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Der Douglas

Max Geißler: Der Douglas - Kapitel 4
Quellenangabe
authorMax Geißler
titleDer Douglas
publisherR. Thienemanns Verlag
year1909
illustratorFranz Müller-Münster
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170212
projectid15f25ba8
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Die Erbfeinde

Es wohnte auch ein alter Priester namens Melvil auf Burg Malcolm. Der war beflissen, Edlen und Dienenden das Evangelium zu predigen.

Aber so ernst er es mit seiner Aufgabe nahm – die Leute der Burg und die der umliegenden Höfe drängte es nur selten zu ihm. Der alte Mann war allen ein guter Freund. Aber in den Gärten der Seelen ließen die Tage des Kampfes und der Wildheit vielerlei Unkraut wuchern – wie im schottischen Bergwald. Deshalb war die Sehnsucht nach himmlischen Gütern nicht allzu lebendig.

So geschah es, daß den Männern der alte Priester lieber war, wenn er sich das Rüstzeug auf die gebeugten Schultern legte und zu Pferde saß wie sie.

Er ritt mit ihnen in der Nachhut auch zum Kampfe gegen die Dänen. In jungen Jahren hatte er nämlich des Studiums der Heilkunde sich beflissen. Die übte er nun mit besserem Erfolge als die Seelsorge. Die Tonsur unter der Lederkappe oder dem eisernen Helme war ihm schon längst überwachsen.

Seit dem Einritte der heimkehrenden Krieger in den Burghof waren neun Tage verflossen. Der greise Arzt hatte in dieser Zeit die Glieder des siechen Mannes reichlich mit Wein und köstlichen Ölen gerieben und mit dem klaren Quell des Bergwalds gewaschen. Der Kranke hatte fast ununterbrochen in tiefem Schlafe gelegen. Das deutete der Greis als ein gutes Zeichen fortschreitender Genesung.

Als das erste Morgenlicht des zehnten Tages durch die Scheiben fiel, trat der Arzt wie gewöhnlich an das Lager seines Kranken. Da blickte er in ein paar wache, klare Augen; und der junge Ritter fragte ihn mit leiser Stimme: »Wer seid Ihr? Und wie bin ich hierhergekommen? Ich sehe, ich bin im Hause eines Edlen und bin doch gestern vor den Kliffen im Kampfe gegen die Dänen gewesen?«

Der Priester erfaßte seine Hand: »Ihr seid auf Burg Malcolm, Sir. Und es ist schon lange her, daß Ihr im Schwertkampf standet.«

Als der Name ›Malcolm‹ genannt wurde, schloß der Kranke die Augen wie in tiefem Schmerze und wandte sich ab. »Ein Douglas auf Malcolm!« stöhnte er.

Der alte Arzt aber erschrak. Er verließ lautlos das Krankenzimmer. Dann ließ er John Malcolm zu sich in den Waffensaal rufen und berichtete ihm, was er soeben aus dem Munde des Fremden vernommen hatte.

Der junge Malcolm stützte den Arm auf den Rand des Kamins und starrte den Arzt an. »Ein Douglas auf Malcolm!« wiederholte er, und seine Augen verrieten seine Ratlosigkeit. Er sprach zu sich selbst: »Ja, das Gerücht hat sich wohl vordem einmal durch die Wälder gefunden, daß einer jener Douglas aus der Art geschlagen sei. Sie alle sind schwarz und finsteren Blicks. Aber in den Augen dieses einen soll die Bläue des Himmels sein, und seine Haare sollen leuchten wie Gold. – Meint Ihr nicht,« wandte sich der junge Ritter an den Arzt, »daß Euer Kranker vielleicht irre geredet habe? Oder kann es nicht sein, Ihr habt Euch verhört und seine leisen Worte falsch gedeutet?«

Der Arzt antwortet«: »Sir, er liegt nicht mehr im Fieber. Sein Geist ist klar, und er ist ein Genesender, der ohne Schaden noch in dieser Stunde von hinnen gebracht werden kann. So brauchte unser alter Herr nichts von dem wunderlichen Streiche zu erfahren, den uns das Schicksal gespielt hat. Es ahnt keiner in der weilen Burg, wes Geschlechtes jener ist – keiner, wenn nicht der Marschalk!«

Der Arzt hatte sich scheu in dem Saale umgeschaut, ehe er diesen Verdacht aussprach.

