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Der Unsterbliche

Alphonse Daudet: Der Unsterbliche - Kapitel 8
Quellenangabe
typenarrative
authorAlphonse Daudet
titleDer Unsterbliche
seriesEngelhorns Allgemeine Romanbibliothek
volumeBand 3
publisherVerlag von J. Engelhorn
year1888
translatorEmmy Becher
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
projectid571cb87a
created20061028
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Siebentes Kapitel.

Fräulein Germaine von Freydet

Clos-Jallanges.

»Deine Briefe stimmen mich ganz trostlos, Schwesterchen, Du langweilst Dich, Du leidest, Du möchtest mich bei Dir haben – ja, aber wie das möglich machen? Bedenke doch den Rat meines Meisters: ›Zeigen Sie sich. . . . Sie müssen gesehen werden . . .‹ Ja meinst Du denn, ich könne in Clos-Jallanges in Jagdgamaschen und Juppe meine Kandidatur fördern? Denn das ist außer Zweifel, die Sache steht uns nahe bevor. Loisillon nimmt augenscheinlich jeden Tag mehr ab und ich nutze diesen zögernden, langsamen Kampf zwischen Leben und Tod, um mir in den Kreisen der Akademiker Sympathieen zu schaffen, die hernach zu Stimmen werden sollen. Léonard Astier hat mich schon verschiedenen der Herren vorgestellt; ich hole ihn oft nach der Sitzung ab und es gibt nichts Köstlicheres, als solch ein Nachhauseweg vom Institut: all diese Männer fast ebenso bejahrt wie berühmt, in Gruppen von dreien und vieren, Arm in Arm, lebhaft, strahlend, laut sprechend, das ganze Trottoir in Beschlag nehmend, die Augen noch feucht vom Lachen über die gelungenen Witze, die sie da drin gehört und erlebt. ›Dieser Pailleron, der Satanskerl, so sprudelnd! . . . Und wie Danjou ihm's heimgegeben hat! . . .‹ Ich, ich hänge mich wie eine Klette an Astier-Réhus Arm, und im Gefolge der Unsterblichen erscheine ich selbst wie ein solcher. Allmählich zerstreuen sich die einzelnen, an einer Straßenecke, an der Brücke trennt man sich: ›Donnerstag also! Daß Sie ja nicht fehlen . . .‹ heißt es. Und ich gehe mit meinem alten Lehrer nach der Rue de Beaune; er macht mir Mut, gibt mir allerhand Ratschläge, und des Erfolges sicher, sagt er mit seinem breiten, behaglichen Lachen: ›Sehen Sie mich an, Freydet, um zwanzig Jahre bin ich jünger, wenn ich da herauskomme!‹

»Spaß beiseite, ich glaube wahrhaftig, die Kuppel konserviert. Wo fände man sonst einen so leichtfüßigen, beweglichen Greis wie Jean Réhu, dessen achtundneunzigsten Geburtstag wir gestern abend bei Voisin gefeiert haben? Es war ein Einfall von Lavaux, diese Festlichkeit, die mich zwar ihre zwölfhundert Franken gekostet hat, mir aber Gelegenheit gab, meine Streitkräfte zu zählen. Wir waren unsrer fünfundzwanzig, lauter Akademiker bis auf Picheral, Lavaux und mich; siebzehn oder achtzehn Stimmen habe ich sicher, die übrigen sind noch im Schwanken, aber mir doch günstig. Das Diner war vortrefflich, gut serviert, Stimmung angeregt und heiter.

