Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Walter Scott >

Der Abt - Zweiter Band

Walter Scott: Der Abt - Zweiter Band - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
authorWalter Scott
titleDer Abt ? Zweiter Band
publisherVerlag von A. Weichert
seriesWalter Scott's Romane
volumeBand 20
translatorErich Walter
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectid1202f1e5
created20061027
Schließen

Navigation:

Erstes Kapitel.

Was das Gemüt der Königin so erregte, als Lord Ruthven, der durch Blick und Haltung den Krieger und Staatsmann verriet und dessen Lederkoller nichts von der schmutzigen Nachlässigkeit zeigte, durch die Lindesays Anzug sich auffällig machte, war der Anteil, den derselbe an der Ermordung des Sängers David Rizzio genommen hatte. Sein Vater, wenn auch durch lange Krankheit an das Siechbett geheftet, hatte diese Greueltat vor den Augen seiner Fürstin verübt und sein Sohn hatte ihm als Werkzeug dabei gedient. Die Königin hatte die grauenvolle Tat mit angesehen, und so war es kein Wunder, daß die Teilnehmer derselben sie fort und fort mit Schrecken und Entsetzen erfüllten. Nichtsdestoweniger erwiderte sie die Begrüßung Lord Ruthvens mit Anmut und reichte Georg Douglas die Hand, der ehrfurchtsvoll niederkniete und einen Kuß darauf drückte; und dieser Handkuß war das erste Zeichen von Untertanenhuldigung, das Roland Gräme seiner gefangenen Fürstin darbringen sah.

Eine kurze Stille trat ein. Der Hausmeier des Schlosses, ein Mann von düsterm Aussehen und finstrem Blick, stellte einen Tisch zurecht und setzte ein Schreibzeug darauf. Roland Gräme rückte einen Armsessel heran. Der Hausmeier entfernte sich mit tiefer Verbeugung, und die Königin brach das Schweigen mit den Worten:

»Mit Eurem gütigen Verlaub, Mylords, will ich mich setzen. Wenn auch meine Spaziergänge jetzt beschränkt sind und kaum ermüden können, so fühle ich doch mehr als sonst das Bedürfnis nach Ruhe.«

Sie ließ sich nieder und stützte die schöne Hand gegen ihre Wange. Dann richtete sie einen festen, durchdringenden Blick auf jeden der drei Abgesandten.

»Ich erwarte Eure Botschaft, Mylords,« hob die Königin an, als sie eine Minute gesessen hatte, ohne daß jemand das Wort, ergriff, »die Botschaft von Eurem sogenannten Staatsrat. Ich rechne, daß Ihr Euch naht, mich auf den Thron zurückzugeleiten, der mir gebührt, und mich bitten wollt um Gnade für die, die sich erfrechten, mich vom Throne zu drängen.«

»Gnädigste Dame,« nahm nun Ruthven das Wort, »es ist ein peinliches Amt für uns, einer Fürstin, die so lange über uns geherrscht hat, mit herber Wahrheit zu nahen. Aber wir stehen nicht hier, um Gnade zu bitten, sondern um Gnade zu bieten, mit einem Wort, gnädigste Dame, der Staatsrat entsendet uns mit diesen Urkunden, Eure Unterschrift dafür zu fordern, geleitet von der Ueberzeugung, daß solches die öffentliche Ruhe wiederherstellen, das Wort Gottes zu Ehre und Ansehen und Euer eignes künftiges Wohlergehen fördern werde.«

»Und von mir erhofft man, daß ich diese schön in die Ohren klingenden Worte auf Treu und Glauben hinnehme! oder darf ich, Mylord, den Inhalt dieses versöhnlichen Schriftstücks kennen lernen, ehe man mir die Unterschrift zumutet?«

»Unbedenklich, gnädigste Frau! es ist unser Wunsch und unser Wille, daß Ihr leset, was Ihr unterzeichnen sollt,« erwiderte Ruthven.

»Sollt?« fragte die Königin; »doch lassen wir's! der Ausdruck paßt gut zur Sache. Lest vor, Mylord!«

