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Alexandre Dumas (der Ältere): Der Frauenkrieg - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
authorAlexander Dumas
titleDer Frauenkrieg
publisherStuttgart Franckh'sche Verlagshandlung
year1921
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectid7b262676
created20061227
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Siebentes Kapitel.

Am andern Morgen war Canolles noch lustiger als am Tage vorher; auch der Vicomte von Cambes gab sich einer offenen Heiterkeit hin, und selbst Pompée wurde mutwillig, während er Castorin seine Feldzüge erzählte. Der ganze Morgen verging so auf das angenehmste.

Beim Frühstück entschuldigte sich Canolles, daß er den Vicomte verlassen müsse, er habe einen langen Brief an einen in der Gegend wohnenden Freund zu schreiben, und werde auch einen Besuch bei einem seiner Freunde machen müssen, dessen Haus unmittelbar an der Landstraße etwa drei bis vier Meilen von Poitiers liegen. Canolles erkundigte sich nach seinem Freunde bei dem Wirt, und dieser erwiderte, er werde dessen Haus, das an zwei Türmchen zu erkennen sei, etwas vor dem Dorfe Jaulnay finden. Da Castorin fortgeschickt wurde, um den Brief an seine Adresse zu überbringen, so wurde der Vicomte gebeten, zum voraus den Ort zu bezeichnen, wo man Nachtlager halten würde. Der Vicomte blickte auf eine kleine Karte, die Pompée bei sich führte, und schlug das Dorf Jaulnay vor. Canolles machte keine Einwendung und trieb die Falschheit sogar so weit, daß er ganz laut zu Pompée sagte: »Wenn man Euch wieder als Quartiermeister vorausschickt, wie gestern, so bestellt für mich womöglich ein Zimmer in der Nähe Eures Herrn, damit wir ein wenig miteinander plaudern können.«

Der mürrische Reitknecht wechselte einen Blick mit dem Vicomte und lächelte, fest entschlossen, nicht zu tun, was Canolles ihm sagte. Castorin, der schon vorher seine Instruktionen erhalten hatte, holte den Brief, und Canolles erteilte ihm Befehl, sich zum Nachtlager in Jaulnay einzufinden.

In Beziehung auf das Gasthaus war kein Irrtum möglich, denn Jaulnay besaß nur das eine zum Grand-Charles-Martel.

Man begab sich auf den Marsch. Fünfhundert Schritte von Poitiers, wo man diniert hatte, schlug Castorin einen Seitenweg rechts ein; man ritt noch zwei Stunden; da erkannte Canolles, nach den Merkmalen, die er sich hatte nennen lassen, das Haus seines Freundes, zeigte es dem Vicomte, nahm Abschied von diesem, wiederholte Pompée den Auftrag, ihm das geeignete Zimmer zu besorgen, und schlug einen Seitenweg links ein.

Man kam bei Nacht in das Dorf; der Regen stürzte in Strömen herab. Zum Glück war ein Zimmer geheizt. Dem Vicomte lag nur daran, eiligst die Kleider zu wechseln; er nahm daher dieses Zimmer und beauftragte Pompée, für Canolles' Zimmer zu sorgen.

»Es ist bereits geschehen,« sagte der selbstsüchtige Pompée, den sehnsüchtig nach seinem Bett verlangte; »die Wirtin hat versprochen, dafür besorgt zu sein.«

»Gut. Mein Necessaire?« – »Hier.«

»Meine Flacons?« – »Hier sind sie.«

»Ich danke. Wo schläfst du, Pompée?« – »Am Ende des Hausflurs.«

»Und wenn ich etwas brauche?« – »Hier ist eine Glocke; die Wirtin wird kommen.«

»Wohl. Diese Tür schließt gut, nicht wahr?« – »Der Herr Vicomte kann selbst sehen.«

»Es sind keine Riegel daran?« – »Nein, aber ein Schloß.«

»Gut. Ich werde mich von innen einschließen. Es ist kein anderer Ausgang vorhanden?« – »Nicht, daß ich wüßte.«

Pompée nahm das Licht und ging im Zimmer umher.

