Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ludwig Bechstein >

Der Dunkelgraf

Ludwig Bechstein: Der Dunkelgraf - Kapitel 29
Quellenangabe
pfad/bechstei/dunkelgr/dunkelgr.xml
typefiction
authorLudwig Bechstein
titleDer Dunkelgraf
publisherVerlag von Meidinger Sohn & Comp
year
firstpub1854
correctorreuters@abc.de
senderpg-us#24782
created20090710
Schließen

Navigation:

5. Verschiedene Nachrichten.

In der Weinstube des Apothekers zu Ingelfingen herrschte am 18. März des Jahres 1804 eine ungewöhnliche Bewegung. Der interessante Fremde, den man so gerne in der Gesellschaft gesehen und reden gehört hatte, war mit seiner Begleitung plötzlich abgereist. Er hatte noch am Samstag spät am Abend Extrapostpferde bestellt, und war am frühen Sonntag von dannen gefahren, gar zu gern hätte man gewußt wohin, Niemand aber konnte Auskunft geben. Dem Hausbesitzer war in blankem Golde die Miethe bis zum Ende des Monats bezahlt worden, außerdem hatte ihn noch ein Geschenk gelohnt, dessen er sich gar nicht versehen, und das ihm die größte Freude machte; es war eine nagelneue, in Paris gefertigte Voltaische Säule mit sechzig Plattenpaaren von Laubthalergröße und allem Zubehör. Für den Postmeister, der ein sehr starker Raucher war, war ein kostbarer großer ächter Meerschaumkopf mit Silberbeschlag zurückgelassen worden, und für die übrigen Herren des Weinstübchens Kruggestellgläser mit silbernen Deckeln, auf welchen das Wort »Andenken« stand und die Buchstaben L. C. v. d. V. eingegraben waren.

Der Apotheker war eben bemüht, vor seinen Gästen die Säule aufzubauen, die davon noch gar keinen Begriff hatten, als ein neuer Gast eintrat und der Gesellschaft die so eben eingetroffene Nachricht von der Gefangennehmung des Herzogs auf dem friedlichen badischen Gebiete durch französische Gensd'armen und Offiziere hohen Ranges mittheilte, obschon diese Nachricht mit vielen Unrichtigkeiten vermischt war.

Es konnte nicht fehlen, daß die schnelle Abreise des Unbekannten mit seiner stets verschleierten Begleiterin sofort mit diesem von Frankreich aus auf deutschem Boden verübten schändlichen Gewaltstreich in Verbindung gebracht und lebhaft besprochen wurde. Bald waren alle Anwesenden fest davon überzeugt, daß jener fremde Herr gleichfalls ein geflüchteter Bourbone gewesen sein müsse.

Vom Postmeister erfuhren auch noch nachträglich die Gäste, daß die Dienerin des Fremden die hohen Reisenden nicht begleitet habe, sondern reichlich beschenkt mit der Post auf entgegengesetztem Wege wieder zurückgereist sei.

Ludwig und Sophie hatten an Angés' Mutter gedacht, sie überlegten, was diese gute Frau leiden müsse, wenn sie nichts Näheres über den Tod ihrer Tochter erfahre; auch sehnte sich Sophie Botta nach ihrer geliebten Pfalz zurück; die Prinzessin selbst hatte ihr dieses Bekenntniß abgefragt, und in ihren Entschlüssen entschieden und von einem hohen selbständigen Gefühle geleitet, hatte sie sofort dem Grafen erklärt, sie wolle freiwillig auf die fernere Begleitung der Dienerin verzichten; sie könne ihre einfache Toilette allein ordnen, und wenn ein Ort längern Aufenthaltes erreicht werde, so werde es auch an weiblicher Bedienung nicht fehlen. Gleichwohl trennte sich die junge Prinzessin nicht ohne Wehmuth von der einstigen Wärterin und Dienerin und entließ sie mit vielen Geschenken, gab ihr auch Angés' ganze Garderobe mit, mit dem Auftrag, den sämmtlichen Nachlaß der armen Mutter ihrer unglücklichen Freundin zur Verfügung zu stellen, nebst Allem was Angés sonst noch angehört hatte, selbst deren Bild nahm Ludwig nicht wieder an sich; die Mutter sollte es gleichfalls haben. So waren denn Ludwig, Sophie und der treue Philipp ohne weiteres dienendes Gefolge abgereist; wohin? wußte Niemand. –

Bald trugen die Zeitungen durch die ganze Welt die Kunde von dem scheußlichen Mord, den der Gewalthaber Frankreichs an dem gefangenen Herzog hatte verüben lassen, und ein Schrei der Entrüstung ging durch ganz Europa über diese rasche blutige That auf Verdächtigungen hin, die jeder Wahrheit entbehrten.