»Wie kommt Ihr dazu, so zu reden?« forschte John.

Melvil trat dicht an seinen jungen Herrn heran und sprach noch leiser: »Der Marschalk hat mich die Tage her gesucht, scheint mir. Auch ist er in mich gedrungen, den Kranken auszuforschen. Er hat wohl gewußt, daß einer dieser schwarzen Douglas sonnig ist wie der Frühling. Glenalvon hat Augen wie ein Adler, junger Herr, und Glenalvon sieht durch das tiefste Dunkel.«

»Hat der Marschalk mit Euch darüber gesprochen?«

»Ja, Herr.«

»Was hat er gesagt?«

»Wir werden uns einen Feind im eigenen Nest aufatzen, hat er gesagt.«

»Dachte er dabei an einen Douglas?«

»Seine Rede ist undurchsichtig wie sein Herz,« antwortete der Greis, »wer kann's wissen? Zwar hat er einmal gemeint: die Douglas hätten Haare wie das Gefieder der Dohlen, die um die Türme ihrer Burgen kreischen. Aber wer kann's wissen, Herr? Ich kenn' ihn! Er äußert nicht gern einen Verdacht, der sich hernach vielleicht als falsch erwiese. Er könnt' es nicht ertragen, wenn der Ruf seiner Klugheit einen Stoß erlitte.«

»Pah,« sagte der junge Ritter John, »was ficht mich der Marschalk an! Wir haben getan, was unsere Pflicht war. Und wenn wir einen Feind am Wegrande auflasen und vom Tode erretteten – was haben wir von diesem einen Feinde zu fürchten? Gehen wir miteinander in das Turmgelaß, Melvil!«

Sie schritten aus dem Waffensaale, schritten lange Gänge entlang und die steinerne Stiege zum Turmgelaß empor.

Dort lag der fremde Ritter auf einem Lager aus weichen Fellen. Die Wände des Gemaches waren mit Holz getäfelt. Im Kamine prasselten die Tannenscheite. Um den Giebel trieben Schnee und Regen und letztes, wirbelndes Laub ihr wildes Spiel.

Wie John Malcolm mit dem Priester den Raum betrat, hatte der Douglas auf seinem Lager sich ein wenig erhoben. Den Kopf auf den Arm gestützt, lehnte er in verlorenem Sinnen und starrte gegen das Fenster des Erkers. Hinter den verbleiten, undurchsichtigen Scheiben stürmte der Tag.

Der Kranke wandte sein Gesicht den Eintretenden nicht entgegen. Aber er sprach: »Ich höre Eure Schritte, mein guter, alter Arzt. Ich weiß auch, warum Ihr mich zuvor so plötzlich verlassen habt. Wer ist bei Euch?«

»Mein junger Herr, Sir John Malcolm.«

»Ich kenne diesen Ritter nicht. Aber ich bin gelehrt worden: der Name Malcolm bedeutet für einen Douglas Feindseligkeit und ewigen Haß.«

Douglas redete, aber er regte sich nicht. Sein bleiches Antlitz wandte sich auch jetzt nicht nach den beiden Männern um.

John Malcolm lehnte im rückwärtigen Erker; den konnte das Auge des Kranken nicht treffen. Der Arzt hatte sich inzwischen auf einem Schemel niedergelassen. Auch er hielt sich noch immer im Rücken des Douglas.