»Sieh nach, ob die Läden fest sind.« – »Die Haken sind eingelegt.«

»Geh, Pompée.«

Pompée entfernte sich, und der Vicomte drehte den Schlüssel um.

Eine Stunde nachher verließ Castorin, der zuerst in dem Gasthause angelangt war und neben Pompée wohnte, ohne daß dieser es vermutete, sein Zimmer auf den Fußspitzen und öffnete Canolles die Tür.

Canolles schlüpfte mit pochendem Herzen in das Haus, befahl Castorin, die Tür wieder zu verschließen, ließ sich das Zimmer des Vicomte bezeichnen und stieg hinauf.

Der Vicomte war im Begriff, sich zu Bette zu legen, als er Tritte im Hausflur hörte. Wie man weiß, war er aber äußerst furchtsam, und die Tritte ließen ihn erbeben. Sie hielten vor seiner Tür, und gleich darauf klopfte es an.

»Wer ist da?« fragte eine so zitternde Stimme, daß Canolles den Klang kaum erkannt hätte.

»Ich!« antwortete Canolles.

»Wie, Ihr?« versetzte die Stimme, von einem Schrecken zum andern übergehend.

»Ja, denkt Euch doch, Vicomte, es ist kein Platz mehr in unserem Gasthause, es ist kein einziges Zimmer mehr frei. Euer Dummkopf von Pompée hat nicht an mich gedacht. Es gibt kein anderes Wirtshaus im Dorfe und da in Eurem Zimmer zwei Betten stehen ...«

Der Vicomte warf voll Schrecken einen Blick auf die Zwillingsbetten, die nur durch einen Tisch getrennt nebeneinander im Alkoven standen.

»Nun, Ihr begreift wohl,« fuhr Canolles fort, »ich bitte um das eine; öffnet mir rasch, ich flehe Euch an, denn ich erfriere.«

Man hörte jetzt ein Durcheinanderwerfen, ein Zerknittern von Kleidern und hastige Schritte.

»Ja, ja, Baron,« sagte der Vicomte mit einer Stimme, die immer größere Bestürzung verriet: »ja, ich komme, ich eile.«

»Ich warte, aber ich bitte, öffnet schleunigst, wenn Ihr mich nicht in Eis verwandelt finden wollt.«

»Verzeiht, aber ich schlief.«

»Mir kam es vor, als hättet Ihr Licht.«

»Ihr täuschtet Euch.«

Und das Licht wurde sogleich ausgelöscht; Canolles beklagte sich nicht darüber.

»Hier bin ich ... Ich finde die Tür nicht,« fuhr der Vicomte fort.

»Ah! das glaube ich wohl,« erwiderte Canolles. »Ich höre Eure Stimme am andern Ende des Zimmers ... hierher ...«

»Ich suche die Glocke, um Pompée herbeizurufen.«

»Pompée ist am entgegengesetzten Ende des Hausflurs und wird Euch nicht hören. Ich wollte ihn wecken, um zu fragen, wie die Sache stehe; aber unmöglich, er schläft wie ein Dachs.«

»Dann werde ich die Wirtin rufen.«

»Bah! die Wirtin hat ihr Bett einem Reisenden abgetreten und ist auf den Speicher schlafen gegangen. Niemand würde kommen, mein lieber Freund. Warum wollt Ihr übrigens Leute rufen? Ich brauche niemand.«

»Aber ich.«

»Ihr, Ihr öffnet mir Eure Tür, und ich danke Euch dafür. Ich suche mein Bett, lege mich nieder, und damit ist es gut. Öffnet also, ich bitte.«

»Es müssen sich doch andere Zimmer finden, und wären sie auch ohne Betten,« sagte der Vicomte ganz in Verzweiflung. »Wir wollen rufen, suchen ...«

»Aber, lieber Vicomte, es hat halb elf Uhr geschlagen. Ihr werdet das ganze Wirtshaus aufwecken; man wird glauben, es brenne im Hause. Das gibt eine Geschichte, daß man die ganze Nacht nicht mehr schlafen kann, und das wäre schade, denn ich sterbe vor Müdigkeit.«

Diese Worte schienen den Vicomte etwas zu beruhigen. Kleine Tritte näherten sich der Tür und diese wurde geöffnet.

