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Der Lügendetektor

Edgar Wallace: Der Lügendetektor - Kapitel 7
Quellenangabe
pfad/wallacee/luegende/luegende.xml
typefiction
authorEdgar Wallace
booktitleDer Mann im Hintergrund / Der Lügendetektor
titleDer Lügendetektor
publisherWilhelm Goldmann Verlag
printrun13. Auflage
translatorHans Herdegen
editorFriedrich A. Hofschuster
year1990
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
isbn3442011559
created20111023
projectid76c92d63
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6

Reeder wartete bis drei Uhr morgens auf den Bericht des Beamten, den er mit dem Auftrag, genauere Nachforschungen anzustellen, nach Shrewton geschickt hatte.

Es stellte sich heraus, daß das Auto in Brand gesteckt worden war. Zwei Benzinkanister wurden in einem nahen Gebüsch gefunden, und die Untersuchung der Sachverständigen ergab, daß der Wagen mit Benzin übergössen und durch eine Sprengpatrone mit Spätzünder in Flammen gesetzt worden war. Vermutlich war der Zeitzünder auf eine halbe Stunde Brenndauer eingestellt gewesen.

Das Nummernschild des Wagens war unkenntlich gemacht worden, aber bei genauerer Untersuchung konnte man immerhin noch die Nummer des Motorblocks und des Fahrgestells feststellen.

Stevenson – richtiger Graddle – war auch von dem Wirt eines Gasthauses in Andover auf einer Fotografie, die man ihm vorlegte, wiedererkannt worden. Spät am Abend war er dort mit dem Wagen angekommen. Er hatte einen kleinen Koffer bei sich und bestellte ein Abendessen. Dem Wirt fiel der Mann auf, weil er so bleich und aufgeregt war; einer der Kellner wollte sogar bemerkt haben, daß Graddle sich Tränen aus den Augen wischte.

Nachdem er gezahlt hatte, sagte er, daß er nach Bornemouth weiterfahren wolle – aber dann klappte etwas mit seinem Wagen nicht. Er konnte ihn nicht in Gang bringen und war darüber völlig außer sich. Ein Automechaniker wurde geholt und stellte fest, daß er nur vergessen hatte, die Zündung einzuschalten.

Während er sich im Gasthaus aufhielt, ließ er den Koffer nicht aus den Augen, auch im Auto stellte er ihn direkt neben sich.

Zuerst hatte man gar nicht an diesen aufgeregten Mr. Stevenson gedacht, als man den ausgebrannten Wagen fand. Erst später, als die Polizei das Auto abschleppte und die Nummer des Motorblocks bekanntgab, meldete sich der Besitzer der Reparaturwerkstätte.

Alles stimmte genau mit der Geschichte überein, die sich Mr. Reeder seinerzeit ausgedacht hatte.

Hätte Mr. Graddle die Nerven behalten, so wäre bestimmt nichts von alledem passiert, was sich in jener für ihn verhängnisvollen Nacht zutrug. Man hätte sicher keine Banknoten auf einem Heuschober und in einem Straßengraben gefunden, und auch der Lehrer wäre nicht ums Leben gekommen.

Mr. Reeder hatte von Anfang an vermutet, daß Ernie ein Bankangestellter war. Er nahm auch an, daß er bei der Zentral-Bank arbeitete, denn alle Briefe, die er von ihm zu Gesicht bekommen hatte, waren an der unteren rechten Ecke abgeschnitten gewesen. An dieser ungewöhnlichen Stelle befand sich der Firmeneindruck auf dem Geschäftsbogen der Zentral-Bank.

Immerhin brauchen Bankangestellte nicht gleich Verbrecher zu sein, weil sie Geld haben und jungen Damen teure Geschenke machen.

*

Mr. Reeder nahm sich einen schnellen Polizeiwagen und machte allein eine Entdeckungsfahrt nach Buckinghamshire. Zuvor hatte er sämtliche Akten durchgestöbert, aber nichts Besonderes gefunden. Mr. Mannering, der sich auch Hymie Higson nannte, mußte noch einen anderen Namen besitzen.