»Ach, weil ich gerade dran denke – ich habe Lavaux für die Ferienzeit des Institutes Mazarin, an dem er Bibliothekar ist, nach Clos-Jallanges gebeten. Man kann ihm das große Zimmer im Vorsprung bei der Fasanerie geben. Ich halte eigentlich nicht viel von ihm, von diesem Lavaux, aber haben muß man ihn, er ist ja das Zebra der Herzogin. Habe ich Dir schon erzählt, daß unsre Damen darunter einen Junggesellen verstehen, der Hausfreund, unbeschäftigt, behende, verschwiegen, allezeit bei der Hand, immer sprungbereit ist und all die heikleren Aufträge, zu denen sich ein Diener nicht verwenden läßt, besorgt und übernimmt? Eine Art von Läufer und Vermittler zwischen den Mächten, genießt das Zebra zuweilen, wenn es noch in jugendlichem Alter steht, auch süßen Lohn, in der Regel aber zeigt sich das Haustier äußerst anspruchslos und mäßig, leicht zu ernähren, nimmt mit der kleinsten Gunst vorlieb, begnügt sich mit einem Platze am Tischende und der Ehre, mit seiner Dame und ihrem Salon renommieren zu dürfen. Lavaux muß meiner Ansicht nach bei seinem Amte noch etwas mehr herausgeschlagen haben. Er ist sehr gewandt und geschickt und trotz der gutmütigen, harmlosen Maske gefürchtet: als erster Küchenjunge in der akademischen wie in der diplomatischen Garküche – so nennt er sich selbst – macht er mich auf alle Schlagbäume und Fußangeln aufmerksam, mit denen der Weg ins Institut verlegt ist und von deren Vorhandensein mein Meister Astier bis auf den heutigen Tag keine Ahnung hat. Er, das gute große Kind, hat die Höhe erstiegen, ohne rechts und links zu blicken, ohne Ahnung der Gefahren, den Blick unverwandt auf die Kuppel geheftet, der eignen Kraft und seinem Werke vertrauend, und würde hundertmal den Hals gebrochen haben, wenn nicht seine Frau, die Klügste unter den Klugen, ihn, ohne daß er's wußte, geführt und geleitet hätte.

»Lavaux hat mich ganz davon abgebracht, meine ›Gedanken eines Landmanns‹, jetzt, vor dem nächsten Freiwerden eines Fauteuils, zu veröffentlichen. ›Nein, nein,‹ sagte er mir, ›Sie haben vollkommen genug gethan . . . ja, wenn Sie zu verstehen geben könnten, daß Sie mit Ihrer Produktionskraft zu Ende, daß Sie nicht mehr arbeiten, fertig sind, einfach ein gebildeter Mann, so . . . die Akademie sieht das lieber als alles.‹ Das stimmt vollkommen zu Picherals unbezahlbarer Warnung: ›Bringen Sie ihnen keine Bücher.‹ Ich merke jetzt, daß man um so mehr Aussicht hat, je weniger Werke man geliefert. Dieser Picheral hat großen Einfluß; auch den werden wir diesen Sommer bei uns haben; ein Zimmer im zweiten Stock, vielleicht die frühere Vorratsstube, Du wirst ja sehen. Nicht wahr, meine arme Germaine, das ist viel Unruhe und Getriebe für Dich in Deinem Zustande? Aber, wie soll ich's ändern? Es ist schon widerwärtig genug, keine Winterwohnung in Paris zu haben und nicht bei sich empfangen zu können wie Dalzon, Moser und meine andern Mitbewerber. Ach! Pflege Dich doch, mach, daß Du gesund wirst!

