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Der Koran

: Der Koran - Kapitel 13
Quellenangabe
typetractate
author
titleDer Koran
publisherVerlag Phillip Reclam jun.
editorKurt Rudolph
year1970
firstpub
translatorMax Henning
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080806
corrected20110414
projectiddb06c786
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Dreizehnte Sure

Der Donner

Geoffenbart zu Mekka

Im Namen Allahs,
des Erbarmers, des Barmherzigen!

A. L. M. R. 1. Dies sind die Zeichen des Buches; und was herabgesandt ward zu dir von deinem Herrn, ist die Wahrheit, jedoch glauben die meisten Menschen nicht.

2. Allah ist's, der die Himmel erhöht hat ohne Säulen, die ihr seht; alsdann setzte er sich auf den Thron und zwang zum Frondienst Sonne und Mond. Alles eilt zu einem bestimmten Termin. Er lenkt alle Dinge; er macht die Zeichen klar. Vielleicht glaubt ihr an die Begegnung mit euerm Herrn. 3. Und er ist's, der die Erde ausbreitete und festgegründete (Berge) und Flüsse in sie setzte; und von allen Früchten schuf er auf ihr zwei Arten. Er lasset die Nacht den Tag bedecken. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für nachdenkende Leute. 4. Und auf der Erde sind dicht beieinander (verschiedene) Stücke und Rebengärten und Korn und Palmen, zu mehreren und einzeln aus der Wurzel. Getränkt von einem Wasser, machten wir doch die einen als Speise vorzüglicher als die andern. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für ein verständig Volk.

5. (5.) Und wenn du dich verwunderst, so ist wunderbar ihr Wort: »Wenn wir zu Staub geworden sind, sollen wir dann wirklich neu erschaffen werden?« 6. Das sind die, welche ihren Herrn verleugnen, und die, auf deren Nacken die Joche sein werden. Und sie werden des Feuers Gefährten sein und ewig darinnen verweilen. 7. (6.) Und sie werden dich eher das Üble als das Gute beschleunigen heißen. Aber schon vor ihnen waren Exempel; und siehe, dein Herr ist wahrlich voll Verzeihung gegen die Menschen trotz ihrer Sünden; und siehe, dein Herr ist wahrlich streng im Strafen.

8. (7.) Und es sprechen die Ungläubigen: »Warum ward nicht auf ihn ein Zeichen von seinem Herrn herabgesandt?« Du bist nur ein Warner, und jegliches Volk hat einen Führer. 9. (8.) Allah weiß, was jede Frau (im Schoße) trägt und um was sich die Schöße verengen und ausdehnen. Und jedes Ding hat bei ihm sein Maß. 10. (9.) Der Wisser des Verborgenen und Offenbaren, der Große, der Erhabene! 11. (10.) Gleich ist ihm, wer von euch sein Wort verbirgt oder äußert, wer sich in der Nacht verbirgt und hervortritt am Tage. 12. (11.) Er hat vor sich und hinter sich (Engel), die (ihm) folgen und ihn behüten auf Allahs Geheiß. Siehe, Allah verändert nicht sein Verhalten zu einem Volk, ehe es nicht seiner Seelen Gedanken verändert; und so Allah Böses mit einem Volke vorhat, so kann es niemand abwehren, und außer ihm haben sie keinen Beschützer. 13. (12.) Er ist's, der euch sehen lasset den Blitz in Furcht und Verlangen und der die schweren Wolken hervorbringt. 14. (13.) Und der Donner lobpreist ihn und die Engel, aus Furcht vor ihm. Und er entsendet seine Blitze und trifft mit ihnen, wen er will, während sie über Allah streiten; und er ist der an Macht Gewaltige. 15. (14.) Ihm gebührt die Anrufung; und jene, die sie außer ihm anrufen, erhören sie nicht anders, als daß sie jenem gleichen, der seine Hände zum Wasser reckt, damit es seinen Mund erreicht, wo es ihn doch nicht erreichen kann. Das Gebet der Ungläubigen geschieht nur im Irrtum. 16. (15.) Und vor Allah wirft sich nieder, was in den Himmeln und auf Erden ist, willig und widerwillig; selbst ihre Schatten am Morgen und am Abend. 17. (16.) Sprich: »Wer ist der Herr der Himmel und der Erde?« Sprich: »Allah.« Sprich: »Habt ihr euch denn außer ihm Beschützer angenommen, die selbst sich selber weder nützen noch schaden können?« Sprich: »Ist etwa der Blinde und der Sehende gleich? Oder sind etwa die Finsternisse und das Licht gleich? Oder haben sie Allah Gefährten gegeben, die erschaffen haben, wie er erschuf, so daß ihre Schöpfung ihnen gleich (der seinigen) vorkommt?« Sprich: »Allah ist der Schöpfer aller Dinge; und er ist der Einige, der Allmächtige.«