Reeder scheute vor keiner Mühe zurück und besuchte die verschiedensten Leute. Auch diesmal hatte er den. Eindruck, am besten dann vorwärtszukommen, wenn er allein arbeitete. Er war nun einmal nicht sehr mitteilsam und hielt mit seinen Entdeckungen so lange hinter dem Berg, wie es nur eben anging.

Viele seiner Kollegen beklagten sich bitter über diese Angewohnheit. Sie glaubten, daß er jedesmal selbst den Ruhm einstecken wolle, taten ihm damit aber sehr unrecht. In Wirklichkeit war dieser Hang zur Schweigsamkeit nichts anderes als ein Zeichen seines eigenbrötlerischen Charakters.

Auch von seiner Fahrt nach Buckinghamshire sagte Mr. Reeder niemand etwas. Als er am Abend zurückgekommen war, nahm er schnell in einem Restaurant eine kräftige Mahlzeit zu sich, dann stieg er am Paddington-Bahnhof in einen Zug nach Maidenhead. Dort mietete er einen Wagen und fuhr durch Nacht und Nebel in die Nähe des Hauses von Captain Mannering.

Die schmiedeeisernen Parktore waren geschlossen, und die Mauer, die das Grundstück umgab, hatte in der Nähe der Einfahrt eine beträchtliche Höhe. Mr. Reeder ließ sich davon nicht abschrecken. Er ging an der Mauer entlang, und als er einige hundert Meter zurückgelegt hatte, fand er eine Stelle, wo es ihm ein dicht neben der Mauer emporgewachsener Baumstamm ermöglichte, hinüberzuklettern.

Gleich darauf schlich er sich geduckt durch das niedere Gebüsch des Parks.

Ena Panton mochte zwar – wenigstens Hymie Higsons Meinung nach – nicht übermäßig intelligent sein. Immerhin konnte sie aber beobachten und hatte bald herausgefunden, daß der Raum, in dem sie gefangengehalten wurde, sorgsam für ihren Aufenthalt vorbereitet worden war.

Die Leute, die sie hier festhielten, mußten ihre Entführung schon seit Wochen geplant haben. Das war aus verschiedenen Umständen klar ersichtlich: Die Fenster waren durch Läden verschlossen, die man von außen an die Rahmen angeschraubt hatte; von innen ließen sie sich nicht öffnen. Zur Lüftung des Raumes diente ein Ventilatorschacht, der so hoch oben an der Wand angebracht war, daß sie nicht hinaufreichen konnte. Verschiedene Bücher sollten offenbar dazu dienen, einem Gefangenen die Zeit zu vertreiben. Merkwürdigerweise handelte es sich aber um Lektüre, aus der sich eine Frau bestimmt nichts machte – es waren wissenschaftliche Werke, die sich meist mit Fragen der Petroleumgewinnung befaßten.

Schon einen Tag nach ihrer Ankunft erhielt Ena dann Lesestoff, mit dem sie mehr anfangen konnte: illustrierte Zeitschriften, Unterhaltungsromane, Modejournale und Magazine.

Sie sprach mit Hymie, mit dem sie verhältnismäßig gut auskam, über ihre Beobachtungen.

»Stimmt es, daß Sie schon lange vorhaben, hier jemand gefangenzuhalten?« erkundigte sie sich geradeheraus.

»Wie kommen Sie denn darauf?«

»Nun, die Maßnahmen, die Sie getroffen haben, sprechen für sich«, entgegnete sie lächelnd.

»Erstaunlich, was Sie, für Schlüsse ziehen können! Aber Sie haben recht – seit einem Monat schon warte ich auf das Vergnügen, Sie hier begrüßen zu dürfen.«

Energisch schüttelte sie den Kopf.

»Das stimmt ja gar nicht. Sie haben jemand ganz anderen hier erwartet – nicht mich, sondern Ernie!«

Er starrte sie an.