Mit stets erneutem Schmerz vernahm Graf Ludwig auf der Fortsetzung seiner Reise immer und immer wieder diese Nachricht, und mußte auf das Sorgsamste Alles aufbieten, um dieselbe vor seiner holden Begleiterin zu verbergen, die er in ruhigerer Stimmung und vielleicht erst dann, wenn er einen Brief der Herzogin in Händen hatte, von dem schrecklichen Vorfall unterrichten wollte.

Die Freunde in der Weinstube des Apothekers zu Ingelfingen wurden einige Zeit nach der Abreise der Fremden auf's Neue und sehr lebhaft an den geheimnißvollen Herrn erinnert, als eines Abends der Postmeister ernster als gewöhnlich eintrat und ein Zeitungsblatt hervorzog. Wir haben gewissermaßen Trauer bekommen, sagte er nach einer Pause bewegt. Da bringt unser Schwäbischer Merkur eine merkwürdige Nachricht, welche im Auszug lautet, daß sicherem Vernehmen nach ein französischer Emigrant von Bedeutung, der sich vor einigen Monaten längere Zeit zu Ingelfingen aufgehalten haben solle, zu Mainz mit Tode abgegangen sei. Es war, so wird gemeldet, ein Mann von ungemein viel Liebenswürdigkeit im Charakter und Benehmen, auch wissenschaftlich gebildet und vielseitig bekannt mit hervorragenden Persönlichkeiten. Seiner äußern Gestalt nach war er von Mittelgröße, hatte schwarzes Haar und dergleichen Bart, erschien stets auf das Feinste, dabei sehr einfach gekleidet; seine Sprache war meist die französische, doch ließ er bisweilen niederländische Accente durch den Strom seiner lebhaften und geistvollen Unterhaltung klingen. In der deutschen Sprache drückte er sich mit vollkommener Reinheit aus. Dieser Fremde, der durch nichts auffiel, als durch sein vornehmes und gebildetes Wesen und seinen Ernst im geselligen Umgang, scheint seinen nahenden Tod gefühlt, und kurz vor demselben alle seine Papiere vernichtet zu haben, denn es fand sich nicht das Mindeste bei ihm vor, was irgend einen Aufschluß über seine Persönlichkeit hätte geben können. – Der Postmeister schwieg und die Theilnahme der guten Bürger zu Ingelfingen wurde laut:

Es ist unser Mann, daran ist gar kein Zweifel! O weh! – Schade um den Mann! – Er hätte hier bei uns bleiben sollen, so wäre er vielleicht nicht gestorben! – Zu Ingelfingen ist gut wohnen. – Er konnte sich hier ankaufen – es stehen ja jetzt in dieser erbärmlichen Zeit gegen zehn Häuser zum Verkauf ausgeboten. – Er konnte hier Bürger werden – wäre wohl in den Stadtrath gewählt werden. – Wie viele französische Emigranten haben sich nicht in den letzten Jahren in deutschen Städten und Städtchen niedergelassen, und sind angesehene Leute geworden? – Schade um ihn!

Während Ludwig also mit aller Theilnahme biederer schlichter Herzen für todt beklagt wurde, saß er mit Sophie gesund und wohlbehalten im Gasthaus einer fremden Stadt. Die edle Jungfrau vergoß die schmerzlichsten Thränen – der Tod ihres armen Vaters war ihr endlich enthüllt worden. Die Mutter selbst hatte darüber an sie und ihren Begleiter geschrieben. Ach, wie erschütternd waren die Einzelnheiten jener schrecklichen Katastrophe! Wie viele Herzen wurden von ihr auf das Tiefste berührt, auf das Härteste betroffen! Dort weinte ein mit hohem Ruhme genannter Heldengreis um den Enkel, und hätte gern allen verdienten Lorbeer, ja das eigene Leben dahingegeben um jenes theure, in blühender Jugend hingemordete Leben zurückzurufen. Schmerzlich beklagte der tapfere Vater den Tod des inniggeliebten Sohnes. Ach, und die geliebte Vermählte! Welch hohes Glück hatte sie besessen und nun auf immer und unersetzlich verloren!

