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Leonid Nikolajewitsch Andrejew: Der Gouverneur - Kapitel 2
Quellenangabe
typefiction
authorLeonid Andrejew
titleDer Gouverneur
publisherBühnen- und Buchverlag russischer Autoren J. Ladyschnikow
addressBerlin
translatorAugust Scholz
correctorhille@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon
senderwww.gaga.net
created20100401
projectidc17094df
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I.

Fünfzehn Tage waren bereits seit dem Ereignis vergangen, und er dachte immer noch daran – wie wenn die Zeit selbst ihre Macht über Gedächtnis und Dinge verloren hätte oder gänzlich stehen geblieben wäre, gleich einer verdorbenen Uhr. Worauf er auch seine Gedanken lenken mochte, ob es noch so fremd, noch so fernliegend war – schon nach wenigen Minuten stand das verschüchterte Denken wieder vor dem Ereignis und rannte machtlos dagegen an wie gegen eine hohe, starre, schweigsame Gefängnismauer. Und was für seltsame Wege schlug dieses Denken ein: Er erinnert sich zum Beispiel der italienischen Reise, die er einmal gemacht, eine Reise voll Sonnenschein, Jugend und Lieder. Er stellt sich irgend einen italienischen Bettler vor – und sogleich taucht vor ihm die Arbeitermenge auf, die Gewehrsalven, der Pulvergeruch, das Blut. Oder ein Parfümduft steigt ihm in die Nase, und sofort fällt ihm auch sein Taschentuch ein, das gleichfalls parfümiert war, und mit dem er das Zeichen zum Schießen gegeben hatte. In der ersten Zeit waren diese Zusammenhänge noch logisch und wohl begreiflich und darum auch nicht weiter beunruhigend, wenn auch immerhin lästig; bald aber fügte es sich so, daß ihn alles an das Ereignis erinnerte – ganz plötzlich, ganz zur Unzeit, und darum ganz besonders schmerzlich, wie ein Schlag, der hinter einer Ecke hervorgeführt wird. Er lacht auf, und sogleich ist's ihm, als wenn er von der Seite her sein Generalslachen vernehme und plötzlich mit peinigender Deutlichkeit irgend einen der Getöteten erblicke – obschon er damals gar nicht daran dachte zu lachen, und überhaupt niemand lachte. Oder er hört das Zwitschern der Schwalben am Abendhimmel, er sieht einen Stuhl, einen ganz gewöhnlichen Stuhl aus Eichenholz, er streckt die Hand nach dem Brot aus, alles ruft ihm ein und dasselbe unverlöschliche Bild ins Gedächtnis: das Schwenken des weißen Taschentuches, die Schüsse, das Blut. Wie wenn er in einem Zimmer mit tausend Türen lebte, und welche er davon auch zu öffnen versuchte – hinter jeder tritt ihm ein und dasselbe unbewegliche starre Bild entgegen: Das Schwenken des weißen Taschentuchs, die Salven, das Blut.

An und für sich war das Faktum sehr einfach, wenn auch traurig: die Arbeiter aus der in der Vorstadt gelegenen Fabrik waren, nachdem sie bereits drei Wochen gestreikt hatten, in ihrer ganzen Masse, etliche tausend Mann stark, samt Frauen, Greisen und Kindern bei ihm mit Forderungen erschienen, die er als Gouverneur nicht erfüllen konnte, und sie hatten sich dabei höchst keck und herausfordernd benommen: hatten geschrieen, die Beamten beleidigt, und eine Frau, die einer Wahnsinnigen glich, hatte ihn selbst mit solcher Gewalt am Ärmel gezogen, daß die Schulternaht geplatzt war. Dann, als die Leute seines Gefolges ihn auf den Balkon führten – er wollte noch immer im guten mit der Menge reden und sie beruhigen – hatten die Arbeiter Steine geworfen, eine Anzahl Scheiben im Gouverneurhause eingeworfen und den Polizeimeister verwundet. Da war er in Zorn geraten und hatte mit dem Tuche gewinkt.

