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Der Gaukler der Ebene und andere afrikanische Märchen und Legenden

Carl Einstein: Der Gaukler der Ebene und andere afrikanische Märchen und Legenden - Kapitel 13
Quellenangabe
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typelegend
authorCarl Einstein
titleDer Gaukler der Ebene und andere afrikanische Märchen und Legenden
publisherFischer Taschenbuch Verlag GmbH
year1983
isbn3596228433
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20130308
projectida941da4d
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Westliches Uruwa

Kabezy-Mpungu sandte einen Mann und zwei Frauen zur Erde. Diese ersten Bewohner der Erde lebten glücklich, bis die eine Frau zu altern begann. Solches hatte der große Geist vorausgesehen und ihr die Gabe sich zu verjüngen geschenkt; und Kraft, daß ihr gelinge, die Gabe zu bewahren, sich und allen Menschen. Da sie sich verschrumpft sieht, nimmt sie die Getreideschwinge der Gefährtin, die eben Mais, zum Met bestimmt, schwingen wollte, und verschließt sich in die Hütte. Sorgfältig schließt sie die Tür. Dann reißt sie die ganze alte Haut ab, wovon sie sich mühelos befreit, und legt die Stücke auf die Schwinge. Gleich erschien eine Haut, frisch wie die eines kleinen Kindes. Dies Geschehen neigte dem Ende entgegen; nichts blieb mehr übrig zu bedecken als Kopf und Hals. Da näherte sich die Gefährtin der Hütte, die Schwinge zu nehmen. Der Alten blieb nicht Zeit, sie zu hindern; schon hatte sie die Tür aufgestoßen. Aber ach, im gleichen Augenblick stürzt die Frau, fast schon verjüngt, tot zur Erde. Darum müssen wir alle sterben.

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