Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Der Koran

: Der Koran - Kapitel 41
Quellenangabe
typetractate
author
titleDer Koran
publisherVerlag Phillip Reclam jun.
editorKurt Rudolph
year1970
firstpub
translatorMax Henning
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080806
corrected20110414
projectiddb06c786
Schließen

Navigation:

Einundvierzigste Sure

Erklärt

Geoffenbart zu Mekka

Im Namen Allahs,
des Erbarmers, des Barmherzigen!

1. H. M. (2.) Eine Hinabsendung von dem Erbarmer, dem Barmherzigen. 2. (3.) Ein Buch, dessen Verse erklärt sind, ein arabischer Koran, für Leute von Wissen, 3. (4.) ein Freudenbote und ein Warner; doch die meisten von ihnen kehren sich ab und hören nicht. 4. (5.) Und sie sprechen: »Unsre Herzen sind in Hüllen gegen das, wozu du uns einladest, und in unsern Ohren ist Schwere, und zwischen uns und dir ist ein Vorhang. So handle; siehe, auch wir handeln.« 5. (6.) Sprich: »Ich bin nur ein Mensch wie ihr; geoffenbart ward mir, daß euer Gott ein einiger Gott ist. So verhaltet euch wohl gegen ihn und bittet ihn um Verzeihung; und wehe den Götzendienern, 6. (7.) welche nicht die Armenspende entrichten und ans Jenseits nicht glauben.« 7. (8.) Siehe, diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, ihnen wird ein unverminderter Lohn.

8. (9.) Sprich: »Verleugnet ihr etwa den, der die Erde in zwei Tagen erschuf, und gebt ihm seinesgleichen? Das ist der Herr der Welten.« 9. (10.) Und er setzte in sie die festgegründeten (Berge, ragend) über sie; und er segnete sie und verteilte in ihr ihre Nahrung in vier Tagen gleich für alle, die danach verlangen. 10. (11.) Alsdann machte er sich an den Himmel, welcher Rauch war, und sprach zu ihm und zur Erde: »Kommet in Gehorsam oder wider Willen.« Sie sprachen: »Wir kommen gehorsam.« 11. (12.) Und so vollendete er sie zu sieben Himmeln in zwei Tagen und offenbarte jedem Himmel sein Amt; und wir schmückten den untern Himmel mit Lampen und einer Hut. Dies ist die Anordnung des Mächtigen, des Wissenden.

12. (13.) Und wenn sie sich abwenden, so sprich: »Ich warne euch vor einem Donnerschlag, gleich dem Donnerschlag der Ad und Thamud.« 13. (14.) Da die Gesandten zu ihnen kamen von vorn und hinten (und sprachen:) »Dienet allein Allah« – sprachen sie: »Wenn unser Herr gewollt, wahrlich, Engel hätte er hinabgesandt. Siehe, wir glauben nicht an das, womit ihr gesandt seid.« 14. (15.) Und was die Ad anlangt, so waren sie hoffärtig im Land ohne Grund und sprachen: »Wer ist stärker an Kraft als wir?« Sehen sie denn nicht, daß Allah es ist, der sie erschaffen hat? Er ist stärker als sie an Kraft; doch sie verleugneten unsre Zeichen. 15. (16.) Und so entsandten wir wider sie einen pfeifenden Wind an unseligen Tagen, um ihnen zu schmecken zu geben die Strafe der Schmach in dieser Welt. Aber wahrlich, die Strafe des Jenseits ist schmählicher, und es soll ihnen nicht geholfen werden. 16. (17.) Und was die Thamud anlangt, so leiteten wir sie, sie aber liebten die Blindheit über der Leitung, und es erfaßte sie der Donnerschlag der Strafe der Erniedrigung für ihr Schaffen. 17. (18.) Und wir erretteten diejenigen, die gläubig und gottesfürchtig waren.

