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Der Koran

: Der Koran - Kapitel 36
Quellenangabe
typetractate
author
titleDer Koran
publisherVerlag Phillip Reclam jun.
editorKurt Rudolph
year1970
firstpub
translatorMax Henning
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080806
corrected20110414
projectiddb06c786
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Sechsunddreißigste Sure

J. S.

Geoffenbart zu Mekka

Im Namen Allahs,
des Erbarmers, des Barmherzigen!

1. J. S. (2.) Bei dem weisen Koran, 2. (3.) siehe, du bist wahrlich einer der Gesandten 3. (4.) auf einem rechten Pfad! 4. (5.) Die Offenbarung des Mächtigen, des Barmherzigen, 5. (6.) auf daß du ein Volk warnest, deren Väter nicht gewarnt worden und die sorglos sind. 6. (7.) Wahrlich, nunmehr ist der Spruch gerecht gegen die meisten von ihnen, denn sie glauben nicht. 7. (8.) Siehe, gelegt haben wir Joche auf ihre Hälse, die bis zu ihrem Kinn reichen, und hochgezwängt ist ihr Haupt. 8. (9.) Und wir legten vor sie eine Schranke und hinter sie eine Schranke, und wir verhüllten sie, so daß sie nicht sehen. 9. (10.) Und es ist gleich für sie, ob du sie warnest oder nicht warnest, sie glauben nicht. 10. (11.) Siehe, du warnst nur den, welcher der Ermahnung folgt und den Erbarmer im Verborgenen fürchtet. Ihm verkünde Verzeihung und edeln Lohn. 11. (12.) Siehe, wir machen die Toten lebendig, und wir schreiben auf, was sie zuvor taten, und ihre Spuren und alle Dinge haben wir aufgezählt in einem deutlichen Vorbild.

12. (13.) Und stelle ihnen auf das Gleichnis von den Bewohnern der Stadt, da zu ihr die Gesandten kamen. 13. (14.) Da wir zwei zu ihnen entsandten und sie beide der Lüge ziehen, so daß wir sie mit einem dritten stärkten. Und sie sprachen: »Siehe, wir sind zu euch entsendet.« 14. (15.) Sie sprachen: »Ihr seid nur Menschen gleich uns, und der Erbarmer hat nichts herabgesandt. Ihr seid nichts als Lügner.« 15. (16.) Sie sprachen: »Unser Herr weiß, daß wir gewißlich zu euch entsendet sind. 16. (17.) Und uns liegt allein die deutliche Predigt ob.« 17. (18.) Sie sprachen: »Wir haben ein Omen in euch, und wenn ihr nicht ein Ende macht, wahrlich, so steinigen wir euch, und es trifft euch von uns schmerzliche Strafe.« 18. (19.) Sie sprachen: »Euer Omen ist bei euch.« Was? Wenn ihr gewarnt seid ...? Nein, ihr seid ein übertretend Volk. 19. (20.) Und es kam vom Ende der Stadt ein Mann geeilt. Er sprach: »O mein Volk, folget den Gesandten. 20. (21.) Folget denen, die keinen Lohn von euch verlangen und die rechtgeleitet sind. 21. (22.) Und warum sollte ich nicht dem dienen, der mich erschaffen hat und zu dem ihr zurück müßt? 22. (23.) Soll ich etwa Götter neben ihm annehmen? Wenn der Erbarmer mir ein Leid zufügen will, so kann ihre Fürsprache mir nichts frommen, und sie können mich nicht befreien. 23. (24.) Siehe, ich wäre dann wahrlich in offenkundigem Irrtum. 24. (25.) Siehe, ich glaube an euern Herrn; drum höret mich.« 25. (26.) Gesprochen ward zu ihm: »Geh ein ins Paradies.« Er sprach: »O daß mein Volk es wüßte, 26. (27.) daß mein Herr mir vergab und mich unter die Geehrten aufnahm!« 27. (28.) Und wir sandten auf sein Volk nach seinem Tode kein Heer vom Himmel herab, noch was wir sonst herabzusenden pflegten; 28. (29.) siehe, es war nur ein einziger Schrei, und da waren sie ausgelöscht.

29. (30.) Weh über meine Diener! Kein Gesandter kommt zu ihnen, den sie nicht verspotteten. 30. (31.) Sahen sie denn nicht, wie viele Geschlechter wir vor ihnen vertilgten? 31. Daß sie zu ihnen nicht zurückkehren werden 32. (32.) und daß alle vor uns versammelt werden sollen? 33. Und ein Zeichen ist ihnen die tote Erde; wir beleben sie und bringen aus ihr Korn hervor, von dem sie essen. 34. Und wir machen Gärten in ihr von Palmen und Reben und lassen Quellen in ihr entspringen; 35. auf daß sie von ihren Früchten und der Arbeit ihrer Hände speisen. Wollen sie denn nicht dankbar sein? 36. Preis ihm, der erschaffen alle Arten von dem, was die Erde sprießen lässet, und von ihnen selber, und von dem, was sie nicht kennen. 37. Und ein Zeichen ist ihnen die Nacht; wir ziehen den Tag von ihr fort, und siehe da, sie sind in Finsternis. 38. Und die Sonne eilt zu ihrem Ruheplatz. Das ist die Anordnung des Mächtigen, des Wissenden. 39. Und den Mond, wir bestimmten Stationen für ihn, bis er dem alten dürren Palmstiel gleicht. 40. Nicht geziemt es der Sonne, den Mond einzuholen, und nicht der Nacht, dem Tag zuvorzukommen, sondern alle schweben in (ihrer) Sphäre. 41. Und ein Zeichen ist es ihnen, daß wir ihre Nachkommenschaft in der vollbeladenen Arche trugen. 42. Und ihnen gleiche (Schiffe) machten, die sie besteigen. 43. Und wenn wir wollen, ertränken wir sie, und sie haben keinen Helfer und werden nicht errettet, 44. es sei denn in unsrer Barmherzigkeit und zu einem Nießbrauch auf Zeit.

