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Der Sohn des Donners

Olaf Baker: Der Sohn des Donners - Kapitel 21
Quellenangabe
typefiction
authorOlaf Baker
titleDer Sohn des Donners
publisherGrethlein & Co.
yearo.J.
translatorMarguerite Thesing
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20160411
projectid1a481446
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Zwanzigstes Kapitel

Die Rettung

Hitze beherrschte die Welt. Alle Lebewesen hatten sich vor der Glut in den Schatten geflüchtet, um sich dort, ohne ein Glied zu rühren, auszuruhen. Kein Laut, keine Bewegung. Was immer das Tanukmassiv an Leben barg, schien sich auf jene enge Felsnische zurückgezogen zu haben, wo Leben und Tod auf dem Zünglein der Wage schwankten.

Doch nein – irgend etwas glitt schattengleich durch die erbarmungslose Helligkeit. Seine Bewegungen waren kräftig und geschmeidig; unsichtbare Muskeln spielten unter seinem rotbraunen Pelz. Doch auf dem ungeheuren, nackten Antlitz des Berges sah es trotz dieser mühelosen, behenden Art der Fortbewegung recht unbedeutend aus. Was hatte es dort zu suchen, daß es lautlos wie das Gespenst eines hageren Coyoten über die weidelosen Berggipfel dahinhuschte? Kein noch so schwaches Geräusch verriet sein eiliges Näherkommen. Falls es sich wirklich auf tierischen Sohlen fortbewegte, umhüllte Schweigen, weich wie die Daunen eines Eulenfittichs, seine Pfoten.

Jetzt war es nur mehr hundert Meter von der Felswand entfernt, allein der Bär blickte nur nach seiner Beute aus und spürte die fremde Gegenwart nicht. So sehr war er auf die Erreichung seines Zieles erpicht, daß er nichts von der tödlichen Gefahr ahnte, die sich hinter seinem Rücken heranschlich. Thunderboy jedoch gewahrte sie über die Schulter des Grizzly hinweg, und sein Herz tat einen Freudensprung.

Jetzt hatte der Bär die gefährliche Stelle nahezu überschritten. Wenn nichts den schweren Körper störte, würde er sich in zwei Minuten glücklich an der Wand vorbeigedrückt haben und in der nächsten Sekunde die Nische erreichen. Körper und Geist des Bären konzentrierten sich ausschließlich auf das Problem unter seiner Nase und längs seiner Rippen, daher konnte man kaum erwarten, daß er noch mit einer weiteren Schwierigkeit aus der Richtung seines Schwanzes rechnen würde, und doch drohte ihm gerade von dieser Seite die neue Gefahr.

Ein fauchender Schrei, der halb und halb einem Kreischen glich, sandte ihm eine Herausforderung zu und zwang ihn, augenblicks stillzustehen. Es war nicht das erstemal in seinem Leben, daß er diesen nervenaufpeitschenden Laut vernahm, und alles, was er von dessen Urheber wußte, hatte ihn gelehrt, eine derartige Kampfansage nicht leicht zu nehmen. Aber er vermochte die Gefahr nicht abzuwehren, ohne ihr entgegenzutreten, und um ihr entgegentreten zu können, mußte er sich zuvor umdrehen, was in seiner augenblicklichen Lage offensichtlich unmöglich war. Entweder mußte er weiter vorwärts gehen, oder, seine Kehrseite dem Feinde zugewendet, den Rückzug antreten. Dieser letzte Ausweg empfahl sich jedoch durchaus nicht einem so alten Junggesellen, den es keineswegs verlockte, jenen Teil seiner Person, auf den er sich seit den letzten zehn Jahren mit Vorliebe niederzulassen pflegte, einer unbarmherzigen körperlichen Züchtigung auszusetzen. Daher zog er es vor, sich während der letzten paar Zoll seines gefährlichen Weges mit verzweifelter Vorsicht gegen die Felswand zu drücken und so endlich ungefährdet in die Felsnische hinüberzugelangen. Hier jedoch machte er ohne jeden weiteren Zeitverlust und ohne erst seine Beute zu beachten, kehrt und zeigte dem unerwarteten Feinde die Zähne.