18. (17.) Hinab sendet er vom Himmel Wasser, und es strömen die Bäche nach ihrem Vermögen, und der Wildstrom trägt aufschwellenden Schaum; und ein gleicher Schaum entsteht aus dem, was man im Feuer schmilzt im Verlangen nach Schmuck und Gerät. In dieser Weise zeigt Allah Wahrheit und Irrtum. Was den Schaum anlangt, so vergeht er wie Blasen, das aber, was den Menschen nützt, bleibt auf der Erde: Also macht Allah Gleichnisse. (18.) Diejenigen, welche auf ihren Herrn hören, sollen das Beste erhalten; die aber nicht auf ihn hören auch wenn sie alles auf Erden besäßen und noch einmal soviel dazu, würden sich damit nicht loskaufen können. Übel ist ihre Abrechnung, und ihre Herberge ist Dschehannam, und schlimm ist der Pfühl! 19. (19.) Und soll etwa der, welcher weiß, daß das, was zu dir von deinem Herrn hinabgesandt ward, die Wahrheit ist, gleich dem Blinden sein? Nur die Verständigen lassen sich ermahnen.

20. Sie, die den Bund Allahs halten und den Pakt nicht brechen, 21. und die, welche verbinden, was Allah zu verbinden befohlen hat, und die ihren Herrn fürchten und Furcht haben vor dem Übel der Abrechnung, 22. und die standhaft bleiben, im Verlangen nach dem Angesicht ihres Herrn, und das Gebet verrichten und von dem, was er ihnen beschert, im Verborgenen und öffentlich spenden und das Böse durch das Gute abweisen – für diese ist der Lohn der Wohnung – 23. Edens Gärten, in die sie eintreten sollen nebst den Rechtschaffenen von ihren Vätern, ihren Frauen und ihrer Nachkommenschaft; und die Engel sollen eintreten zu ihnen von allen Toren (und sprechen:) 24. »Frieden sei auf euch, darum daß ihr standhaft bliebet!« Und schön ist der Lohn der Wohnung. 25. Diejenigen aber, welche den Bund Allahs brechen nach Eingehung des Paktes und zerreißen, was Allah zu verbinden geheißen hat, und Verderben auf der Erde anstiften, sie erwartet der Fluch und eine üble Wohnung. 26. Allah versorgt reichlich, wen er will, und bemißt. Und sie freuen sich des irdischen Lebens, doch ist das irdische Leben im Vergleich zum Jenseits nur ein Nießbrauch.

