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Der Aufgang des Abendlandes

Karl Bleibtreu: Der Aufgang des Abendlandes - Kapitel 6
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authorKarl Bleibtreu
titleDer Aufgang des Abendlandes
publisherWilhelm Borngräber Verlag
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firstpub1925
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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V

Schon Goethe wußte, daß »Licht und Auge das nämliche« seien, doch Herder ahnte mehr: Gleichheit von »Licht, Äther, Lebensbewegung«. Unter gewissen Umständen erzeugen die Ätherwellen Licht, unter andern Elektrizität, unter wieder andern organisches Leben und hieraus in Steigerung der Bewegung alles Immaterielle des Lebensprinzips, nämlich Vernunft, Idee, Genie, d. h. den »höheren Manas« der Inder, untrennbar vom Weltäther. Dagegen hilft Ausdeutung der Farben als Lichtschwingung nichts für unser eigenes Weltbild, denn die Farbenempfindung ist rein subjektiv und je nach Stellung des Auges und Anlage des Hirnnervs verschieden. Die Physik leistet also wieder nichts als Beschreibung eines Vorgangs, der selber keine objektive Wirklichkeit bedeutet. Rot erregt die Rinder vermutlich als Blutfarbe durch Instinktassoziation mit Blut, als ob Tradition von Schlachthäusern ihnen okkult zugänglich sei. Hunde schnappen nach fleischfarbenen Röcken, auch Katzen sehen rötliche Speisen als blutig. Demnach sehen die Tiere Blut und überhaupt Rot wie wir? Nicht unbedingt, sie können auch darin eine beliebte andere Farbe sehen, die ihre Gier und Wut erregt. Das Rindvieh wird aber wohl nicht politisch als Antimarxist Rot hassen! Da ist nun bedeutungsvoll, daß Rot tatsächlich in okkulter Aura die Farbe böser Leidenschaft bedeutet, man könnte also folgern, daß die Tiere gleichsam symbolisch »rot sehen«. Jedenfalls empfinden sie an Blut erinnernde Farben gemeinsam als einen Komplex wie wir eben Rot, und daraus folgert, daß die Lichtwirkung genau wie beim Menschen einen Farbeneindruck hinterläßt, sie daher eine der unsern sehr ähnliche Außenwelt sehen von gleicher relativer Realität. Diese ist also auch »Vorstellung« des Tieres, womit alle anthropomorphische Eitelkeit zerfällt. »Die Tugend ist nur, weil ich selber bin« (Tieck) könnte auch ein gelehrter Papagei empfinden, wenn er es soweit in philosophischem Kursus brachte! Es gibt zwischen dem Menschen und anderen Lebewesen wesentlich nur quantitative Unterschiede der Vorstellung, nicht qualitative, wobei obendrein noch wahrscheinlich, daß die besser entwickelten Sinne vieler nichtmenschlicher Wesen ein quantitativ reicheres Bild der Außenwelt haben. Über solche denkerische Beobachtung, die den Menschen äußerlich ganz ins Tierreich stellt – ein gelehrter Elefant könnte eines Tages durch den Rüssel trompeten: »der Dschungel ist meine Vorstellung!« –, darf aber der Materialist nicht frohlocken, denn alsbald tut sich eine andere Logik auf. Diese so wenig von der tierischen verschiedene Sinnesvorstellung steigerte trotzdem den »Geist« so ungeheuer, daß nun zwischen Jesus oder Leonardo und der höchsten Tierpsyche ein Abgrund klafft? Was folgert unabwendbar? Daß alles, was den Menschen über die Außenwelt erhob, nicht erfahrungsmäßiger, jedem Tier zugänglicher Wahrnehmungsvorstellung entstammt, sondern unbekannten unsichtbaren Ursachen. Abstrahieren wir sämtliche Sinne, würde diese Psyche sich dennoch eine Innenvorstellung schaffen, selbstherrlich unabhängig von der Außenwelt. Entspricht dies nicht sogar Mills Logik, man müsse Unwesentliches eliminieren, hier