»Um auf mein Diner zurückzukommen, so war bei demselben natürlich viel von der Akademie die Rede, von den Wahlen, dem was man dabei zu thun hat, dem Ueblen und dem Guten, was das Publikum darüber denkt. Nach der Ansicht unsrer Unsterblichen sind alle, welche die Akademie schlecht machen, einer wie der andre, arme Schlucker, die man nicht hereingelassen hat, und was die Fälle betrifft, in denen es wirklich unerklärlich zu sein scheint, daß einer vergessen worden, so liegt immer ein triftiger Grund vor. Und als ich schüchtern den Namen unsres großen Landsmannes Balzac nannte, wurde Desminières, der Romanschreiber und frühere Arrangeur der Charaden in Compiègne, ganz ärgerlich: ›Balzac! Ja, haben Sie ihn denn gekannt? Wissen Sie denn, wovon Sie da sprechen, mein Herr? . . . Von der Lumperei, dem Vagabundentum! . . . Balzac, mein Herr, war ein Mensch, der nie zwanzig Franken in der Tasche gehabt hat . . . ich weiß das ganz genau, aus dem Munde seines Freundes Frédéric Lemaître. . . . Nie zwanzig Franken . . . und Sie hätten gewünscht, daß die Akademie. . . .‹ Der alte Jean Réhu, der, die Hand am Ohr, verstanden hatte, daß von Diäten die Rede sei, hat uns dann den hübschen Streich seines Freundes Suard erzählt, der am 21. Januar 93, am Tage der Hinrichtung des Königs, in die Akademie kam und die Abwesenheit sämtlicher Kollegen dazu benutzte, die zweihundertvierzig Franken Sitzungsgeld in seine Tasche zu stecken.

»Er erzählt gut, der alte Papa, mit seinem: ›Ich habe das erlebt‹ . . . und wäre ohne seine Taubheit ein prächtiger Gesellschafter. Auf einen kleinen Toast in Versen, den ich ausbrachte und in dem ich sein Alter und seine Frische feierte, hat der wackere Mann mir sehr wohlwollend geantwortet und mich seinen ›lieben Kollegen‹ genannt. ›Zukunftskollege‹ hat ihn mein Lehrer Astier verbessert, und dieser Titel wurde mir von allen gegeben, als sie sich sehr herzlich mit vielsagendem, warmem Händedruck und einem: ›Auf Wiedersehen‹ . . . ›Auf demnächst‹ . . . das sich auf meinen bevorstehenden Besuch bezog, von mir verabschiedeten. Abgeschmacktes, dummes Zeug, diese akademischen Besuche, aber jeder hat es einmal durchgemacht. Astier-Réhu hat mir auf dem Heimwege vom Voisinschen Diner erzählt, daß der alte Dufaure ihn bei Gelegenheit seiner Wahl zehnmal kommen ließ, ohne ihn anzunehmen. Nun, der Meister setzte seinen Kopf darauf, vorgelassen zu werden, und beim elften Besuche wurden die Thüren sperrangelweit vor ihm aufgerissen. Man muß nur wollen.

»Wenn Ripault-Babin oder Loisillon mit Tode abgingen – beide sind lebensgefährlich krank, aber ich rechne bei Ripault-Babin mit mehr Zuversicht darauf – so wäre mein einziger Mitbewerber, um den es sich ernstlich handeln könnte, Dalzon. Talent, Vermögen, intimes Verhältnis zu den Herzögen, einen vortrefflichen Keller, das alles hat er für sich; gegen sich nur eine kürzlich aufgedeckte Jugendsünde: ›Splitternackt‹, ein Bändchen von sechshundert Verszeilen, das in Eropolis seiner Zeit anonym herausgekommen und gehörig schlüpfrig sein soll! Man sagt, er habe alles aufgekauft und in die Papiermühle befördert, aber einige Exemplare mit Widmung und Namensunterschrift von seiner Hand sind noch im Umlauf. Der arme Dalzon protestiert, setzt sich zur Wehr und haut um sich wie ein Teufel, und die Akademie hüllt sich in Schweigen, zieht sich zurück, bis die Enquete zu Ende. Deshalb hat mir mein alter Lehrer gestern abend, ohne näher darauf einzugehen, sehr ernsthaft erklärt: ›Für Herrn Dalzon werde ich nicht mehr stimmen.‹ Die Akademie ist ein Salon, das muß man sich vor allen Dingen klar machen und nicht außer Auge lassen. Nur im Gesellschaftsanzug und mit unbefleckten Händen findet man Einlaß. Jedenfalls achte ich meinen Gegner zu hoch und bin zu ritterlich, um mich geheimer Waffen zu bedienen, und ich habe Fage, den Buchbinder von der Cour des Comptes, den sonderbaren Buckligen, den ich zuweilen in Védrines Atelier treffe und der über alle Kuriositäten im Buchhandel unterrichtet ist, gründlich abfahren lassen, als er mir anbot, mir eins der mit Namen gezeichneten Exemplare von ›Splitternackt‹ zu verschaffen. ›Dann bekommt es Herr Moser,‹ erwiderte er, ohne sich im geringsten aus der Fassung bringen zu lassen.

