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Der Koran

: Der Koran - Kapitel 42
Quellenangabe
typetractate
author
titleDer Koran
publisherVerlag Phillip Reclam jun.
editorKurt Rudolph
year1970
firstpub
translatorMax Henning
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080806
corrected20110414
projectiddb06c786
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Zweiundvierzigste Sure

Die Beratung

Geoffenbart zu Mekka

Im Namen Allahs,
des Erbarmers, des Barmherzigen!

1. H. M. (2.) A. S. K. (3.) Also offenbart dir und denen vor dir Allah, der Mächtige, der Weise. 2. (4.) Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden, und er ist der Hohe, der Gewaltige. 3. (5.) Fast spalten sich die Himmel in der Höhe (in Ehrfurcht), und die Engel lobpreisen ihren Herrn und bitten um Verzeihung für die, welche auf Erden sind. Ist nicht Allah der Vergebende, der Barmherzige? 4. (6.) Und diejenigen, welche außer ihm Schützer annehmen, Allah gibt auf sie acht, und nicht bist du ihr Hüter.

5. (7.) Also haben wir dir einen arabischen Koran geoffenbart, damit du warnest die Mutter der Städte und alle ringsum, und sie warnest vor dem Tag der Versammlung, an dem kein Zweifel ist – ein Teil im Paradies und ein Teil in der Flamme! 6. (8.) Und so es Allah gewollt, hätte er sie zu einer Gemeinde gemacht; jedoch führt er in seine Barmherzigkeit ein, wen er will, und die Ungerechten haben weder Schützer noch Helfer. 7. (9.) Nehmen sie etwa außer ihm Schützer an? Doch Allah, er ist der Schützer, und er macht die Toten lebendig, und er hat Macht über alle Dinge. 8. (10.) Und worüber ihr auch uneins seid, das Urteil darüber ist bei Allah. Solches ist Allah, mein Herr; auf ihn traue ich, und zu ihm bekehre ich mich reuig. 9. (11.) Der Schöpfer der Himmel und der Erde hat für euch Gattinnen gemacht von euch selber, und von den Tieren Weibchen; hierdurch vermehrt er euch. Nichts ist gleich ihm, und er ist der Hörende, der Schauende. 10. (12.) Sein sind die Schlüssel der Himmel und der Erde, er gibt Versorgung reich und bemessen, wem er will; siehe, er weiß alle Dinge.

11. (13.) Er hat euch den Glauben verordnet, den er Noah vorschrieb, und was wir dir offenbarten und Abraham und Moses und Jesus vorschrieben: »Haltet den Glauben und trennet euch nicht in ihm.« Groß ist für die Götzendiener 12. das, wozu du sie einladest. Allah erwählt dazu, wen er will, und leitet dazu, wer sich reuig bekehrt. 13. (14.) Und nicht eher spalteten sie sich in gegenseitiger Streitsucht, als bis das Wissen zu ihnen gekommen war; und wäre nicht zuvor ein Wort von deinem Herrn ergangen, (das ihnen Aufschub gab) zu einem bestimmten Termin, wahrlich, es wäre zwischen ihnen entschieden. Und siehe, diejenigen, denen nach ihnen das Buch zum Erbe gegeben ward, sind wahrlich in betreff seiner in tiefem Zweifel. 14. (15.) Und darum lade du ein und verhalte dich wohl, wie dir geheißen ward, und folge nicht ihren Gelüsten und sprich: »Ich glaube an das von dem Buch, was Allah hinabgesandt hat, und geheißen ward mir, gerecht zwischen euch zu richten. Allah ist unser Herr und euer Herr; uns sind unsre Werke und euch eure Werke; kein Streit sei zwischen uns und euch. Allah wird uns versammeln, und zu ihm ist der Heimgang.« 15. (16.) Und diejenigen, welche über Allah streiten, nachdem er erhört worden, deren Grund ist falsch bei ihrem Herrn, und auf sie kommt Zorn und ihnen wird strenge Strafe.

16. (17.) Allah ist's, der das Buch hinabgesandt hat in Wahrheit und die Waage. Und was läßt dich wissen, daß vielleicht die ›Stunde‹ nahe ist? 17. (18.) Herbei wünschen sie diejenigen, die nicht an sie glauben; die aber, welche an sie glauben, beben vor ihr und wissen, daß es die Wahrheit ist. Ist's nicht, daß die, welche über die ›Stunde‹ streiten, in tiefem Irrtum sind? 18. (19.) Allah ist gütig gegen seine Diener; er versorgt, wen er will, denn er ist der Starke, der Mächtige. 19. (20.) Wer für das Jenseits säen will, dem wollen wir seine Saat mehren, und wer für die Welt säen will, dem geben wir von ihr, doch soll er am Jenseits keinen Anteil haben. 20. (21.) Haben sie etwa ›Gefährten‹, die ihnen vom Glauben etwas verordneten, was Allah nicht erlaubt? Und ohne den Spruch der Entscheidung wäre wahrlich zwischen ihnen gerichtet. Und siehe die Ungerechten, für sie ist eine schmerzliche Strafe. 21. (22.) Du siehst (dann) die Ungerechten beben vor dem, was sie geschafft, wenn es auf sie fällt; diejenigen aber, welche glauben und das Rechte tun, werden in Paradiesesauen sein und bei ihrem Herrn finden, was sie begehren. Das ist die große Huld! 22. (23.) Das ist's, was Allah seinen Dienern verheißt, die da glauben und das Rechte tun. Sprich: »Ich verlange dafür keinen Lohn von euch, nur die Liebe der Verwandtschaft.« Und wer eine gute Tat begeht, den wollen wir dadurch mehren an Gutem. Siehe, Allah ist verzeihend und dankbar. 23. (24.) Oder sprechen sie: »Er hat wider Allah eine Lüge ersonnen?« Aber so Allah wollte, versiegelte er dein Herz; und Allah löscht das Eitle aus und bewahrheitet die Wahrheit durch seine Worte. Siehe, er kennt das Innerste der Brust. 24. (25.) Er ist's, welcher die Reue von seinen Dienern annimmt und die Missetaten vergibt und weiß, was ihr tut. 25. (26.) Und er erhört diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, und mehrt ihnen seine Huld; den Ungläubigen aber wird strenge Strafe. 26. (27.) Und wenn Allah seine Diener im Überfluß versorgte, so würden sie übermütig werden auf Erden. Jedoch sendet er mit Maßen hinab, was er will. Siehe, er kennt und schaut seine Diener.

