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Gutenberg > Willibald Alexis >

Der falsche Woldemar

Willibald Alexis: Der falsche Woldemar - Kapitel 41
Quellenangabe
typefiction
booktitleDer falsche Woldemar
authorWillibald Alexis
yearca. 1870
publisherVerlag von Otto Janke
addressBerlin
titleDer falsche Woldemar
created20021220
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1842
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Viertes Kapitel.

Die Nacht im Schloß.

Es war Nacht. Die tausend Kerzen im Schlosse Wörbelin leuchteten nur noch matt, die Feuer auf den Heerden prasselten nicht mehr, und in den Kaminen verglimmten die Kohlen. Die Geiger strichen und die Pfeifer bliesen als müde Leute. Schlaf und Trunk machte ihre müden Arme schwer. Keiner hörte auf sie; die Lust war aus, der Tanz verhallte. Die Uebermüden gähnten und nickten auf den Bänken. Lauter als die Musica war der Sturm, der in die Schlotte blies.

Auf ihrem Ruhebette saß, den Kopf auf das Kissen gelehnt, die Gräfin Mathilde. Schwere, prächtige Kleider, golddurchwirkte Seide und Sammet, wallten um ihren Leib, goldene Spangen und Ketten hingen um Nacken und Arme; aber nicht wie die Kammerfrauen sie zum Feste geordnet, der Schmuck war verschoben, herunter gefallen, die feinen Spitzen waren geknickt. Sie hatte ihr Tageswerk gethan. Die Gräfin saß für Niemand hier geschmückt in dem einsamen, halb dunkeln Gemach, als für die Gedanken, die in der stolzen Brust arbeiteten.

Der Dechant Bruno war durch die offene Thür leis eingetreten: »Schläft oder träumt Gräfin Mathilde?«

»Ich glaube, ich träume.«

»Von der Seligkeit Eurer Tochter?« lispelte der Prälat. »Sie haben einen rauhen Weg. Hier ist's still und warm.«

Sie stieß ihn fort, da er ihre Hand fassen wollte und richtete sich auf: »Was willst Du?«

Das war kein Blick, der zum süßen Kosen einlud; in den überwachten Augen brannte ein unstätes Feuer; sie leuchteten dem Geistlichen unheimlich in der Dämmerung. – »Was willst Du?« wiederholte sie. »Laß auch Du mich allein, wie mich Alles verläßt.«

»Euer Wille geschehe,« entgegnete der Geistliche in anderm Tone. »Fast möchte auch ich sorgen, daß uns zu Viele verlassen. Denn die zurückbleiben, sind des Weines voll und schlaftrunken.«

»Meinst Du, uns könnte noch Jemand überfallen wollen! Hat hier noch etwas Werth!«

Er ging nicht auf ihren bittern Ton ein. Er gedachte der einsamen Lage des Schlosses, daß alle mannhaften Gäste und ihre besten Leute mit fort geritten im Gefolge der jungen Gräfin, daß die Uebrigen in den Gängen taumelten, wo nicht am Boden lägen.

»Ich überlasse Dir, – für Dich zu sorgen.«

»Gräfin Mathilde spricht als satt am Leben.«

»Die Hochzeit ist vorüber. Sahst Du denn Gäste, die nicht satt wurden?«

»Aber Ihr wurdet erst heute eine glückliche Mutter!«

»Ward ich das?«

»Der Mann Eurer Wahl führte Euer einziges Kind heim.«

»Hab ich ihn gewählt?«

»Es ist wunderbar, bei Gott, höchst wunderbar. Ja, es gab Gäste, die noch nicht daran glaubten, als wir in die Kapelle zogen, die noch erwarteten, als der Bischof die Ringe wechselte, daß die Mutter der Braut vortreten, sie zurück reißen würde. Ja, Einen weiß ich, der wollte gesehn haben, daß sie beim entscheidenden Worte aufathmete, sich erhob und die Lippen zu einem Einspruch unwillkürlich sich öffneten.«

»Hast Du ein so scharfes Auge, Bruno?«

»Ich wiederhole nur, was die Gäste über die Gründe dieser schnellen Hochzeit murmelten.«

»Und was fand ihre Klugheit heraus?«

»Nichts Kluges, ganz gewiß. Denn eine kluge Frau, die auf nichts Geringeres ihr Auge warf, als auf den Fürstenthron dieses Landes, die dort ihr einziges Kind im Purpurmantel wollte prangen sehen, müßte Gründe haben, für die Klügsten zu geheim, weshalb sie ihre Tochter dem Sohne eines zweifelhaften Mannes schenkte. Das sagte ich ihnen, als sie fragten.«

»Und was mir?«

»Wenn man in einem Mährchen den Sinn gleich zu Anfang ahnet, dann sagen sie, es ist ein schlechtes Mährchen.«

