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Der Aufgang des Abendlandes

Karl Bleibtreu: Der Aufgang des Abendlandes - Kapitel 52
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authorKarl Bleibtreu
titleDer Aufgang des Abendlandes
publisherWilhelm Borngräber Verlag
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firstpub1925
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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IV

Nur ein törichter Naturalist belächelt als weitgehende Mystik, daß nur das Unsichtbare das Sichtbare geschaffen haben kann. Und doch weiß man schon heute, daß es keinen starren Stoff gibt, sondern jeder Steinwall durchstrahlt und in steter Bewegung seiner Atome vibriert wird. Solange man aber das Ichpersönliche als Willensmacht bestehen läßt, was dem Menschenegoismus schmeichelt, liefert man dem Materialismus polemische Handhaben. Buddha, obwohl er zu radikal verfährt im Abscheu vor vedantischer Seelenvergötterung, versetzt in Wahrheit dem Mechanismus gerade durch Ausmerzung des gewöhnlichen Seelenbegriffs einen tödlichen Schlag, denn seine Naturforschung ist ganz ins Unsichtbare verlegt und zieht dem Materialismus den Boden unter den Füßen weg, was ein vager Spiritismus nie vermag. Owens christlich orientierte Spirits benachrichtigen uns, daß der liebe Gott das Leid der Kreaturen als höchst wohltätig einführte. Es mag so sein, doch so Schweres darf nicht leichtfertig hingesprochen werden. Denn warum läßt Gott außerdem noch eine Hölle zu, ein »Land der Finsternis«, das die Bösen erwartet, aus dem sie erst allmählich erlöst werden? Owens Geister äußern sich zwar konfus, doch geben sie Unfreiheit des Willens indirekt zu, sintemal sogar ihr Jenseitsleben nur wohltätigem Zwang gehorche. Wenn sie aber ihren erfreulichen Zustand und die Hölle daneben ausdrücklich als Kausalfolge erklären, wieso verdient unfreier Wille der Bösen so grausame Strafe? Gewiß halten wir dies für logischer als Wilberforces Liebesgezeter gegen den Höllenbegriff, aber ohne Karmagesetz verwickeln diese persönlichen Geister ihren persönlichen Gott nur in Widersprüche. So bleibt leider bestehen, daß sie dem mit Kirchenvorstellungen gefülltem Hirn des Referenten nur eröffnen, was er schon selber glaubt: ein erkenntniskritisch begreiflicher Vorgang, der aber die Wahrheitsautorität seiner Besucher sehr schmälert. Wohlgemerkt schließen wir jeden Schwindel aus, wenn sie ihrem Medium die Hand führen, die im Trance ihr Diktat schreibt, zumal es ja auch Bemerkenswertes enthält, wofür wir freilich gern Owens eigenen Intellekt prüfen möchten. Übrigens wird zufriedenstellend beschrieben, welche Methode bei den Besuchen befolgt wird, welche Schwierigkeiten die Astralen zu überwinden haben, um durch den »Schleier« oder »Wall« in die Erdatmosphäre unterzutauchen, just wie man Taucher von oben her durch Helfer ihrer eigenen Sphäre mit Luft versorgt. Verwandte und Freunde ihrer ersten Sphäre stellen fest, daß diese nur eine verbesserte leidfremde Erde voll ewigem nachtlosen Sommer sei, und da können sie sich mit Raymond Lodge und andern Spirits die Hand schütteln, denn die erzählen Ähnliches. Aber daß Gewaltige der zehnten Sphäre, die Fürsten Astriel, Sobdiel und »Führer«, sich zu diesem jungen Vikar herablassen, wodurch gewann er solchen Vorzug, während der weltberühmte Oliver Lodge so viel mindere Erleuchtung genoß?