Alles hätte anders kommen können, wenn nicht die bübische Feigheit eines Kammerherrn, der beständig um den unglücklichen Herzog war, jeden Versuch einer Vertheidigung von Seiten des Letztern bei dem nächtlichen Ueberfall verhindert hätte, falls es nicht Schlimmeres als Feigheit war. Ein Wort dieses Mannes, das einzige Wort: Ich! auf die Frage der Häscher: Wer von Ihnen Beiden ist der Herzog? konnte den Letzteren retten, und dies Wort konnte unbedenklich ausgesprochen werden, denn den armseligen Höfling hätte man wahrlich nicht hingerichtet. Aber Jener schwieg, und der junge Fürst ward zum Tode abgeführt. Mit Verachtung wies er den feigen Verräther zurück, als derselbe in Rheinau sich zu ihm in den Wagen setzen wollte. In Straßburg wurde der Herzog von seiner Dienerschaft völlig getrennt, seine Hände wurden in Fesseln gelegt. Fünf Tage lang dauerte mit nur wenigen Unterbrechungen die traurige Reise bis nach Paris, der Gefangene wurde in den Tempel gebracht, dort harrte schon der Befehl, ihn nach Schloß Vincennes zu senden. Die richterlichen Verhöre, die mit ihm vorgenommen wurden, und die der Welt wörtlich mitgetheilt sind, brachten keine Schuld heimlicher Verschwörung gegen das Leben des ersten Consuls auf den Herzog, aber wer waren seine Richter? Werkzeuge in der Hand eines Despoten! – Das ist der Inhalt jenes Justizmordes in nuce, was auch Alles für und gegen ihn geschrieben wurde. Ein Brief, der dem Herzog unterwegs an die Prinzessin, die er noch nicht öffentlich seine Gemahlin nannte, zu schreiben erlaubt worden war, wurde von einem der Schergen unterschlagen. Mit Mannesmuth beantwortete der Herzog alle Fragen, gestand ein, den ganzen Krieg mit dem Condé'schen Corps mitgemacht zu haben, sagte aber aus, daß er den Gehalt von England als Pension beziehe, um zu leben, nicht um damit zu conspiriren. Die Richter des Herzogs darf die Geschichte nicht schonungslos verdammen; es war ihnen, lauter Offizieren von hohem Range, und ohne daß sie irgend vorbereitet waren, ohne daß sie Kenntnisse vom Rechte hatten, befohlen, den Herzog zu richten, sobald er eingestehen werde, die Waffen gegen Frankreich getragen zu haben. Dies gestand derselbe mit aller Freimüthigkeit ein, und fügte seinem Geständniß die Worte hinzu: »Nie kann ein Condé anders, als mit den Waffen in der Hand nach Frankreich zurückkehren.« Das Todesloos fiel. Ohne legalen Richterspruch, ohne einen Vertheidiger wurde der Meuchelmord vollzogen. Die Richter waren noch in einem Zimmer, gleichsam abgesperrt, beisammen, um zu berathen, auf welchem Wege ein gemildertes Urtheil vom ersten Consul zu erlangen sein dürfte, da knallten schon im Festungsgraben die tödtlichen Schüsse. Die Richter waren sehr unglücklich – auf sie und nicht auf den Vollstrecker der übereilten Hinrichtung lenkte sich das Verdammungsurtheil der ganzen gebildeten Welt. Hier hatte die Willkür das Urtheil vollzogen, ehe es noch begründet und in gesetzlicher Form bestätigt war. Der Herzog mußte sterben, denn er war in der Gewalt des Mannes, der ihn fürchtete und haßte, und war – ein Bourbon!

Mit mildem Trost sprach Ludwig zu der tiefgebeugten Tochter, und seine Worte fielen in ihr Herz, wie heilender Balsam sanft auf Wunden träufelt. Das schöne thränennasse Antlitz zu ihm erhoben, faßte Sophie Ludwig's Hände und sprach mit leisem Beben: Nun habe ich also keinen Vater mehr! Nun seien Sie mein Vater! Sie, dem ich anvertraut bin als ein armes, heimathloses Kind – ach eine Waise – o, wie schwer wiegt dieses Wort; ich will ihnen so gern gehorchen, ich will Sie ehren gleich meinem Vater, und wenn ich fehle, so üben Sie Nachsicht mit meiner Unwissenheit und meiner Schwäche!

Wie unendlich liebreizend erschien sie ihm da in ihrem tiefen Schmerze! Sie glich einer prächtigen Incarnat-Passiflore, in deren Nektarkelche Thränen zittern, die gebeugt steht und doch voll Schönheit ist, die in Demuth sich neigt und doch voll Hoheit prangt.

Ein Gegensatz, wie das Leben ihn häufig bietet, zu diesem wahren Schmerz, dieser schwermuthvollen Trauer, dieser Verehrung auf der einen, und der kindlichsten Hingebung an den Mann ihres Vertrauens auf der andern Seite, bildete eine andere Trauerbotschaft aus Holland, die aber nicht so herzzerreißender Art war; dort hatte nur eine betagte schlichte Frau den Zoll der Natur bezahlt, und war abgerufen worden in das verhüllte Jenseits. Leonardus Mutter, Frau Maria Johanna van der Valck, geborene van Moorsel, war nicht mehr.