Lord Ruthven las den Text der Urkunde vor, die, aufgesetzt im Namen der Königin, erklärte, sie sei in früher Jugend zur Herrschaft über Schottland und zur Verwaltung seiner Krone berufen worden und habe sich aller Regierungsgeschäfte so lange mit Eifer und Liebe angenommen, bis sie durch leibliche und seelische Abspannung verhindert worden sei, diese Lasten weiter zu tragen. Da sie nun durch Gott den Herrn mit einem Knaben gesegnet sei, sei sie von dem Wunsche beseelt, ihm noch bei Lebzeiten die Thronfolge zu sichern, die ihm von Gott und Rechts wegen als Erbe gebühre. »Und deswegen haben Wir,« lautete die Urkunde weiter, »vermöge der mütterlichen Liebe, die Wir zu Unserm Sohne hegen, verzichtet und Uns begeben und verzichten und begeben Uns durch diesen Unsern Brief, aus freiem guten Willen, der Krone, der Regierung und der Verwaltung des Königreiches Schottland zu gunsten Unsers Sohnes, auf daß er Uns als Unser Kronprinz nachfolge genau so, als wäre der Thron durch Unser Absterben und nicht durch Unsre eigne Verzichtleistung erledigt. Und damit diese Unsre eigne Entsagung königlicher Macht um so feierlicher und vollgültiger erscheine und niemand dessen Unkunde vorschützen könne, bewilligen und übertragen Wir volle, freie und offne Vollmacht Unsern vielgetreuen Vettern Lord Lindesay von Byres und William Lord Ruthven, in Unserm Namen vor allen Adelingen des Reiches, vor der gesamten Geistlichkeit und Bürgerschaft, soviel deren zu Schloß und Stadt Stirling zusammenberufen werden mögen, zu erscheinen und in Unserm Namen und zu Unserm Behuf öffentlich und in aller Gegenwart auf die Krone, Leitung und Regierung dieses Unsres Königreichs Schottland zu verzichten.«

Hier unterbrach ihn die Königin mit einer Miene des höchsten Erstaunens ... »Was bedeutet das, Mylords?« rief sie, »sind meine Ohren mir untreu worden, daß sie mich durch solch seltsame Töne berücken? Sagt, ich sei im Irrtum, Mylords, sagt's, um Eurer eignen, um der Ehre des schottischen Adels willen, daß meine vielgetreuen Vettern von Lindesay und Ruthven, zwei Barone von kriegerischem Ruf und altem Adel, nicht die Gefängnisstätte ihrer gütigen Gebieterin in solcher Absicht aufgesucht haben, wie dieses Schriftstück sie zu künden scheint. Sagt um Eurer Untertanentreue willen, um des Eides willen, den Ihr Unsrer königlichen Majestät geleistet habt, daß meine Ohren mich trügen.«

»Nein, gnädigste Frau,« versetzte Ruthven ernst, »Eure Ohren trügen nicht! das Land vermag die Herrschaft einer Frau nicht mehr zu ertragen, die sich nicht selbst zu beherrschen vermag, deren Ohren stets der Schmeichelei von Verrätern und Speichelleckern, von fremdländischen und heimischen Günstlingen offen standen und über persönlichem Tand das Wohl von Land und Untertanen außer acht ließen! und darum ersuche ich Euch, in den letzten, noch übrigen Wunsch Eurer Ratgeber und Untertanen Euch zu fügen und Euch und uns die weitere Erörterung eines so verdrießlichen Gegenstandes zu ersparen.«

»Und das Mylord, ist alles, was meine lieben und getreuen Untertanen von mir fordern?« fragte Maria im Tone bittrer Ironie. »Verlangen sie wirklich bloß von mir, ich solle die Krone, die mir gehört durch das Recht der Geburt, auf ein Kind übertragen, das kaum das erste Lebensjahr vollendet hat? ich solle um solches Wurmes willen das Szepter von mir werfen und zur Spindel greifen? ... Ach, solche Bitte getreuer Untertanen ist doch gar zu bescheiden! Die andre Rolle enthält sicher etwas Weiteres noch, wohl schwerer noch zu bewilligen als das erste, aber geeignet vielleicht, meinem Willen, mich in das Ansinnen meiner Lieben und Getreuen zu fügen, in den Augen Schottlands höhern Wert zu leihen?«

»Dieses Pergament,« nahm Lord Ruthven wieder in ungemindertem Ernste das Wort, indem er das Papier aufrollte, »ist eine Urkunde, durch die Ihr den ehrenwertesten und treuergebensten Euren Untertanen, zugleich Euren nächsten Blutsverwandten, während der Minderjährigkeit des jugendlichen Königs als Regenten über Schottland einsetzt. Vom Staatsrat ist er schon dazu ernannt.«

Ein Schrei entfuhr der Königin, und sie rief, indem sie die Hände ineinander schlug: »Aus diesem Köcher also schwirrt der Pfeil? Von meines Bruders Bogen ist er abgeschossen? Ach, und auf seine Rückkehr aus Frankreich hoffte ich als auf die einzige, wenigstens nächstliegende Möglichkeit meiner Befreiung! Ach, und selbst als ich horte, er habe die Regentschaft übernommen, da habe ich noch geglaubt, er werde sich schämen, sie in meinem, im Namen seiner Schwester zu führen!«

»Mir liegt die Pflicht ob, gnädigste Frau, im Namen des Staatsrats um Antwort zu bitten,« sagte Lord Ruthven.