Lodge glaubte schon früher an die Geisterwelt, Owen bekundet, er sei oft von Zweifeln geplagt, ob alles nicht Selbstsuggestion sei. Die Geister sagen, sie hätten es auf ihn abgesehen, weil sie ihn schon lange beobachtet und vorbereitet haben, doch ohne Angabe der Gründe für ihre Wahl. Die Danteske Phantastik vieler Ausmalungen spiegelt nur menschliche Handlungs- und Gefühlsimpulse in vergrößertem Format wider, doch das unverkennbare dichterische Talent und gar die bedeutenden Ideen, welche die Herren aus der zehnten Sphäre vortragen, entspringt dies nicht vielleicht nur Owens eigenem Unbewußten unter Geisterberührung? Daß er kein Honorar für Abdruck seiner Botschaften nimmt, bedarf er dessen, den jene hohen Herren ihrer Freundschaft würdigen, neben denen Shakespeare und Napoleon nur armselige Schlucker wären! Von Rechts wegen sollte man einen so Begnadeten zum Erzbischof ernennen! Scherz beiseite, als Literatur vom Schlage Defoes oder Wells wäre die Leistung sehr ansehnlich. Viele Gründe sprechen gegen Schwindel, wenige aber dafür, daß trotz wirklichem Kontakt mit Übernatürlichem hier Selbsthypnose ausscheidet. Denn der Anschauungskreis bleibt immer der eines englischen Pfarrers. Warum berühren die Geister nicht Weltkrieg und Weltrevolution? Weil jene Rolle, die Christentum und England dabei spielten, das Hirn des Pfarrers in Bedrängnis brächten! Keine Wahrheit, die er nicht in sich selber spürt, erschließen ihm die himmlischen Besucher. Diese »freuen« sich über göttliche Weisheit, wenn sie von ihrer höheren Zinne bestialen Lebenskampf beschauen? Krebs, Syphilis, Lungenpest, Hungertyphus, alle Hospitäler voll gräßlich Verwundeter, Erblindeter, Wahnsinniger, Not und Elend im Übermaß, Seelenleid jeder Art, Sieg grausamer Wildheit – sind dies Liebestaten des Herrn Jesus für seine verirrten Schäflein? Nein, meine Herren Geister, so geht das nicht. Wäre die Menschheit nicht böse von Jugend auf, so wäre Gottes Verhalten ungerecht und auch so lieblos. Ein Büttel, der seine ungeratenen Kinder maßlos quält, erzieht nicht zum Guten. Um dies zu verschleiern, borgt sich die Theologie von ihren Feinden die Evolutionsphrase und hantiert lustig weiter mit freiem Willen, wobei das Böse auch hienieden bestraft wird! Oho! »Malheurs de la vertu«, »Delices du vice« lauten Sades famose Romantitel, auf diesem Wege gibt es keine moralische Weltordnung. Kehrseite der Medaille: Der Mensch ist unfrei von Geburt, Gott kann ihn nicht lieben, darf ihn aber nicht hassen, weil er doch selbst die Unfreiheit veranlaßt, statt dessen bereitet er noch besondere Schwierigkeiten, das Gute zu wählen und an seine Gerechtigkeit zu glauben. Und was treibt seine Allmacht, da er als persönlicher Gott doch alles bessern könnte? Diesen gordischen Knoten durchhaut nur das blitzende Schwert der Karmaerkenntnis: der Mensch kann gut oder schlecht sein nur durch Präexistenz, nur steigen oder sinken durch künftige Existenz, nur deshalb kann ihm das kausal überkommene Leiden der Gegenwart durch ausgleichende Transformation vergütet werden. Das Erbübel ist des Menschen eigenes Werk und Abbild, Gott kennt weder Liebe noch Haß, seine Weltethik wirkt nur gesetzmäßig: wer sein Ich liebt, wird es verlieren, wer es haßt, wird das ewige Leben erhalten, wer das Unsichtbare anruft gegen das Sichtbare, wird gekräftigt gegen den Schein, wer sich ans Sichtbare klammert, versinkt im Schein. Die Geisterwelt verfolgt aufmerksam die Mimikry der Widergeburten und kann als Medium der Vorbestimmung psychisch eingreifen, ohne daß Gott als persönliche Vorsehung sich bemühen muß.