18. (19.) Und eines Tages werden die Feinde Allahs zum Feuer versammelt werden, vorwärts getrieben: 19. (20.) bis daß, wenn sie zu ihm gekommen sind, ihre Ohren und Augen und ihre Haut Zeugnis wider sie ablegen für ihr Tun. 20. (21.) Und sprechen werden sie zu ihrer Haut: »Warum zeugst du wider uns?« Sie wird sprechen: »Rede gab uns Allah, welcher jedem Ding Rede gab. Er hat euch zum erstenmal erschaffen, und zu ihm müßt ihr zurück. 21. (22.) Und ihr konntet euch nicht verbergen, daß euer Gehör und euer Gesicht und eure Haut nicht Zeugnis wider euch ablegte; jedoch wähntet ihr, daß Allah nicht viel von euerm Tun wüßte. 22. (23.) Und dieses euer Wähnen, das ihr von euerm Herrn wähntet, verdarb euch, und ihr wurdet Verlorene.« 23. (24.) Und halten sie auch aus, so ist doch das Feuer ihre Wohnung, und wenn sie um Gnade bitten, so sollen sie doch nicht begnadet werden. 24. (25.) Und wir haben ihnen Genossen bestimmt, denn sie putzten ihnen aus, was vor ihnen und was hinter ihnen war. Und so war gerecht gegen sie der Spruch, der Völker von den Dschinn und Menschen, die vor ihnen hingingen, traf: Siehe, sie sind Verlorene.

25. (26.) Und es sprechen die Ungläubigen: »Höret nicht auf diesen Koran, sondern schwatzet in ihn, vielleicht obsiegt ihr.« 26. (27.) Aber wahrlich, schmecken lassen wollen wir die Ungläubigen strenge Strafe, 27. und belohnen wollen wir sie mit dem Übelsten von ihrem Tun. 28. (28.) Solches ist der Lohn der Feinde Allahs – das Feuer. Ihnen ist eine ewige Wohnung darinnen, darum daß sie unsre Zeichen verleugneten. 29. Und sprechen werden die Ungläubigen: »Unser Herr, zeige uns diejenigen von den Dschinn und Menschen, die uns irreführten; wir wollen sie unter unsre Füße legen, damit sie zu den am tiefsten Erniedrigten gehören.« 30. Siehe, diejenigen, welche sprechen: »Unser Herr ist Allah« und dann sich wohl verhalten, auf die steigen die Engel hernieder: »Fürchtet euch nicht und seid nicht traurig, sondern vernehmt die Freudenbotschaft vom Paradies, das euch verheißen ward. 31. Wir sind eure Schützer im irdischen Leben und im Jenseits, und euch wird sein in ihm, was eure Seelen begehren, und ihr sollt haben in ihm, wonach ihr rufet, 32. eine Aufnahme von einem Vergebenden, Barmherzigen!« 33. Und wer führt schönere Rede, als wer zu Allah einladet und das Rechte tut und spricht: »Ich bin einer der Muslime?« 34. Und nicht ist gleich das Gute und das Böse. Wehre (das Böse) ab mit dem Bessern, und siehe, der, zwischen dem und dir Feindschaft war, wird sein gleich einem warmen Freund. 35. Aber dies sollen nur diejenigen erreichen, die standhaft sind, und nur die Hochbeglückten erreichen es. 36. Und wenn dich ein Anreiz vom Satan reizt, so nimm deine Zuflucht zu Allah; siehe, er ist der Hörende, der Wissende.

37. Und zu seinen Zeichen gehört die Nacht und der Tag und die Sonne und der Mond. Werfet euch weder vor der Sonne nieder noch vor dem Mond, sondern werfet euch nieder vor Allah, der sie erschaffen, so ihr ihm dienet. 38. Und wenn sie (zu) hoffärtig sind, so preisen diejenigen, die bei deinem Herrn sind, ihn Nacht und Tag und werden nicht müde. 39. Und zu seinen Zeichen gehört es, daß du die Erde öde siehst. Und wenn wir Wasser auf sie hinabsenden, rührt sie sich und schwillt an; siehe, er, der sie belebt, ist der Lebendigmacher der Toten. Siehe, er hat Macht über alle Dinge. 40. Siehe, diejenigen, welche sich von unsern Zeichen abneigen, sind uns nicht verborgen. Ist etwa der besser, der ins Feuer geworfen wird, oder wer sicher naht am Tag der Auferstehung? Tut, was ihr wollt, siehe, er schaut euer Tun.

