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Der letzte Mohikan

James Fenimore Cooper: Der letzte Mohikan - Kapitel 2
Quellenangabe
typefiction
authorJames Fenimore Cooper
titleDer letzte Mohikan
publisherVerlag von S. G. Liesching
translatorDr. Leonhard Tafel
year1841
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
senderwww.gaga.net
projectid0a57063f
created20070325
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Prospectus.

Die hiermit begonnene neue Ausgabe eines Romanschriftstellers, dessen Werke seit Jahrzehnten eine Lieblingslektüre zweier Welttheile bilden und auch neben den berühmtesten Namen durch eine lebendige Frische, ein stets spannendes Interesse und jenen eigenthümlich fesselnden Reiz hervorragen, wie ihn nur der dichterische Boden einer neuen Welt geben konnte, dem sie entsprungen sind – wird vorerst nur die Meisterwerke Cooper's umfassen, in denen er sich die Schilderung Amerikanischer Schauplätze und Begebnisse, sowohl der See als des Festlandes, zur Aufgabe gesetzt hat. Diese haben seinen weit verbreiteten Ruhm zuerst begründet und stehen den späteren Erzeugnissen, in welchen er die neue Welt mit Europa vertauscht, in einem Grade voran, der beide außer alle Vergleichung bringt. Sie schließt sich den beliebten Ausgaben deutscher und ausländischer Klassiker an, die seit kurzem den besten Erzeugnissen der Literatur ganz neue Leserkreise gewonnen haben und wird durch die Schönheit der Ausstattung, wie durch die der Übertragung gewidmete Sorgfalt, eine ehrenvolle Stelle unter denselben behaupten, sicher, ein ungewöhnlich zahlreiches Publikum zu finden, da Cooper noch lange nicht geschätzt und verbreitet ist, wie er verdient. Seine Werke werden an Bedeutung und Interesse nur noch gewinnen, je mehr die Zeit und die Verhältnisse seines Vaterlandes, die er schildert, in einen geschichtlich-poetischen Hintergrund treten, je mehr namentlich die unglücklichen Ureinwohner Amerikas, die »Rothhäute,« deren Bild uns Cooper in manchen Helden seiner Romane so unnachahmlich zeichnet, in ihrem verhängnißvollen Schicksale den Augen der Mitwelt entschwinden.

Seine unvergleichlichen Darstellungen, die neben ihren poetischen Vorzügen eine seltene Reinheit der Gesinnung zeigen, gehören zu den wenigen Romanen, die unbedenklich und ohne Einschränkung auch der reiferen Jugend in die Hände gegeben werden können. Hier wird unsere Ausgabe, ihres überaus wohlfeilen Preises und ihrer Käuflichkeit wegen, auf einen vorzugsweise dankbaren Leserkreis rechnen dürfen.

Stuttgart, im August 1840.

S. G. Liesching's Verlagsbuchhandlung.

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