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Der Meineidbauer

Ludwig Anzengruber: Der Meineidbauer - Kapitel 18
Quellenangabe
typefolkplay
booktitleDer Meineidbauer
authorLudwig Anzengruber
year1994
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000133-1
titleDer Meineidbauer
pages3-9
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1871
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Siebente Szene

Vorige. Franz.
Diese Szene muß sehr rasch abgespielt werden.

Franz (schwingt sich rasch durchs Fenster).
Vroni!

Toni (reibt sich die Seite).
Was wöllt's Ös? Mengt's Enk da nit drein! Wir sein auf 'm besten Weg, uns auszusöhnen – schaut's, daß's fortkommt's!

Franz (kommt vor).
Du bist nicht allein? – Ich hätte mit dir zu reden!

Vroni (spitz).
Ich wüßt nit was! – Um die Zeit! Seid's auch so, weil ich Euch heut in meiner Gutheit hab 'n klein' Finger zeigt, möcht's gleich d' ganz' Hand?! – Ich dumme Gredl hätt wissen solln, daß man in Sommernächten nit's Fenster darf auflassen, soll nit unnütz G'fliederwerk zuflieg'n von allen Seiten!

Toni.
Weiß der Herr auch, wer ich bin?

Franz.
Nein, interessiert mich auch nicht!

Toni (stolz).
Ich bin der Sohn vom Adamshofbauern!

Franz.
Freut mich recht, ich bin der Sohn vom Kreuzweghofbauern!

Toni (erschrocken).
Jesses, künftiger Schwager – nix für ungut, laß nur kein' von unsre zwei Alten vermerken, daß d' mich da troffen hast!

Franz.
Nein, aber eine Gefälligkeit ist der andern wert – da sieh zu! (Aufs Fensterbrett.) Na, happ!!

Toni.
Mußt nix ausplaudern!

Franz (ungeduldig aufstampfend).
Nein, nein! Aber »happ« sag ich!

Toni.
Guti Nacht!! (Steigt hinaus.)

Franz.
Hol dich der Kuckuck!!

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