»Im Namen des Staatsrats!« wiederholte die Königin; »sagt lieber, im Namen einer Räuberbande! die vor Ungeduld, die Beute, die sie in Zähnen und Fängen hält, zu teilen, brennt! Auf solches Ansinnen, Uns gestellt durch den Mund eines Verräters, dessen Schädel, hätte nicht weibische Weichherzigkeit es gehindert, längst vor den Toren der Hauptstadt prangen müßte, hat Maria von Schottland keine Antwort.«

»Gnädigste Frau,« nahm Lord Ruthven wieder das Wort, »ich will unumwunden mit Euch sprechen. Eure Regierung, von der unglücklichen Schlacht bei Pinkie-Cleuch, wo Ihr noch als Kind in der Wiege lagt, bis heute, da Ihr als erwachsne Frau vor uns steht, war ein solches Drama von Verlusten, Unglücksfällen, inneren Fehden und auswärtigen Kriegen, wie seinesgleichen in unsern Chroniken nicht wieder zu finden ist. Kein Jahr ist verflossen ohne Empörung und Blutvergießen, ohne Verbannung von Adelingen und Bedrückung von Bürgern. Schottland ist der Kriegsschauplatz zwischen Franzosen und Engländern. Der Bruder erschlägt den Bruder, der Vater den Sohn. Das zu ertragen, ist unser Volk nicht mehr im stande und nicht mehr willens. Und deshalb ersuchen wir Euch, als eine Fürstin, der Gott die Gabe versagt hat, weisem Rate Gehör zu leihen, und auf deren Beginnen und Tun niemals göttlicher Segen ruhte, einem andern Regiment und einer andern Verwaltung Raum zu geben, damit noch ein Ueberrest von Wohlfahrt diesem zerrütteten Lande erhalten bleibe.«

»Mylord,« sagte Maria, »mir scheint, als häuftet Ihr auf mein unglückliches, dem Verderben geweihtes Haupt die Schuld alles Unheils, das ich doch, mit weit größerm Rechte, der unbändigen und wilden Sinnesart der Lords dieses Landes beimäße! Beginnt Ihr nicht Fehden unter einander, übt Ihr nicht Grausamkeit gegeneinander, rücksichtslos gegen alles Gesetz im Lande, als ob es gar keinen König im Lande gäbe? als ob jeder ein König auf seiner eignen Hufe wäre? Und nun werft Ihr die Schuld auf mich, deren Leben verbittert, deren Schlaf gestört, deren Glück zertrümmert wurde durch Euren Zwiespalt? Bin ich nicht selbst genötigt gewesen, an der Spitze eines Häufleins getreuer Begleiter durch Wildnisse und Gebirge zu ziehen, um Frieden zu erhalten und der Unterdrückung zu steuern? ... Trug ich nicht selber Harnisch und Pistolen, weiblichem Sinne und königlicher Würde entsagend, um meinem Gefolge ein Beispiel zu geben?«

»Wir wollen gelten lassen,« erwiderte Lindesay grob, »daß Euch die durch Eure schlechte Regierung hervorgerufenen Unruhen zuweilen auf einem Maskenball oder bei einer andern Lustbarkeit erschreckt haben mögen, oder daß sie den Götzendienst einer Messe oder den ränkevollen Vortrag eines französischen Gesandten gestört oder aufgehalten haben. Aber die beschwerlichste Reise, die Euer Gnaden wohl je unternommen haben, war die von Hawick nach Schloß Hermitage, soweit wenigstens ich zurückdenken kann. Dem Gewissen Euer Gnaden bleibe es anheimgestellt zu beurteilen, ob bei derselben das Staatswohl oder Eure Privatehre gewonnen hat.«

»Lindesay,« sprach die Königin in jenem Ton und Wesen unaussprechlicher Anmut, und mit jenem Zauberblicke, den ihr der Himmel verliehen hatte, Menschenherzen für sich zu gewinnen, – Gaben wie sie kaum ein weibliches Wesen in höherm Maße besessen hat als sie – »Lindesay, an jenem lieblichen Sommerabend, als Ihr mit mir gegen den Grafen Max und Maria Livingstone nach der Scheibe schosset, und als sie für uns die Zeche zahlen mußten im Andreasgarten, damals waret Ihr mein Freund und gelobtet, mein Ritter zu sein. Wodurch ich Lord Lindesay beleidigt habe, kann ich nicht sagen, es müßte denn sein, daß der höhere Rang sein Benehmen verändert hätte.«