Canolles trat ein und schloß die Tür wieder hinter sich. Der Vicomte hatte sich, nachdem er geöffnet, eiligst wieder entfernt.

Der Baron befand sich nun in einem fast dunkeln Zimmer, denn die letzten Kohlen des Kamins erloschen eben und gaben nur einen unzureichenden Schein. Die Atmosphäre war lau und von allen Wohlgerüchen geschwängert, welche die verfeinertste, ausgesuchteste Sorgfalt der Toilette andeuten.

»Ah! ich danke, Vicomte,« sagte Canolles, »denn hier ist's in der Tat besser, als im Hausflur.«

»Ihr habt Lust zu schlafen, Baron?«

»Ja, gewiß. Zeigt mir mein Bett, da Ihr das Zimmer kennt, oder laßt mich die Kerze wieder anzünden.«

»Nein, nein, das ist unnötig,« erwiderte lebhaft der Vicomte, »Euer Bett ist links.«

Da die Linke des Vicomte die Rechte des Barons war, so ging der Baron rechts, traf ein Fenster, in der Nähe des Fensters einen Tisch, und auf dem Tisch ein Glöckchen, das der Vicomte in seiner Bestürzung vergeblich gesucht hatte. Er steckte das Glöckchen für jeden Fall in die Tasche.

»Aber, was macht Ihr denn?« rief er. »Ich glaube, wir spielen blinde Kuh, Vicomte. Ihr solltet wenigstens Aufgepaßt! rufen. Was zum Teufel, stöbert Ihr denn im Schatten umher?«

»Ich suche das Glöckchen, um Pompée zu rufen.«

»Was wollt Ihr denn mit Pompée?« – »Ich will ... ich will, er soll sich ein Bett neben dem meinigen machen.«

»Für wen?« – »Für sich.«

»Für sich ... was sagt Ihr da, Vicomte? Lakaien in unserem Zimmer! Still! Ihr habt Gewohnheiten wie furchtsame junge Mädchen. Pfui! wir sind so große Burschen, daß wir uns selbst verteidigen können. Nein, gebt mir nur die Hand und geleitet mich nach meinem Bette, das ich nicht finden kann ... oder ... zünden wir die Kerze wieder an.«

»Nein, nein, nein!« rief der Vicomte.

»Da Ihr mir die Hand nicht reichen wollt,« versetzte Canolles, »so solltet Ihr mir wenigstens einen Faden geben, denn ich bin in einem wahren Labyrinth.«

Und er rückte mit ausgestreckten Armen in der Richtung vor, wo er die Stimme gehört hatte; aber er sah es wie einen Schatten an sich hinschlüpfen und spürte einen Wohlgeruch, der an ihm vorüberzog; er schloß die Arme, hatte aber nur die Luft umarmt.

»Dort! dort! rief der Vicomte am andern Ende des Zimmers. »Ihr seid zunächst Eurem Bette, Baron.«

»Welches von beiden gehört mir?« – »Gleichviel, ich lege mich nicht schlafen.«

»Wie, Ihr legt Euch nicht schlafen?« rief der Baron, sich bei diesen unklugen Worten umwendend; »was werdet Ihr denn tun?« – »Ich bringe die Nacht auf einem Stuhle zu.«

»Eine solche Kinderei werde ich nicht dulden; kommt, Vicomte, kommt.«

»Und von einem letzten Lichtstrahle, der vom Kaminherde ausging und dann erstarb, geleitet, erblickte Canolles den Vicomte in einer Ecke zwischen dem Fenster und der Kommode hingekauert und ganz in einen Mantel gewickelt.