»Leben wir nicht in einer Mährchenwelt? Der Zufall regiert. Das Schlechte, Dumme, Planlose kommt auf, und unser tiefes Sinnen –«

»Führte uns in wüste Irrgänge, aus denen wir selbst keinen Ausgang sehn.«

»Aller Ausgang ist Vernichtung, Bruno. Der ist uns sichrer, fester als der Fels im Meer. Eine Spanne näher, eine Spanne weiter, das ist's allein, warum sich's streitet. Sage, kluger Mann, ist's im Grunde da nicht thörig, um die kurze Frist so viel arbeiten! Ein Kluger überläßt sein Schiff dem Zufall.«

»Aber er schmückt doch die Barke aus, so bunt und lustig er kann, und wenn der Strom gegen einen Riff treibt, stößt er ab, was an ihm ist. Wir fahren gern so anmuthig und so gut wir können.«

»Bis wir müde sind. Ich bin sehr müde, Bruno. Sieh zu im Haus, ob die Wächter auf ihren Posten sind und geh auch Du zur Ruhe.«

Der Geistliche warf den Blick nach der Decke. Man hörte dort über dem Gewölbe die Fußtritte eines Mannes.

»Unser Markgraf wacht noch für uns.«

»Kann der auch nicht schlafen!« rief die Gräfin. »Ihm gelingt ja Alles, was er will.«

»Ueber den Eifer, mit dem er diese Hochzeit betrieb, spricht man Unglaubliches.«

»Ist das so schwer zu glauben, daß Einer für seinen Bastard nach der Erbin der Grafen von Nordheim trachtete?«

»Wenn es nun gar nicht sein Sohn wäre!«

»Unnütze Grübelei.«

»Sei dem, wie es ist. Unterrichtete Männer vermeinen, er habe nicht ohne geheime Absicht so, gegen alle Sitte und Brauch, die Hochzeit beeilt, und grade während der junge Graf von Anhalt sich drüben an der Spree schlug. Er wollte nicht, daß der, der rechter Erbe von Brandenburg sei, in seinem Sinne eine Heirath schließe, die der thörige Greis nicht ebenbürtig nennt. – Seht mich nicht so verwundert an, Gräfin, es ist so. Ich sprach viele gute, ehrenwerthe Herren und Freunde des Hauses Anhalt. Die lobten es höchlich; sie nannten es große Tugend eines Vaters und königlichen Sinn eines Fürsten. Wie's der Graf von Anhalt nennen wird, das weiß ich nicht.«

Mathilde war aufgestanden. Sie hüllte sich in einen Mantel und setzte sich am Kamin.

»Schüre das Feuer an, Bruno, die Januarluft wird kälter.«

»Ueber derlei nachzugrübeln, ist Thorheit, das meine ich mit Euch, edle Gräfin.«

»Dem auch zu schlecht!« – Sie schauderte, wie vom Fieber geschüttelt und hüllte sich fester in den Mantel. – »Was suchst Du in den Kohlen?«

»Ob ich den ersten Funken finde, aus dem das Feuer ward. Glaubt nicht, daß ich an seine Tugend glaube wie die Andern. Er ist ein Mensch wie alle; aber der Funke Eigennutz, aus dem die Flamme ward, die uns blendet, wer findet sie im Brande! Was hat er von der nackten Ehre? Er lebt als ein Einsiedler, ein Laienpriester freute sich nicht an seiner Tafel, er liebt keinen Schmaus, kein Festgepränge, keine Einzüge. Nur Arbeit, nichts als Arbeit.«

»Geh schlafen, Bruno. – Nein, bleibe noch, ich bin krank.«

»Soll ich den Arzt holen?«

»Kennst Du einen, der mich gesund macht! Wir wollen von anderm sprechen. Was Botschaft kam von der Spree?«

»Seit sie ihn drüben schlugen, irrt er mit einer geringen Zahl Getreuer in den Heiden. Man meint, er sei nicht stark genug, um durchzubrechen. Wäre der Kaiser im Lande blieben, das Spiel wäre aus. Doch glauben sie, er werde auch so ihnen nicht entrinnen. Von allen Seiten ist Jagd auf ihn los.«

»Von andrem. Will der Mann oben denn noch immer nicht zur Ruhe? Ich hasse ihn.«

»Haßt ihn nicht, betet für sein Wohl. – Eures ist untrennbar mit seinem verbunden. Vergeßt das nicht, meine Freundin. Ihr habt keine andern Freunde mehr. Der Bund hält nur noch scheinbar äußerlich zusammen. Die nächste Gelegenheit sprengt sie auseinander. Der Pommer, der Mecklenburger grollen. Der Sachse ist ungebärdig, denn in seiner Blindheit sieht er doch ein, daß die Andern nicht für ihn arbeiten. Der Kaiser beobachtet aus der Ferne, und säet aus in der Ferne, wißt Ihr, was?«