Eine dumpfe Schwere lastete in dem Raume. Die drückte die Seelen der drei Männer. Sie wußten: jetzt waren sich nahe, die das unselige Erbe des Hasses ohne Schuld von ihren Vätern ererbt hatten. Sollten sie dieses Erbe nicht lieber verachten und sich die Hände reichen? Aber – durften sie das Vermächtnis ihrer Vorfahren, auch wenn es scheelsüchtiger Haß war, einfach vergessen? Wie würden sich die Väter zu diesem Beginnen der Söhne stellen?

John Malcolm lehnte nachdenklich mit dem Rücken gegen das Fensterkreuz und verschränkte die Arme vor der Brust.

Endlich scheuchte Douglas die tiefe Stille und das bange Erwarten, das in dem Gemache lag. Er fragte:

»Warum redet Ihr kein Wort zu mir, mein treuer Arzt? Ihr konntet noch vorhin so mild sein. Aber – vorhin wußtet Ihr noch nichts von der Laune des Schicksals, das mich zum Gefangenen unseres Erbfeinds machte! Einem Gefangenen steht es nicht zu, ein Wort an Euren Ritter zu richten. Es sei denn, der Gefangene flehe um Gnade für sein armes Leben. Das liegt mir fern!«

Als John Malcolm diese Worte hörte, schritt er durch das Gemach in den gegenüberliegenden Erker und stand nun vor Douglas.

Der erhob sich und neigte sich mit edlem Anstande vor dem jungen Ritter. Beide blieben stumm. Dann sahen sie einander in die Augen. Und Malcolm sprach:

»Ist es auf den Burgen der Douglas Brauch, einen sterbenden Feind gefangen zu nehmen?«

»Wollt Ihr Antwort auf diese Frage, Sir?« entgegnete der Kranke.

»Was bei den Douglas nicht Brauch ist, das verachten auch die Malcolm. Darum: betrachtet Euch als meinen Gast, Sir, solang es Euch behagt, oder verlangt, daß man Euch noch in dieser Stunde in sicherem Gefährt zu der Burg Euerer Väter führe.«

Douglas senkte die Stirne. »Warum ließet Ihr mich über Euer edles Herz bisher im Zweifel?«

»Ihr seid ein Kranker, Sir. Und Ihr seid mein Gast; es steht Euch also zwiefach zu, zu fordern.«

Nun war auch der Priester hinzugetreten und erfaßte die Hand des Douglas. Er zog ihn sanft auf den Rand seines Lagers; denn er sah in Sorgen, wie seine Wangen sich röteten, als käme das Fieber von neuem über ihn.

»Was verlangt Ihr, Sir?« fragte der junge Malcolm nach einer Weile.

Ein wehmütiges Zucken spielte um die Lippen des kranken Kriegers. Er sah an seinem Leibe hernieder: »Diese Kleider gehören Euch; diese Schuhe Euch; und Euch dies Lager. Euerem ritterlichen Mute dank ich mein Leben.« Er erhob sich von neuem: »Einem Edlen aber, der den Feind sterbend aus dem Staube der Schlacht hervorzieht und ihn hält, wie Ihr mir getan habt – einen solchen Edlen hab ich um nicht weniger zu bitten als um seine Freundschaft!«

Die Stimme des jungen Douglas zitterte. Da reichte ihm Malcolm die Hand: »Ihr fordert das beste, das ich zu geben habe! Wohlan, zwischen Euch und mir seien die trutzigen Wälle hinfort geschleift, die ein neidisches Verhängnis aufgebaut hatte, die Edelsten unseres Landes zu trennen. Ich weiß; es ist nicht nur die wunderliche Fügung der Stunde, die Euch mit solchem Wunsche mir gegenübertreten läßt. Es ist vielmehr die Erkenntnis in Euch: die Douglas und die Malcolm haben bessere Aufgaben, als den Brand schnöden Hasses zu hüten. Wohlan, der Wille zum Frieden ist da. Möge die Tat ihn krönen!«

Da legte der blonde Douglas seine Hände auf die Schultern des hochgewachsenen Malcolm. Sie sahen sich in die Augen wie zweie, die sich lange gesucht und nun endlich gefunden hatten.