Dem Silberlöwen bot die Schmalheit des Felsbandes, das er zu traversieren hatte, keinerlei Schwierigkeit. Sein schlanker Körper hätte sich auch auf dem winzigsten Grat heimisch gefühlt. Jetzt stand er an der Stelle, die der Grizzly mit so unendlicher Vorsicht gequert hatte, und kauerte sich zu Boden, mit zurückgelegten Ohren und Lefzen, die seine schimmernden weißen Fänge entblößten. Unmöglich konnte man sich etwas Drohenderes als den Ausdruck seiner Maske vorstellen. Der starke Grizzly, obwohl mutig und im Vollbewußtsein seiner großen Kraft, begriff, daß er sich hier einem Gegner gegenüber befände, dessen streitbare Macht ihn zu dem gefährlichsten aller Feinde stempelte, den Menschen einzig und allein ausgenommen.

Der Bär war auf das äußerste gereizt. Er bezweifelte keine Sekunde, daß nicht bloße Kampfeslust seinen Erbfeind gegen ihn hetzte, sondern auch noch der Wille, ihn seiner Beute zu berauben. Der Gedanke jedoch, sich diese entreißen zu lassen, nachdem er sie mit soviel Mühe eben erst erjagt hatte, steigerte seinen Haß ins Ungeheuerliche.

Die beiden gefährlichen Tiere standen sich gegenüber, Mordlust in den Augen. Thunderboy hatte sich aufgerichtet, als der Bär die Felsnische betrat, und stand jetzt, die eine Hand krampfhaft an die Felswand gedrückt, mit der anderen fest den Griff seines Jagdmessers umklammernd, weit vornübergeneigt, qualvoll zwischen Furcht und Hoffnung schwankend. Was würde wohl geschehen? Würde der Silberlöwe den Bären auf der Stelle angreifen oder ihn durch allerlei schlaue Winkelzüge bis an den Rand des gefährlichen Abgrunds locken? Unmöglich konnte man das Kommende voraussagen, da beide Tiere Rassen angehörten, die in ihren Handlungen unberechenbar waren. Das eine war klar: hier handelte es sich um einen Kampf bis zum bitteren Ende, um einen Kampf, von dessen Ausgang sein Leben abhing.