»Was Védrine anbetrifft, so bin ich einigermaßen in Verlegenheit und meine Stellung ist keine leichte. In der herzlichen Aufwallung unsrer ersten Begegnungen habe ich ihm das Versprechen abgenommen, mit Kind und Kegel zu uns aufs Land zu kommen. Wie soll ich nun aber seinen Besuch mit der Anwesenheit der Astiers, Lavaux und der andern, die ihn alle nicht ausstehen können, vereinen? Er ist solch ein rauhborstiger, origineller Kerl! Kannst Du Dir einen Begriff davon machen, daß er von Adel ist, ein Marquis von Védrine, und daß er schon auf der Schule in Louis le Grand das kleine Beiwort weggelassen und verleugnet hat, um das ihn in dieser demokratischen Zeit, wo alles um Geld zu haben ist, nur das nicht, so viele beneiden würden. Sein Grund? Er will um seiner selbst willen geliebt und beurteilt werden – nun mach Dir einen Vers dazu! Mittlerweile hat die Fürstin Rosen den für die Grabstätte ihres Gatten ausgehauenen Paladin, von dem in diesem Künstlerhause, wo Schmalhans oft die Küche regiert, so viel die Rede war, einfach abgelehnt. ›Wenn wir den Paladin verkauft haben, schenkt mir der Papa ein Schaukelpferd‹, pflegte der kleine Junge zu sagen, und auch die arme Mutter rechnete auf den Paladin, um ihre leeren Schränke ein bißchen besser zu füllen, indes Védrine davon träumte, den Erlös aus dem Meisterwerke in einer dreimonatlichen Nilfahrt auf einer Dahbieh anzulegen. Nun wohl und gut – der Paladin ist weder verkauft noch bezahlt, wird letzteres vielleicht einmal, Gott weiß wann, nach einem langweiligen Urteilsspruch von sachverständigen Schiedsrichtern; wenn Du aber glaubst, daß die Leutchen dadurch aus ihrer Behaglichkeit gerissen seien, so täuschest Du Dich sehr. Als ich am Tage nach der betrüblichen Nachricht in die Cour des Comptes kam, fand ich meinen Védrine glückselig, strahlend vor einer aufgespannten riesigen Leinwand, auf welche er den seltsamen Urwald seiner Ruinen in großen Zügen hinwarf; hinter ihm stehend Frau und Kinder, in voller Begeisterung, und Frau Védrine sagte mir ganz leise, im höchsten Ernst, indem sie ihr kleines Mädchen auf den Armen wiegte: ›Wir sind jetzt so froh . . . endlich hat sich mein Mann an die Oelmalerei machen können.‹ Soll man da lachen oder weinen?