Dann sagte er: »John Malcolm, wenn uns in unserem Leben nichts weiter zu tun beschieden wäre, als diese Stunde herbeigeführt zu haben – es wäre genug! Wer je nach uns den Namen Malcolm oder Douglas tragen wird, muß uns für diese Stunde segnen!«

.

John Malcolm aber breitete seine Arme aus und umschlang seinen ritterlichen Freund: »Wir wollen Brüder sein, Douglas!« sagte er und küßte die bleiche Stirne seines Gastes.

*

Wie sie eine Zeit danach im Turmgemach zu dritt beim Steinkruge saßen, der mit edlem Burgunderweine gefüllt war, da röteten sich die Wangen des Genesenden im Glücke der Stunde.

Der Arzt und John berichteten, was sich zugetragen seit jenem Abbruch des Feldlagers. Berichteten auch, wie Marschalk Glenalvon den blutenden Leib des jungen Helden am Quell im Niederholze vor dem wilden Kliff aufgefunden hatte.

»Marschalk – Glenalvon?« fragte Douglas erstaunt. Er hatte mit dem Ausdrucke höchster Verwunderung zugehört. »Warum führt Ihr den Marschalk nicht zu mir, damit ich ihm danke und ihm seine edle Tat lohne?«

Der alte Arzt sah seinen jungen Herrn mit deutsamem Lächeln an. Dann schaute er nach der Tür. Es war ihm, als müsse sich diese Tür öffnen und der Lauscher Glenalvon darin erscheinen.

»Ihr müßt wissen,« begann er mit gedämpfter Stimme, »daß dem Marschalk kein Gespräch verborgen zu bleiben scheint, das innerhalb der Mauern von Burg Malcolm geführt wird. Dieser Glenalvon ist ein Wunder von Weisheit und Mannesmut. Aber er ist auch ein Wunder von Verschlagenheit und Tücke ...«

Malcolm setzte hinzu: »So ist er ein giftiges Reptil – – und leider der Vertraute meines Vaters. Lord William Malcolm ist der einzige Mensch, dem der Marschalk in wahrhaft heldischer Treue zugetan ist. Er würde ihn nicht missen mögen; denn es kann sich einer nicht seinen Kopf und seinen rechten Arm abhacken ... Verstehst du das, Archibald Douglas?«

Der blonde, junge Ritter schwieg und sah nachdenklich vor sich hin. Um dem Gespräche eine andere Wendung zu geben, fragte er:

»Hast du Brüder, John Malcolm? Und warum führst du sie nicht zu mir, damit wir uns dieser Stunde gemeinsam freuen?«

»Keine Brüder, Archibald Douglas! Aber meine Schwester Harriet will ich morgen in dies Gemach geleiten.«

Da lächelte der genesende Mann: »Oh, ihre Schönheit ist allmächtig, und ihr Herz ist wunderbar wie ein Märchen.«

Er sprach diese Worte wie im Traume, und seine Augen füllten sich darüber mit hellem Glanze.

»Du weißt ...?« entgegnen John Malcolm erstaunt.

Douglas legte seine Hand auf die des Freundes und sagte:

»Für die Kunde von ihrer Schönheit und für das Lob der Güte ihres Herzens waren die Mauern der Douglasschlösser nicht stark genug. Und die Feindseligkeit unserer Geschlechter war nicht mächtig genug, ihrem Eindringen zu wehren. Von Harriet Malcolm, der Rose von Schottland, singen die fahrenden Leute. Von ihr und ihrem edlen Sinn erzählen die Mägde am Spinnrade mit glückseligen Augen. Ich freue mich, Harriet Malcolm morgen zu sehen.«

