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Der Koran

: Der Koran - Kapitel 48
Quellenangabe
typetractate
author
titleDer Koran
publisherVerlag Phillip Reclam jun.
editorKurt Rudolph
year1970
firstpub
translatorMax Henning
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080806
corrected20110414
projectiddb06c786
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Achtundvierzigste Sure

Der Sieg

Geoffenbart zu Medina

Im Namen Allahs,
des Erbarmers, des Barmherzigen!

1. Siehe, wir haben dir einen offenkundigen Sieg gegeben, 2. (zum Zeichen,) daß dir Allah deine früheren und späteren Sünden vergibt und seine Gnade an dir erfüllt und dich auf einem rechten Pfad leitet 3. und daß Allah dir mit mächtiger Hilfe hilft. 4. Er ist's, welcher hinabgesandt hat die »Ruhe« in die Herzen der Gläubigen, damit sie zunehmen an Glauben zu ihrem Glauben – und Allahs sind die Heere der Himmel und der Erden, und Allah ist wissend und weise –, 5. auf daß er die Gläubigen, Männer und Frauen, einführe in Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darinnen zu weilen und ihre Missetaten zuzudecken; und dies ist bei Allah eine große Glückseligkeit; 6. und um die Heuchler und Heuchlerinnen und die Götzenanbeter und Götzenanbeterinnen zu strafen, die von Allah üble Gedanken denken. Über ihnen wird Übel kreisen, und Allah zürnt ihnen und verflucht sie und hat Dschehannam für sie bereitet, und übel ist die Fahrt (dorthin). 7. Und Allahs sind die Heere der Himmel und der Erden, und Allah ist mächtig und weise.

8. Siehe, wir haben dich entsandt als einen Zeugen und Freudenboten und Warner, 9. auf daß ihr glaubet an Allah und seinen Gesandten und daß ihr ihm beisteht und ihn ehret und ihn preiset morgens und abends. 10. Siehe, diejenigen, welche dir den Treueid leisten, leisten nur Allah den Treueid; die Hand Allahs ist über ihren Händen. Wer daher eidbrüchig wird, wird nur eidbrüchig wider sich selber; wer aber seinen Bund mit Allah hält, dem wird er gewaltigen Lohn geben.

11. Sprechen werden zu dir die Dahintengebliebenen von den Arabern: »Wir hatten mit unserm Gut und unsern Familien zu schaffen, drum bitte um Verzeihung für uns.« Sie sprechen mit ihren Zungen, was nicht in ihren Herzen ist. Sprich: »Wer vermag für euch etwas bei Allah, wenn er euch ein Leid antun oder euch nützen will?« Nein, Allah weiß, was sie tun. 12. Nein, ihr wähntet, daß der Gesandte und die Gläubigen nimmer zurückkehren würden zu ihren Familien, und dieses war ausgeputzt in euern Herzen. Und ihr dachtet böse Gedanken und wäret ein verdorben Volk. 13. Und wer nicht an Allah und seinen Gesandten glaubt – siehe, für die Ungläubigen haben wir eine Flamme bereitet. 14. Und Allahs ist das Reich der Himmel und der Erde; er verzeiht, wem er will, und straft, wen er will. Und Allah ist verzeihend und barmherzig. 15. Die Dahintengebliebenen werden sprechen, wenn ihr euch an die Beute macht, sie zu nehmen: »Lasset uns euch folgen.« Sie wollen Allahs Wort ändern. Sprich: »Nimmer sollt ihr uns folgen. Also sprach Allah zuvor.« Dann werden sie sprechen: »Nein; ihr beneidet uns!« Nein, sie verstanden nur ein wenig. 16. Sprich zu den Dahintengebliebenen von den Arabern: »Ihr sollt gerufen werden zu einem Volk von großem Mut ; ihr sollt mit ihnen kämpfen oder sie werden sich ergeben (Muslime?). Und wenn ihr gehorcht, wird euch Allah schönen Lohn geben; wenn ihr jedoch den Rücken kehret, wie ihr ihn zuvor gekehrt habt, wird er euch mit schmerzlicher Strafe strafen.« 17. Nicht ist's ein Verbrechen für den Blinden oder den Lahmen oder den Kranken, (wenn er zu Hause bleibt). Wer aber Allah gehorcht und seinem Gesandten, den führt er ein in Gärten, durcheilt von Bächen, und wer den Rücken kehrt, den straft er mit schmerzlicher Strafe.