»Kümmert's mich!«

»Die Majestät des Kaisers hat nicht umsonst den Schmiedege– verzeiht – Euren Schwiegersohn zum Grafen erhoben, nicht umsonst diesen Ehebund begünstigt, zum Staunen Aller. Das säet Zwietracht und zerreißt was verbunden war. Der Kaiser sah nicht so tugendhaft als unser Mann die Dinge, vielleicht aber schärfer. Ein Ehebund mit der Erbin von Nordheim hätte dem Prinzen von Anhalt doch mehr Anhalt im Lande gegeben, als ihm recht war; möglich auch, daß Eure ungestümen Brüder, die Ruppiner, bei sothanen Dingen sich besonnen, daß der Glanz ihrer Nichte sie geblendet hätte. Da hätte das Haus Anhalt fester gestanden in Brandenburg als des Böhmen Rechenkunst wollte. Dem Kaiser konnte nichts erwünschter kommen als ein Schritt, der meine Gräfin von ihren besten Freunden trennt. Ihr steht allein, täuscht Euch nicht, und Eure ganze stolze Hoffnung rankt sich an den alten Mann.«

Der Sturm wurde heftiger. Er heulte in dem Schlotte; man hörte ihn die Thüren und schlecht verschlossenen Fenster werfen, Ziegel fielen von den Dächern und prasselten im Hofe.

»Weh dem Wanderer, den das Unwetter einsam auf dem Wege überfällt,« sagte der Geistliche. »Unser Brautpaar, hoffe ich, ist schon in sicherer Klause. Die Hochzeitsfackeln möchten zu früh verlöschen.«

Ein noch heftigerer Stoß rüttelte an den Mauern, Ketten rasselten, und ein furchtbarer Schlag dröhnte durch die Luft!

Beide sahen sich blaß an.

»Das war die Zugbrücke, sie fiel nieder,« sprach der Dechant.

Er wollte hinaus, Leute rufen, denn die Wärter am Thor lagen sinnlos in ihrer Kammer.

»Bleib!« rief die Gräfin. »So ist's mir recht. Mag herein, wer will. Die bösen Geister, die draußen toben, die Unholde der Nacht, was Schlimmeres können sie einer Mutter bringen, deren einzig Kind der Bettelmann mit dem gestohlenen Purpur gut genug hält für seinen Bastard, zu schlecht für einen Fürsten. Sagte er das, Bruno? Hat er's ausgesprochen? Ich will ihn fragen. In's Gesicht ihm sagen, daß er nichts ist, als was ich aus ihm machte. Will's ihm sagen, daß eine gekränkte Frau –«

»Alle gute Geister! es ist eine schreckliche Nacht. Betet vor Anfechtungen. Ihr dürft nicht an ihm zweifeln, niemals – Ihr seid an diesen todten Mann gekettet.«

»Bin ich's! Ja, der Todte! Mein Kopf brennt. All ihr heiligen Schutzgeister über uns Menschen, was gäb ich darum, diese Kette zu zerreißen! – Bruno, meine Seele dürstet nach einer Beichte, einer ganz vollen Beichte, die die Brust erleichtert. Ich will beichten, höre mich an.«

Sie sah ihm in's Gesicht und wandte sich rasch wieder ab.

»Die heilige Kirche hat einen so überreichen Schatz von Gnade, daß sie für jeden noch so argen Sünder –«

»Schweig!« unterbrach sie ihn, auf der Sessellehne das Gesicht bergend. »Du bist nicht der Kirche Diener, vor deren Sehwelle ich mich hinwürfe. Das müßten reine Geister sein. leuchtend wie Engel, mit Engelzungen redend – o, du allerbarmende Jungfrau! –«

So schaute freilich der Geistliche nicht aus, da er neben ihrem Stuhle halb zu ihr herabgeneigt stand, noch würden Engel in Menschenleib so, halb spöttisch, den Mund verziehen; noch klänge ihre flüsternde Stimme so scharf; wenn sie zu einer zerknirschten Sünderin sprächen:

»Die heilige Kirche redet immer durch ihrer Diener Mund, auch so der Mund andere Süßigkeiten kostete, als ein Zwiegespräch mit Engeln. Aber die Kirche spricht nur die Sünder los, die nicht mit ihr Versteck spielen wollen. Verlangt Ihr, daß wer in seines Herzens geheimem Schrein noch etwas aufspart, wenn er bekennt, daß auf den die Kirche ihre volle Gnade ausschütte! Verwürfe mich die Gräfin Mathilde heute als einen Beichtiger, so würde ich als ein Arzt versuchen, die Geburt des schweren Geständnisses ihr leichter zu machen. Würde forschen in ihres Herzens Kammern, nicht nach den großen Sünden – wer ist Mensch und ohne großen Fehl! – aber nach den versteckten, kleinen, die wir uns selbst verbergen, und doch uns mehr drücken als Blut und Schuld. Fragen würde ich vielleicht, wozu ich jetzt kein Recht habe: Weshalb verheirathete die stolze Gräfin ihre hochgeborene Tochter mit einem niedriggebornen Manne? Und so sie antwortete: weil sie, des Stolzes satt, in der Demuth den Pfad zur Tugend suchte, ich glaubte es nicht. Denn auf dem Felde, wo der Stolz blühte, schmeckt auch die Demuth noch danach, die man drauf pflanzen will. Desgleichen, wer recht nach dem Heil sich sehnt, schickt nicht Andere auf die Wallfahrt, er geht selbst barfuß pilgern. Und faltete und glättete ich weiter in dem trotzigen Herzen, da fände ich wohl –«

»Was!«

»Ein wunderbares Räthsel. Eine Mutter, die ihr Kind liebt und doch verstößt. Die vor Liebe glüht und aus Haß opfert. Die da meint, sich lenken zu lassen vom Zufall und doch im Stillen, sich selbst ungestanden, froh ist, daß es so sich fügt; eine Mutter, die ihre Tochter einem niedrigen Manne läßt, weil – der Vater der Tochter gegen die Mutter niedrig handelte.«

Mathilde bebte; sie wollte ihn bitten zu schweigen. Nur die gefalteten Hände hielt sie ihm hin.

»Solche geringfügigen Dinge berühren die heilige Kirche nicht,« fuhr der Dechant ruhig fort. »Aber als milde Mutter ist ihr darum zu thun, die gläubigen Kinder zu beruhigen. Darum ist es für die Kinder gut, wenn sie bisweilen ihr Herz ganz ausschütten. Mit ihrem mächtigen, belebenden Hauche tilgt sie die Seufzer der Angst wie die Sünden des Blickes, und sie sind verschwunden, als der Nebel der Wiesen im Morgenwind. Das würde ich als Verordneter der Kirche sprechen. Als Rath dieser Welt würde ich sagen: die Frau hat Recht, die auch das letzte Andenken an den schlechten, verräterischen Mann von sich stößt. Und nun als Freund und Diener meiner hohen Freundin, die mir auftrug, an ihre hohe Verwandte zu schreiben, will ich einen Brief aufsetzen. Da soll sie klar und rein dastehen, daß selbst der Graf von Schwarzburg sprechen muß: Meine Muhme ist eine edle Frau.«

Er war gegangen. Mathilde lag hingestreckt vor ihrem Betpulte, die Hände krampfhaft ringend. Was sie stammelte, was sie gelobte zur heiligen Jungfrau, die Jungfrau hörte nicht. Streng sah sie über die Sünderin weg, das Jesuskindlein emporhebend in ihren Armen. »Giebst Du Dein Kind fort, arge Sünderin, gottvergessene Mutter, was verlangst Du von mir Frieden? Dein Friede ist nicht hier, Dein Friede ist nicht dorten.« – Es ist nicht so, wollte sie rufen! Der arge Mönch verlästert mich; doch hab ich mein Kind geliebt. Das wollte sie rufen, aber aus der heißen Kehle konnten die Laute nicht vor. »Du bist keine Bußfertige, eine Vernichtete bist Du,« sprach die Jungfrau. »Denn Der ist nichts, der nichts mehr hat, was er liebt.« – Ich liebe ja noch, schluchzte sie aus tiefster Brust. Da senkte die Frau das Auge auf sie. Als ein glühender Pfeil bohrte der Blick durch ihren Leib; sie lag hingestreckt; du meintest eine Todte.

Man hörte die Maus am Täfelwerk nagen, so still war's einen Augenblick; ihren Athem hörte man nicht. Die Kohlen waren verloschen, die Kerzen brannten düster. Waren die Unholde der Nacht durch die offene Thür eingedrungen und webten um sie und drückten das arme Weib? Sie stöhnte tief, sie schlug die Augen auf und schloß sie wieder, sie richtete den Kopf in die Höh und schaute sich um, und wieder legte sie ihn auf die vorgestreckten Hände, als folge ihr irrer Sinn einem wesenlosen Gegenstande in die Ferne.

