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Der Fall Larcier

Tristan Bernard: Der Fall Larcier - Kapitel 17
Quellenangabe
authorTristan Bernard
titleDer Fall Larcier
publisherWeltgeist-Bücher Verlags-Gesellschaft m. b. H.
yearo.J.
translatorN. Collin
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180205
projectidbfd96cef
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XVI

In diesem Augenblick öffnete sich die Tür des Restaurants, und für Herrn Galoin wurde ein Zettel abgegeben. Er überlas ihn und sagte:

»Es klappt vorzüglich. Der Mann ist eingesperrt. Ich soll hinkommen, um ihn festzustellen.«

Und Herr Galoin verließ uns.

Blanche und ich saßen jetzt allein im Restaurant. Ich trat zu ihr heran und küßte ihr die Hand. Wir sagten kein Wort. Im selben Augenblick, als Larciers Unschuld offenbar wurde, hatten wir seinen Tod erfahren. Ja, ja, es gibt Fälle im Leben, wo das Unglück des einen ... aber es ist peinlich, wenn man sich dessen bewußt wird ...

Ich geleitete Blanche bis zur Tür ihres Zimmers. Wieder küßte ich ihr die Hand, und stumm trennten wir uns.

Die Londoner Zeitungen veröffentlichten in ihrer Morgenausgabe alle Einzelheiten über Bonnels Verhaftung. Diese Einzelheiten wurden abends in allen Pariser Zeitungen wiedergegeben. Sie gelangten bis in unsere Garnisonstadt, und Larciers Rehabilitierung muß die Unteroffiziere des Regiments wie ein Blitzstrahl getroffen haben. Herr Galoin, der in London blieb, um den Prozeß Bonnel vor dem englischen Gericht zu führen, brauchte uns nicht mehr, und wir sind nach Frankreich zurückgekehrt, aber nicht, ehe wir bei einem englischen Priester waren, der mit äußerster Schnelligkeit Henri Ferrat mit Blanche Chéron traute. Wir mußten unsere Vereinigung in Frankreich noch bestätigen lassen. Die Hauptsache aber war, daß wir unsere Flitterwochen in Paris verbringen konnten.

 

*

XVII

Ich verließ das Regiment. Schon lange hatte mir ein Onkel eine Stellung als Versicherungsinspektor angeboten, die aber häufige Reisen in der Provinz bedingte. Meine Frau ist eine so angenehme Reisegefährtin, daß ich ohne weiteres diese Stellung mit Freuden annahm.

 

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