18. Wahrlich, Allah hatte Wohlgefallen an den Gläubigen, als sie unter dem Baume den Treueid schworen; und er wußte, was in ihren Herzen war, und er sandte die »Ruhe« auf sie hinab und belohnte sie mit nahem Sieg 19. und reicher Beute, die sie machten. Und Allah ist mächtig und weise. 20. Allah verhieß euch, reiche Beute zu machen, und beschleunigte sie euch und hielt der Leute Hände von euch ab, zum Zeichen für die Gläubigen, und um euch auf einen rechten Pfad zu leiten; 21. und andre (Beute,) über die ihr keine Macht hattet. Nunmehr hat Allah sie in Beschlag genommen, denn Allah hat Macht über alle Dinge. 22. Und wenn die Ungläubigen wider euch gekämpft hätten, wahrlich, sie hätten den Rücken gekehrt; alsdann hätten sie weder Schützer noch Helfer gefunden. 23. (Das ist) Allahs Brauch, wie er bereits zuvor war, und nimmer findest du in Allahs Brauch einen Wechsel.

24. Und er war's, der ihre Hände von euch abhielt und eure Hände von ihnen in dem Tal von Mekka, nachdem er euch über sie obsiegen ließ; denn Allah schaut euer Tun; 25. sie sind diejenigen, welche nicht glaubten und euch von der heiligen Moschee fernhielten, wie auch das Opfer zurückhielten, daß es nicht seine Opferstätte erreichte. Und ohne die gläubigen Männer und Frauen, die ihr nicht erkanntet, so daß ihr sie niedergetreten und ihr auf euch unwissentlich ein Verbrechen geladen hättet, ... (hätte er sie in eure Hand gegeben,) auf daß Allah in seine Barmherzigkeit einführe, wen er will. Wären sie getrennt voneinander gewesen, wahrlich, wir hätten die Ungläubigen unter ihnen mit schmerzlicher Strafe gestraft. 26. Da die Ungläubigen in ihren Herzen den Eifer trugen, den Eifer der Unwissenheit, da sandte Allah seine »Ruhe« auf seinen Gesandten und die Gläubigen und machte ihnen das Wort der Gottesfurcht zur Pflicht, denn sie waren seiner am würdigsten und verdienten es am meisten. Und Allah weiß alle Dinge.

27. Wahrlich, Allah bewahrheitete seinem Gesandten das Gesicht, daß er euch, so Allah will, in Sicherheit in den heiligen Tempel führen werde, mit geschorenem Haupt und gekürztem (Haar). Fürchtet euch nicht, denn er weiß, was ihr nicht wisset, und er hat außer diesem einen nahen Sieg verhängt. 28. Er ist's, der seinen Gesandten mit der Leitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie über jeden andern Glauben siegreich zu machen. Und Allah genügt als Zeuge. 29. Mohammed ist der Gesandte Allahs, und seine Anhänger sind strenge wider die Ungläubigen, barmherzig untereinander. Du siehst sie sich verneigen und niederwerfen, Huld begehrend von Allah und Wohlgefallen. Ihre Merkzeichen auf ihren Angesichtern sind die Spur der Niederwerfung. Solches ist ihr Gleichnis in der Tora, und im Evangelium ist ihr Gleichnis (so): Sie sind wie ein Samenkorn, welches seinen Schößling treibt und stark werden lasset; dann wird er dick und richtet sich auf auf seinem Halm, dem Sämann zur Freude: Auf daß sich die Ungläubigen über sie ärgern. Verheißen hat Allah denen von ihnen, die da glauben und das Rechte tun, Verzeihung und gewaltigen Lohn.

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