Da war mit einem Male der Sturm, als habe er nur Athem geschöpft, wieder da; es heulte, sauste, wirbelte. Die Wetterfahnen krähten, durch den Schlott hagelten Steine, die Kohlen leuchteten wieder. Draußen wüthete, hing und fing sich der Sturm in den Wäldern; immer allmächtiger sauste er über die Kiefern heran, wie über einem Aehrenfelde sich wiegend, übertobend das Stöhnen der Gebeugten. Die Fenster klirrten, die Thüren rüttelten in dem ganzen Gebäude. Es krachte, rasselte, Ketten, Bäume, Steine, wild durch einander. Ein neuer Flammenschein des aufgefachten Feuers beleuchtete das Zimmer; aber er schien nicht mehr auf das vor'm Betaltar hingestreckte Weib. Die Gräfin war aufgesprungen und stürzte in wilder Hast hinaus.

Das war, als hätten die Heiligen es gefügt.

Denn wäre sie nicht jetzt, nicht grad in dem Augenblick gekommen, schlimm hätte es ausgesehen um das Leben eines alten Mannes. Der kam jach gesprengt über die Brücke in den Hof. Oder er kam nicht, sein wild geworden Roß riß ihn fort. Da am Thor streifte es ihn am Pfeiler, den wunden Mann. Konnte sich nicht mehr halten und wäre vom Sattel wankend mit seinem Kopf jählings auf die Steine der Treppe gestürzt, so ihn nicht die edle Hausfrau auffing.

Er lag in ihrem Arm, sie kniete. Das helle Blut von seiner Kopfwunde netzte ihren Arm, es träufelte auf ihren Schooß. »Jesu Maria! ist er todt!« Sein Herz schlug. »Jesu Maria, wer ist's?« Er schlug die Augen auf. Eine Pechfackel, die am Eisenring des Portalpfeilers hing, flackte, vom Gegenwinde berührt, zum letzten Male auf; der helle Schein fiel auf das blasse Antlitz des wunden Mannes, und vier Augen sahen sich, die hatten sich lange nicht gesehen. »Mathilde!« lispelte er. Sie auch schrie seinen Namen, nur halb kam er von den Lippen; da schauderte und zitterte sie, so heftig, daß der wunde Mann auch zitterte. Sie ein schwach Weib, hielt den starken, als eine Mutter ein Knäblein, das sie in den Armen wiegt. Hätte sie nur losgelassen, er schlug herab und stürzte todt auf die Steine.

Sie hob ihn auf, sie flüsterte, ich weiß nicht was, in sein taubes Ohr, sie küßte den Todtenschweiß ihm von der Stirn, sie hüllte ihren Mantel um seine Schultern. Sie that mehr.

Um eine Viertelstunde war der Zeiger auf der Uhr vorgegangen, da prasselte ein helles Feuer im Kaminheerd, und es sah anders aus in der Halle. Die Kerzen brannten wieder und die hohe Frau schritt auf den Zehen umher, und geschäftig ganz und gar, gab sie stumme Winke ihrem treusten Diener, der Speisen zutrug und Wein und Salben.

»Das Roß in den Stall!« flüsterte sie ihm zu. »Die Zeichen ab, die Wappendecke verbirg. In's Feuer, was verrathen kann, wem das Thier gehört.«

Der Diener neigte sich stumm mit ernstem Gesicht.

Und wieder war das Viertel einer Stunde verstrichen, da hatte sich der wunde Mann aufgerichtet; sie saß zu seinen Füßen, sie athmete seinen Athem, sie verfolgte seinen Augenschlag, sie sog seine Blicke ein.

Aber der Mann, wenn sein Blick dem ihren begegnete, schlug das Auge nieder und das bleiche Gesicht färbte sich roth.

Sie flüsterte ihm Stille zu.

»Es sind nicht die Wunden«, entgegnete er. »Es war nur die Erschöpfung.«

Sie brachte den Becher funkelnden Weines an die Lippen und reichte ihn ihm: »Trinket Kraft!«

Er trank.

Und wieder war er hingesunken, und sie, die Arme kreuzweis auf der Brust, hatte über ihm gewacht, als die Löwin über der Brut ihrer Jungen; das Lüftchen, das ihn wecken, der Flammenschein, der ihn blenden konnte, sie hätte es gescheucht. Der Schlaf hatte ihn erquickt. Nun saß er, als Einer, der aus einem langen Traum erwacht, und sah sich um, daß er sich der Gegenstände besinne. Vieles kam ihm bekannt vor, Vieles war ihm fremd.

Sie stand, den Rücken ihm zugekehrt, am Feuer, die Stirn gelehnt auf dem Sims. Das Feuer sah wunderbare Kämpfe im Gesicht der schönen Frau; ein Glück, daß er's nicht sah, der Mann auf dem Ruhebette, wie die Brust wogte, das Herz gegen das Mieder schlug, wie das Aug' in die Flammen stierte, nun glänzend, nun wie todtenmatt; jetzt rollte es wild, und jetzt zerdrückte die Wimper eine Thräne, so sie sich vorstahl. Er sah nur die hohe königliche Gestalt, größer schien sie ihm in den dunkeln Umrissen, furchtbar fast.