also das mit dem Tier Gemeinsame. Wichtig bleibt nur die metaphysische Erfassung des Lichts als einer alldurchdringenden Emanation unsichtbarer Kraft, und wenn Goethe sogar die sichtbaren Strahlen als »Abstraktion« betrachtet, so ahnt er damit die Einheit und Immaterialität der allgemeinen Lichtquelle, denn was wir als Licht empfinden, ist genau so abstrakt unwirklich wie die Farbe, wirklich nur die unsichtbare Einheitskraft, für welche »Licht« selber nur eine Teilschwingung bedeutet. Genau so wie die Sonne fernwirkend auf der Erde Lebenskeime ausbrütet, zu welcher Materietat ein immaterielles Gebot sie treibt, so erhält das Ich durch Berührung mit der Welt den Anstoß, auf der Grenzscheide des sinnlichen Verstandes das Unsinnliche aufblitzen zu lassen. Durch die Zündschnur des Ätherlichtes bringt die Weltvernunft dies Pulverfaß zur Explosion der »Ideen«, dafür muß aber eben schon Pulver vorhanden sein, nämlich die Ansammlung der Vernunft (des »höheren Manas«) im Unbewußten, dem nun freier Zugang zum Äther geöffnet wird. Doch selbst klarste Erleuchtung denkt nur in Gleichnissen, in endlichen Relativbegriffen unendlicher Ahnung. So ist »Licht« nur ein Symbol wie alles Physikalische, während man alles Immaterielle zugleich physikalisch auffassen kann. Alles Unvergängliche ist nur ein Gleichnis, alles Vergängliche ist unvergänglich, das scheinbar Unzulängliche immer Ereignis, das Unbeschreibliche nicht »hier«, sondern immer und überall getan. »Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein sinnliches Gleichnis machen,« dies monotheistische Gebot gilt auch für monistische Einheit.

Descartes, ohne je in Materienwahn zu verfallen, von unbedingter Tatsächlichkeit und Notwendigkeit Gottes durchdrungen, verbannte ihn aber, vom Kosmos abgesondert, gleichsam auf eine einsame Insel, sonst hätten die Jesuiten ihm den Ellenbogenraum für Aufdeckung des äußeren Naturmechanismus verdorben. Auch bei Bruno schielt vielleicht Einiges, worauf Chamberlain übelwollend verweist, nach der Inquisition hin und auf Kants »Dunkelheit« färbte wohl auch die staatlich-kirchliche Hemmung ab. Könnten aber Descartes, Bruno, Kant sich mit Plato, Goethe und dem aus starrer Mechanistik zuletzt zu mystischer Denkart durchgerungenen Leonardo besprechen, so würde sich ihre Übereinstimmung trotz verschiedener Methode herausstellen und indische Urweisheit darüber den Segen sprechen. Denn auch im höchsten Denken waltet geistiger Monismus, die Weltseele weist ihm deterministisch immer das gleiche Endziel. Gerade durch Anerkennung der unfreien Determiniertheit tront die Einheit von Welt und Ich, Gott und »Seele« und hiermit die Idealität des Lebensprinzips auf erhebender Sicherheit. Transzendentale Freiheit entsprießt aus Notwendigkeit alles Geschehens. Intuitive Eingebungen wollte Goethe als freies Geschenk der Götter mit ehrfürchtigem Dank betrachtet wissen, doch auch hier ergänzt sich das Freie mit dem Notwendigen. Denn wie die Materie uns sinnliche Wahrnehmung erweckt, so stellen Ideen nur den Eindruck einer stofflosen Wahrnehmung dar, die sich als Ätherstrahl elektrisch vollzieht, von so erhabenem Ursprung, daß ihnen dann wohl »gesetzgebende« Macht (Kant) innewohnen mag, was sonst nur sträfliche Anmaßung des menschlichen Denkens wäre. Ideen sind nicht Produkte einer »produktiven Einbildungskraft«, womit Kant plötzlich die Vernunft ausstattet, als ob derlei ohne die sonstige Ichbedingtheit im Bewußtsein möglich wäre, sondern Empfängnisse aus einer Sphäre vom gleichen Stoff wie die Ideen: einer transzendenten Ideenwelt »geistiger Naturen«.