Dieser Strahl war nur ein Blitz; aber er genügte, um den Baron zu leiten und dem Vicomte begreiflich zu machen, daß er verloren sei. Canolles ging mit ausgestreckten Armen gerade auf ihn zu, und obgleich das Zimmer wieder völlig in Finsternis gehüllt war, begriff doch der arme junge Mann, daß er diesmal seinem Verfolger nicht entgehen würde.

»Baron! Baron!« stammelte der Vicomte, »geht nicht weiter, ich flehe Euch an; Baron, verlaßt Euern Platz nicht, keinen Schritt mehr, wenn Ihr ein Edelmann seid.«

Canolles blieb stillstehen; Der Vicomte war so nahe bei ihm, daß er sein Herz schlagen hörte, daß er den warmen Duft seines Hauches fühlte; zu gleicher Zeit schien ihn ein köstlicher, berauschender Wohlgeruch der Jugend und Schönheit völlig zu umfangen und ihn ganz unfähig zu machen, dem Wunsch des Vicomte zu willfahren, selbst wenn er Lust dazu gehabt hätte.

Er blieb jedoch einen Augenblick, wo er war, seine Hände gegen diese Hände ausstreckend, die ihn zum voraus zurückstießen, und fühlend, daß er nur noch eine Bewegung zu machen hatte, um den reizenden Körper zu berühren, dessen Geschmeidigkeit er seit zwei Tagen so oft bewundert hatte.

»Gnade! Gnade!« flüsterte der Vicomte mit einer Stimme, worin sich ein Anfang von Wollust mit dem Schrecken vermischte. »Gnade!« Die Stimme erlosch auf den Lippen, und Canolles fühlte, wie der reizende Körper an dem Täfelwerk hinglitt und auf die Knie fiel.

Seine Brust erweiterte sich; in der Stimme, die ihn anflehte, lag ein Ausdruck, der ihm zum Beweise diente, daß sein Gegner bereits halb besiegt war.

Er machte noch einen Schritt, streckte die Hände aus und begegnete den gefalteten, bittenden Händen des jungen Mannes, der diesmal nicht mehr die Lust hatte, einen Schrei auszustoßen, und nur einen halb schmerzlichen Seufzer von sich gab.

Plötzlich vernahm man den Galopp eines Pferdes unter dem Fenster; hastige Schläge erschollen an der Tür des Wirtshauses; auf diese Schläge folgte ein gewaltiges Getöse. Man rief und pochte abwechselnd.

»Herr Baron von Canolles!« rief eine Stimme.

»Oh! Dank, mein Gott! ich bin gerettet,« murmelte der Vicomte.

»Die Pest über dieses Vieh,« sagte Canolles, »konnte es nicht morgen früh kommen?«

»Herr Baron von Canolles!« rief die Stimme, »Herr Baron von Canolles, ich muß Euch sogleich sprechen.«

»Was gibt es denn?« fragte der Baron und machte einen Schritt vorwärts.

»Gnädiger Herr, gnädiger Herr!« sagte Castorin vor der Tür, »man fragt nach Euch, man sucht Euch.«

»Wer denn, Dummkopf?« – »Ein Eilbote.«

»Von wem?« – »Von dem Herzog von Epernon.«

»Was will er von mir?« – »Dienst des Königs.«

Bei diesem magischen Worte, dem man gehorchen mußte, öffnete Canolles unter beständigem Fluchen die Tür und ging die Treppe hinab.

Der Eilbote war eingetreten und wartete in der Wirtsstube; Canolles suchte ihn auf und las erbleichend Nanons Brief, denn der Eilbote war Courtauvaux, der ungefähr zehn Stunden nach Canolles abgereist war und diesen, trotz aller Eile, erst auf der zweiten Etappe hatte einholen können.