Die Menge war so erregt, daß die Salve wiederholt werden mußte, und es viele Tote gab – siebenundvierzig an der Zahl. Darunter neun Frauen und drei Kinder, merkwürdigerweise lauter Mädchen. Die Zahl der Verwundeten war noch größer. Trotz des Abratens seiner Umgebung war er, dem Gefühl einer seltsamen, unbesiegbaren und quälenden Neugier folgend, hingefahren, um die Toten zu sehen, die in dem Feuerwehrschuppen des dritten Polizeireviers niedergelegt waren. Es lag natürlich kein zwingender Grund zum Hinfahren vor; aber wie jemand, der aufs Geratewohl einen jähen, unvorsichtigen Schuß abgegeben hat, empfand auch er das Bedürfnis, die Kugel einzuholen und mit den Händen aufzufangen, und es schien ihm, daß, wenn er selbst nach den Toten sähe, sich irgend etwas zum bessern wenden würde.

In dem langen Schuppen war es dunkel und kühl, und die Toten lagen unter einem Streifen grauen Segeltuchs in zwei regelmäßigen Reihen, wie auf irgend einer ungewöhnlichen Ausstellung; man hatte sich wahrscheinlich auf die Ankunft des Gouverneurs vorbereitet und die Toten in bester Ordnung, Schulter an Schulter, mit dem Gesicht nach oben, niedergelegt. Das Segeltuch bedeckte nur den Kopf und den oberen Teil des Rumpfes, die Beine waren, wie zum Zweck der Abzählung, sichtbar geblieben – diese unbeweglichen Beine, von denen die einen in abgetretenen, zerrissenen Stiefeln und Stiefeletten steckten, die andern nackt und schmutzig waren und durch Schmutz und Sonnenbrand seltsam hindurchschimmerten. Die Kinder und Frauen waren für sich mehr abseits plaziert; und auch da fühlte man wieder das Bestreben heraus, das Besichtigen und Abzählen der Leichen möglichst zu erleichtern. Und es war still – gar zu still für eine solche Menge von Menschen, und die Lebenden, die da eintraten, vermochten die Stille nicht zu bannen. Hinter einer dünnen Mauerwand aus Brettern machte sich ein Stallknecht bei seinen Pferden zu schaffen; offenbar wußte er auch nichts davon, daß da hinter der Wand irgend jemand außer den Toten weile, denn er sagte zu seinen Pferden ganz ruhig und gemütlich:

»Tprru, Satanskerl! Steh' still, wenn man zu dir redet!«

Der Gouverneur warf einen Blick auf die Reihen der Beine, die sich im Dunkel verloren, und sagte in verhaltenem Baß, beinahe flüsternd: »Es sind doch recht viele!«

Hinter seinem Rücken trat der Gehilfe des Polizeikommissars hervor, ein sehr junger Mensch mit einem bartlosen, finnigen Gesicht, der sich in Positur stellte und mit lauter Stimme seine Meldung erstattete:

»Fünfunddreißig Männer, neun Frauen und drei Kinder, Exzellenz!«

Der Gouverneur runzelte unwillig die Stirn, und der Gehilfe des Polizeikommissars verschwand mit einer Wendung wieder hinter seinem Rücken. Er hätte gar zu gern noch die Aufmerksamkeit des Gouverneurs auf den Gang zwischen den Leichen gelenkt, der sorgfältig gepflegt und mit einer leichten Sandschicht bestreut war, aber der Gouverneur bemerkte nichts davon, obschon er aufmerksam zu Boden sah.

»Drei Kinder?«

»Drei, Exzellenz. Befehlen Exzellenz, das Segeltuch wegzunehmen?«

Der Gouverneur schwieg.