Vincentius Martinus schrieb Folgendes an seinen noch stets am Leben geglaubten Vetter Leonardus, nachdem er ihn in einer frommen Einleitung seines Briefes auf die Trauerkunde vorbereitet und ihm dann die schmerzliche Nachricht mitgetheilt hatte: »Ich komme so eben aus der Kirche, mein theuerer Leonardus, woselbst ich für die Seele deiner guten Mutter eine Messe gelesen habe; von deinem kindlichen Sinn darf ich wohl voraussetzen, daß du es gut heißest, wenn ich für die Seligentschlafene die Zahl dieser Seelenmessen bis auf Einhundert steigere, und dir dann nach deren Vollendung das Laus Deo darüber einsende. Die Wohlselige hat noch auf ihrem Todtenbette, und als ich sie mit den heiligen Sterbesacramenten als christliche Wegzehrung auf der langen Pilgerschaft nach der Ewigkeit versah, für dich gebetet und dir alles Glück gewünscht, auch läßt sie dir noch innigst und herzlich für die lieben und guten Briefe danken, welche du ihr von so verschiedenen Orten aus geschrieben hast; nur konnte die selige Tante nie begreifen und ich konnte es derselben auch nicht begreiflich machen, weshalb du dich eigentlich jetzt und wie es scheint ohne ein Geschäft, welches doch die Basis eines ehrbaren und christlichen Lebens ist, in Deutschland herumtreibst. Nun, ich gewahre mit Freude, wie gut mein Gebet für dich anschlägt, mein geliebter Vetter, und wie der heilige Rochus dich noch immer beschützt. Nach den Verträgen, die du mit den Verwandten abgeschlossen hast, beziehst Du nun von dem Hause van der Valck eine Jahresrente von zehntausend Gulden, erst fünftausend, und nun nach dem Tode deiner frommen Mutter nochmals fünftausend. Gratulire! Ach, wie gern hätte die Wohlselige mein armes Kirchlein zu Sanct Ottilien bedacht, aber die Hände waren ihr ja durch jene Verträge gebunden. Möchtest du, werther Leonardus, nicht deine milde Hand aufthun und ihren besten Wunsch erfüllen? Ich würde dich dann auch der ganz besonderen Gnade dieser heiligen und gebenedeiten Schutzpatronin empfehlen und ihre Fürbitte durch mein eifriges Gebet für dich erflehen. Du wirst wissen, geliebter Leonardus, daß die heilige Ottilia die Schutzpatronin der Augen ist, und sie wird durch mein Gebet Fürsorge tragen, daß deine Augen stets erfreuet werden, wie geschrieben steht: Unsere Augen sehen nichts wie Manna, und ferner: Gib mir die, so meinen Augen wohlgefällt. Anliegende versiegelte Kapsel, die wohl ein Bild enthalten dürfte, gab die Verblichene mit dem ausdrücklichen Wunsche in meine Hände, dasselbe dir gleich nach ihrem Abscheiden zu senden, welcher Pflicht ich hiermit nachkomme. Möge dies letzte Andenken für dich viel Erfreuliches enthalten!«

»Komisch ist, trotz aller Trauer, die ich dir pflichtschuldigst melden muß, daß nach dem Tode deiner seligen Frau Mutter mehr Lusttragende, sie zu beerben, als Leidtragende, sie zu bestatten, von allen Seiten herbeikamen. Wir sind auf einmal äußerst reich – an lieben Verwandten geworden, und der Baum der van der Valckischen Sippschaft hat mehr Aeste, als mir bekannt war; bis nach Herzberg im Harzgebirge in Deutschland, ja bis nach Dahne im Königreich Preußen wohnen Menschenkinder, die unsere Verwandten sein wollen. Meinerseits konnte ich alle diese guten Seelen nur auffordern, sich mit mir, oder falls ihnen dies lieber wäre, mit Hiob zu trösten, und ihnen versprechen, daß ich sie in mein frommes Gebet einschließen wolle, doch glaube ich fast, daß ihnen daran Nichts gelegen ist, denn die gottlose Welt hat den rechten Glauben verloren.«

»Noch muß ich dir, geliebter Leonardus, eine Nachricht als Neuigkeit mittheilen, welche dir gewiß eine große Freude machen wird. Du erinnerst dich sicherlich noch des vormaligen Schiffskapitäns auf deines wohlseligen Herrn Vaters »vergulder Rose«; diese Pinke hat Herr Richard Fluit verlassen, und statt der »vergulden Rose« eine guldene Herbstaster geentert, mit der er in den geruhigen Hafen des heiligen Ehestandes eingelaufen ist. Ich selbst war das auserwählte Rüstzeug, wie deine selige Frau Mutter zu sagen pflegte, welches in unserm armen Kirchlein zu Sanct Ottilien das traute Paar ehelich verband, und wer war die Braut? Wenn du das erräthst, bester Leonardus, so heiße ich Jantjé und esse hundert Austern mit sammt der Schale.«