45. Und wenn zu ihnen gesprochen wird: »Fürchtet, was vor euch und was hinter euch ist; vielleicht findet ihr Barmherzigkeit«, 46. so bringst du ihnen doch keins der Zeichen deines Herrn, von dem sie sich nicht abwendeten. 47. Und wenn zu ihnen gesprochen wird: »Spendet von dem, womit Allah euch versorgte«, so sprechen die Ungläubigen zu den Gläubigen: »Sollen wir die speisen, die Allah, wenn er es wollte, speisen würde? Ihr seid sicherlich in offenkundigem Irrtum.« 48. Und sie sprechen: »Wann trifft diese Drohung ein, so ihr wahrhaftig seid?« 49. Sie mögen nur einen (Posaunen-)Stoß erwarten, der sie erfassen wird, wenn sie noch streiten; 50. und sie sollen nicht imstande sein, ein Vermächtnis zu treffen, und sie werden nicht zu ihren Angehörigen zurückkehren. 51. Und in die Posaune wird gestoßen werden, und siehe, aus ihren Gräbern sollen sie zu ihrem Herrn eilen. 52. Sie werden sprechen: »O wehe uns! Wer hat uns aus unserer Ruhestätte erweckt?« Das ist's, was der Erbarmer verhieß, und die Gesandten sprachen die Wahrheit. 53. Nur ein einziger Stoß wird sein, und siehe da, alle sind vor uns gebracht. 54. Und an jenem Tage soll keiner Seele in etwas Unrecht geschehen, und ihr sollt nur nach euerm Tun belohnt werden. 55. Siehe, des Paradieses Bewohner werden sich in Geschäften ergötzen, 56. sie und ihre Gattinnen, in Schatten auf Ruhebetten sich lehnend. 57. Früchte werden ihnen darinnen sein, und was sie verlangen, 58. »Frieden!« ein Wort von einem erbarmenden Herrn. 59. »Doch seid getrennt heute, ihr Sünder! 60. Machte ich nicht einen Bund mit euch, ihr Kinder Adams: Dienet nicht dem Satan, siehe, er ist euch ein offenkundiger Feind; 61. sondern dienet mir, das ist ein rechter Pfad? 62. Aber wahrlich, nun führte er eine große Schar von euch irre. Hattet ihr denn keine Einsicht?« 63. »Dies ist Dschehannam, die euch angedroht ward. 64. Brennet heute in ihr, darum daß ihr ungläubig waret.« 65. Heute versiegeln wir ihren Mund, doch es sprechen ihre Hände zu uns, und ihre Füße bezeugen, was sie geschafft. 66. Und wenn wir es gewollt, wir hätten ihre Augen verlöschen können. Aber auch dann würden sie um die Wette auf dem Pfade rennen; und wie könnten sie sehen? 67. Und wenn wir es gewollt, wir hätten sie auf ihrem Platze verwandeln können, so daß sie weder nach vorn oder hinten hätten gehen können.

68. Und wem wir langes Leben geben, den beugen wir nieder in seiner Gestalt. Haben sie denn keine Einsicht? 69. Und nicht lehrten wir ihn Poesie, noch geziemte sie ihm. Dies ist nichts als eine Ermahnung und ein deutlicher Koran, 70. die Lebendigen zu warnen und gerechten Spruch gegen die Ungläubigen zu fällen. 71. Sahen sie denn nicht, daß wir unter dem, was unsre Hände erschufen, das Vieh machten, über das sie Herren sind? 72. Und wir machten es ihnen unterwürfig, und auf den einen reiten sie, von den andern essen sie. 73. Und sie haben Nutzen und Trank von ihnen. Sind sie denn nicht dankbar? 74. Und doch nahmen sie sich Götter außer Allah, daß sie ihnen hülfen. 75. Sie vermögen ihnen nicht zu helfen; und doch sind sie ihnen ein (dienst-)bereites Heer. 76. Laß dich nicht durch ihre Worte betrüben; siehe, wir wissen, was sie verbergen und offenkund tun.

77. Will denn der Mensch nicht einsehen, daß wir ihn aus einem Samentropfen erschufen? Und siehe da, er ist ein offenkundiger Bestreiter. 78. Und er macht uns ein Gleichnis und vergißt seine Schöpfung. Er spricht: »Wer belebt die Gebeine, wenn sie verfault sind?« 79. Sprich: »Leben wird ihnen der geben, welcher sie zum erstenmal erschuf, denn er kennt jegliche Schöpfung; 80. der für euch aus dem grünen Baum Feuer machte, und siehe, ihr macht Feuer mit ihm an. 81. Ist nicht der, welcher die Himmel und die Erde erschuf, mächtig genug, euresgleichen zu erschaffen? Ja, er ist der wissende Schöpfer. 82. Sein Befehl ist nur, wenn er ein Ding will, daß er zu ihm spricht ›Sei!‹, und es ist. 83. Und Preis dem, in dessen Hand die Herrschaft aller Dinge ist! Und zu ihm kehrt ihr zurück.«

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