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Dekamerone oder die 100 Erzählungen

Giovanni Boccaccio: Dekamerone oder die 100 Erzählungen - Kapitel 21
Quellenangabe
typenarrative
authorGiovanni Boccaccio
titleDekamerone oder die 100 Erzählungen
publisherA. Schumann's Verlag
yearo.J.
translatorD. W. Soltau
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150204
modified20180502
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Zwanzigste Erzählung.

Es war einmal in Pisa ein Richter, der wohl mehr mit Verstand als mit körperlichen Kräften begabt war, namens Herr Ricciardo di Chinzica, welcher sich vielleicht einbildete, mit eben denselben Fähigkeiten bei einer Frau auszureichen, die ihm in seiner Schreibstube zu statten kamen, und weil er sehr reich war, sich nicht wenig Mühe gab, eine junge und schöne Frau zu bekommen, da er doch das eine, wie das andere lieber hätte vermeiden sollen, wenn er verstanden hätte, sich selbst so gut als anderen zu raten. Und das gelang ihm denn auch so gut, daß ihm Herr Lotto Gualandi eine seiner Töchter, namens Bartolomea, zur Frau gab, eines der schönsten und muntersten Mädchen in ganz Pisa, obgleich es dort wenige giebt, die nicht flinker wie die Eidechsen wären.

Wie der Richter sie nun mit großem Jubel heimgeführt und eine große und prächtige Hochzeit gehalten hatte, so gelang es ihm wirklich einmal in der ersten Nacht, den Dank zu gewinnen (wiewohl er ihn auch diesmal fast verfehlt hätte) und weil er sehr dürr und hager war und wenig Atem hatte, so war am folgenden Morgen erst mancher stärkende Trank, manche hochgewürzte Morselle, nebst anderen Reizmitteln nötig, um ihn wieder in's Leben zurück zu bringen. Wie nun deswegen der Herr Richter anfing, für die Zukunft seine Kräfte besser, als vorher, zu berechnen, gab er sich Mühe, seiner Frau einen Kalender beizubringen, der sich gut für Kinder in der Leseschule schickte, und vielleicht einmal zu Ravenna gemacht war; denn zufolge seiner Unterweisung war fast kein Tag im Jahr, an welchem nicht eines oder mehrere Heiligenfeste einfielen, welchen zu Ehren (aus manchen Ursachen, die er anführte) Mann und Weib sich enthalten mußten; wozu dann noch die Fasttage, Quatember, Virgilien der Apostel und anderer Heiligen kamen, samt dem Freitag Sonnabend und Sonntag, den ganzen großen Fasten und gewissen Phasen des Mondes, und anderen dergleichen Ausnahmen; als wenn er es für nötig hielte, mit seiner Frau die Ferien und Vakanzen ebenso zu beobachten, wie er es mit den Prozeß-Sachen zu halten pflegte.

Diese Weise beobachtete er lange Zeit zum nicht geringen Verdrusse seiner Frau, welche kaum einen Tag im Monat den ihrigen nennen konnte. Dabei aber gab er sehr genau auf sie Achtung, damit kein Anderer ihr die Werkeltage möchte kennen lernen, wie er sie in den Feiertagen unterwiesen hatte.

Nun begab es sich einmal in den schwülen Hundstagen, daß Herr Ricciardo Lust bekam, die frische Luft auf einem schönen Landgute zu genießen, welches er nahe bei Monte Nero hatte und daselbst einige Tage zuzubringen. Er nahm sein schönes Weibchen mit, und um ihr während seines dortigen Aufenthalts einige Zerstreuungen zu verschaffen, nahm er sie einst mit auf den Fischfang, und setzte sich selbst in ein Boot mit den Fischern, indes seine Frau mit einigen anderen Damen ein anderes Boot betrat, um den Fischzug anzusehen. Ihre Lustbarkeit führte sie, ohne daß sie es gewahr wurden, wohl einige Meilen in die See, und indem aller Augen auf den Fang gerichtet waren, überraschte sie plötzlich in einer Halbgaleere Paganino von Monaco, welcher zu der Zeit ein berüchtigter Seeräuber war. Sobald er die Boote gewahr ward, machte er den Augenblick Jagd auf sie, und sie konnten nicht so schnell entkommen, daß er nicht das hinterste Boot, auf welchem die Frauenzimmer waren, eingeholt hätte. Wie Paganino die schöne Frau zu Gesicht bekam, nahm er sie vor den Augen des Ricciardo weg, welcher eben das Ufer erreicht hatte, und ohne sich um die Übrigen zu bekümmern, ließ er sie an Bord seines eigenen Schiffes bringen und segelte davon.