»Vernimm und staune! Herrn Fluit's Erwählte ist Niemand anders, als die wohledelgeborene und tugendbelobte Mejouffrouwe Sibylle Nikodema van Swammerdam, vormals deine Verlobte, und mit ihr macht Fluit, was den Geldpunkt anbetrifft, ein ungeheueres Glück, welches du, geliebter Leonardus, dir seinerzeit hast entgehen lassen. Wie schön wird jene Flöte zu dieser Meertrompete stimmen, wenn sie Beide zu tönen anfangen! Beide lassen dich als alten Freund herzlich grüßen. Schicke ihnen ja ein schönes Hochzeitgeschenk, damit du Aussicht auf eine Pathenschaft gewinnst, falls die alte Meerminne und ihr Zeekoning einen Dolphyn mit einander gewinnen sollten.«

Das ist nun der Mann nach dem Herzen Gottes, das Kirchenlicht! sprach Ludwig unmuthsvoll und warf den Brief, den er Sophien nicht sehen lassen wollte, bei Seite.

Hierauf enthüllte er das versiegelte Päckchen und fand eine zweite Verpackung mit der Aufschrift: »An meinen lieben Sohn Leonardus Cornelius, zu öffnen am ersten 22. September nach meinem Tode.« – Es war dies die eigene Handschrift der Verstorbenen. Mithin stand der Inhalt, wie anzunehmen, mit dem Geburtstag des verstorbenen Leonardus in Verbindung. Ludwig ehrte den Willen der Verblichenen und legte schweigend das Päckchen zur Seite, indem er dasselbe gut verschloß.

Nicht lange nach dem Empfange dieses Briefes liefen auch wieder Nachrichten von Windt ein, und zwar war es kein gewöhnlicher Brief, sondern ein ziemlich bedeutendes Paket, welches in Frankfurt am Main angekommen und dort eine geraume Zeit auf der Post liegen geblieben war, bevor der zum Empfang Berechtigte selbst in diese Stadt kam. Dieses Paket trug die Aufschrift: »Documente« und enthielt eine hohe Werthbezeichnung.

Sehr neugierig darauf, welche Documente man ihm, dem gleichsam Vergessenen und Abgefundenen, noch nachträglich zu senden habe, öffnete Ludwig.

»Es ist Jammerschade, hochverehrtester Herr Graf,« schrieb Windt: »daß Sie nicht ohnlängst mit in Kniphausen waren! Das war eine Herrlichkeit in der Herrlichkeit! Ich übersende Ihnen treu copirte und vidimirte Abschriften mancher Actenstücke, aus denen Sie sich über den Stand der Dinge ungleich besser unterrichten können und werden, als ich mit meinem Geschreibsel es vermöchte; kurz, es ging hoch her und Niemand fehlte dabei als Sie, oder doch der Falk von Kniphausen!«

»Unter A finden Sie im Original, welches auf mein Ersuchen auch eigens für Sie gefertigt, unterschrieben und besiegelt wurde, den zu Varel geschlossenen Vergleich zwischen dem Erbherrn und dem Besitzer von Doorwerth; unter B einen Auszug des Testamentes meiner hochseligen Gebieterin, und unter C ein dem Kopfe des Herrn Hofrath Brünings entsprungenes Memorandum, welches aber mit der aus Jovis Haupt entsprungenen Minerva Nichts gemein hat, als daß ihm ein Harnisch mit Drachenschuppen um den Leib geschnallt ist. Was dieses invita Minerva entstandene Curiosum enthält, werden Sie selbst lesen, es geht Sie an.«

»Der junge Sohn aus der Gewissensehe, welche der Erbherr mit Demoiselle Sara Gerdes geschlossen hat, und bei dem der Herr Vice-Admiral Pathenstelle versah, ist hier in Hamburg, wo die Mutter im Palast der hochseligen Frau Großmutter ihre Wochen hielt, auf die Namen William Friedrich getauft worden, und befindet sich wohl. Diese Frucht aus dem ländlichen Garten von Bockhorn ist so schön, als immerhin eine andere im Park eines reichsgräflichen Ahnenschlosses erzeugte. Der Erbherr hat zu Varel seinem Pfarrer Hansing anderthalb Jahre nach dem Tode der holdseligen Erbherrin Ottoline erklärt, daß er als Wittwer, durch Familienverhältnisse und aus andern Gründen zu einer anderweit standesgemäßen Verbindung nicht schreiten wolle, aber auch nicht ohne Liebebeglückung durch das ihm noch vergönnte Leben zu wandeln gedenke, und feierlich jene seine Geliebte zur Stellvertreterin seiner verewigten Gemahlin erkoren und ernannt, mit der er, in vor Gott gültiger Gewissensehe zu leben gedenke, auch ohne die formelle kirchliche Sanction, mit dem Vorbehalt, die letztere so wie die Erhebung seiner zweiten Lebensgefährtin zur rechtmäßigen Gemahlin und Reichsgräfin zu einer ihm geeignet scheinenden Zeit nachzuholen.«