»Gnädigste Frau,« antwortete Lindesay, der bei aller Hartherzigkeit durch diese Sprache doch ergriffen worden war, aber nichts von dem seiner Meinung nach gewonnenen Terrain verloren gehen lassen mochte – »daß Euer Gnaden bei jenem Anlasse betören konnte, wer in Eure Nähe kam, ist ja bekannt, und ich maße mir durchaus nicht an, klüger als andre gewesen zu sein. Aber meine ungehobelte Huldigungsweise fand gar bald Ersatz durch höfischer veranlagte Herren, und ich meine, Euer Gnaden dürften sich noch entsinnen, daß ich durch mein Bemühen, es diesen andern gleichzutun, bloß Spott und Hohn bei Gecken und Zofen und fränkischem Gelichter geerntet habe.«

»Mylord, wenn ich durch arglose Fröhlichkeit Euch kränkte, so tut mir das von Herzen leid,« erwiderte die Königin, »ich kann reinen Herzens versichern, daß es ohne alle Absicht geschah. Indessen, Mylord, Ihr seid vollauf gerächt, denn ich werde hinfort durch frohen Sinn und ausgelassenes Wesen niemand mehr zu nahe treten.«

»Wir vergeuden Zeit, gnädigste Dame,« sagte Lord Ruthven, »und ich muß um Bescheid bitten in der wichtigen Sache, über die ich Euch Vortrag gehalten habe.«

»Ei, ei, Mylord, in solcher Angelegenheit kann doch Euer Staatsrat, wie er selbst sich nennt, nicht Bescheid im Handumdrehen erwarten!«

»Der Staatsrat, gnädigste Dame,« versetzte bitterernst der Lord, »vertritt die Meinung, daß seit der Zeit, die zwischen der Nacht von König Heinrichs Ermordung und dem Tage von Carberry-Hill verstrichen ist, Euer Gnaden hätten gefaßt sein müssen auf solchen Antrag als den einfachsten und naheliegendsten Ausweg aus diesen zahlreichen Gefahren und Schwierigkeiten.«

»Und wenn ich mich,« rief die Königin, erbleichend, »dieser Entsagung, die jeder christliche König als einen dem Verlust des Lebens gleichzuachtenden Verlust an Ehre betrachten würde, wenn ich mich solcher Forderung, mit solchem Ungestüm gestellt, nicht füge, was geschieht dann?«

Sie sprach diese Worte in einem Tone, in welchem angeborene weibliche Furchtsamkeit mit dem Gefühl tiefverletzter Würde kämpfte.

Eine Stille trat ein. Es war, als ob sich niemand getraue, Antwort auf solche bestimmte Frage zu geben. Endlich nahm Ruthven das Wort:

»Es wird kaum notwendig sein, Euer Gnaden, die ja in den Gesetzen unser Landes besser bewandert ist als mancher Untertan, darauf hinzuweisen, daß Mord und Ehebruch Verbrechen sind, um deren willen ehedem selbst Königinnen den Tod erlitten.«

»Und wo, Mylord, fandet Ihr die Gründe zu solch gräßlicher Anklage gegen die Frau, die vor Euch steht?« sprach Königin Maria. »Gemeine Verleumdungen schändlicher, gehässiger Menschen sind noch keine Schuldbeweise, mögen sie auch die allgemeine Stimmung in Schottland vergiftet und mich als hilflose Gefangne in Eure Hände geliefert haben.«

»Wir brauchen nach andern Beweisen als der schamlosen Vermählung zwischen der Witwe des Ermordeten und dem Anführer der Mörderbande nicht zu suchen!« erwiderte Lord Ruthven. »Die beiden, die sich die Hand zum verbrecherischen Bunde an jenem verhängnisvollen Maitage reichten, hatten einander schon Herz und Hand gelobt, als sie kurze Wochen vorher gemeinschaftlich die Hände im Blute badeten.«

»Mylord, Mylord,« sprach erbittert die Königin, »besinnt Euch, daß mehrere, nicht ich allein, in diese unheilvolle Verbindung, den unglückseligsten Entschluß des unglückseligsten Lebens, gewilligt haben. Ein Herrscher tut oft einen Fehltritt auf argen Rat hin, aber solche Berater sind dann schlimmere Teufel als die Hölle sie birgt, wenngleich sie die ersten sind, die ihren beklagenswerten Fürsten um der Folgen solchen Rates willen zu Rate ziehen. Hörtet Ihr niemals von einem Schriftstück, unterzeichnet von zahlreichen Adelingen, das diese unselige Vermählung der unseligen Maria anempfahl? Mir ist so in Erinnerung, als würden sich, wollte man der Sache auf den Grund gehen, auch die Namen Morton, Lindesay und Ruthven unter dem Schriftstücke finden! Ach, wie recht hattest Du doch, Du wackrer, getreuer Lord Herries, vor der drohenden Gefahr mich zu warnen! und doch warest Du der erste, das Schwert für mich zu ziehen, als ich die Folgen der Mißachtung Deines Rates zu spüren anfing! O, welcher Abstand zwischen Dir und diesen Ratgebern zum Argen, die mir jetzt nach dem Leben streben, weil ich in das gelegte Garn fiel!«