Ohne Erfahrung gibt es keine Wahrheit? Wie könnte dann etwas jede Erfahrung Überfliegendes Wahrheit besitzen, wenn nicht eine unsichtbare Erfahrungswelt zugrunde läge? »Ein Begriff, der die Möglichkeit der Erfahrung übersteigt, ist die Idee,« dann wäre sie wahrheitslos, doch beanspruchen Denker und Religionsstifter: »Ich bin die Wahrheit.« Ist dies relativ wahr, müßte eben Kant eine außer- und innerhalb der Materie bestehende vierte Dimension gelten lassen, und da dort Notwendigkeit geradeso regiert wie im Sichtbaren, so kann die Idealität im Menschen nur auf Spiegelung des Transzendentalen beruhen, das der Äther durchs Medium der Elektronen in das Selbst, eine Partikel des Welt-Selbst, hineinstrahlt. »Wir können nur verstehen, was wir selbst machen können?« Dann wohnt der Idee eine Schöpferkraft inne, die keinem Geschöpf der Materie zukäme, wohl aber einem Strahlenleiter aus dem Äther. Der Verknüpfung von Ich und Materie steht eine noch festere Einheit von Seele und Allseele gegenüber. In ein falsch konstruiertes All der Widersprüche, wo in Mechanik die Idee als Mädchen aus der Fremde hineinschneit, wagen Naturforscherhypothesen eine Luftschiffahrt, wo sie als erfahrungslose und höchst inexakte Vagabundinnen im stickstofflosen Ätherraum ersticken müßten, wenn sie nur allzumenschliche Töchter der Materie wären. Sie leben aber herrlich und in Freuden, Kants längst angefochtene Nebelkosmogenie am fidelsten, denn auch die sinnliche Naturerscheinung tut ihnen den Gefallen, sich ihnen so darzustellen, wie es für sie paßt. Für neueste Physik lösen sich die Atome in bloße Wirbelbewegung und ein nur mechanisch mitbewegtes Leben müßte sich in Horror Vacui verzehren, ohne je Immaterialität selbstherrlicher Ideen hervorzubringen. Daß ihm dies möglich, beleuchtet blitzartig das wahre Geheimnis: Drahtlose Telegraphie mit einer Kraftzentrale, die sich nach Bedarf als Telepathie, Idee, Genie entladet und deren das All durchschießende Ausstrahlung sich das Leben als elektrische Maschinerie erfand. Von solcher sichtbaren Stofflichkeit geht unendliche unsichtbare Kraft aus, unzerstörbar an sich, ob auch die Maschine einzeln stoppt. Diese allgemeine Elektronenvernunft beweist unwiderleglich die Immaterialität des Lebens, zugleich aber ein höchstes Wesen im All, dessen Strahlenblitze ununterbrochen das Materiedunkel umleuchten, und die Unsterblichkeit der Seelenmonade als symbolisches Abbild der Zentralleitung. Weil Materialisierung nötig und die elektrische Batterie oft repariert werden muß – ihre Verfeinerung in besonderer Sammelstelle bedeutet Genie –, deshalb das Karma der Wiedergeburt, bis solches überflüssig wird und das unbewegt im Unbewußten die Materieschwingung betrachtende transzendentale Ego sich wieder mit Gott vereint, d.h. die Elektronen der dauernd abgeschliffenen Persönlichkeit im Äther aufgehen. Die Karmalehre enthält trotz strenger Wahrung der individuellen Ungleichheit die Vielheit als Täuschung (»Schleier der Maya«), Einheit als Urprinzip, zu welchem »Nirvana« hinstrebt.