Owens Geister behaupten: »Bewegung ist abhängig von Wille, Wille von Persönlichkeit, Materieform nur Manifestierung von Persönlichkeit, wechselt in Bildung und Dichtigkeit gemäß Wesen des Handelnden«. So rücken theologische Geisterseher, ob mit oder ohne Spirits, immer mit Persönlichkeit an, um Immanenz Gottes an das Ich zu binden. Bewegungsatome seien dichter als der Äther, aus dem sie sich absondern? Ja, doch ist vermessen zu lehren, daß persönlicher Wille, auf den Äther konzentriert, aus diesem Atome herabziehe, so daß zuerst der Erdball selber Produkt persönlicher Willensmächte wäre. Alle Planeten seien durch spirituelle Energie entstanden, ferner bilden bei Attraktion von Sonne und Erde zwei Linien eine Kreiskurve, Harmonie durch Antagonismus, Abbild der Lebensreibung, deren Weisheit wir nicht verstünden? Außerdem sagt ein Herr aus der 10. Sphäre: Wohl sei der Höchste-Eine das Zentrum aller Unendlichkeitskreise, doch nirgendwo sichtbar, welches Geheimnis man menschlichem Begriffsvermögen nicht klar machen könne. Uns ist's klar genug, der alte Satz »Wer Gott schaut, stirbt« bedeutet wohl auch »Wer stirbt, schaut Gott«, wie es Benetts seltsamer Roman »A glimpse« veranschaulichen will. Doch selbst für erlauchteste Geistesaugen kann Gott in keiner denkbaren Erscheinung sichtbar sein, da er zugleich das All ist und ein ewig verhüllter Punkt wie der Pol auf der Erdachse.

Das kann aber kein lieber Vater im Himmel sein, zu dem Kinderaugen aus Veilchenbeeten emporlächeln. So empfand auch Reverend Chambers in »Der Mensch und die Geisterwelt« 1906, der seinen Amtsbrüdern vorwirft, sie fälschten ihre Süßlichkeit in die Bibel hinein. Laut seinem Hinduspirit regiert in der Geisterwelt eben der Geist und eine seiner Fähigkeiten sei »Form«, ein beiläufig aus Aristoteles entlehnter Begriff. Erscheinen in früherer bekannter Körperlichkeit sei nur Gedankenform. Das stimmt zu unserer eigenen Überzeugung. Auch daß die englische Hochkirche einen »Zwischenzustand« nach dem Tode in ihr Kredo aufnimmt, nicht aber, daß der Geist schon im Leben teilweise außerhalb des Körpers weile – als Insasse der Geisterwelt, die »überall« ist? Auch hier bestreiten wir jeden Dualismus, denn es ist kein Doppelleben, wenn das Unbewußte in Trance oder Traum sich vom Ich abmeldet, für waches Bewußtsein gibt es nur einheitlichen Lebensprozeß ohne Ausflüge ins Unirdische. Daß ein Hinduspirit sich als »Kontroller« eines schwachen jungen Engländers bemächtigt und aus ihm im Trance redet, dabei aber Christliches denkt wie sein Befrager, zeigt das Subjektive aller Geisterbesprechungen. Hier hören wir nichts von göttlicher Immanenz, von Gleichheit jenseitigen Zustands, aber auch nichts von getrenntem Licht- und Nachtreich mit grob-menschlicher Ausmalung, wie denn jede dualistische Vorstellung nur Vermenschlichung bedeutet. Auch von Engeln und Sphären (Paulus will im Trance bis in die 3. Sphäre vorgedrungen sein) weiß der Hindu nichts. Geister können laut ihm so wenig die Zukunft vorhersehen wie Menschen, während doch telepathische Prophetie das Gegenteil beweist. Daß das Böse allmählich vom Guten aufgezehrt werde, ist eine dem Evolutionswahn schmeichelnde Einbildung. Der gute Hindu täuschte sich gewaltig, als er 1906 besondere Energiewellen guter Geister sich vorbereiten sah, statt dessen wurden alle bösen Geister losgelassen. Denn das Böse als natürliches Mitelement der Bewegung, da es ohne Reibung weder Gut noch Bös gibt, könnte erst ganz aufhören, wenn das Weltbild zur ewigen Ruhe Gottes zurückkehrt.