»Meine Gnädige,« sagte Lord Ruthven nicht ohne Anflug von Hohn, »Eure Beredsamkeit ist sattsam bekannt, und darum hat wohl der Staatsrat Männer zu dieser Mission ausgesucht, die mehr mit Kriegssachen als mit Staatsintrigen Bescheid wissen. Hier handelt es sich einzig und allein um die Frage, ob Ihr Euch der Herrschaft über dieses Königreich Schottland begeben wollt oder nicht?«

»Und was leistet mir Gewähr, daß Ihr den Vertrag haltet, wenn ich meine königliche Würde tauschen wollte gegen das Gnadengeschenk, in stiller Abgeschiedenheit zu weinen?«

»Unsre Ehre und unser Wort, gnädigste Frau!« erwiderte Ruthven.

»Das sind zu leichte Pfänder, Mylord,« sagte die Königin, »fügt wenigstens noch eine Handvoll Distelflaum hinzu als Gewichtsmehrung in der Wagschale!«

»Gehen wir, Ruthven!« rief Lindesay, »gutem Rat verschloß sie ja immer ihr Ohr, und für Sklaven und Windbeutel war sie zu haben. Soll sie beharren auf ihrer Weigerung!«

»Verzeiht, Mylord,« nahm jetzt Sir Robert Melville das Wort, »oder vielmehr, gestattet mir bei Ihrer Gnaden ein paar Minuten privaten Gehörs! Soll meine Anwesenheit in der Kommission von Nutzen sein, so kann es ja doch nur sein als Vermittler ... Drum beschwöre ich Euch, verlaßt nicht das Schloß früher als bis ich von dem definitiven Entschlusse Ihrer Gnaden Euch Kenntnis gegeben habe.«

»Wir wollen eine halbe Stunde im Saale warten,« sagte Lindesay, »aber da sie unser Wort und unsre Ehre schmähte, soll sie nun selbst sehen, wie sie sich zu verhalten hat. Verstreicht die halbe Stunde, ohne daß sie sich erklärt, in unsre Forderungen zu willigen, so ist sie eben ihrem Ziele nahe genug.«

Die beiden Lords gingen, ohne erwähnenswerte Beweise von Höflichkeit, aus dem Zimmer und stiegen die Wendeltreppe hinunter, auf der das gewaltige Schwert Lord Lindesays ein gewaltiges Dröhnen verursachte. Georg Douglas, der mit Melville mancherlei Zeichen von Staunen und Teilnahme ausgetauscht hatte, folgte ihnen.

Sobald die Männer aus dem Gemache hinaus waren, warf sich die Königin wieder in den Armsessel und überließ sich ihrem Gram und ihrem Kummer und schien tiefster Verzweiflung anheimzufallen. Ihre Kammerfräuleins suchten sie zu beruhigen, und auch Sir Robert Melville versuchte ihr Trost zuzusprechen. Ein leidenschaftlicher Ausbruch ihres Schmerzes erschütterte sie noch einmal, dann war es, wie wenn sie ihre Gewalt wieder über sich gewänne; sie richtete sich langsam auf und sagte zu dem vor ihr knieenden Edelmanne:

»Steht auf, Sir Robert! höhnt mich nicht durch äußere Zeichen von Huldigung, während Euer Herz sich doch von mir gewendet hat. Warum bleibet Ihr zurück bei einem von Entsetzen geschlagenen Weibe, dem vielleicht bloß wenige Lebensstunden winken? Warum beobachtet Ihr, da Ihr doch die gleiche Auszeichnung bekommen wie die übrigen, länger den äußern Schein von Dankbarkeit und Ergebenheit als sie?«

»Gnädigste Frau,« antwortete Sir Robert, »so mir der Himmel helfe! weil ich treu bin, weil mein Herz an Euch hängt noch ebenso, als wie Ihr standet am höchsten!«

»Mir treu! Ihr mir treu?« fragte mit herbem Tone die Königin! »was soll Treue heißen, Melville, die Hand in Hand wandelt mit der Treulosigkeit meiner Freunde? Euer Schwert und Arm haben sich nie so bewährt, daß ich Euch vertrauen könnte, da, wo Tapferkeit in Frage tritt. Ja, Seyton, Dein wackrer Vater, mein Käthchen, der ist treu, klug und tapfer zugleich!«

Da geriet Rolands heißes Blut in Wallung. Schon lange hatte er den Drang, der so bedrängten und doch so schönen Frau sein Schwert zu weihen.