Wie dies der Herr Richter gewahr ward, welcher sonst auf das geringste Lüftchen eifersüchtig zu werden pflegte, so kann man wohl denken, welche Klagelieder er anstimmte. Er jammerte in Pisa und überall über die Frechheit der Korsaren; allein es half nichts, weil er nicht wußte, wer ihm seine Frau geraubt, oder wohin er sie entführt hätte. Dem Paganino, der das Weibchen sehr reizend fand, behagte inzwischen das Ding desto besser, und da er keine Frau hatte, so nahm er sich vor, diese zu behalten, und fing an, ihr mit freundlichen Worten zuzureden, weil sie bitterlich weinte; und wie die Nacht kam, ließ er es sich angelegen sein, sie mit der That zu trösten, weil er meinte, daß Worte nicht viel helfen könnten. Denn sein Kalender war ihm durch den Sack gefallen, und alle Festtage und Feiertage waren ihm aus dem Gedächtnis gekommen: kurz, ehe sie noch nach Monaco kamen, fand sich das gute Weibchen schon so weit getröstet, daß sie den Richter und seine Gesetzbücher vergessen hatte und anfing, ein viel behaglicheres Leben mit Paganino zu führen. Wie dieser mit ihr nach Monaco kam, ließ er es nicht dabei bewenden, daß er sie Tag und Nacht zu trösten suchte, sondern er begegnete ihr auch zugleich mit aller Achtung, die eine Frau nur erwarten konnte.

Nach Verlauf einiger Zeit erfuhr Herr Ricciardo, wo sich seine Frau befände, und er entschloß sich, von dem feurigsten Verlangen beseelt, selbst hinzugehen, um sie wieder zu fordern, weil er glaubte, daß niemand so gut, wie er, sich dabei würde zu benehmen wissen; und es war sein Vorsatz, keine Summe zu sparen, um sie wieder los zu kaufen. Er schiffte sich ein und ging nach Monaco, wo er sie gewahr ward; und sie ihn auch, welches sie sogleich dem Paganino sagte, und in welcher Absicht er käme. Am folgenden Morgen traf Ricciardo den Paganino von ungefähr an und machte mit ihm Bekanntschaft; und in wenigen Stunden wurden sie sehr vertraut mit einander; doch stellte sich Paganino, als wenn er nichts von ihm gewußt hätte, und wollte sehen, was er anfangen würde. Ricciardo ließ einige Tage vergehen, und wie er es für gelegen hielt eröffnete er, so höflich und artig er nur konnte, dem Paganino sein Anliegen, warum er gekommen war, und bat ihn, ihm seine Frau wieder zu geben, und nach seinem eigenen Belieben ein Lösegeld für sie zu bestimmen.

Paganino antwortete ihm mit dem freundlichsten Wesen: »Seid von Herzen willkommen, Herr Richter, und laßt Euch von mir auf Euer Begehren mit wenigen Worten dienen: Ich habe freilich ein junges Weibchen im Hause, von welcher ich nicht weiß, ob sie Eure, oder eines andern Mannes Frau ist, weil ich weder sie, noch Euch weiter kenne, als von der Zeit her, daß sie sich bei mir aufgehalten hat. Wenn Ihr nun ihr Ehemann seid, wie ihr sagt, so will ich Euch, weil ich Euch für einen rechtlichen Mann halte, wohl zu ihr führen, und ich bin versichert, daß sie Euch in dem Falle wohl kennen wird; und wenn sie sagt, daß es sich so verhält, wie Ihr behauptet, und sie will mit Euch gehen, so will ich um Eures bescheidenen Betragens willen damit zufrieden sein, daß Ihr selbst das Lösegeld bestimmt, welches Ihr mir für sie geben wollt. Sollte es aber anders sein, so würdet Ihr mir Unrecht thun, wenn Ihr mir sie rauben wolltet; denn ich bin ein junger Mann und kann so gut, wie ein anderer, ein Weibchen unterhalten; besonders dieses, welches mir das artigste zu sein scheint, das ich jemals gesehen habe.«

»Ach freilich ist sie meine Frau«, versetzte Ricciardo, »und wenn Du mich zu ihr bringst, so sollst Du sehen, wie sie mir um den Hals fallen wird. Ich begehre also keine besseren Bedingungen, als die Du mir selbst anbietest.«

Wie sie nun mit einander nach Paganino's Haus gegangen und in einen Saal getreten waren, ließ Paganino die junge Frau rufen, und sie kam aus einer Kammer gekleidet und geschmückt dahin, wo Ricciardo sich mit Paganino befand und sagte dem ersteren nicht ein Wort mehr, als was sie irgend einem andern Fremden gesagt haben würde, den Paganino in's Haus gebracht hätte. Wie dies der Richter sah, welcher sich geschmeichelt hatte, mit offenen Armen von ihr empfangen zu werden, verwunderte er sich außerordentlich; doch dachte er bei sich selbst: Vermutlich hat die Traurigkeit und der langwierige Kummer, den ich über ihren Verlust erlitten habe, mich so verstellt, daß sie mich nicht wieder kennt. Er sprach demnach zu ihr: »Weibchen, es kommt mir teuer zu stehen, daß ich Dich auf den Fischfang führte, denn so viel Schmerz hat noch niemand empfunden, als ich ausgestanden habe, seitdem ich Dich verlor, und wie es scheint, so kennst Du mich nicht mehr, da Du mich so kaltsinnig empfängst. Siehst Du nicht, daß ich Dein alter Ricciardo bin? Ich bin gekommen, um diesem Herrn hier, in dessen Hause wir sind, für Dich zu bezahlen, was er nur verlangt, um Dich wieder zu bekommen und Dich heim zu führen; und er will so gut sein, Dich mir wieder zu geben, weil ich ihn darum bitte.«