Nicht dulden dürfen wir ein christlich gefärbtes Geistreich mit Christus als König, oder paßt sich der Hindu dem redseligen Pfarrer absichtlich an? Erfreulicherweise bricht er mit dem Wahn eines Geisterlandes in weiter Sonnenferne statt »überall« und erklärt bestimmt, der Mensch gehe genau so ins Jenseits über, wie er im Leben war. Nur die Wenigen, die sich geistig vorbereiteten, seien drüben sofort glücklich, der einzige Gewinn des »Zwischenstands« ist das Wegfallen der Materiesperre. Davon profitieren die mit »fleischlichem Geist« Gestorbenen wenig, müssen sich mit peinvoller Mühe in entfleischlichte Verhältnisse einleben. Hierzu werfen wir die Frage auf, wer denn die unzähligen Neugeborenen mit individuellem Spirit versorge, was sich im bloßen Mutterleib so wenig vererben kann, wie die Astralaura. Nun, da ein Überfluß von Geistern besteht, d. h. von Energien mit dem Zwang zur Verstofflichung, so muß jede Neugeburt eine Wiedergeburt sein. Dieser Schuß ins Schwarze, dessen zwingende Logik noch niemandem einfiel, trifft jene Kindsköpfe, die aus jedem Embryo ein unsterbliches Ich aufsteigen lassen. In der Weltökonomie entspricht die Menge der Gestorbenen ziemlich genau den Neugeborenen, deshalb wird oft nach besonderem Massensterben besondere Fruchtbarkeit beobachtet. Eine nichtreinkarnierte Geisterwelt würde ihren Beruf verfehlen. Naturgesetzlich verkörpern sich mehr Spirits höheren Grades bei Spannungsaufschwung (Reformation, Renaissance, Revolution). Eine Welle steigt, die andere sinkt, das Wasser ist immer gleich. Symbolisch betrachtet ist Menschheitsgeschichte nichts als Wiedergeburt, Symbol und Wirklichkeit sind nicht zu trennen: was symbolisch richtig, muß auch verwirklicht sein. »Wir sind hier zu lernen, was Leben ist« (G. Moore), doch Leben ist unendlich vielfältiger als Erdleben, Menschenleben nicht bloß das von Professor Altklug und Rentier Schulze.