»O Königin!« rief er, »vermag meine Waffe Eure gerechte Sache irgendwie zu stützen oder den weisen Worten dieses edlen Herrn nach irgend welcher Seite hin zu nützen, dann verfügt über meinen Arm!« und indem er mit der einen Hand sein Schwert aushob, faßte er mit der andern an den Griff. Da aber rief Katharina Seyton, wie außer sich vor Verwunderung, indem sie zu Roland hinrannte und ihn am Zipfel seines Mantels faßte:

»Was seh ich? ein Geschenk meines Vaters?« ... und dann fragte sie Roland aufs ernstlichste, wie er zu diesem Schwerte ihres Vaters gekommen sei.

Drauf der Page, nicht minder erstaunt: »In solcher Gegenwart, wie dieser unglücklichen Dame, ist Scherz fürwahr nicht am Platze. Ihr wißt doch selbst am besten, Fräulein, durch wen und wie ich zu dieser Waffe komme!«

»Ist das jetzt Zeit zu Getändel?« sagte Katharina, »zieht augenblicklich Euer Schwert aus der Scheide!«

»Schäm Dich doch, Mädchen!« sagte die Königin, »Du willst doch den armen Burschen nicht in zwecklosen Zwist stürzen mit den tüchtigsten Streitern von Schottland?«

»Für Euer Gnaden setz ich gern mein Leben ein!« rief der Page, und bei diesen Worten zog er das Schwert halb aus der Scheide.

Da fiel ein um die Klinge gewickeltes Papier zu Boden. Katharina aber hatte es blitzschnell aufgehoben.

»Es ist meines Vaters Schrift,« sagte sie, »doch sicher bestimmt für Eure Majestät! ... Daß man gewillt sei, ihn auf solche Weise an Euch gelangen zu lassen, wußte ich, doch vermutete ich, durch einen andern Boten.«

»Meiner Treu, meine Schönste!« dachte Roland bei sich; »Wenn Du es nicht wußtest, daß ich solch geheime Botschaft bei mir trage, so habe ich es doch noch weit weniger gewußt!«

Die Königin warf einen Blick auf den Zettel und blieb eine Weile in Gedanken versunken. Endlich sagte sie:

»Sir Melville! dieser Zettel rät mir, mich der Not zu fügen und die Urkunden, die mir diese Leute bringen, zu unterschreiben, gemäß der infolge der Drohungen von Meuterern und Mördern in meinem Gemüte erweckten Furcht. Ihr, Sir Robert, seid ein kluger Mann, und Lord Seyton ist sowohl klug als tapfer. Keiner von Euch beiden wird mich in dieser Sache irre leiten wollen.«

»Gnädigste Dame,« rief Sir Melville, »wohl besitze ich nicht die körperliche Kraft eines Lord Herries oder Lord Seyton, und vermag nicht für Euch zu fechten wie sie, aber ich will weder dem einen noch dem andern nachstehen in Eifer und Treue im Dienste Eurer Majestät, und keiner von beiden kann mehr bereit sein, das Leben für Euch hinzugeben als ich.«

»Ich glaub Euch, mein alter treuer Berater,« erwiderte die Königin, »und hab Euch, seid versichert, nur einen Augenblick verkannt. Hier leset, was uns Lord Seyton zu wissen tut, und gebt uns Euren besten Rat.«

Er warf einen Blick auf den Zettel und rief dann:

»O, meine teure königliche Gebieterin, nur ein Verräter hätte Euch andern Rat geben können, als hier Lord Seyton schreibt. Gewiß, Herries, Huntley, der englische Gesandte Throymorton und alle Eure andern Freunde stimmen darin überein, daß alle Urkunden, die Euer Gnaden abgerungen werden durch Härte, Ungemach, Furcht und Drohung, während Eurer Gefangenschaft in diesen Räumen, in dieser Burg, alle Kraft und Bedeutung verlieren müssen. Gebt also den Umständen nach und haltet Euch überzeugt, daß Ihr Euch durch solche Unterschrift zu gar nichts verpflichtet, denn Eure Handlung ermangelte, als Ihr sie gabt, des freien Willens, und nur er kann einer Handlung Giltigkeit verleihen.«

Noch zögerte Maria.