»Der Erbherr ist Souverän, er liebt jene Frau und ehrt sie, ihr Betragen ist würdevoll und gütig, sie ist ihrem Sohn eine zärtliche Mutter und Alles geht seinen guten Gang, Niemand hat dermalen ein Recht, die in ihrem Gewissen ehelich Verbundenen zu verdammen, wohl aber werden die Agnaten früher oder später dies thun, und es wird in der Folge wieder zu Streitigkeiten kommen, die dann wahrscheinlich kein Friedenstrank aus dem Falken von Kniphausen beizulegen vermögen wird, posito sie hätten den Falken.«

»Ich sitze immer noch hier in Hamburg und plage mich wie ein Pferd, obschon ich todtmatt bin.«

»Aus der bereits erwähnten Anlage ersehen Sie, bester Herr Graf, daß man nicht übel Lust hat, Ihnen die rara avis, den Falken, wieder abzulocken und denselben auf eine oder die andere Art wieder nach Kniphausen zu bekommen. Mir ziemt nicht, Ihnen Rathschläge zu geben, ich aber wüßte was ich thäte – ich rückte ihnen den Falken auf ewig aus den Augen.«

»Meine Frau empfiehlt sich Ihnen und läßt gehorsamsten Respect vermelden. Der schreckliche Tod der armen Angés hat uns Beide außerordentlich erschüttert. Sie war zu gut für diese Welt, und ihr ist wohl, wenn nur nicht ein so bitteres Sterben ihr zu Theil geworden wäre. Sanft ruhe die Asche dieser wahrhaft guten und edlen Freundin!«

»Ich war sehr krank, und bin nur wie durch ein Wunder dem Tode entronnen. Der liebe Gott muß noch etwas Absonderliches mit mir vor haben, dazu er mich aufspart. Der Reimarus gab mich völlig auf, auch hatte ich bereits, ehe es so ganz schlimm mit mir wurde, Auftrag ertheilt, daß der Consul Höfer meine Habseligkeiten und Papiere versiegeln sollte, und ebenso hatte ich das Begräbniß in hiesigem Dom angeordnet. Gottes Gnade hat mich abermals errettet, aber fort will ich von hier – muß fort, meine Aufenthaltskosten übersteigen mein geringfügiges Legat. Ich habe mir einen kleinen Wagen gekauft, darin will ich sobald als möglich mein Bette anbringen, und gen Stadthagen segeln, möge es mir eine Stadt Hafen sein! Ich bedarf dessen, ich sehne mich nach Ruhe; wer weiß wie bald bestürmt Sie, mein gnädiger lieber Herr Graf, der alte Windt nicht mehr mit seinen unruhigen Briefen! Alles Glück sei mit Ihnen, und bedürfen Sie meiner für Ihre Aufträge in irgend einer Sache, so werden dieselben von mir vollzogen, ich mag sein, wo ich immer sei, nur nicht, wenn ich im Himmel bin; doch selbst dort noch

Ihr ganz ergebenster W.«

Mit neugierigem Verlangen griff der Graf nach den Documenten und sprach schmerzlich lächelnd: Ich will doch nicht hoffen, daß sich um mich ein Schriften- und Actenwerk drängt, wie um die alte selige Großmutter; am Besten wird es sein, ich werfe, was mir nicht gefällt, gleich in's Feuer.

Das erste Papier war ein mit zwei schwarzen Siegeln versehener und vom Erbherrn wie von dem Vice-Admiral eigenhändig unterschriebener Vertrag in französischer Sprache, welcher ins Deutsche übersetzt lautete:

Wir, die Unterzeichneten, Wilhelm Gustav Friedrich, regierender Graf von Rhoon, Herr von Varel und Kniphausen, und Wir, William, Graf und Herr von Doorwerth mit Zubehör (cum annexis) erklären und erkunden, daß alle die Rechtsfragen, Streitpunkte und Zwistigkeiten, die vorher zwischen der Reichsgräfin Charlotte Sophie, verwittweten Gräfin und Frau zu Varel, In- und Kniphausen, geborene Gräfin von Aldenburg einerseits, und dem obengenannten regierenden Grafen, wie auch die zwischen seinem seligen Vater, dem Herrn von Varel, seiner Frau Mutter und seinem Großvater anderseits Statt gefunden haben, auf eine freundliche Art für immer abgethan und verglichen sein sollen, so daß Wir, der regierende Graf und Herr von Doorwerth, als einziger Erbe der seligen Frau Gräfin, unserer Großmutter, im vollkommensten Einverständniß über Alles sind, was Rechte und Vorrechte in unsern Familien betrifft, und daß wir so wohl für uns als für unsere Nachkommenschaft, die es angeht, uns verbunden haben, niemals diese gemeinschaftliche Uebereinkunft zu verletzen. Damit aber unsere oben ausgesprochene, gemeinschaftliche Vereinigung weder Zweifel noch Widerspruch erleide, so haben wir diesen gegenwärtigen Act unterschrieben und besiegelt. Geschehen zu Varel etc.