»Es gibt hier verschiedene Personen, Exzellenz,« fuhr der Gehilfe des Polizeikommissars ehrerbietig, doch mit Nachdruck fort, und indem er das Schweigen für Zustimmung nahm und plötzlich in lautes Flüstern verfiel, kommandierte er: »Iwanow, Sidortschuk, munter, am andern Ende – na, los doch!«

Mit leisem Geräusch glitt das schmutziggraue Segeltuch herunter, und nacheinander tauchten, gleich weißen Flecken, die Gesichter hervor, bärtige und alte, junge und bartlose, alle verschieden, doch unter sich vereint durch die grausige Ähnlichkeit, die der Tod verleiht. Wunden und Blut sah man fast gar nicht, sie blieben irgendwo unter den Kleidern verborgen; nur bei einem erschien das von einer Kugel getroffene Auge natürlich schwarz und tiefliegend und vergoß seltsam schwarze Tränen, die in der Dunkelheit wie Teer aussahen. Die Mehrzahl hatte denselben, ganz gleichen, weißen Blick; einige dasselbe ganz gleiche Blinzeln, und einer bedeckte mit der Hand das Gesicht, als wollte er es vor einem grellen Lichtschein schützen; und der Gehilfe des Polizeikommissars sah mit schmerzlichem Ausdruck auf diesen einen Toten, der die Ordnung störte. Der Gouverneur wußte es ganz bestimmt, daß diese hellen Gesichter heut in der Menge gewesen waren, in den ihm zunächst stehenden Reihen; und auf viele von ihnen hatte er ganz bestimmt geschaut, als er mit ihnen sprach – jetzt aber vermochte er niemand zu erkennen. Jenes Neue, Gemeinsame, das ihnen der Tod verliehen hatte, gab ihnen einen ganz besonderen Ausdruck. Sie lagen tot und unbeweglich da, an den Boden geschmiegt, wie Gipsfiguren, von denen die eine Seite flach abgeschnitten ist, damit sie fester stehen, doch an diese Unbeweglichkeit glaubte man nicht, da sie nur vorgespiegelt schien. Sie schwiegen, und auch an dieses Schweigen glaubte man so wenig wie an die Unbeweglichkeit; und es lag etwas so erwartungsvoll Gespanntes in ihnen, daß es sogar peinlich war, in ihrer Gegenwart zu reden. Wenn plötzlich, mit einem Schlage, eine Stadt versteinert würde, samt allen Menschen, die darin gehen und fahren, wenn die Sonne stehen bleiben, das Rauschen des Laubes aufhören und alles erstarren würde – dann hätte diese Stadt wahrscheinlich den gleichen seltsamen Ausdruck unvollendeten Strebens, gespannter Erwartung und rätselhafter Bereitschaft zu irgendetwas.

»Ich erlaube mir zu fragen, ob Exzellenz Särge bestellen lassen, oder ob alle in ein Massengrab kommen sollen,« fragte der Gehilfe des Polizeikommissars naiv, mit lauter Stimme; die Wichtigkeit des Ereignisses, der Aufruhr, schienen ihm eine gewisse ehrerbietige Vertraulichkeit zuzulassen. Und er war überdies noch recht jung.

»Was für ein Massengrab?« fragte der Gouverneur obenhin.

»Man gräbt da so eine große Grube, Exzellenz...«

Der Gouverneur wandte sich schroff ab und ging nach dem Ausgang zu; als er in seinen Wagen einstieg, hörte er noch das laute Knarren der verrosteten Angeln – man sperrte die Toten ein.

Am nächsten Morgen besuchte er die Verwundeten im städtischen Krankenhause, immer noch von derselben qualvollen Neugier und dem Wunsche beseelt, das, was bereits vollbracht und geschehen war, zu verhindern, es aufzuhalten, es ungeschehen zu machen. Die Toten hatten ihn wenigstens angeschaut, von diesen hier aber ward er nicht eines Blickes gewürdigt; und in dem Trotz, mit dem sie ihre Augen von ihm abwandten, fühlte er die Unabänderlichkeit des Geschehenen. Es war zu Ende – etwas Ungeheures war vollendet, und es hatte keinen Sinn und Zweck, die Arme danach auszustrecken.

