Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Joachim Wilhelm von Brawe: Der Freigeist - Kapitel 15
Quellenangabe
typetragedy
booktitleDer Freigeist
authorJoachim Wilhelm von Brawe
year2001
titleDer Freigeist
senderffischer@texttech.de
firstpub1757
Schließen

Navigation:

Dritter Aufzug.

Erster Auftritt.

Henley.

Henley. Endlich habe ich ihn beruhigt – zum zweitenmale habe ich über den Granville triumphiert; doch ein schwer erstrittner Triumph! Ich sehe es, dieser geschäftige Freund wird mir noch das Opfer meiner Rache entführen. Clerdon wankt. Stolz und Gewissen kämpfen in ihm. Der Feige! er hat nicht das Herz, ganz ein Bösewicht zu sein. Doch, er soll es werden – und der gestrafteste dazu. Dieser Brief (er zieht einen Brief hervor) soll sein Verderben vollenden – aber wird er ihm auch glauben? wird ihn die erkünstelte Hand seines Freundes auch hintergehen? Er kennt den Granville, den großmütigen, den zärtlichen Granville. Wird er ihn auch zu einer solchen Tat für fähig halten? – hinweg, Zweifel! Clerdon ist stolz, hitzig, eifersüchtig. Ich herrsche über sein Herz; es muß mir gelingen – und gesetzt, es mißlingt – dann werf' ich die Maske hinweg, dann zeige ich mich ihm als seinen Todfeind, und in dem Augenblicke stoße ich ihm den Dolch ins Herz. Von seinem Blute noch rauchend, eile ich zu seinem Freunde, und auch diesen – mich dünkt, es nähert sich jemand. Meine Hitze könnte mich verraten.

 << Kapitel 14  Kapitel 16 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.