Bischof Trenchs »Study of words« beweist ethymologisch, die Sprache der Wilden Afrikas und Australiens bedeute nicht Primitivstand, sondern Entartung, gewisse Wilde hätten das Wort Gott verloren, je vertierter sie wurden. Wenn aber ein deutscher Priester zu drucken wagt: »Buddha war nur ein elender Sünder, Jesus Gottes Sohn«, also den Genius der Menschheit auf eine Person beschränken will, so heißt dies die Allmacht lächerlich machen und zum Fetischkult herabsinken. Nur der Karmagläubige demütigt die angeborene Unverschämtheit des Hiobmenschen und verschont mit empirisch scheinbar berechtigtem Zweifel vor Gottes Gewitterantwort: »Wer verdunkelt meinen Ratschluß durch Worte ohne Verstand?« Jesus gab zu wie Buddha, daß nur Erkenntnis seine Lehre beweisen könne, »der wird bald inne werden, ob sie von Gott ist«. Sein Lieblingsjünger bewies tatsächlich, daß die Psyche von Gott sei, er schlug die Bücher des Schicksals auf. Werden dessen Siegel gelöst und unerhörtes Ferngesicht der Prophetie als wahr erkannt, dann ist dies wirklich Offenbarung. Die Apokalypse prophezeit, daß »Berge, Hügel, Inseln« verschwinden, d. h. alles Überragende und vornehm Isolierte eingeebnet werden, auf welche Gleichmacherei sofort die letzte Ausgießung des Unheils folgt, das Signal der siebenten Trompete. In diese Katastrophe treten wir ein und ob dann wirklich die Geisthelden (Heiligen des Herrn) siegen? Nie fühlte das Papsttum sich sicherer als im März 1517, wo ein lateranisches Konzil sich zur Ausrottung aller Ketzerei beglückwünschte: im Oktober schlug Luther seine Thesen an und der Petersdom wankte. So schien die Allmacht der Cäsaren fester begründet als je zur unbeachteten Stunde, wo von Golgatha das Erdbeben sich näherte. Niemand zweifelte an Unerschütterlichkeit napoleonischer Tyrannis und endgültigem Untergang deutscher Nation, als Napoleon nach Rußland zog. Sechs Monate später lag er am Boden und das verachtete Preußen stieg empor. Könnten so die unerforschlichen Mächte nicht auch heute einen Sieg des Heils vorbereiten?

»Materie ist kein Produkt des Geistes« (Engels), Denken »nicht Ursache, sondern Folge und Eigenschaft« (Feuerbach), »ein Spezialfall« (Lange)? Vielmehr ist es kein Spezialprädikat, Wahrnehmung selbst nur Gedachtes, wie Atmen nicht Folge der Atmungsorgane, sondern letztere nur Folge der Atmungsnötigung, Eigenschaft hat nicht Ursache aus dem Ding, denn das Ding könnte ohne Eigenschaft gar nicht dasselbe sein. Feuerbachs Humanismus fiel sich oft selbst in die Flanke, Bewußtsein des Unendlichen sei Unendlichkeit des Bewußtseins? Das ist gar nicht der Kardinalpunkt, sondern woher kam dies Brunonische Dell' infinito in endliche Hirne? Das Gefühl ist atheistisch, »leugnet gegenständlichen Gott«? Der Mensch bedarf Gott als Ergänzungsideal seiner Bedürftigkeit: Evangelienharmonie malt Heliand als Siegfried mit zwölf Apostelrecken, doch als Baldurgegensatz zum heimischen Berserker. Mit so muffiger Spekulation lockt man keinen faulen Hund vom Ofen, »wie sollt' ich, was ich glaub', mir erst beweisen lassen?« (Rückert). »Psychologisches Objekt bin ich mir selbst, physiologisches den anderen«? Also nur ich selbst bin für mich abgesondertes Leben, Einsamkeit ist Unabhängigkeit. Unsichtbare Größen kann man so wenig messen wie die Ameise den Menschen, dessen Stiefel sie abtastet. Die Biene erkennt wenigstens ihren Imker, da erdreistet sich der Mensch, seinen Imker zubestreiten, weil er ihn nicht sieht! Die Biene wählt Tod durch eigenen Stich zur Verteidigung des Kollektivstaats: Tod, wo ist dein Stachel? Wenn Maschine ohne Ingenieur den Jahve ablöst, so schlägt Evolutionstheologie in gleiche Bande. Dreifaltigkeit Larve, Puppe, Käfer bildet ein Ich, eins von Licht, Wärme, Elektrizität spüren wir falsch als drei, Stoffwechsel ergänzt sich täglich durch Luft, Licht, Wärme, so muß sich Heimliches in ihm ablagern, wie ein von Pflanzen absorbiertes Licht zum Steinkohlenlager wird. Während gelehrte Fakultäten über stets veränderte Tiefe hüpfen wie Irrlichter, steht Psyche in hellen Flammen, sobald man Bodenschätze des Unbewußten entdeckt.

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