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Der Koran

: Der Koran - Kapitel 59
Quellenangabe
typetractate
author
titleDer Koran
publisherVerlag Phillip Reclam jun.
editorKurt Rudolph
year1970
firstpub
translatorMax Henning
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080806
corrected20110414
projectiddb06c786
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Neunundfünfzigste Sure

Die Auswanderung

Geoffenbart zu Medina

Im Namen Allahs,
des Erbarmers, des Barmherzigen!

1. Es preiset Allah, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und er ist der Mächtige, der Weise. 2. Er (Allah) ist es, welcher diejenigen unter den Leuten der Schrift, die ungläubig sind, aus ihren Behausungen trieb als Anfang der Zusammenholung (zum Jüngsten Gericht). Ihr glaubtet nicht, daß sie hinausziehen würden, und sie glaubten, daß ihre Burgen sie vor Allah schützen würden. Da aber kam Allah zu ihnen, von wannen sie es nicht vermuteten, und warf Schrecken in ihre Herzen. Sie verwüsteten ihre Häuser mit ihren eigenen Händen und den Händen der Gläubigen. Drum nehmt es zum Exempel, ihr Leute von Einsicht! 3. Und hätte nicht Allah für sie Verbannung verzeichnet, wahrlich, er hätte sie hienieden gestraft; und im Jenseits ist für sie die Strafe des Feuers. 4. Solches, dieweil sie sich Allah und seinem Gesandten widersetzten; und wenn sich einer Allah widersetzt, siehe, so ist Allah streng im Strafen. 5. Was ihr auch an Palmen fälltet oder stehen ließet, es war mit Allahs Erlaubnis und um die Frevler zu schänden. 6. Und was Allah seinem Gesandten von ihnen zur Beute gab – so sprengtet ihr (diesmal) nicht zu Roß und Kamel hinterdrein. Jedoch gibt Allah seinem Gesandten Macht über wen er will, denn Allah hat Macht über alle Dinge. 7. Was Allah seinem Gesandten von den Städtebewohnern zur Beute gab, das gehört Allah und seinem Gesandten und seiner Verwandtschaft, den Waisen und Armen und dem Sohn des Weges, damit es nicht unter den Reichen von euch die Runde mache. Und was euch der Gesandte gibt, das nehmet, und was er euch verwehrt, von dem lasset ab und fürchtet Allah. Siehe, Allah straft strenge. 8. (Und es gehört auch) den armen Auswanderern, die aus ihren Wohnungen und von ihrem Gut vertrieben wurden, die Allahs Huld und Wohlgefallen suchten und Allah und seinem Gesandten helfen. Sie sind die Wahrhaftigen. 9. Und diejenigen, die vor ihnen in der Wohnung und dem Glauben hausten, lieben die, welche zu ihnen auswanderten, und fühlen in ihrer Brust kein Bedürfnis nach dem, was ihnen gegeben ward, und ziehen sie sich selber vor, auch wenn sie selber bedürftig wären. Und wer vor seiner eigenen Habsucht bewahrt ist, denen ergeht es wohl. 10. Und diejenigen, welche nach ihnen kamen, sprechen: »O unser Herr, vergib uns und unsern Brüdern, die uns im Glauben vorangingen, und setze nicht Mißgunst in unsere Herzen gegen die Gläubigen; unser Herr, siehe, du bist gütig und barmherzig.«

11. Sahst du nicht, wie die Heuchler zu ihren ungläubigen Brüdern unter dem Volk der Schrift sprechen: »Wahrlich, wenn ihr vertrieben werdet, so ziehen wir mit euch aus, und wir wollen nimmermehr einem in betreff euer gehorchen. Und wenn wider euch gestritten wird, wahrlich, so helfen wir euch.« Doch Allah ist Zeuge, daß sie Lügner sind. 12. Wahrlich, wenn sie vertrieben werden, so ziehen sie nicht mit ihnen fort, und wenn wider sie gestritten wird, so helfen sie ihnen nicht, und wenn sie ihnen hülfen, so würden sie den Rücken kehren, alsdann würden sie keine Hilfe finden. 13. Wahrlich, ihr seid mehr in ihren Herzen gefürchtet als Allah, weil sie ein Volk ohne Verstand sind. 14. Sie werden nicht wider euch gesammelt streiten, sondern in befestigten Städten oder hinter Mauern. Ihr Mut ist unter ihnen groß. Du hältst sie für eine Einheit, doch sind ihre Herzen geteilt, dieweil sie ein Volk ohne Einsicht sind. 15. Sie gleichen denen, welche jüngst vor ihnen lebten; sie schmeckten das Unheil ihrer Sache, und es ward ihnen eine schmerzliche Strafe – 16. gleich dem Satan, da er zum Menschen spricht: »Sei ungläubig!« Und da er ungläubig geworden, spricht er: »Siehe, ich habe nichts mit dir zu schaffen; siehe, ich fürchte Allah, den Herrn der Welten.« 17. Und der Ausgang beider wird sein, daß sie ewig im Feuer sein werden; denn das ist der Lohn der Ungerechten.

18. O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah, und eine jede Seele nehme in acht, was sie für morgen voranschickt. Und fürchtet Allah; siehe, Allah kennt euer Tun. 19. Und seid nicht gleich jenen, welche Allah vergessen und die er sich selber vergessen ließ. Das sind die Frevler. 20. Nicht sind gleich die Bewohner des Feuers und die Bewohner des Paradieses. Die Bewohner des Paradieses, das sind die Glückseligen.

21. Hätten wir diesen Koran auf einen Berg herabgesandt, du hättest ihn sich erniedrigen und aus Furcht vor Allah sich spalten sehen. Diese Gleichnisse stellen wir für die Menschen auf, auf daß sie nachdenklich werden.

22. Er ist Allah, außer dem es keinen Gott gibt; er kennt das Verborgene und das Sichtbare. Er ist der Erbarmer, der Barmherzige. 23. Er ist Allah, außer dem es keinen Gott gibt; der König, der Heilige, der Friedenstifter, der Getreue, der Beschützer, der Mächtige, der Starke, der Hocherhabene. Preis sei Allah, (der erhaben ist) ob dem, was sie ihm beigesellen. 24. Er ist Allah, der Schöpfer, der Erschaffer, der Bildner. Sein sind die schönsten Namen. Ihn preiset, was in den Himmeln und auf Erden ist, denn er ist der Mächtige, der Weise.

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