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Der Koran

: Der Koran - Kapitel 15
Quellenangabe
typetractate
author
titleDer Koran
publisherVerlag Phillip Reclam jun.
editorKurt Rudolph
year1970
firstpub
translatorMax Henning
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080806
corrected20110414
projectiddb06c786
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Fünfzehnte Sure

El-Hidschr

Geoffenbart zu Mekka

Im Namen Allahs,
des Erbarmers, des Barmherzigen!

A.L.R. 1. Dies sind die Zeichen des Buches und eines klaren Korans.

2. Oftmals werden die Ungläubigen wünschen, Muslime gewesen zu sein. 3. Laß sie nur schmausen und genießen und sich in Hoffnung ergehen. Wahrlich, sie sollen schon sehen. 4. Und wir zerstörten keine Stadt ohne niedergeschriebenen Termin. 5. Keine Gemeinde kann ihren Termin beschleunigen oder verschieben. 6. Und sie sprechen: »O du, auf den die Warnung herabgesandt ist, siehe, wahrlich, du bist besessen. 7. Warum bringst du uns nicht die Engel, so du wahrhaft bist?« 8. Wir senden die Engel nicht nieder, es sei denn, wenn es notwendig, und auch dann fänden sie keine Nachsicht. 9. Siehe, wir sandten die Warnung herab, und siehe, wir wollen sie hüten. 10. Und wahrlich, schon vor dir entsandten wir (Gesandte) zu den Sekten der Früheren. 11. Aber nie kamen Gesandte zu ihnen, die sie nicht verspottet hätten. 12. Gleiches lassen wir (jetzt) in die Herzen der Frevler einziehen. 13. Sie glauben nicht an ihn, wiewohl die Strafe der Früheren stattfand. 14. Wenn wir ihnen auch ein Tor vom Himmel öffneten, beim Hinaufsteigen 15. würden sie doch sprechen: »Unsre Blicke sind berauscht; ja, wir sind ein verzaubert Volk.«

16. Wahrlich, wir setzten in den Himmel Türme und schmückten sie aus für die Beschauer, 17. und wir schützten sie vor jedem gesteinigten Satan, 18. außer dem verstohlenen Lauscher; dem folgt ein leuchtender Feuerbrand. 9. Und die Erde, wir breiteten sie aus und warfen auf sie die festgegründeten (Berge) und ließen allerlei Dinge in ihr sprießen in abgewogenem Maß. 20. Und wir gaben euch in ihr Nahrungsmittel und denen, die ihr nicht versorgt. 21. Und es gibt kein Ding, dessen Speicher nicht bei uns sind, und wir senden es nur in bestimmtem Maß hinab. 22. Und wir entsenden die schwangern Winde und entsenden Wasser vom Himmel und geben es euch zu trinken; und nicht ihr seid es, die es aufspeichern; 23. und siehe, wir sind es, die Leben und Tod geben, und wir sind die Erbenden. 24. Und wahrlich, wir kennen unter euch diejenigen, die vorangehen, und kennen auch die, welche zurückbleiben. 25. Und siehe, dein Herr wird sie versammeln; siehe, er ist weise und wissend.

26. Und wahrlich, erschaffen haben wir den Menschen aus trocknem Lehm, aus geformtem Schlamm; 27. und die Dschinn erschufen wir zuvor aus dem Feuer des Samum. 28. Und (gedenke,) da dein Herr zu den Engeln sprach: »Siehe, ich erschaffe einen Menschen aus trocknem Lehm, aus geformtem Schlamm: 29. Und wenn ich ihn gebildet und ihm von meinem Geiste eingehaucht habe, so fallet anbetend vor ihm nieder.« 30. Und nieder fielen alle die Engel insgesamt, 31. außer Iblis; der wollte nicht niederfallen. 32. Er sprach: »O Iblis, was ist dir, daß du nicht niedergefallen bist?« 33. Er sprach: »Nimmer werde ich niederfallen vor einem Menschen, den du aus trocknem Lehm erschufst, aus geformtem Schlamm.« 34. Er sprach: »Hinaus aus ihm! Siehe, du bist der zu Steinigende; 35. und siehe, auf dir soll der Fluch sein bis zum Tag des Gerichts.« 36. Er sprach: »Mein Herr, verzieh mit mir bis zum Tag der Erweckung.« 37. Er sprach: »Siehe, so soll dir Verzug sein, 38. bis zum Tag der festgesetzten Zeit.« 39. Er sprach: »Mein Herr, dieweil du mich irreführtest, wahrlich, so will ich ihnen auf Erden (die Dinge) ausschmücken und will sie verführen allzumal, 40. außer deinen Dienern unter ihnen, den lauteren.« 41. Er sprach: »Das ist ein Weg bei mir, ein rechter. 42. Siehe, meine Diener, nicht ist dir Macht über sie, es sei über die Verführten, die dir folgen.« 43. Und siehe, Dschehannam ist wahrlich verheißen ihnen insgesamt. 44. Ihr sind sieben Tore, und für jedes Tor ist ein besonderer Teil. 45. Siehe, die Gottesfürchtigen kommen in Gärten und Quellen: 46. »Tretet ein in Frieden, sicher.« 47. Und nehmen wollen wir aus ihrer Brust, was dort ist an Groll, als Brüder sitzend auf Polstern einander gegenüber. 48. Nicht soll sie rühren in ihnen Müdigkeit, und nimmer sollen sie aus ihnen getrieben werden.