27. (28.) Und er ist's, der den Regen hinabsendet, nachdem sie verzweifelten. Und er breitet aus seine Barmherzigkeit, denn er ist der Beschützer, der Rühmenswerte. 28. (29.) Und zu seinen Zeichen gehört die Schöpfung der Himmel und der Erde und was er in beiden an Getier verstreut hat. Und er ist mächtig, sie zu versammeln, so er will. 29. (30.) Und was euch an Unglück trifft, es ist für eurer Hände Schaffen; und er vergibt viel. 30. (31.) Und nicht vermögt ihr ihn auf Erden zu schwächen, und außer Allah habt ihr weder Schützer noch Helfer. 31. (32.) Und zu seinen Zeichen gehören die Schiffe im Meer gleich Bergen. (33.) Wenn er will, beruhigt er den Wind, und sie liegen bewegungslos auf seinem Rücken. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für alle Standhaften und Dankbaren. 32. (34.) Oder er läßt sie untergehen nach Verdienst, und er vergibt viel. 33. (35.) Und wissen mögen diejenigen, welche über unsre Zeichen streiten, daß ihnen kein Entrinnen ist.

34. (36.) Und was euch auch gegeben wird, es ist nur eine Versorgung für das irdische Leben; was aber bei Allah ist, ist besser und bleibender für diejenigen, welche glauben und auf ihren Herrn vertrauen, 35. (37.) und welche die großen Sünden und Schandtaten meiden und, wenn sie zornig sind, vergeben, 36. (38.) und die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten und ihre Angelegenheiten in Beratung untereinander (erledigen) und von dem, womit wir sie versorgten, spenden, 37. (39.) und die, wenn sie eine Unbill trifft, sich rächen. 38. (40.) Der Lohn für Böses sei aber (nur) Böses in gleichem Maße, und wer vergibt und Frieden macht, dessen Lohn ist bei Allah; siehe, er liebt nicht die Ungerechten. 39. (41.) Und wahrlich, wer sich für eine Ungerechtigkeit rächt, wider die ist kein Weg; 40. (42.) der Weg ist nur wider die, welche den Menschen Unrecht zufügen und auf Erden ohne Grund übermütig sind. Ihnen wird schmerzliche Strafe.

41. (43.) Und wahrlich, wer standhaft ist und verzeiht siehe, das ist eine beschlossene Sache. 42. (44.) Und wen Allah irreführt, der hat nach ihm keinen Schützer. Und du wirst die Ungerechten sehen, 43. wie sie, wenn sie die Strafe sahen, sprechen: »Gibt's zur Abwehr keinen Weg?« 44. (45.) Und du wirst sie sehen, wie sie ihr überantwortet werden, erniedrigt in Schmach und verstohlen blickend. Und dann sprechen die Gläubigen: »Siehe, die Verlorenen sind diejenigen, welche sich selbst verloren und ihre Familien am Tag der Auferstehung.« Ist's nicht, daß die Ungerechten in beständiger Pein sein werden? 45. (46.) Und sie werden keine Schützer haben, ihnen zu helfen, außer Allah; und wen Allah irreführt, für den ist kein Weg. 46. (47.) Höret auf euern Herrn, bevor ein Tag kommt, für den keine Abwehr ist seitens Allahs. Kein Asyl ist für euch an jenem Tag und keine Ableugnung für euch. 47. (48.) Und wenn sie sich abwenden, so haben wir dich nicht zu einem Hüter über sie entsandt; dir liegt nur die Predigt ob. Und siehe, wenn wir dem Menschen Barmherzigkeit von uns zu schmecken geben, freut er sich über sie; wenn ihn jedoch ein Übel für das, was seine Hände zuvor taten, trifft, siehe, so ist der Mensch undankbar.

48. (49.) Allahs ist das Reich der Himmel und der Erde; er schafft, was er will, er gibt, wem er will, Mädchen, und gibt, wem er will, Knaben. 49. (50.) Oder er paart ihnen Knaben und Mädchen und macht, wen er will, unfruchtbar. Siehe, er ist wissend und mächtig.

50. (51.) Und nicht kommt es einem Menschen zu, daß Allah mit ihm sprechen sollte, es sei denn in Offenbarung oder hinter einem Vorhang. 51. Oder er entsendet einen Gesandten, zu offenbaren mit seiner Erlaubnis, was er will. Siehe, er ist hoch und weise. 52. (52.) Und so gaben wir dir (als Offenbarungsmittler) einen Geist aus unserem Logos ein. Nicht wußtest du (vorher), was das Buch und der Glaube war. Jedoch machten wir es zu einem Licht, mit dem wir leiten, wen wir wollen von unsern Dienern. Und siehe, du sollst wahrlich auf einen rechten Weg leiten, 53. (53.) den Weg Allahs, des ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Ist's nicht, daß zu Allah die Dinge heimkehren?

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