»Lieb Schwesterherz, das Abgerissene, Unklare dieses Briefes wird mehr als alles andre dazu angethan sein, Dir eine Vorstellung zu geben von dem fieberhaften Zustande, in welchen die Vorbereitungen für meine Bewerbung mich versetzen. Ich besuche die ›Jours fixes‹ der einen, wie der andern, Diners, Gesellschaften aller Art, ja weil ich jeden Freitag mit treuem Pflichteifer in ihrem Salon bin und am Dienstagabend im Théâtre français mich in ihrer Loge zeige, macht man mich schon zum Zebra der guten Frau Ancelin. Jedenfalls ein etwas ländliches, ungeschlachtes Zebra trotz der Veränderungen, die nach allen Seiten, im gelehrten und weltmännischen Sinne mit meiner Person vor sich gegangen sind. Du kannst Dich entschieden auf einiges Ueberraschende gefaßt machen, wenn ich nach Hause komme. Letzten Montag war Empfangsabend im Hotel Padovani, nur für einen engeren Kreis, und ich hatte die Ehre, dem Großherzog Leopold vorgestellt zu werden. Seine Hoheit haben mir über mein letztes Buch und alle früheren viel Schmeichelhaftes gesagt; er scheint meine Sachen so genau zu kennen, wie ich selbst – diese Ausländer sind doch merkwürdige Leute! Am wohlsten ist mir's aber immer bei den Astiers, in dieser einfachen, patriarchalischen Familie, die unter sich so ganz ein Herz und eine Seele ist. Neulich kam nach dem Frühstück ein neuer Akademikersfrack für den Meister vom Schneider und wir haben ihn anprobiert: wir, sage ich, denn er bestand darauf, die Palmen und ihre Wirkung an mir zu begutachten. Ich habe also den Frack angezogen, den Hut aufgesetzt und den Degen angelegt, einen wahrhaftigen richtigen Degen, der aus der Scheide geht und in der Mitte eine kleine Rinne für das abfließende Blut hat, und, meiner Seele, ich habe Eindruck gemacht auf mich selbst! Erzählt sei Dir's, um Dir zu zeigen, wie vertraulich ich mit ihnen stehe.

»Wenn ich dann in meine ruhige, kleine Gasthofszelle zurückkehre und es zu spät ist, um Dir zu schreiben, so wird noch ein wenig ›punktiert‹. Auf der vollständigen Liste aller Akademiker, die ich mir beigelegt habe, bezeichne ich mir die, von denen ich weiß, daß sie für mich sind, und die, welche zu Dalzon halten. Ich ziehe ab, zähle zusammen, die Sache macht einem wirklich besondern Spaß. Du sollst nur sehen; ich werde Dir's zeigen. Es ist also, wie ich Dir sagte, Dalzon hat die Herzöge auf seiner Seite, aber der Historiker des Hauses Orleans, der in Chantilly Zutritt hat, wird mich in Bälde dort einführen. Gefalle ich – und ich lerne zu dem Zweck die Geschichte einer Schlacht bei Rocroy auswendig, Du siehst, Dein Bruder wird ein ganz durchtriebener Geselle! – so verliert der Verfasser von ›Splitternackt‹, Eropolis, seine zuverlässigste Stütze. Was meine politischen Ueberzeugungen betrifft, so werde ich mich natürlich wohl hüten, sie zu verleugnen. Ich bin Republikaner; allerdings kann man darin auch zu weit gehen. Vorläufig aber bin ich vor allem Kandidat. Zu meiner Germaine gedenke ich nach dieser kleinen Reise baldmöglichst heimzukehren und bitte sie, sich nicht zu quälen, nicht ungeduldig zu werden und der Freude des nahenden großen Tages eingedenk zu sein. Ja, Schwesterchen, wir werden hineinkommen, in den ›Gänsepferch‹, wie dieses Zigeunerblut von einem Védrine sich ausdrückt, aber Mut gehört dazu, Ausdauer und Geduld.

Dein Bruder, der Dich sehr lieb hat,

Abel von Freydet.«

»Ich mache meinen Brief noch einmal auf: die Morgenblätter bringen die Nachricht vom Tode Loisillons. Diese Schicksalsschläge erschüttern uns, selbst wenn wir sie lange vorhergesehen haben. Welch ein großer Verlust für die französische Wissenschaft, wie unsäglich traurig! Mein armes Schwesterlein, nun muß die Heimfahrt abermals aufgeschoben werden. Bringe die Sache mit den Pächtern ins reine. Bald sollst Du Nachricht haben.«

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