»Bin ich Dein Gefangener?« sprach er leis.

»Ihr seid frei«, erwiderte sie, »als ich frei bin, und die Heiligen Euch Kräfte leihen. Steht es an dem Herzog von Baiern, unter dem niedern Dach seiner Magd sich zu bergen, wird sie ihn schirmen und hüten, was an ihr, bis daß er genesen und sicher den Weg zu den Seinen finde.«

Beide schwiegen, was trugen die Lüfte da schwere, ernste Gedanken zwischen Beiden. In dem Raum, der nur drei Schritte maaß, was ging da hin und her, was mit Bildern füllte er sich. Zwei Lebensläufe, wahrhaftig nicht voll geringer Dinge und Alltagsgedanken.

»Du wagst viel«, sprach er wieder.

»Nichts wage ich«, entgegnete scharf die Frau.

»Deine neuen Freunde vergeben's Dir nimmer.«

»Ich habe keine Freunde. Die neuen sind Luft und Wind, die alten – die alten liegen im Grabe.«

Ludewig schauerte: »Stehst auch Du so einsam da! Sieh, dem stolzen Baiernfürsten von all' seinem Gefolg blieb nur Einer, und von dem Einen trieb Schnee und Wind mich fort.«

Sie antwortete nicht, sie wandte sich nicht um. Ludewig stöhnte tief auf:

»Daß wir so uns wiedersehen! Was liegt dazwischen, eine lange, bittere, eiskalte Vergangenheit.«

»Laßt sie ruhen, Fürst, in ihrem Grabe.«

»Das sind böse Geister.«

»Ich wecke sie nicht, mein Fürst.«

»Nicht! Ich dachte. – Vergieb, vergieb! Mein Sinn ward irr in diesen letzten Tagen, so irr, als es der Kreuz- und Querweg war durch die Wüsteneien. O, daß ich dies Jammerland nie betreten hätte! – Du seufzest. Wär's nicht auch besser um Dich?«

»Ich bat Euch, laßt das Vergangene ruhen. Ich will Euch nicht darum gemahnen.«

»Du warst immer edel und hohen Sinnes und treu Deinen Freunden. Nun bist Du auch entzweit mit den Deinen, das thut mir weh.«

»So Ludewig der Baier meiner Treue glaubt«, entgegnete sie mit trockener Stimme, »vielleicht gefällt ihm, mir seine Hoffnungen zu vertrauen. Ich meine nicht seine Träume, ich meine die nächste, nahe Aussicht; wie er sich rette, wohin sein Weg geht, daß ich vielleicht ihm vorbahne, während er das Siechbett hütet.«

»In's Grab geht unser Aller Weg. Da schlafen die wilden Träume und der müde Leib mitnander.«

Nach einer Weile hub er wieder an: »Ich hatte es mir anders gedacht, Mathilde, wenn wir uns wiedersähen! Ich weiß, was Du mir that'st, Alles. Ich hab's Dir nicht verargt. Wie glühend warst Du, als Du liebtest. Ei Gott, das war eine schöne Zeit. So dachte ich mir Dich auch in Deinem Hasse. Fürchterlich, zerreißend, wie ein Berg, der Feuer speit, so würdest Du mich mit Worten und Blicken zerreißen. Ich hätte die Wollust Dir gegönnt, hätte Dich ausreden lassen, und frei Dich gegeben, und nun will's das Geschick, ich bin Dein Gefangener. – Steh nicht so stumm da. Gieb dem Zorne Athem, laß los den Groll, ein Gewitter über mich! Es wird mir leichter. Dir auch, Mathilde.«

»Fürst Ludewig, unsere Rechnung ist abgeschlossen.«

»Hast Du vergeben und vergessen?«

»Kann man vergessen, daß man liebte!«

»Ein halber Knabe war ich damals, könnte ich sagen. Nein, ich war ein Jüngling, hatte die schäumende Luft aus vollen goldenen Bechern getrunken. Was waren das für nächtliche Ritte! Die Schneeflocken, die mir in's Gesicht wirbelten, dünkten mich Rosenknospen, der Sturm, der meines Edelknaben Wangen peitschte, und berstete, mir hauchte darin der Athem Deiner Lippen entgegen. Wie manches Roß blutete und stürzte unter meinen Sporen. Und dann das stille Lichtchen unter dem Eckfenster, das süße Zeichen, wenn's mir durch die Nacht entgegen flimmerte. Hättest Du, wenn ich an dem Seile schwebte, den Strick durchschnitten, daß ich an dem spitzen Steine das Genicke brach, sterbend hätte ich Dich damals gesegnet. Ein Tod von der Hand der Geliebten, und in ihr Aug' schauen, daß hätte mich höchste Wollust gedäucht.«