Und von eben diesem Augenblick an war es, als ob für ihn die Zeit stehen geblieben und jenes Etwas eingetreten wäre, das er nicht zu nennen, noch zu erklären wußte. Es war nicht Reue – denn er fühlte sich im Recht; es war auch nicht Mitleid, jenes weiche und sanfte Gefühl, das die Tränen hervorlockt, und das Herz mit einer weichen, warmen Hülle umgibt. Er konnte an diese Toten, selbst an die Kinder, ganz ruhig denken, wie an Figuren von Papiermaché; sie kamen ihm wie zerbrochene Puppen vor, und er vermochte ihren Schmerz und ihre Leiden nicht nachzufühlen. Aber er vermochte seine Gedanken nicht von ihnen loszureißen, er sah sie beständig ganz deutlich vor sich, diese Figürchen von Papiermaché, diese zerbrochenen Puppen – und darin lag ein furchtbares Rätsel, etwas wie Zauberei, von der die Kinderfrauen erzählen. Für alle Menschen waren seit jenem Ereignis vier – fünf – sieben Tage verflossen, ihm aber kam es vor, als sei noch nicht eine einzige Stunde verflossen, und er weilte immer noch dort, bei jenen Salven, bei dem Schwenken des weißen Taschentuchs, bei der Empfindung, daß da irgendwas geschehe, irgendwas geschehen sei, das nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte.

Und er war überzeugt, daß er sich weit schneller beruhigen und vergessen würde, woran zu denken, worüber nachzugrübeln gar keinen Sinn hatte, wenn seine Umgebung ihm weniger Aufmerksamkeit schenkte. Aber aus ihrem Benehmen, aus ihren Blicken und Gesten, ihren ehrerbietig teilnahmsvollen, wie an einen unheilbaren Kranken gerichteten Reden klingt feste Überzeugung heraus, daß er an das Geschehene denkt, mit Notwendigkeit daran denken muß. Der Polizeimeister meldet ihm am nächsten Tage in beruhigendem Tone, daß noch zwei – drei weitere Verwundete genesen und aus dem Krankenhause entlassen worden seien; Maria Petrowna, seine Gattin, untersucht jeden Morgen mit den Lippen seinen Kopf, ob er nicht heiß ist – als wenn er ein Kind wäre, und die Getöteten – unreifes Obst, von dem er zu viel gegessen. Was für Narrenspossen! Und acht Tage nach dem Ereignis stattete der hochwürdige Bischof Misaël selbst ihm einen Besuch ab, und nach den ersten Sätzen schon war es klar, daß auch er sich ganz dieselben Sorgen machte wie all die andern, und daß er gekommen war, um sein christliches Gewissen zu beschwichtigen. Die Arbeiter nannte er Übeltäter, ihn aber einen Friedensstifter, und nicht eine einzige abgeleierte, verbrauchte Bibelstelle zitierte er dabei, da er wohl wußte, daß der Gouverneur kein besonderer Freund priesterlicher Schönrednerei war. Widerwärtig und kläglich zugleich schien ihm dieser Greis, der angesichts seines Gottes ganz zwecklos log.