»Was bringt Sie auf diese Idee?«

»Das weiß ich nicht. Ich habe nur so ein Gefühl ... Wo ist denn Ernie?«

»Er ist ins Ausland gefahren.«

»Und warum?«

»Ich habe Ihnen doch schon oft genug gesagt, daß Sie keine Fragen stellen sollen!«

Er ging zum andern Ende des Zimmers, zog einen Vorhang beiseite, der eine schwere eichene Schiebetür verdeckte, schloß auf und schob sie zurück.

»Kommen Sie mit, Sie müssen jetzt einen Spaziergang machen. Ziehen Sie aber Ihren Mantel an, es ist kalt draußen.«

Sie folgte seiner Aufforderung, und zusammen gingen sie hinaus. Von einem kleinen, kahlen Vorraum aus führte eine Treppe direkt in den Park. Es war bereits dunkel.

Dies war schon die zweite Aufforderung zu einem nächtlichen Spaziergang. Beim erstenmal hatte sie sich geweigert, mitzugehen, und er hatte achselzuckend auch nicht darauf bestanden.

»Wenn Sie nicht krank werden wollen, müssen Sie sich etwas Bewegung machen«, hatte er nur gesagt. »Aber wie Sie meinen – bleiben Sie ruhig in Ihrem Zimmer sitzen.«

Sie sah schließlich ein, daß er recht hatte, und als er sie an diesem Abend wieder zum Spazierengehen aufforderte, begleitete sie ihn widerspruchslos.

Viel sehen konnte sie draußen nicht – nur Bäume und in größerer Entfernung einen roten Schein am Himmel. Sie fragte ihn, was dort für eine Stadt läge, aber er gab ihr keine Antwort.

»Ist das nicht London?« begann sie wieder.

»Schon möglich«, brummte er unwillig.

Sie verbrachte nun bereits den vierten Abend als Gefangene, aber ihre Laune war merklich besser geworden, seit sie sich nicht mehr so fürchtete.

Auf ihre stete Frage, was er mit ihr anfangen wolle, hätte er ihr am liebsten eine klare Antwort gegeben, denn ihre Anwesenheit behinderte ihn allmählich.

Sie machten einen längeren Spaziergang und kehrten dann ins Haus zurück.

Als sie am Fuß der Treppe angekommen waren, die nach oben führte, legte er plötzlich den Arm um Ena und versuchte, sie zu küssen.

Ena war außer sich und schlug wütend nach ihm. Daraufhin ließ er sie sofort los und stieg schweigend die Treppe hinter ihr hinauf. Er schob sie in ihr Zimmer und schloß die Tür ab. Als er etwas später das Abendessen brachte, zog sie sich in die äußerste Ecke des Raumes zurück und ließ ihn nicht aus den Augen.

»Sie brauchen keine Angst zu haben«, knurrte er. »Ich habe mich schlecht benommen, weiß schon – aber es soll nicht wieder vorkommen.«

Wenn sie sich nur den Schlüssel zu ihrer Tür hätte beschaffen können! Sie wußte, daß er ihn stets in einer Seitentasche seines Jacketts trug, und versuchte nun, aus der Tasche eines Kleidungsstücks, das sie über eine Stuhllehne hängte, möglichst unauffällig kleine Gegenstände herauszuziehen. Er gab ihr aber vorerst keine Gelegenheit, ihre neuerworbene Fingerfertigkeit auszuprobieren, sondern hielt sich von ihr fern.

An diesem Abend war sie ängstlich und stellte Stühle vor beide Türen, bevor sie sich ins Bett legte.

Es war neun Uhr. Zwei Stunden später wachte sie plötzlich auf, weil sie ein Geräusch gehört hatte. Ein Schlüssel bewegte sich leise in dem Schloß der Tür, die zur Treppe führte.