Es waren die richtigen beiderseitigen Wappen; das des Erbherrn stand in einem gekrönten hermelinverbrämten Fürstenmantel, über dem Wappen vier schwebende Kronen, deren jede ein besonderes Kleinod trug. Zwei Löwen dienten als Schildhalter, die auf Palmenzweige traten, um die sich eine Bandrolle mit dem Wahlspruch: Craignez honte wand. Das Wappen des Vice-Admirals war im Ganzen ebenso, aber es stand nicht in einem Fürstenmantel, auf dem Wappen ruhten vier gekrönte Helme mit den Kleinodien, und der Wahlspruch fehlte.

Ja wirklich, Windt hat Recht, spöttelte Ludwig, zu dieser Einigungsacte hätte nothwendig aus dem Falken von Kniphausen getrunken werden müssen, wie vor Zeiten bei der uralten Einigung der streitenden Linie. Schade, daß sie ihn nicht an Ort und Stelle hatten!

Die Auszüge aus dem Testament der Großmutter, welche Ludwig rasch überflog, enthielten meist ihm Bekanntes; das Testament umfaßte so viele Legate und Schenkungen, daß den Erben alles Lachen darüber vergangen war.

Nun aber, was soll diese dritte Schrift? rief der Graf, und hob sie verwundert empor; sie war 22½ Seiten lang und von einer Advocatenhand geschrieben. Dieselbe berührte die einem jungen Menschen zu dessen Erziehung, Ausbildung und zu Reisen gemachte Schenkung, über die sich ein Nachlaß, eine Aufzeichnung vorgefunden hatte; gedachte ferner eines Testamentes, in welchem der Falk von Kniphausen ausdrücklich erwähnt worden sei, als spurlos verschwunden, kam dann auch auf das vorhandene Testament zu sprechen, kraft dessen der Vice-Admiral Graf William zum Universal-Erben eingesetzt sei; sprach klagend über die vielen Schenkungen, und vermißte in denselben die Anführung des werthvollen Geräthes, jenes Falken von Kniphausen, das ganz unschätzbar sei. Da nun »dem Vernehmen nach ein gewisser junger Herr dieses Kleinod von der Erblasserin aus freier Hand und aus eigenem Willen in unbekannter Form und Weise erhalten habe, so erscheine wünschenswerth, den dermaligen Aufenthaltsort jenes Herrn zu erkunden, und denselben wo möglich zu bewegen, jenes hochwerthvolle Familienkleinod, sofort er sich über den rechtmäßigen Besitz werde genügend ausweisen können, gegen eine Geldsteuer wieder an die Familie abzutreten, sintemalen alte Sagen und Ueberlieferungen im Umlauf gingen, deren superstitiösem Wahn allerdings keine Folge zu geben, daß an diesen Falken das Glück des hochgräflichen Hauses so gebannet sei, wie das Glück der Grafen von Ranzau an jene Kleinode aus Zwergengold: fünfzig Rechnenpfennige, ein Häring und zwei Spindeln. Es werde sonder Zweifel der dermalige Inhaber besagten Kleinods sich mit ohngefähr vier- bis fünftausend Mark Hamburger Banco zu Dank begnügen lassen, um so mehr, als der hochgnädige Erbherr die frühere übergroße Schenkung großmüthig wolle passiren lassen, ohngeachtet ihm C. 32, Cod. de donationibus und die prononcirte Meinung Schaumburgs in Comp. ff. ad tit. de donat. §. X, nebst andern mehr, hinlänglichen Stoff zu Einreden an die Hand geben könnten.

Ludwig hatte Mühe, in Sophiens Gegenwart seinen Zorn zu beherrschen, der bei Lesung dieser Schrift in ihm aufflammte, aber seine Hände zitterten, während er dieses Memorandum las, bis er es plötzlich, wie es war, mit dem Ausruf: Dänische Spinne! von oben bis unten zerriß und zusammenknitterte.

Was sagte die selige Großmutter? rief er entschlossen. »Sie sollen ihn nicht haben!« sprach sie. »Sie sollen nicht wieder daraus trinken!« Und die Worte eines Sterbenden sollen uns heilig sein! Wohl ist dieses kunstvolle und köstliche Geräth ein hochwerthes Kleinod und für mich in der That ganz unschätzbar – o es schließt Herzen unsichtbar in sich ein, theure edle Herzen! Aber bedarf es für diese Herzen eines sichtbaren Andenkens? Nein, bei mir nimmermehr, so lange ich athme. Darum will ich rasch mich scheiden von seinem Besitze, ehe List oder Uebereilung oder Raub oder Bitte es mir abdringen.