Die Ungewißheit dauerte nicht lange. Unter abermaligem Fauchen und Kreischen, ohrenzerreißender noch als das erstemal, sprang Manu zu – doch nicht auf den Grizzly. Er war ein viel zu erfahrener Kämpfer, um sich der Umarmung jener furchtbaren Vorderpranken auszusetzen. Mit einem ungeheuren Satz, wie ihn nur ein Silberlöwe auszuführen vermochte, schnellte er über den Bären hinweg und landete zwischen ihm und Thunderboy. Der überraschte Bär machte augenblicks kehrt, um dem Angriff zu begegnen. Und jetzt begann ein Kampf, desgleichen Thunderboy, was Wildheit und Schnelligkeit betraf, noch nie gesehen hatte. Wieder und wieder sprang der Kuguar zu, jedesmal seinem riesigen Gegner eine schwere Wunde beibringend. Dabei war die Felsnische zu wenig geräumig, als daß Manu seine wunderbare Gelenkigkeit voll hätte entfalten können, doch immerhin breit genug, um ihn mit überraschender Gewandtheit von einer Seite zur anderen, vorwärts und rückwärts springen zu lassen. Nicht daß er bei diesen blitzschnellen Angriffen jedesmal ohne Schaden davongekommen wäre. Der Bär vermochte trotz seiner Größe mit fast der gleichen Behendigkeit zu strafenden Hieben auszuholen, und Manu taumelte bei jedem Schlag jener mächtigen Tatzen. Während so der Kampf, bald zugunsten des einen, bald des anderen, hin und her wogte, wurde Thunderboys Lage immer gefährlicher. Anfänglich hatte das Ringen sich an dem vordersten, dem Felsband nächstgelegenen Rand der Nische abgespielt, allmählich drängte sich der Kampf immer mehr in seine Richtung. Sehr bald stellte es sich heraus, daß der Grizzly, obwohl er mitunter den wütenden Angriffen seines Gegners weichen mußte, dennoch mit hartnäckiger Ausdauer Thunderboy näher und näher kam. Vergeblich stürmte Manu heran, sprang zu und krümmte sich in der Luft zusammen. Stets richtete sich der mächtige Leib in dem blutgetränkten Fell so auf, daß er nach jedem Waffengang dem Knaben ein wenig nähergerückt war. Ja, mitunter hatte es den Anschein, als käme der Silberlöwe überhaupt nicht mehr vorwärts; wenn dann Thunderboy die riesige Gestalt des Grizzlys sich auf den Hinterbeinen aufrichten sah, die mörderischen Klauen kampfbereit und rote flammende Glut in den Augen, sank ihm vollends der Mut, denn zwischen ihm und jener entfesselten Bestie befand sich nichts als ein sehniges, schlankes, hingekauertes Geschöpf, das neben der mächtigen Kraft seines Feindes förmlich zusammenzuschrumpfen schien. Und wenn nun Manu unterlag?

Wer weiß, würde er nicht in irgendeinem besonders kritischen Augenblick – bei einem seiner kühnen Sprünge – die Entfernung, die ihn noch von dem Abgrund trennte, falsch einschätzen und nicht rechtzeitig das Gleichgewicht zurückgewinnen? Thunderboy wußte: in diesem Fall war sein Schicksal besiegelt. Es gab niemand, der ihm dann noch zu Hilfe eilen könnte. Er würde in des Grizzlys mitleidlosen Armen versinken, und die Welt hatte ein Ende.

Mitunter aber, wenn die beiden Tiere in tödlicher Umarmung, knurrend, fauchend, reißend, zu einem einzigen, blutigen, pelzigen Knäuel zusammengeballt einer über den andern rollten, sah es ganz so aus, als wäre das Ende wirklich gekommen, und als könne der Löwe nicht als Sieger hervorgehen. Der Knabe hätte in verhaltener Todesfurcht aufschreien mögen, doch kein Laut entrang sich seinen fest zusammengebissenen Zähnen. Aber in jenem hohlflankigen, edlen Geschöpf, das mitunter den Eindruck erweckte, als könne es mit äußerster Leichtigkeit sich nach der einen oder anderen Richtung zusammenbiegen, lag ein Überschuß an Stärke und elastischer Ausdauer verborgen, der es ihm immer wieder ermöglichte, den Angriff mit unverminderter Wut zu erneuern. Und diese beiden Eigenschaften waren nicht das einzige, was Manu zu dem gefürchtetsten Gegner machte, den der Bär bisher getroffen. In jenen Augen voll hitzigen grünen Feuers brannte etwas, tiefer und wilder noch als der uralte Haß, den zahllose Vorfahren auf Grizzly und Berglöwe vererbt hatten. Manu kämpfte nicht nur um einen Sieg über seinen Erbfeind, sondern um das Leben eines Geschöpfes, an dem er mit der ganzen Liebe seiner leidenschaftlichen Raubtierseele hing. Nicht nur um seiner selbst willen floß sein Blut, zerrissen jene unheimlichen, gellenden Schreie die Luft, bis die glutheißen Felshöhlungen weit und breit ein tönendes Echo zurückwarfen. Jeder Angriff auf Manu hieß Manus Zorn in einer Weise aufstacheln, die ihn mit Recht zu einem Schrecken unter den Sippen des Waldes machte. Jedoch das Leben eines Menschen bedrohen, den er unter seinen besonderen Schutz genommen, entfesselte in ihm einen Wirbelsturm unbändiger Leidenschaft, dem selbst der unerschrockenste Grizzly letzten Endes nicht zu widerstehen vermochte.