In diesem symmetrischen Bau ist alles nicht nur logisch wie bei keiner anderen Definition des Weltbildes, sondern auch viel klarer angeschaut, während ein älterer Franzose die Mathematik »dunkel« nennt und Goethe ihr »lebendige Anschauung« abspricht, welche sie geradezu aufhebe. In der Tat war ihr Ausgangspunkt anschauliche Idee, doch indem sie diese in bloße Zahlenmessung verstrickte, verriet sie die höhere Vernunft an den niederen Verstand. Sie wurde so zugleich das verwegenste Phantasieprodukt und die ausgeklügelste Abstraktion, ist Verstandesmechanik und möchte doch Freiheit über die Natur behaupten. Diese bewunderungswürdige Spielerei verwirrt daher unleidlich die Begriffe Freiheit und Mechanik. Sie läßt sich auf nichts Konkretes ein, wirkt nicht durch, sondern für Erfahrung, wie Kant von der Physik sagt, dies aber widerspruchsvoll fortsetzt: unsere Empfindung sei »was Wirklichkeit im Raum bezeichnet«. Wie kann subjektive Empfindung irgendwelche objektive Wirklichkeit ersetzen! Letztere würde hiermit ganz verneint, wenn sie nur als Scheinerfahrung des sinnlich Empfundenen auftritt. Vielmehr wird uns nur das innere Anschauungsvermögen als Ahnung einer Wirklichkeit durch das immaterielle Lebensprinzip übermittelt. Wäre der Raumbegriff »in uns schon bei der Geburt vorhanden« (Mach), so würde dadurch nur bewiesen, daß die »Welt« wünscht, wir möchten sie uns sinnlich vorstellen, weil dies ein nötiger Durchgang zum Verständnis ihrer Sinnbildlichkeit. Indessen gibt Helmholtz zu, die sog. Naturkräfte seien nur ein Objekt (richtiger Postulat) des Verstandes, Hertz resigniert sich offen: »das Scheinbild« der Naturforschung habe keinerlei »Übereinstimmung mit den (wirklichen) Dingen«. Das ist blanke Kapitulation. Wenn aber umgekehrt Kant völlig verworren »Freiheit und Unabhängigkeit des Menschen vom Mechanismus der Natur« und der manchmal widerspruchsvolle Leonardo »Freiheit« als »Imperium der Natur« proklamiert, so verwechseln sie die Notwendigkeit elektrischer Entzündung von Intuitionen durch die Zentralstelle mit freier Verantwortung der Einzelseele. Beide Denker reizte ihre Milieuwidersetzlichkeit gegen Priesterscholastik zu widerborstigem Hervorkehren mechanistischer Stacheln, doch ihr im Alter über jeden Materialismus emporgereifter Denkerstolz verlockte sie umgekehrt zu unbesonnener Überhebung. Denn ihr geheimes Erkennen der Alleinheit hält die geahnte transzendentale Freiheit für gleichbedeutend mit Überwindung der unentrinnbaren Notwendigkeit innerhalb der Materie und des von ihr kausal bestimmten Ichs. Das ist Größenwahn, denn die ideenbildende Vernunft, solange sie an den Ichgeist gebunden, stellt nur den passiv empfangenden stillen Partner der Weltvernunft vor und darf von sich aus keinerlei Freiheit beanspruchen. Jede Inspiration des Genies unterfällt geradeso der Notwendigkeit wie jeder gewöhnliche Willensakt. Der vordem rationalistische Kant, den Nietzsche mit gewohnter Ungezogenheit des Un- und Mißverstehens als Begriffskrüppel verhöhnt, mußte im Alter zuletzt ein Corpus mysticum schauen, auch Leonardo Goethesche Ahnung singen hören: Die Geisterwelt ist nicht verschlossen, nur unser Hirn ist trüb, unser Herz ist