27. Und es sprechen die Ungläubigen: »Warum ist kein Zeichen von seinem Herrn auf ihn hinabgesandt?« Sprich: »Siehe, Allah führt irre, wen er will, und leitet zu sich, wer sich bekehrt, 28. die, welche glauben und deren Herzen in Frieden sind im Gedenken an Allah. Sollten auch nicht im Gedenken an Allah die Herzen in Frieden sein? (29.) Diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, Heil erwartet sie und eine schöne Heimstatt.«

29. (30.) Also entsandten wir dich in eine Gemeinde, der Gemeinden vorausgingen, damit du ihnen verläsest, was wir dir offenbarten. Doch sie glauben nicht an den Erbarmer. Sprich: »Er ist mein Herr; es gibt keinen Gott außer ihm; auf ihn vertraue ich, und zu ihm bekehre ich mich.« 30. (31.) Und gäbe es auch einen Koran, mit dem die Berge versetzt oder die Erde zerrissen oder mit den Toten geredet werden könnte ... (sie glaubten doch nicht.) Aber Allahs ist der Befehl allzumal. Und wissen denn etwa die Gläubigen nicht, daß, wenn Allah wollte, er die Menschen allzumal rechtleitete? 31. Und das Unheil soll nicht ablassen, die Ungläubigen zu treffen oder sich nahe bei ihren Wohnungen niederzulassen, bis Allahs Drohung sich erfüllt. Siehe, Allah bricht nicht sein Versprechen.

32. (32.) Und schon vor dir wurden Propheten verspottet, und ich verzog lange mit den Ungläubigen. Alsdann erfaßte ich sie, und wie war meine Strafe!

33. Und wer ist es denn, der über jeder Seele steht, um ihr Tun (aufzuschreiben?) Und dennoch geben sie Allah Gefährten. Sprich: »Nennet sie!« Oder wollt ihr ihm etwas verkünden, was er auf der Erde nicht kennt? Oder sind es nicht nur hohle Namen? Aber den Ungläubigen sind ihre Anschläge ausgeschmückt, und sie wichen ab vom Weg. Wen aber Allah irreführt, der findet keinen Leiter. 34. Sie erhalten schon im irdischen Leben Strafe; aber wahrlich, die Strafe des Jenseits ist härter, und sie finden keinen Beschützer vor Allah. 35. Das Bild des Paradieses, das den Gottesfürchtigen verheißen ward: durcheilt ist es von Bächen, und dauernd ist seine Speise und sein Schatten. Das ist der Lohn der Gottesfürchtigen; und der Lohn der Ungläubigen ist das Feuer.

36. Und sie, denen wir die Schrift gaben, freuen sich über das, was zu dir hinabgesandt ward, doch gibt es Gruppen, die einen Teil davon ableugnen. Sprich: »Geheißen ward mir, allein Allah zu dienen und ihm keine Gefährten zu geben. Zu ihm bete ich, und zu ihm ist meine Rückkehr.« 37. Und demgemäß sandten wir ihn als eine Vorschrift in arabischer Sprache nieder. Und wahrlich, wenn du ihrem Gelüste folgtest, nachdem das Wissen zu dir gekommen, so fändest du vor Allah weder einen Beschützer noch Behüter. 38. Und wahrlich, schon vor dir entsandten wir Gesandte und gaben ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft. Kein Gesandter aber konnte ohne Allahs Erlaubnis ein Zeichen bringen. Jeder Termin hat eine (schriftlich festgehaltene) Bestimmung. 39. Allah löscht aus und bestätigt, was er will, und bei ihm ist die Mutter der Schrift. 40. Und ob wir dich einen Teil sehen lassen von dem, was wir ihnen androhten, oder ob wir dich zu uns abscheiden lassen, dir liegt nur die Predigt ob und uns die Abrechnung. 41. Sehen sie denn nicht, daß wir in ihr Land kommen und ihre Grenzen enger machen? Und Allah richtet, und niemand kann sein Urteil hemmen; und er ist schnell im Rechnen. 42. Und Listen schmiedeten schon die Früheren; Allahs aber ist die List allzumal. Er weiß, was jede Seele tut, und wahrlich, die Ungläubigen werden schon sehen, wem der Lohn der (letzten) Wohnung sein wird. 43. Und es sprechen die Ungläubigen: »Du bist kein Entsandter.« Sprich: »Allah genügt mir als Zeuge zwischen mir und euch, und jeder, bei dem das Wissen der Schrift ist.«

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