Jetzt, da der Bär die Entfernung zwischen sich und dem Knaben bedeutend verringert hatte, erreichte des Kuguars Wut ihren Höhepunkt. Wäre der Grizzly klug gewesen, er hätte sich nach dem Felsband zurückgezogen, solange ein Rückzug in Ehren noch möglich war. Bei einem seiner Angriffe kam er jedoch Thunderboy so nahe, daß dieser einen eiligen Schritt nach rückwärts tun mußte, um nicht zu Boden geschlagen zu werden. Das genügte. Ein ohrenzerreißendes Kreischen erscholl, und was sich jetzt auf den Grizzly stürzte, war kein gewöhnlicher Silberlöwe mehr, sondern ein reißender Wirbelwind, ein rotbrauner, behaarter Sturm von Fängen und Tatzen. Die beiden Tiere überkugelten sich in einer wogenden, schnappenden, beißenden, unlösbar verklammerten Masse und ließen vorübergehend einen Platz zwischen sich und der Felswand frei. Thunderboy nutzte den Augenblick, schoß an ihnen vorbei und hielt erst inne, als er das fernste Ende des Felsbandes erreicht hatte. Von dort aus beobachtete er den Ausgang des Treffens. Der Grizzly rückte zu einer letzten Umklammerung heran und warf seine ganze Kraft in das Ringen. Aber selbst seine ungeheure Stärke versagte gegenüber dem überwältigenden Ansturm seines Feindes. Zwar versuchte er jenen schlanken Körper in seine wilde Umarmung zu reißen, aber des Kuguars Zähne vergruben sich in seinen Hals, und seine starken, scharfen Klauen arbeiteten, als wollten sie ihm die Augen aus dem Kopfe und das Herz aus der Brust reißen. Aufheulend vor Schmerz und Zorn ließ der Bär seinen Gegner fahren und schüttelte ihn mit gewaltiger Anstrengung ab.

Ohne erst einen zweiten Angriff abzuwarten, stürmte er auf das Felsband zu. Doch der Silberlöwe kam ihm zuvor. Mit einem einzigen, mächtigen Satz erreichte er das Ende der Nische und kauerte dort in unverminderter Wut, herausfordernd mit dem Schwanz die Erde peitschend und seinem Feinde den Weg versperrend. Im Augenblick aber spürte der Bär nur geringe Lust, den Kampf von neuem zu eröffnen. Zwar war er ein despotischer alter Raufbold, aber er hatte einen ebenbürtigen Gegner gefunden, und obwohl ihm nichts lieber gewesen wäre, als seinen ganzen Rachedurst an dem schwachen Menschenkind auszulassen, das eben erst seinen Klauen entschlüpft war, brachte er nicht den Mut auf, dessen Beschützer entgegenzutreten, der fauchend und zähnefletschend an der schmalsten Stelle des Felsbandes hockte und ihm den heiklen Ausgang versperrte. So begnügte er sich damit, seinen Feind zornig anzufunkeln, und seine Laune wurde auch dann nicht besser, als er Thunderboys Gestalt schleunigst den Berg hinuntereilen und allmählich in der Ferne verschwinden sah.