49. Verkünde meinen Dienern, daß ich bin der Verzeihende, der Barmherzige, 50. und daß meine Strafe eine schmerzliche Strafe ist. 51. Und verkünde ihnen von Abrahams Gästen. 52. Als sie eintraten bei ihm und sprachen: »Frieden!« sprach er: »Siehe, wir fürchten uns vor euch.« 53. Sie sprachen: »Fürchte dich nicht; siehe, wir verheißen dir einen klugen Sohn.« 54. Er sprach: »Verheißet ihr mir dies, wo mich schon das Alter berührt hat? Was verheißet ihr mir da?« 55. Sie sprachen: »Wir verheißen dir in Wahrheit; drum gib nicht die Hoffnung auf.« 56. Er sprach: »Wer gibt die Hoffnung auf seines Herrn Barmherzigkeit auf, wenn nicht die Irrenden?« 57. Er sprach: »Und was ist euer Geschäft, ihr Entsandten?« 58. Sie sprachen: »Siehe, wir sind entsandt zu einem frevelnden Volk. 59. Nur das Haus Lots, retten wollen wir es insgesamt, 60. außer seiner Frau; wir beschlossen ihr Zaudern.« 61. Und als die Boten zum Hause Lots kamen, 62. sprach er: »Siehe, ihr seid fremde Leute.« 63. Sie sprachen: »Nein; wir kommen zu dir in dem, was sie bezweifeln. 64. Und wir bringen dir die Wahrheit, und wahrlich, wir sind wahrhaft. 65. So mache dich fort mit deiner Familie im Stockdunkel der Nacht und geh hinterdrein. Und niemand von euch wende sich um, sondern gehet, wohin ihr geheißen seid.« 66. Und wir gaben ihm diesen Befehl, weil jene mit Stumpf und Stiel abgeschnitten werden sollten am Morgen. 67. Und es kam das Volk der Stadt frohlockend an. 68. Er sprach: »Siehe, dies sind meine Gäste; drum entehret mich nicht; 69. und fürchtet Allah und tut mir nicht Schande an.« 70. Sie sprachen: »Haben wir dir nicht alle Welt verboten?« 71. Er sprach: »Fürwahr, hier sind meine Töchter, so ihr es tun wollt.« 72. Bei deinem Leben, siehe wahrlich, in ihrer Trunkenheit gingen sie irre! 73. Und da kam über sie der Schrei am Sonnenaufgang, 74. und wir kehrten ihr Oberstes zuunterst und ließen auf sie gebrannte Steine niederregnen. 75. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für Einsichtige. 76. Und siehe wahrlich, sie sind auf einem Weg, der noch vorhanden ist. 77. Siehe, hierin ist wahrlich ein Zeichen für die Gläubigen.

78. Und siehe, die Leute (Bewohner) des Dickichts waren auch Sünder. 79. Und wir nahmen Rache an ihnen, und wahrlich, beide wurden ein offenkundiges Exempel.

80. Und wahrlich, auch das Volk von El-Hidschr Zieh die Gesandten der Lüge. 81. Und wir brachten ihnen unsre Zeichen, doch wendeten sie sich ab von ihnen. 82. Und sie höhlten sich sichere Wohnungen in den Bergen aus, 83. und da überkam sie der Schrei am Morgen, 84. und all ihr Tun frommte ihnen nichts.

85. Und wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden nur zur Wahrheit, und wahrlich, die ›Stunde‹ kommt. Drum vergib (o Muhammad) in schöner Vergebung. 86. Siehe, dein Herr, er ist der Schöpfer, der Wissende. 87. Und wahrlich, schon gaben wir dir die sieben von den Erzählungen und den erhabenen Koran. 88. Richte deine Augen nicht auf das, was wir einigen von ihnen gaben. Betrübe dich auch nicht über sie. Senke deine Fittiche über die Gläubigen, 89. und sprich: »Siehe, ich bin nur der deutliche Warner.«

90. (Wir wollen eine Strafe auf sie hinabsenden,) wie wir sie hinabsandten auf die, welche Teile machten, 91. die den Koran zerstücken. 92. Und bei deinem Herrn! Wahrlich zur Rechenschaft ziehen wollen wir sie insgesamt 93. für ihr Tun. 94. So tue kund, was dir geheißen ward, und kehre dich ab von den Götzendienern. 95. Siehe, wir schützen dich gegen die Spötter, 96. welche neben Allah noch einen andern Gott setzen. Aber sie werden schon sehen! 97. Wahrlich, wir wissen, daß deine Brust beklommen ist über ihre Worte. 98. Aber lobpreise deinen Herrn und falle nieder vor ihm. 99. Und diene deinem Herrn, bis die Gewißheit zu dir kommt.

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