tot. Solchen Tiefblick gebeut kein freier kategorischer Imperativ, sondern die notwendige Kausalfolge eines einmal auf den richtigen Draht eingestellten Denkens, das einfach den Botschaften der Weltvernunft zu gehorchen hat. Wie man dies Mysterium wahrer »unbefleckter« Empfängnis für Kirchenbedürfnis sinnlich vergröberte, so sträubt sich auch das Ichbewußtsein mit Freiheitswahn gegen den Prozeß, die Scheinvielheit in das Allsein aufzulösen, d. h. die unbedingte Vorbestimmung alles Erkennens wie alles Geschehens anzuerkennen. Die Erleuchtung des Genies ist keinerlei freies Verdienst, sondern eine Art Gnadenwahl der Notwendigkeit infolge einer durch Präexistenzen verdienten Auslese einer besonders geeigneten Elektronenseele. Entzündet hingegen eine einheitliche Idee den latenten elektrischen Draht einer Massenpsyche, so verbiegt ihn bald die Trägheit der Materie, verschüttet den Anschluß an die Zentrale und schraubt ihn ab. Durchschneidet man grundsätzlich die Verbindung mit den Polen Gott und Unsterblichkeit, so steckt Kurzschluß die verschlammte Ichmaschinerie in Brand, wie Bolschewismus den Sozialismus in die Luft sprengt. Doch auf entgötterte und als Rumpelkammer mit Götzenbildern vollgestopfte Hirne kann die Ätherzentrale plötzlich vibrierende elektrische Schläge austeilen, wenn ein Genius als personifiziertes Licht mitten unter der Masse die Strahlen der Weltvernunft materialisieren will. »Wenn das Unrecht überhandnimmt, schafft Wischnu sich selbst« verkündet Brahminenweisheit das Erscheinen der Heilande als gesetzmäßige Notwendigkeit: Pfingstniederkunft des heiligen Geistes.

Selbst wer behutsam jeden Kirchenspuk bei jeder Pfingstmär ausschaltet, wird nicht die Möglichkeit plötzlicher Elektronenergießung leugnen, welche die Menschheit gleichsam mit ätherischem Öl einer Reinigungssehnsucht tauft, um Blut und Schmutz von ihr abzuwaschen. Ist die Zeit erfüllt für Wiedergeburt religiöser Erhebung? In Bereitschaft sein ist alles. Sollte Leonardos oft zitiertes »Miracolo del primo Movimento« am Ende nur Verballhornung sein für seinen wirklichen Satz über »wunderbare Gerechtigkeit des ersten Bewegungsurhebers«? So erben sich Verwechslung und Verdrehung als ewige Krankheit fort. Wer Chamberlains Anpreisung Leonardos als bloßen Außenschauer hinunterwürgt, wird gegen den Großen heimlich aufgebracht und hält ihn irrtümlich für mechanistisch. Wer aber den gewaltigen Innenschauer, dem Außenschauen nur als Werkzeug innerer Erleuchtung diente, wirklich erkennt, betrachtet es als Fälschung, daß man diesen Vorauserkenner des von uns gesuchten transzendentalen Monismus (siehe sein tiefsinniges Bacchus-Johannesbild) als Eideszeugen für antimetaphysische Hirngespinste anzurufen wagt. Ins Reich der transzendentalen Freiheit führt keine willkürliche Enterbrücke, sondern nur »göttliche Notwendigkeit, deren Wirkungen auf kürzestem Wege ihren Ursachen folgen« (Leonardo).Das Ursachlose, die Seele der Unendlichkeit, kann auch spontane psychische Wirkungen durch Herniederkunft von Ideen erzeugen, deren Ursachen über jede sichtbare Kausalität hinausreichen: die innere Notwendigkeit des Unsichtbaren.

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