Im nächsten Augenblick sprang sie aus dem. Bett, drehte das Licht an und schlüpfte in ihren Morgenrock. Sie war bleich und ihre Knie zitterten, als sie zur hinteren Tür schlich, von der das Geräusch gekommen war.

Es blieb eine Weile still, dann hörte sie wieder etwas rascheln.

»Machen Sie, daß Sie fortkommen!« schrie sie laut. »Wenn Sie es wagen, hier hereinzukommen, bringe ich Sie um – ich habe ein Messer!«

Das Geräusch verstummte, und sie lauschte angestrengt. Als sie das Ohr an die Tür legte, glaubte sie, leise Schritte zu hören.

Aber dann drehte sie sich plötzlich zur anderen Tür um. Sie ging auf, und Hymie im Morgenrock trat ein. Er machte ein düsteres Gesicht.

»Was soll denn der Krach mitten in der Nacht? Wollen Sie etwa einen Fluchtversuch unternehmen? Legen Sie sich sofort wieder ins Bett!«

»Haben Sie denn nicht eben versucht, die Tür zur Treppe aufzumachen?«

»Was, diese Tür?«

Rasch ging er durch das Zimmer, nahm den Schlüssel aus der Tasche und schloß auf.

Aber draußen stand niemand.

Er leuchtete die Treppe ab, und auch dort konnte er keinen Menschen entdecken.

»Wollten Sie mich hinters Licht führen – oder was soll das Theater?« fragte er barsch.

Aber dann sah er etwas und bückte sich schnell. Vorsichtig fuhr er mit den Fingerspitzen über den Fußboden – er fühlte eine feuchte Spur, hier mußte vor kurzem jemand gestanden haben.

Er schloß die Tür wieder ab, lief aus dem Zimmer und blieb einige Minuten fort. Als er zurückkam, hatte er einen Mantel übergeworfen und trug eine starke Taschenlampe in der Hand. Sorgfältig untersuchte er den Treppenabsatz und probierte dann die Tür, die ins Freie führte. Sie war nicht verschlossen, obwohl er genau wußte, daß er zugesperrt hatte. Draußen regnete es, und der Boden war naß.

Hymie stieg die Treppe wieder hinauf, durchquerte Enas Zimmer und rannte die Stufen zu der großen Halle hinunter. Dort saß, bequem in einen Sessel geflegelt, ein Mann und las die Zeitung. Es war derselbe, der den Riegel von Enas Tür entfernt hatte.

»Los, wecken Sie die andern!« befahl Hymie. »Rufen Sie auch Janny.«

»Was ist denn passiert?« fragte der Mann und ließ die Zeitung fallen.

»Jemand hat versucht, über die hintere Treppe ins Haus einzudringen.«

Der Mann grinste ironisch.

»Sollten das etwa Einbrecher gewesen sein?« meinte er spöttisch.

Hymie wurde wütend.

»Tun Sie, was ich Ihnen gesagt habe!« fuhr er ihn an.

Natürlich war sich Hymie ziemlich im klaren darüber, wer der nächtliche Besucher gewesen war.

Unangenehm, sicher – aber deshalb beunruhigte er sich trotzdem nicht zu sehr. Eigentlich hatte er keinen Augenblick daran gezweifelt, daß Mr. Reeder seinen Aufenthaltsort kannte und auch genau wußte, wer sich unter dem Namen eines Captain Mannering verbarg – bestimmt ahnte der Detektiv aber nicht, daß sich Ena Panton hier befand. Und vor allem lag Hymies größtes Geheimnis so gut verborgen, daß er eine Entdeckung nicht zu befürchten brauchte.

Hymie war nicht etwa ein gewöhnlicher kleiner Gauner. Er verfügte über ein eigenes, gut funktionierendes Nachrichtensystem und hatte selbst bei der Polizei und im Innenministerium seine Leute sitzen. Kein Haftbefehl konnte ausgestellt werden, ohne daß er es nicht vorher erfuhr – darauf verließ er sich. Sobald er eine entsprechende Nachricht bekäme, wollte er sich aus dem Staub machen. Erst am selben Abend hatte er ein Telefongespräch mit seinem Vertrauensmann geführt, doch dieser hatte ihm versichert, daß Scotland Yard vorerst nichts gegen ihn unternehmen würde.