»Gnädigste Frau,« nahm da Melville von neuem das Wort, »die Zeit drängt, und Ihr dürft diese Boote, die eben in Bereitschaft gesetzt werden, wie ich sehe, nicht abstoßen lassen, ohne Euch zu erklären. Hier sind der Zeugen genug, Eure Zofen, der Page, auch ich, wenn ich auch nicht zu sehr in den Vordergrund treten möchte, – die alle aussagen können, daß man Euch die Unterschrift abgezwungen hat! Schon sind die Boote bemannt zur Rückfahrt. O, erlaubt Eurem alten Diener, die Lords zurückzurufen!«

»Melville, Du bist ein alter Hofmann,« sagte die Königin, »wann hörtest Du, daß ein absoluter Fürst Untertanen wieder in seine Gegenwart berief, die mit solchen Worten von ihm gingen! ... die weder sich unterwerfen, noch sich entschuldigen wollen! ... Nein, Melville! mag es mich Leben und Krone kosten, in meine Gegenwart bescheide ich solche Männer nicht wieder!«

»O, gnädigste Frau, soll eine leere Förmlichkeit zur Scheidewand werden? Sofern ich recht verstanden habe, seid Ihr gewillt, wohlgemeintem und vorteilhaftem Rate Gehör zu geben ... aber, gnädigste Frau, von selbst heben sich Eure Bedenken, die Lords kommen von selbst zurück, nach Eurem Rate zu fragen ... O, folgt dem Rate des edlen Seyton, und Ihr werdet noch einmal Gebieterin sein über diejenigen, die sich jetzt einen Triumph über Euch anmaßen! ... Doch still! ich höre sie im Vorzimmer.«

Melville hatte kaum ausgesprochen, als Georg Douglas die Tür öffnete, um den beiden Lords den Eintritt zu gewähren.

»Gnädigste Frau, wir kommen Eure Antwort zu holen,« sagte Ruthven.

»Eure entscheidende Antwort auf den Antrag des Staatsrats,« setzte Lord Lindesay hinzu, »denn an eine abschlägige Antwort muß sich für Euch die Gewißheit knüpfen, daß Ihr der letzten Gelegenheit entsagt, Euren Frieden mit Gott und den Menschen zu machen und Euch einen längern Aufenthalt in dieser Welt zu sichern.«

»Mylords,« sagte Maria mit unnachahmlicher Grazie und Würde, »dem Uebel, dem wir nicht Widerstand leisten können, müssen wir uns fügen. Ich will diese Pergamente unterzeichnen mit solcher Freiheit meines Entschlusses, wie meine derzeitige Lage mir zur Verfügung läßt. Wäre ich drüben auf dem andern Ufer, mit einem flüchtigen Andalusier und zehn wackern und getreuen Rittern, dann wollt ich ebenso bereitwillig das Urteil meiner ewigen Verdammnis wie diesen Verzicht auf meinen Thron unterzeichnen. Hier aber, in den Mauern des Schlosses Lochleven, vom tiefen See umgeben, nur Euch, Mylords, zur Seite, hier bleibt mir keine freie Wahl. Gebt mir die Feder, Melville, zur Unterschrift und seid mir Zeuge, was und wie und warum ich es tue.«

»Eure Gnaden werden sich doch, wie wir hoffen wollen, nicht durch Furcht vor uns für gezwungen halten, das zu vollziehen, was Eure freie eigne Willenserklärung sein soll.«

Schon war die Königin an den Tisch herangetreten, auf welchem Schreibzeug und Urkunden sich befanden, schon hielt sie die Feder zur Unterschrift bereit, da blickte sie ob der von Lord Ruthven gesprochnen Worte auf, hielt inne und warf die Feder weg. –

»Wenn man die Erklärung von mir erwartet,« sprach sie, »daß ich meine Krone niederlege aus freien Stücken oder einem andern Grunde, als weil ich mich gezwungen sehe ihr zu entsagen, infolge der Androhung andrer und schwerer Uebel für mich und meine Untertanen, dann setz ich meinen Namen nicht unter diese Urkunde voll solcher Unwahrheit – nein! und gälte es, den vollen Besitz von England, Frankreich und Schottland zu gewinnen, alle dereinst mein eigen, dem Rechte nach oder durch Besitz.«

»Seht Euch vor, Weib,« rief Lindesay und faßte den Arm der Königin mit seiner Panzerfaust, um ihn in der rohen Leidenschaftlichkeit, die in ihm aufwallte, stärker zu drücken, als vielleicht er selbst inne wurde ... »seht Euch vor, Weib, ob Ihr gut tut, gegen die zu kämpfen, in deren Händen die Gewalt ruht und Euer Schicksal.«

Er richtete einen Blick furchtbarer Strenge auf sie und preßte ihren Arm noch immer, bis ihm Ruthven sowohl als Melville ein erregtes Pfui! zuriefen und Georg Douglas, der sich bisher im Zustande anscheinender Teilnahmlosigkeit im Hintergrunde verhalten hatte, einen Schritt vortat, wie wenn er der Königin zu Hilfe eilen wollte. Da erst ließ der rohe Baron den Arm der Königin frei und verbarg die Beschämung darüber, daß er sich in seinem Grimm so weit hatte hinreißen lassen, unter einem verächtlichen, hämischen Lachen.

Mit einem Ausdruck heftigen Schmerzes streifte die Königin ihr Gewand vom Arme auf, und man sah die roten Male vom Drucke dieser Panzerfaust.