»Halte inne!«

»Nein, ich denke gern der Zeit. Denn, als wir seelig waren, so eins, so wonnestrahlend, daß wir das Geheimniß als einen lästigen Mantel fallen ließen, aller Welt gern hätte ich's zugeschrieen: Ludewig fand, was er suchte. Aus einem Jüngling war ich da ein Mann geworden. All' ihre Heiligen, was wäre ich und was bin ich! Da Mathilde –«

»Um der Gebenedeiten willen, schweigt!«

»Aber ich war Fürst, der Sohn des Kaisers, eines Kaisers, der gegen hundert Feinde die Stirn bieten mußte.«

»Glaubt Ihr, daß ich's vergaß!«

»Nein hätte ich sollen sprechen, als Vater, Brüder, Fürsten und Stände in mich drangen. – Soll ich Dir malen die Seeligkeit meines Ehebundes? Malen, wie Dein zornleuchtend Auge über dem Betthimmel schwebte, und wollte nicht fort. Doch Dein Zorn verging in ein häßlich Gelächter, das schallte mir durch die Nächte. – Sahst Du Margarethen von Tyrol?«

»Bei Allem, was Dir heilig, bei unserer Liebe einst, ich beschwöre Dich –«

»Leicht nahmst Du doch sonst meinen leichten Sinn, lachtest mich aus, und hieltest mir den Mund zu, wo ich von Treue reden wollte; meintest, das sei nicht an mir, mein Blut sei als des Vogels, der nie auf einem Zweig bleiben mag, er muß immer flattern. Solchen Vogel liebtest Du, der alle Süßigkeiten zwischen Himmel und Erde kostet, und doch auf das Pfeifen seiner Herrin zurückkehrt. O, was pfiffst Du nicht, ich hätte so gern gehorcht. Sie hatten mich in einen Käficht gesperrt, in einen recht häßlichen Käficht. Auslachen hättest Du mich sollen um mein Ungeschick, daß ich mich fangen ließ, und dann pfeifen, locken, wie Du thatest, es hätte mich wohl überkommen, daß ich die Stäbe gesprengt.«

»Ludwig von Baiern!«

»Der ist ein unglücklicher Mann. In seinem vollen Glücke war er's. Ihm fehlte ein Herz wie Deines, eine Seele, die ihn verstand, ein Geist, der mit ihm zur Sonne flog. Nun ist's ein altgewordener Adler, mit zerzausten Fittigen, sein Auge kann nicht mehr in die Sonne blicken, er stürzt sich auf den Fraß, wo er Würmer findet, er fliegt auf, wo sie ihn schlagen. Er irrt und flattert, und hat keine Rast und keine Heimath, kein Herz und keine Lust. Beiße, hacke, schlage los auch Du auf ihn, Du hast ein Recht.«

»Ich bin nicht seine Richterin, ich will nicht seine Klägerin sein.« –

»Ja damals Mathilde! Nun muß ich Dich anklagen. Als ich zu mir selbst kam, ich glaubte es nicht, daß Mathilde um diese Nebenbuhlerin – Du hast mich auch nicht gehaßt, sprach ich zu mir. Nur das treulose Wort, das ich Dir gab. Hättest Du mir die Zunge ausgerissen, die es leichtfertig sprach. Was ging das Wort mich an und meine Liebe! – Das war ein leichtes Wort, meine Liebe wog schwerer. Ach, der unselige Fürstenhut! Du kanntest nicht, was Sorge, Ekel, Verzweiflung sich an eine Krone hängen. Dort in den Bergen, wenn die stille, laue Mitternacht um mich hauchte mit Geisterstimmen, wenn die Sterne flimmerten auf die Eisfirnen, und aus dem nebligen Thale ein einsam Licht, kaum sichtbar, herauf schimmerte, der Rauch schlängelte sich an den Felsen empor – da dacht ich oft, Mathilde, wenn ich, auf der Gemsjagd verspätet, auf dem Moosbeet ruhte, wärst Du bei mir! In einem Schloß mit ihr, dort in jenen wilden Klüften, nicht so hoch als der Adler horstet, aber über dem Rauch der Hütten, von den Wolken berührt, von dem Frühroth zuerst angeröthet, zwischen Feigen, Epheu, dem rankenden Wein und den Wäldern edler Kastanien, dort fern von Reich und Ständen, und Altmark, Neumark, von allen Marken der Welt, an ihrem Arme Morgens aus dem Söller zu schauen in die vergoldeten Schneebetten, dem aufsteigenden Geier zu folgen, dem Spiel der Gemsen auf dem Schnee, und Abends, in ihrem Arme einzunehmen die Balsamdüfte, die Wald und Feld, Wiese, Büsche, Blumen uns heraussenden. – Den Fürstenhut wollte ich hinabschleudern in die zackigten Felsen, mochte sich ein Raubvogel ein Nest daraus zausen für seine Brut. Wir brauchten ihn nicht für unseres. – Das träumte ich in der Sommernacht dort am Felsenhang, und der Wasserbach, der hinter mir plätscherte, summte mir die Weise Deines Lieblingsliedes. Und derweil ich's träumte, und, von leuchtenden Johanniswürmlein umspielt, die heiße Schläfe auf das kühle Moosbett legte, derweil – brautest Du in Deiner düstern Kammer Giftgetränke für mich. O hättest Du sie mir gesandt, durch einen Geist der Lüfte, wären sie gebraut gewesen von Schierling und Pilzen, statt aus Galle und Thränen, ich hätte den Becher geleert auf Dein Wohl: bis auf die Hefen aus, es ersparte mir den sauren Rückweg nach Schloß Tyrol.«