Leider waren Mr. Reeders Methoden und seine Denkweise ganz anders als die der Leute vom Yard. Hymie wußte das nur zu gut. Dieser Detektiv nahm sich Dinge heraus, die sich andere Beamte nicht erlaubt hätten; unter anderem erschienen ihm Haftbefehle manchmal vollkommen überflüssig.

Wer anders als Mr. Reeder hätte es gewagt, bei Nacht und Nebel ein fremdes Grundstück zu betreten und in ein Haus einzubrechen!

*

Als Hymie seine Leute zusammengetrommelt hatte, setzte er ihnen seinen Plan auseinander.

»Ich bringe Ena Panton noch heute abend nach Frankreich. Das hätte ich gleich tun sollen. Sie wird dort gut aufgehoben sein. Morgen abend bin ich wieder zurück. Ich brauche einen Wagen aus der Garage, und dann muß zum Flugzeugschuppen telefoniert werden.«

Hymie hatte während des Krieges bei der Luftwaffe gedient und besaß eine zweisitzige Sportmaschine, die ihm schon mehrmals gute Dienste geleistet hatte. Sie stand in einem Schuppen auf einem Feld hinter Wycombe. Der Pilotenschein war aber weder auf den Namen Higson noch auf Mannering ausgestellt, wie Mr. Reeder ganz richtig vermutete.

»Ich gehe jede Wette ein, daß der Kerl danach gesucht hat«, sagte einer der Leute.

Hymie wandte sich ärgerlich nach ihm um.

»Wen meinen Sie – doch nicht etwa Reeder?«

»Umsonst hat der sich hier nicht herumgetrieben. Sie haben uns doch erzählt, daß er Sie neulich im Klub gefragt hätte, warum Sie fünfzigtausend Dollar in der Gegend herumliegen lassen.«

»Ach, das war nur so eine Vermutung von ihm«, erwiderte Hymie schnell.

Aber der Mann schüttelte den Kopf. Es war der Gärtner, der das kleine Haus bewohnte und Mr. Reeder sehr gut kannte.

»Er kam doch her und brachte die verdammten Hühner. Ich saß gerade draußen, als er mit seinem Wagen vorbeifuhr, und natürlich hat er mich gleich erkannt, obwohl ich überhaupt keine Notiz von ihm nahm.

Vor vier Jahren hat er mich geschnappt, als ich Falschgeld losbringen wollte, und der Kerl hat ein Gedächtnis wie kein anderer. Er weiß einfach alles. Bestimmt brachte er auch irgendwie in Erfahrung, daß Sie fliegen können, und hat sich dann nach der Maschine umgesehen. Und wenn er heute abend hier in der Gegend ist, hält er bestimmt nach diesem Mädel Ausschau. Ich glaube, es ist besser, wenn wir alle verschwinden.«

Hymie überlegte, und der Vorschlag erschien ihm ganz vernünftig. Es war sehr dumm von ihm gewesen, daß er diese Entführung inszeniert hatte. Die Sache war von Anfang an viel zu gefährlich gewesen.

»Gut, holen Sie alle Wagen heraus. Ich gehe inzwischen nach oben und sage es ihr.«

Er eilte die Treppe hinauf und den Gang entlang. Oben schloß er die Tür auf – das Zimmer lag im Dunkeln.

»Stehen Sie auf und ziehen Sie sich an«, befahl er. »Wir müssen eine kleine Fahrt machen.«

Als er keine Antwort erhielt, tastete er nach dem Lichtschalter.

»Rühren Sie sich nicht«, sagte Mr. Reeder, als es hell wurde.

Er saß am Tisch, hatte den Hut in den Nacken geschoben und richtete einen Revolver auf Hymie Higson.

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