkarchitektur der Diadochen-Städte

Spanisch-sizilische Kunstblüte

Samarra

Liszt, Berlioz, Wagner
Impressionismus von Constable
bis Leibl und Manet
Amerikanische Architektur

2. Ende der Formentwicklung überhaupt. Sinnlose, leere, erkünstelte, gehäufte Architektur und Ornamentik. Nachahmung archaischer und exotischer Motive

18. Dynastie
1550-1328,

Römerzeit
100 v -100 n Chr.

Seldschukenzeit
seit 1050

Seit 2000

Felsentempel von Dehr el Bahri
Memnonskolosse
Kunst von Knossos und Amarna

Häufung der 3 Säulenordnungen
Fora, Theater [Colosseum],
Triumphbögen

»Kunst des Orients« während der Kreuzzüge

 

3. Ausgang. Ausbildung eines starren Formenschatzes.
Prunken der Cäsaren mit Material und Massenwirkung Provinziales Kunstgewerbe

19. Dynastie
1328-1195

Von Trajan
bis Aurelian

Mongolenzeit
seit 1250

 

Riesenbauten von Luxor, Karnak und Abydos
Kleinkunst
[Tierplastik, Gewebe, Waffen]

Riesenfora, Thermen,
Säulenstraßen, Triumphsäulen
Römische Provinzkunst
[Keramik. Statuen, Waffen]

Riesenbauten z B in Indien
Orientalisches Kunstgewerbe
[Teppiche, Waffen, Geräte]

 

III. TAFEL »GLEICHZEITIGER« POLITISCHER EPOCHEN

ÄGYPTISCHE KULTUR ANTIKE KULTUR CHINESISCHE KULTUR ABENDLÄNDISCHE KULTUR

VORZEIT

Primitiver Völkertypus. Stämme und Häuptlinge.
Noch keine »Politik«. Kein »Staat«

Thinitenzeit

Mykenische Zeit

Schangzeit

Frankenzeit

[MENES]
2830-2600

[»AGAMEMNON«]
1600-1100

1700-1300

KARL DER GROSSE
500-900

KULTUR

Völkergruppe von ausgeprägtem Stil und einheitlichem Weltgefühl: »Nationen«.
Wirkung einer immanenten Staatsidee

I. Frühzeit: Organische Gliederung des politischen Daseins.
Die beiden frühen Stände: Adel und Priestertum.
Feudalwirtschaft der reinen Bodenwerte

DAS ALTE REICH
2600-2200
DORISCHE ZEIT
1100-650
FRÜHE DSCHOUZEIT
1300-800
GOTISCHE ZEIT
900-1500
1. Lehnswesen. Geist des bäuerlichen Landes.
Die »Stadt« nur Markt oder Burg. Wechselnde Pfalzen der Herrscher.
Ritterlich-religiöse Ideale. Kämpfe der Vasallen untereinander und gegen den Fürsten

Lehnsstaat der 4./5. Dynastie
2550-2320

Das homerische Königtum

Der Zentralherrscher [Wang]

Deutsche Kaiserzeit

Wachsende Macht der Lehnsträger und Priesterschaften.
Der Pharao als Inkarnation des Ri

Aufstieg des Adels
[Ithaka, Etrurien, Sparta]

vom Lehnsadel bedrängt

Kreuzzugsadel
Kaisertum und Papsttum

2. Krisis und Auflösung der patriarchalischen Formen: vom Lehnsverband zum Ständestaat

6. Dynastie:
2320-2200

Synoikismos des Adels

934-909
Vertreibung des I-Wang durch die Vasallen

Territorialfürsten; Renaissance-Staaten, Lancaster und York

Zerfall des Reiches in erbliche Fürstentümer
7./8. Dynastie: Interregnum

Auflösung des Königtums in Jahresämter
Oligarchie

842 Interregnum

1254 Interregnum

17. Spätzeit: Verwirklichung der gereiften Staatsidee.
Die Stadt gegen das Land: Entstehung des Dritten Standes [Bürgertum]. Sieg des Geldes über die Güter
DAS MITTLERE REICH
2040-1790
IONISCHE ZEIT
650-300
SPÄTE DSCHOUZEIT
800-500
BAROCKZEIT
1500-1800
III. Bildung einer Staatenwelt von strenger Form. Fronde

11. Dynastie: Sturz der Barone durch die Herrscher von Theben
Der zentralisierte Beamtenstaat

6. Jahrh.
Erste Tyrannis
[Kleisthenes, Periander, Polykrates, die Tarquinier].
Der Stadtstaat

»Zeit der Protektoren«
[Mingdschu, 685-591] und der Fürstenkongresse [-460]