Während Douglas so sprach, erhob sich der Arzt von seinem Sitz. Er schlug dem jungen Ritter das Oberkleid am Halse zurück und schob ihm den Verband zurecht, der sich an Schulter und Brust verschoben hatte. Auf der Stirne saß dem jungen Helden noch der blutrote Striemen eines frischvernarbten Schwerthiebs. Erst an diesem Morgen hatte ihm der Greis die Binde abgenommen. Nun sagte er lächelnd und bedächtig:

»Wenn Ihr bald nach Burg Douglas reiten wollt, Sir, so werden wir jetzt daran denken müssen, Euch in der Stille des Turmgemachs allein zu lassen. Ich bitte, streckt Euch wieder auf den Fellen aus und laßt uns beide heute den Rest des Burgunderweins allein trinken.«

Douglas litt frohgemut die Sorge des greisen Arztes. Dann sagte er scherzend:

»Was meint Ihr, Melvil? Bin ich nicht wieder stark wie ein Löwe?«

Er schlug ihm dabei sanft auf den Arm.

»Hm,« machte der Alte, »und wenn Euch in einer Stunde ein Geißbock anrennt, so setzt er den Löwen in den Sand. – Wir wollen daran denken hinauszugehen, Herr John,« wendete er sich an Malcolm, »oder wir wollen höchstens noch ein wenig darüber reden, was zu geschehen hat.«

»Es ist recht,« antwortete der junge Ritter und wendete sich dem neugewonnenen Freunde zu: »Auf Burg Douglas meinen sie, du wandelst nun unter den Toten! Möchtest du, daß ich einen verschwiegenen Boten reiten lasse, der den Deinen die Kunde hinüberbringt: Archibald Douglas lebt?«

Da legte der Kranke die Hand flach über seine Stirn und sah schweigend nach der gebräunten Decke des Gemachs. Es war, als senke sich eine tiefe Trauer in sein Herz. »Kunde bringen?« fragte er halblaut. Er redete mit sich selbst. Dann richtete er sich ein wenig auf: »John, du sagst, einen ›verschwiegenen‹ Boten. Glaubst du, daß außer unserem alten Doktor ein Mensch lebt, der über das schweigen wird, was in dieser Stunde sich zwischen uns ereignet hat? Ja, wenn wir beide die Ältesten unserer Geschlechter wären! Und wenn wir die Macht hätten zu gebieten: der alte Haß soll nun begraben sein, denn er war die Schmach der Malcolm und Douglas! Aber wir sind beide nur die Söhne unserer Väter. Und in unseren Vätern brennt die Flamme des Hasses verderblich weiter ...«

Noch ehe Douglas geendigt hatte, war Malcolm wieder zurück in den Erker getreten. Auch ihn überkam tiefer Unmut – nun lehnte er die Stirne in schweigsamem Sinnen gegen die kalten Rundscheiben des Fensters.

»Den Haß des Alten von Malcolm gegen die Douglas zerschlägt nur der Tod!« sagte er dumpf.

»Und den Haß des greisen Lord Douglas wider die Malcolm zerschlägt nur der Tod!« kam es in gleichem Tone von den Lippen des Kranken.

Endlich trat John Malcolm wieder an das Lager seines Freundes und reichte dem jungen Ritter die Hand: »So wollen wir uns unverbrüchliches Schweigen geloben. Kein Mensch soll von dem Glücke dieser letzten Stunde Kunde bekommen als unser treuer Arzt und Harriet, meine Schwester!«

Bei diesen Worten beugte er sich zu dem goldhaarigen Douglas nieder und küßte ihm die Wange. Dann winkte er dem Arzte:

»Kommt, Melvil, wir wollen zu Harriet gehen und mit ihr heimlich Rat halten! Vielleicht weiß Frauenklugheit einen Weg aus diesem Netze, mit dem uns das Schicksal umstrickt hat.«

Damit verließen die beiden das Turmgemach.

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