Während der Unterhaltung pflegte der Bischof seinem Partner das Ohr zuzuwenden; und ganz rot vor Zorn – er fühlte es selbst, wie die Hitze ihm in die Augen stieg – spitzte der Gouverneur seine Lippen trompetenartig zu und schmetterte laut in das ihm zugekehrte blutlose, weiche, mit feinem grauen Flaum bedeckte Ohr hinein:

»Übeltäter sind sie ja. Aber ich würde jedenfalls, wenn ich an Ew. Eminenz Stelle wäre, eine Seelenmesse für die Verstorbenen lesen.«

Der Bischof wandte das Ohr ab, fuhr mit seinen dürren, gänsefußartigen Händen über seinen Leib und antwortete, den Kopf neigend, mit sanfter Stimme:

»Jedes Amt hat seine Dornen. Ich, an Ew. Exzellenz Stelle, hätte überhaupt nicht schießen lassen, um nicht hinterher der Geistlichkeit mit Seelenmessen beschwerlich zu fallen, aber was ist da schon zu machen: Übeltäter!«

Dann erteilte er ihm wohlwollend seinen Segen, schwebte mit den seidenen Gewändern rauschend dem Ausgang zu und machte dabei den Eindruck, als verneigte er sich vor jedem Gegenstand, an dem er vorüberging, und als ob er jedem Gegenstande seinen Segen erteilte. Im Vorzimmer machte er sich lange und in liebevoller Weise mit seinen tiefen, kahnartigen Galoschen und mit dem Ankleiden zu schaffen, wobei er das Ohr bald nach rechts bald nach links wandte; dem Gouverneur aber, der ihm mit Widerwillen, aus unumgänglicher Höflichkeit, beim Ankleiden half, wiederholte er mit gewinnender Freundlichkeit:

»Bitte sich nicht zu bemühen, Exzellenz, bitte sich nicht zu bemühen!«

Und auch diese Worte klangen wieder so, als sei der Gouverneur ein unheilbar kranker Mensch, dem jede Anstrengung schaden konnte.

An demselben Tage kam der Sohn des Gouverneurs, der in Petersburg als Offizier stand, über den Sonntag auf Urlaub, und obschon er selbst seinem ungewöhnlichen Besuche keine Bedeutung weiter beilegte und in scherzhafter, heiterer Stimmung war, so war doch herauszufühlen, daß ihn dieselbe unbegreifliche Sorge um den Gouverneur hergeführt hatte. Über das Ereignis äußerte er sich nur ganz obenhin, er teilte mit, daß man in Petersburg von Peter Iljitschs Mut und Energie entzückt sei, doch riet er sehr nachdrücklich dazu, daß man eine Kompagnie Kosaken verlangen und überhaupt Vorsichtsmaßregeln treffen solle.

»Was für Vorsichtsmaßregeln?« fragte der Gouverneur verwundert, mit düsterer Miene, doch bekam er keine rechte Auskunft.

Um so seltsamer waren alle diese Besorgnisse, als in der Stadt von jenem Tage an völlige Ruhe herrschte. Die Arbeiter hatten damals die Arbeit aufgenommen; auch die Bestattung war ruhig vor sich gegangen, obschon der Polizeimeister gewisse Befürchtungen gehegt und die gesamte Polizei in Bereitschaft gehalten hatte; gar nichts deutete darauf hin, daß auch in Zukunft irgend etwas Ähnliches wie der Vorfall vom 17. August sich ereignen könnte. Endlich erhielt er aus Petersburg auf seinen wahrheitsgetreuen Bericht über das Vorgefallene eine hohe und schmeichelhafte Anerkennung – man hätte meinen sollen, daß damit alles erledigt und ins Meer der Vergangenheit gesunken war.

Es will aber durchaus nicht in dieses Meer der Vergangenheit sinken. Als hätte es sich der Macht der Zeit und des Todes entzogen, steht es starr und unbeweglich in seinem Hirn – ein unbeerdigter Leichnam verflossener Ereignisse. Beharrlich trägt er ihn Abend für Abend zu Grabe; die Nacht vergeht, der Morgen bricht herein – und immer wieder stellt sich, als Anfang und Ende aller Dinge, zwischen ihn und die Welt das unbeweglich starre, steinerne Bild: das Schwenken des weißen Taschentuches, die Gewehrsalven, das Blut.

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