Einige Fragen, die Canolles an Courtauvaux richtete, ließen dem Baron keinen Zweifel darüber, wie notwendig seine schleunige Abreise war. Er las den Brief zum zweiten Male und der Ausdruck: Eure teure Schwester Nanon, machte ihm begreiflich, was vorgefallen war, daß sich nämlich Fräulein von Lartigues dadurch aus der Verlegenheit gezogen hatte, daß sie ihn für ihren Bruder ausgab.

Canolles hatte wiederholt in nicht sehr schmeichelhaften Ausdrücken Nanon selbst von diesem Bruder sprechen gehört, dessen Stelle er nun eingenommen. Dies vermehrte noch den Widerwillen, womit er dem Befehle des Herzogs Folge leistete.

»Es ist gut,« sagte er zu Courtauvaux, ohne ihm einen Kredit in dem Wirtshause zu eröffnen oder ihm seine Börse in die Hände zu leeren, was er bei jeder andern Veranlassung sicher getan haben würde; »es ist gut; sagt Eurem Herrn, Ihr habet mich getroffen, und ich habe auf der Stelle gehorcht.«

»Und Fräulein von Lartigues soll ich nichts sagen?«

»Sagt ihr, ihr Bruder wisse das Gefühl zu schätzen, das sie bei ihrer Handlungsweise bestimmt habe, und sei ihr dafür verbunden. Castorin, sattle die Pferde!«

Und ohne etwas anderes zu dem Boten zu sprechen, der über diese unfreundliche Aufnahme ganz verblüfft war, ging Canolles zu dem Vicomte hinauf, den er bleich, zitternd und wieder angekleidet fand. Auf dem Kamin brannten zwei Kerzen. Canolles warf einen Blick innigen Bedauerns auf den Alkoven und besonders auf die Zwillingsbetten, an deren einem ein leichter Eindruck sichtbar war. Der Vicomte folgte diesem Blick mit einem Gefühle der Schamhaftigkeit, das ihm die Röte ins Gesicht steigen ließ.

»Freut Euch, Vicomte,« sagte Canolles, »Ihr seid nun für den Rest der Reise von mir befreit. Ich gehe im Dienste des Königs mit der Post.«

»Wann geht Ihr?« fragte der Vicomte mit einer noch nicht ganz beruhigten Stimme.

»Auf der Stelle; ich reise nach Nantes, wo der Hof sich aufhält, wie es scheint.«

»Gott befohlen, mein Herr,« vermochte der junge Mann kaum zu antworten, und er sank auf einen Stuhl zurück, ohne daß er seine Augen nach seinem Gefährten aufzuschlagen wagte.

Canolles machte einen Schritt auf ihn zu.

»Ich werde Euch ohne Zweifel nicht mehr sehen,« sagte er mit tief bewegter Stimme.

»Wer weiß?« versetzte der Vicomte und suchte zu lächeln.

»Versprecht eines einem Manne, der ewig Euer Andenken bewahren wird,« sagte Canolles und legte seine Hand mit einem Einklange der Stimme und der Gebärde, der keinen Zweifel an seiner Aufrichtigkeit mehr übrig ließ, auf das Herz.

»Was verlangt Ihr?« – »Daß Ihr zuweilen an mich denken werdet.«

»Ich verspreche es Euch.«

»Ohne Groll ...«

»Ja ...«

»Eine Bekräftigung dieses Versprechens,« sagte Canolles.

Der Vicomte reichte ihm die Hand.

Canolles nahm die zitternde Hand ohne eine andere Absicht, als sie in der seinigen zu drücken, aber mit einer Bewegung, die stärker war als sein Wille, preßte er sie an seine glühenden Lippen und stürzte aus dem Zimmer, während er die Worte murmelte: »Ah! Nanon, Nanon, kannst du mich je für den Verlust entschädigen, den du mir verursacht hast?«

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