Längere Zeit noch verharrte Manu auf seinem Posten, teils um sich nach dem Kampfe auszuruhen, teils um Thunderboy Zeit zur Flucht zu lassen. Sobald der Bär sich einen Schritt vorwagte, fletschte Manu auf so drohende Weise die Zähne, daß der Grizzly sich sogleich eines Besseren besann und wieder umkehrte. Endlich blickte sich Manu um. Thunderboy war verschwunden. Jetzt erst wandte er sich zum Gehen. Gewandt querte er das schmale Band und wartete nicht erst ab, ob der Bär auch in Sicherheit hinübergelangte. Er wußte, der alte Tyrann hatte eine eindringliche Lehre erhalten, daher überließ er ihn getrost sich selbst. Zornig brummend und seine Wunden leckend, suchte Okonupo nach Möglichkeit seine schwer verletzte Würde wieder zu gewinnen. Niemand beobachtete, wie sein plumper Körper sich abermals gegen den Felsen drückte und Fuß um Fuß über den schmalen Steig kroch, bis er sich endlich, schwer mitgenommen, in seine Höhle zwischen den Felsen schleppte.

Als Thunderboy wieder daheim war und seiner Großmutter von dem großen Treffen erzählte, hörte sie ihn schweigend bis zu Ende an. Inzwischen war auch Manu angelangt und leckte als Beweis für die schwere Rauferei, die er durchgemacht, seine Wunden; daher hatte sie keinen Grund anzunehmen, daß des Knaben Phantasie mit ihm durchgegangen wäre. Er schwieg, aber sie hub nicht sogleich zu reden an: das hätte nicht ihrer Art entsprochen. Doch wie stets, wenn sie offen ihre Meinung sagte, waren ihre Worte merkwürdig.

»Die Grizzlys sind ein Stamm, den man am besten in Ruhe läßt. Manchmal werden sie dir nichts tun, vorausgesetzt, daß du die richtige Medizin zu machen weißt; aber ist ein Grizzly böse, so ist er gefährlicher als jedes andere Tier. Du hättest dich nicht auf die Suche nach dem Donnervogel begeben sollen. Der Donnervogel würde sich nicht gefreut haben, dich zu sehen. Höchstwahrscheinlich hat er dem Grizzly befohlen, dich zu verjagen. Die Großen Geister lieben es nicht, wenn man sie heimsucht. Sie weilen dort hinter den Bäumen und zwischen den hohen Felsen und erscheinen dir mitunter auch wohl im Schlaf, oder wenn du still sitzest und dich ganz ruhig verhältst. Allein sie werden zornig, wenn ein Mensch sie lediglich aus Neugier aufsucht, oder um eine Geschichte erzählen zu können. Sieh dir nur Manu an. Er ist viel zu klug, um die Geister zu beleidigen; dennoch ist er dank deiner Torheit jetzt über und über mit Wunden bedeckt.«

Dieser Hinweis auf Manu machte auf Thunderboy tieferen Eindruck, als alle übrigen Teile von seiner Großmutter Rede. Manu tat ihm sehr leid. Der Gedanke schmerzte ihn, daß er um seinetwillen soviel hatte erdulden müssen. Thunderboy sah ihm zu, wie er seine Wunden leckte, wobei Manu dann und wann, sobald seine Zunge ihm weh tat, einen leisen, klagenden Laut ausstieß. Da spürte der Junge tief in seinem Innern selber eine wunde Stelle, welche seine Zunge, mochte der Schmerz ihn auch noch so sehr quälen, niemals erreichen konnte. Trotzdem fühlte er sich außerstande, seinem Kameraden zu helfen, denn er wußte: sobald ein wildes Tier sich mit seinen Verletzungen abgibt, vermag es selbst die Berührung der liebevollsten Hände nicht zu ertragen. Daher setzte er sich nur dicht neben Manu auf den Boden und machte Medizin mit seiner Stimme: gurgelnde, trauliche Geräusche, die, wie er glaubte, dem Silberlöwen recht tief zu Gemüte dringen würden. Ob diese glucksenden Töne wirklich Manus Schmerzen linderten, ist schwer zu sagen. Allem Anschein nach machten sie auf ihn keinen großen Eindruck; jedenfalls tat er, nachdem er sich geraume Zeit geleckt hatte, unter den obwaltenden Verhältnissen das nächstbeste: er rollte sich zusammen und schlief ein.

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