41. Siehe, diejenigen, welche nicht an die Ermahnung glauben, nachdem sie zu ihnen gekommen ist, (sind verblendet,) und siehe, es ist wahrlich ein herrliches Buch! 42. Nicht soll zu ihm kommen das Eitle, weder von vorn noch von hinten – eine Hinabsendung von einem Weisen, einem Rühmenswerten. 43. Nicht ward etwas andres zu dir gesprochen, als was zu den Gesandten vor dir gesprochen ward. Siehe, dein Herr ist wahrlich Herr der Verzeihung und Herr schmerzlicher Züchtigung. 44. Und hätten wir ihn gemacht zu einem fremdsprachigen Koran, so hätten sie gesprochen: »Wenn seine Zeichen nicht erklärt sind, (so können wir sie – die Verse – nicht verstehen).« Etwa in fremder Sprache, und (er), ein Araber? Sprich: »Er ist für die Gläubigen eine Leitung und eine Arznei; doch in den Ohren der Ungläubigen ist eine Schwere, und er ist Blindheit für sie. Diese werden gerufen (wie) von fernem Ort.«

45. Und wahrlich, wir gaben Moses die Schrift, und man war uneins darüber; und wäre nicht ein Wort von deinem Herrn zuvor ergangen, wahrlich, entschieden wäre zwischen ihnen. Denn siehe, sie waren in tiefem Zweifel darüber. 46. Wer das Rechte tut, der tut es zu seinem Besten, und wer Böses tut, ihm zuwider; und dein Herr ist nicht ungerecht gegen seine Diener. 47. Ihm allein ist vorbehalten das Wissen von der ›Stunde‹, und keine Früchte kommen heraus aus ihren Hüllen, und keine Frau trägt und kommt nieder außer mit seinem Wissen. Und des Tages, da er zu ihnen ruft: »Wo sind meine Gefährten?« werden sie sprechen: »Wir versichern dich, wir haben keinen Zeugen unter uns.« 48. Und abgeschweift ist von ihnen, was sie zuvor anriefen, und sie sehen ein, daß ihnen kein Entrinnen ist.

49. Nicht ermüdet der Mensch, um Gutes zu bitten, und wenn ihn das Böse trifft, so ist er verzweifelt und verzagt. 50. Aber wahrlich, wenn wir ihm Barmherzigkeit von uns zu schmecken geben nach dem Leid, das ihn betroffen, wahrlich, dann spricht er: »Das (gebührt) mir, und nicht glaube ich, daß die ›Stunde‹ bevorsteht. Und wenn ich zurückgebracht werde zu meinem Herrn, siehe, dann habe ich wahrlich bei ihm das Beste.« Aber wahrlich, ankündigen wollen wir den Ungläubigen, was sie getan, und wahrlich, schmecken werden wir sie lassen harte Strafe. 51. Und wenn wir dem Menschen gnädig gewesen sind, so kehrt er sich ab und wendet sich zur Seite. Wenn ihn aber Böses trifft, dann betet er des breiten.

52. Sprich: »Was meint ihr?« Wenn es von Allah ist und ihr es alsdann verleugnet, wer ist dann in größerem Irrtum als der, welcher in tiefer Abtrünnigkeit ist? 53. Zeigen werden wir ihnen unsre Zeichen in den Landen und an ihnen selber, bis es ihnen deutlich ward, daß er die Wahrheit ist. Genügt es denn nicht, daß dein Herr Zeuge aller Dinge ist? 54. Ist's nicht, daß sie in Zweifel sind über die Begegnung mit ihrem Herrn? Ist's nicht, daß er alle Dinge umgibt?

 << Kapitel 40  Kapitel 42 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.