Schnell war sein Entschluß gefaßt; in den nächsten Minuten saß er schon am Schreibtisch und schrieb an die Herzogin Georgine:

»Hochgnädigste mütterliche Freundin!

Aus der Hand meiner sterbenden Großmutter empfing ich das beifolgende Kunstwerk. Stets auf Reisen und noch ohne dauernden Wohnsitz macht es mir große Sorge, daß ein unglücklicher Zufall mich um dieses mir doppelt heilige Unterpfand hoher Liebe bringen könnte. Die Urkunde über meinen völlig rechtmäßigen Besitz ist dem Kunstwerke beigegeben. Ich sende es Ihnen, wo es sicher und in treuer Hand bewahrt bleibt; heben Sie mir diesen Falken liebevoll auf, bis ich denselben zurückfordere. Geschieht dies nicht, so sei und bleibe der Juwelenfalk, der unter keiner Bedingung an einen andern als an mich selbst, wenn ich denselben wieder fordere, gegeben werden darf, ein Eigenthum Ihrer hohen Familie und erfreue noch durch die Kunst der Arbeit, die Pracht seines Glanzes und den Werth seiner Juwelen die spätesten Nachkommen. Gewiß, Sie lassen mich keine Fehlbitte thun, edelste großmüthigste Freundin, und bauen diesem Falken seinen Horst im Castle Chatsworth, wo derselbe Sie an mich und an mein Herz erinnern möge, das voll Dank und verehrender Liebe ist und es bis zum letzten Hauche bleibt.«

Noch Eins geschehe! sprach Ludwig, indem er sich erhob und Philipp klingelte. Wie sprach die Großmutter ferner? »Nur du – und die, welcher du dein Herz schenkst, sollen aus dem Falken trinken.« So sprach sie, und auch das erfülle sich!

Der Diener kam; Ludwig gebot ihm den Falken zu bringen, und eine Flasche des edelsten Weines zu bestellen. Als Alles da war, nahm der Graf das Gefäß und den Wein und ging zu Sophie hinüber.

Die Prinzessin staunte mit leuchtenden Augen die Pracht des Falken an; sie hatte Aehnliches noch nie gesehen. Noch mehr aber war sie verwundert, als sie gewahrte, daß der Kopf des Vogels sich aufschlagen ließ, und das Innere eine goldene Höhlung zeigte.

Ludwig goß den Wein in den Pokal und bedeckte ihn dann wieder mit dem Haupte des Vogels. Dann sprach er: Sophie, dieses Geräth wurde mir anvertraut von jener verehrten Greisin, bei welcher Sie einst mit Ihrer erlauchten Frau Mutter zu Hamburg einen Besuch machten. Sie sprach damals zu mir das bedeutungsvolle Wort: Trinke du daraus und Die, welcher du dein Herz schenkst. – Sophie, ich stehe allein in der Welt, fast Alle, denen ich früher mein Herz geschenkt hatte, sind mir gestorben, wem sollte ich nun mein Herz schenken? Darf ich es wagen, Sie einzuladen, Sophie, daß Sie mir diesen Trank mit Ihren reinen Lippen weihen?

Ein hohes Roth trat auf ihre Wangen; sie entgegnete sichtbar ergriffen: Ich habe gelesen, daß bei den alten Ritterspielen edle Frauen und Jungfrauen den Siegern die Pokale kredenzten, oder diese ihnen als Kampfespreise reichten; das nannte man Dank. Mein ganzes Herz, Graf, ist Dank, inniger Dank; darum erfülle ich gern, herzlich gern Ihren Wunsch und trinke von diesem Weine auf das Wohl eines edlen Siegers! – Sie schlug des Vogels Haupt zurück, führte mit fester Hand den schweren Goldpokal zum Munde und flüsterte, bevor sie trank: Auf Ihr Wohl, Graf Ludwig, und auf eine bessere, schönere Zukunft!

Nachdem ihre Lippen den Juwelenkelch berührt und dessen Wein gekostet hatten, gab sie den Falken mit freundlichem Blick in des Grafen Hand zurück, und auch er trank mit einem vollen, überströmenden Gefühle, das keine Worte fand; dann sprach er: Und diesem mir doppeltgeweihten Gefäß, aus dem ich nun zweimal süßen Zauber getrunken, muß ich entsagen; glauben Sie, theure Sophie, das ist kein leichter Entschluß, aber ich will Sieger über mich selbst sein, ich will es, weil ich es mir selbst gelobt habe.

Noch an demselben Tage kam der Falk von Kniphausen zur Post, wohlverwahrt und weich gebettet, um bald darauf über den Kanal zu reisen, von zarter Hand enthüllt und mit Staunen begrüßt zu werden. Die ganze reiche Grafschaft Devonshire bewahrte kein Kleinod von Künstlerhand, das diesem an Pracht, Schönheit und Werth sich gleichstellen konnte.

 << Kapitel 28  Kapitel 30 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.