Dynastische Hausmacht und Fronde
[Richelieu, Wallenstein, Cromwell]
um 1630

4. Höchste Vollendung der Staatsform [»Absolutismus«].
Einheit von Stadt und Land [»Staat und Gesellschaft«, die »drei Stände«]

12. Dynastie [1990-1790]:
strengste Zentralgewalt
Hof- und Geldadel
Amenemhet, Sesostris

Die reine Polis [Absolutismus des Demos].
Politik der Agora
Entstehung des Tribunats
Themistokles, Perikles

Periode Tschun-tsiu [»Frühling und Herbst«] 590-480.
7 Großmächte.
Vollendete vornehme Form [li]

Ancien regime, Rokoko.
Hofadel [Versailles] und Kabinettspolitik.
Habsburg und Bourbon.
Ludwig XIV., Friedrich d. Große

5. Sprengung der Staatsform [Revolution und Napoleonismus].
Sieg der Stadt über das Land [des »Volkes« über die Privilegierten, der Intelligenz über die Tradition, des Geldes über die Politik]

1790-1675.
Revolutionen und Militärregiment. Zerfall des Reiches.
Kleine Gewalthaber, zum Teil aus dem Volk stammend

4. Jahrh. soziale Revolutionen und zweite Tyrannis.
(Dionys L, Jason v. Pherä, der Zensor Appius Claudius, Alexander]

480 Beginn der Periode Tschankuo.
441 Untergang der Dschoudynastie.
Revolutionen und Vernichtungskriege

Ende des 18. Jahrh.
Revolutionen in Amerika und Frankreich.
[Washington, Fox, Mirabeau.
Robespierre, Napoleon]

ZIVILISATION

Auflösung der jetzt wesentlich großstädtisch veranlagten Volkskörper zu formlosen Massen.
Weltstadt und Provinz: Der Vierte Stand [Masse], anorganisch, kosmopolitisch

1. Herrschaft des Geldes [der »Demokratie«]. Wirtschaftsmächte die politischen Formen und Gewalten durchdringend

1675-1550
Hyksoszeit
[siehe Tabelle I oben]
Tiefster Verfall. Diktaturen fremder Generale [Chian].
Seit 1600 Endsieg der Herrscher v. Theben

300-100 der polit. Hellenismus.
Von Alexander bis Hannibal u. Scipio [200] die königliche Allgewalt; von Kleomenes III. u. C. Flaminius [220] bis Marius die radikalen Volksführer

480-230 »Zeit der kämpfenden Staaten«.
288 der Kaisertitel.
Die imperialistischen Staatsmänner von Tsin.
Seit 249 Einverleibung der letzten Staaten

1800-2000.
19. Jahrh.:
Von Napoleon bis zum Weltkrieg,
»System der Großmächte«, stehende Heere, Verfassungen.
20. Jahrh.: Übergang der verfassungsmäßigen in formlose Einzelgewalten,
Vernichtungskriege, Imperialismus

2. Ausbildung des Cäsarismus. Sieg der Gewaltpolitik über das Geld.
Zunehmend primitiver Charakter der politischen Formen. Innerer Zerfall der Nationen in eine formlose Bevölkerung.
Deren Zusammenfassung in ein Imperium von allmählich wieder primitiv-despotischem Charakter

1550-1328:
18. Dynastie
Thutmosis III.

100 v.-100 n. Chr.:
Von Sulla bis Domitian
Cäsar, Tiberius

250 v.-26 n. Chr.:
Haus des Wang Dscheng und westliche Handynastie
221 Augustustitel [Schi] des Cäsar
Hoang-ti. 140-86 Wu-ti

2000-2200

3. Heranreifen der endgültigen Form: Privat- und Familienpolitik von Einzelherrschern.
Die Welt als Beute. Ägyptizismus, Mandarinentum, Byzantinismus.
Geschichtsloses Erstarren und Ohnmacht auch des imperialen Mechanismus gegenüber der Beutelust junger Völker oder fremder Eroberer.
Langsames Heraufdringen urmenschlicher Zustände in eine hochzivilisierte Lebenshaltung

1328-1195:
19. Dynastie
Sethos I., Ramses II.

100-200:
Von Trajan bis Aurelian
Trajan, Septimius Severus

25-220
östliche Handynastie
58-76 Ming-ti

Nach 2200

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