»Er hat von mir geträumt.«

Sie hatte sich gehalten an dem Sims des Kamins, als Eine, unter der der Boden wankt, sie fürchtet zu versinken, und will's doch um Alles nicht merken lassen. Da säuselte seine Sprache wie eine längst verklungene Musika, wie die Sommerluft hauchte es sie an aus Italien, dort in den Bergen. Das Sims wich unter ihren Händen, sie konnte nicht mehr, sie wandte sich um. Der bleiche Mann stand nur einen Schritt von ihr. Wie wunderbar hauchte der Feuerschein auf seine blasse Wange, wie leuchtete das schöne Auge, als wie damals fast, nur ernster, inniger. Die Arme erhob er, und sie fühlte sich schwach, als brächen ihr die Knie. Die Arme des wunden Mannes umfaßten sie, er drückte sie an seine Brust, sie ruhte tief seufzend daran aus. Die Lippen, die fünfzehn Jahre und länger sich nicht berührt, hatten sich wiedergefunden. –

Der Zeiger der Uhr war wohl um fünf Minuten vorgegangen, und sie hatten nichts gesprochen, als er: »Mathilde!« und sie hatte »Ludewig!« gerufen.

Da ließen sie die verschlungenen Arme los, und sahen sich freudelächelnd an! und immer seliger ward ihr Blick, und seiner immer heller.

»Ich habe keinen Gifttrank Dir gebraut«, flüsterte sie.

»Von allen Frauen«, rief er, »ich habe keine gekannt, die liebte als Du.«

»Und hätte ich, ich hätte mit Dir das Gift getrunken.«

»Wie eine Fürstin strahlst Du, schön, wie damals.«

»Du schleudertest ja den Fürstenhut in den Abgrund, als Du an mich dachtest. O, was soll er hier, jetzt zwischen uns! Fort mit ihm!«

»Würdig wärst Du eines Glücks und einer Ehre.«

»Ich bin gewürdigt, meinen edlen, meinen großmüthigen Feind, Dich bin ich gewürdigt zu retten.«

»In meinem Herzen, glaub's mir, stand fest der Glaube, eine Freundin hatte ich in diesem Lande.«

Und nun saßen sie mit einander Hand in Hand und Blick in Blick, da zählten sie nicht die Minuten, und es war eine Stunde worden. Was sprachen sie da, und Keiner ließ den Andern ausreden, aber mehr noch: was vergaßen sie da, und Keiner wollte den Andern daran erinnern.

Nun krähte der Hahn. Da sahen sich Beide fast traurig an.

»Du mußt zur Ruhe«, sprach sie. »Heiligste Jungfrau, daß wir's vergaßen, Du bist wund –«

»Was wund!« rief er. »Ein abgebrochener Baumast schlug mir gegen den Kopf. Die Bäume wurden selber rebellisch in diesem Land.«

»Sie sollen sich wieder beugen vor Dir. Du sollst –«

»Du wirst blaß, Liebe, Du wirst schwach«, sprach er, da er sah, wie sie inne hielt. Denn in dem Augenblicke überkam sie, was sie gethan; und wie das, was sie jetzt sprach zu Dem, was sie gewirkt, als Wasser zu Feuer war. Aber sie richtete sich schnell auf und sprach:

»Und dennoch! Ich verzage nicht. Du hast von mir geträumt, als ich Dein Verderben sann; hörtest meine Stimme im plätschernden Bachfall und mein Bild erschien Dir über den Gletschern im Frühroth, als Dein Bild – ich will's Dir gedenken und gut machen! Gebenedeite, gnadenreiche Jungfrau! ja, ich liebe, ich liebe wieder. Ich bin nicht mehr eine Vernichtete, ich habe, an was meine Hoffnung, mein Glaube sich rankt. Nun will ich leben, nicht für mich, für Dich.«

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