»Mylord,« sprach die Königin, »als Ritter und Edelmann hättet Ihr mir diesen schmerzlichen und handgreiflichen Beweis dafür, daß das Uebergewicht auf Eurer Seite liegt, und daß Ihr es wahrzunehmen gedenkt, ersparen können. Aber ich bin Euch dankbar dafür, zu welchem Ausgange das heutige Tagewerk führen soll. Ihr Herren und Frauen, ich rufe Euch insgesamt zu Zeugen dafür,« und bei diesen Worten zeigte sie auf die Male an ihrem Arm, »daß ich diese Urkunden unterfertige, gehorsam dem eigenhändigen Zeichen, das Ihr von Lord Lindesay meinem Arme eingeprägt seht.«

Lindesay wollte sprechen, aber Ruthven kam ihm zuvor.

»Still, Mylord,« sagte er, »Maria von Schottland soll ihre Unterschrift geben, wozu es ihr genehm ist. Unser Amt ist es, uns ihre Unterschrift zu verschaffen und dem Staatsrat zu überreichen. Erhebt sich in Zukunft Streit darüber, wie die Unterschrift erlangt und vollzogen worden ist, so bleibt zur Erörterung noch immer Zeit genug.«

Lindesay schwieg. Aber in den Bart brummte er doch:

»Weh tun wollte ich ihr, weiß Gott, nicht, aber Weiberfleisch ist, scheint mir, so zart und weich, wie frisch gefallner Schnee.«

Mittlerweile unterfertigte die Königin hastig und gleichgültig, wie wenn es eine bloße Förmlichkeit zu erfüllen gelte oder um Geringfügiges sich handle. Dann stand sie auf, verneigte sich vor den Lords und wollte sich in ihr Schlafgemach zurückziehen. Ruthven verneigte sich förmlich wie die Königin, Melville zeigte deutlich den Wunsch, ihr seine Teilnahme zu bezeugen, traute sich aber nicht aus Besorgnis, sich vielleicht in den Augen der beiden Lords bloßzustellen. Lindesay stand, selbst als sich die beiden andern anschickten, aus dem Zimmer zu treten, da wie an den Boden gewurzelt. Plötzlich schritt er um den Tisch herum, wie von jähem Impuls getrieben, bis dorthin, wo die Königin stand, ließ sich auf ein Knie nieder, ergriff ihre Hand, küßte sie und ließ die Hand dann wieder sinken.

»Weib,« sagte er, »Du bist, ob Du gleich Gottes herrlichste Gaben mißbrauchtest, ein edles Geschöpf. Ich zolle diese Huldigung nicht der Macht, die Du lange Zeit unverdientermaßen übtest, sondern Deinem entschlossnen Geiste. Nicht vor der Königin, sondern vor Maria Stuart kniee ich.«

»Und beide, Lindsay, die Königin sowohl als Maria Stuart, beklagen und bedauern Dich nicht minder als sie Dir verzeihen. Hättest Du einem König treu und in Ehren gedient, so hättest Du Dir selbst genügt. Aber mit Meuterern im Bunde bist Du nichts als ein gutes Schwert in Bubenhand! ... Lebt wohl, Mylord Ruthven, Ihr sanftrer, aber schlimmerer Verräter! ... Lebt wohl, Melville! ich wünsch Euch Herren, die staatsklüger sind und über bessre Mittel verfügen, Eure Dienste zu lohnen, als Maria Stuart ... Lebt wohl, Georg Douglas, macht Eurer verehrten Großmutter begreiflich, daß Wir für den Rest des Tages ungestört sein wollen ... Gott sei Uns Zeuge, daß es Uns not tut, Unsre Gedanken zu sammeln.«

Alles verneigte sich und schied; aber kaum waren die Lords im Vorzimmer, als sich zwischen beiden ein Wortwechsel erhob.

»Laßt mich in Ruhe, Ruthven,« sagte Lindesay, »ich dulde solchen Vorwurf nicht. Mir teilt Ihr in dieser Sache das Henkeramt zu, aber selbst dem Henker ist es gestattet, seinem Opfer vor der Hinrichtung ein paar freundliche Worte zu sagen und es um Pardon zu bitten für das, was er an ihm vollziehen muß ... Ich wünschte, ich hätte gleich triftigen Grund, ihr Freund zu sein, wie ich Grund habe zur Feindschaft gegen sie ... Ihr solltet es erleben, daß ich weder meine gesunden Glieder noch meines Lebens schonen würde in ihrer Fehde.«

Sie stiegen die Treppe hinunter und in die Boote. Die Königin winkte Roland, sich in den Vorsaal zurückzuziehen und sie mit ihren Zofen allein zu lassen.

 Kapitel 2 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.