Die Dame wandte sich darauf ein wenig zu ihm hin und sagte: »Mein Herr, sprecht ihr mit mir? Seht zu, ob Ihr mich nicht mit einer anderen verwechselt; denn so viel ich mich erinnern kann, so wüßte ich nicht, daß ich Euch jemals gesehen hätte.«

»Bedenke doch, was Du sagst!« erwiderte Ricciardo, »Sieh' mich recht an, und wenn Du Dich nur erinnern willst, so wirst Du wohl sehen, daß ich Dein Ricciardo Chinzica bin.«

»Verzeiht mir, mein Herr,« versetzte die Dame, »es schickt sich vielleicht nicht so gut für mich, wie Ihr wohl denkt, daß ich Euch so viel betrachte; nichtsdestoweniger habe ich genug von Euch gesehen, um zu wissen, daß Ihr mir nie vorher zu Gesicht gekommen seid.«

Herr Ricciardo dachte, sie sagte das alles nur aus Furcht vor Paganino, und möchte sich in seiner Gegenwart nicht merken lassen, daß sie ihn kenne; darum bat er es sich von Paganino zur Gunst aus, mit ihr in einer Kammer unter vier Augen reden zu können. Paganino gab auch dieses gerne zu, unter der Bedingung, daß er sie nicht wider ihren Willen zwingen sollte, und gab deswegen der Dame Erlaubnis, mit ihm in ihre Kammer zu gehen, um zu hören, was er ihr zu sagen hätte, und ihm nach ihrem Gefallen zu antworten.

Wie sie nun beide allein in der Kammer waren, und Ricciardo sich nebst der Dame gesetzt hatte, fing er wieder an:

»Ach, liebstes Herzchen meines Leibes, Du Wonne meiner Seele, Du süßes Ziel aller meiner Wünsche! Kennst Du denn Deinen Ricciardo nicht mehr, der Dich mehr, als sein Leben liebt? Wie ist das möglich? Bin ich denn so umgeschaffen? Du Licht meiner Augen, betrachte mich doch ein wenig!«

Die Dame lächelte und unterbrach seine Rede mit diesen Worten: »Ihr könnt wohl denken, daß ich nicht so kurz von Gedächtnis bin, daß ich nicht wissen sollte, daß Ihr Ricciardo Chinzica, mein Gemahl seid; allein so lange ich bei Euch war, habt ihr mir bewiesen, daß Ihr mich sehr wenig kennt; denn wenn ihr weise wäret, wie Ihr zu sein scheinen wollt, so müßtet Ihr wohl eingesehen haben, daß ich ein junges, frisches, munteres Weib war, und mußtet wissen, was die jungen Weiber außer Nahrung und Kleidung noch sonst bedürfen, wenn sie es sich aus Bescheidenheit auch nicht merken lassen. Wie Ihr es damit gehalten habt, das wißt Ihr am besten, und wenn es Euch mehr Vergnügen machte, die Rechte zu studieren, als Euer Weib, so hättet Ihr keine Frau nehmen sollen; wiewohl Ihr mir auch nie wie ein Richter vorgekommen seid, sondern vielmehr wie ein Ausrufer, der die Fasten und Feiertage verkündigt; und ich muß Euch nur sagen, wenn Ihr den Arbeitern, die Euch Euren Acker bestellen, so viele Feiertage erlaubt, als demjenigen, der mein kleines Gärtchen bauen sollte, so würde Euch in Eurem Leben kein Halm Korn wachsen. Ich habe mich demjenigen ergeben, den mir der Himmel, welcher meine Jugend mitleidig angesehen, zugeschickt hat; mit ihm bewohne ich diese Kammer, in welcher man nichts von solchen Feiertagen weiß, wie den Eurigen, an welchen Ihr dem Himmel so fleißig dientet, daß die Frau leer ausgehen mußte. Über diese Schwelle kömmt dagegen weder Sabbat, noch Feiertag, weder Vigilien, Quatember, noch Fastenzeit, die kein Ende nimmt, sondern wir sind geschäftig bei Tage und bei Nacht, und ich weiß davon nachzusagen, wie es von den Frühmessen bis zur Vesperzeit bei uns zugeht; deswegen bin ich Willens hier zu bleiben und nicht müßig zu sein, so lange ich jung bin, und die Feiertage, Bußtage und Fasten bis zum Alter aufzuschieben. Ihr könnt indessen nur, so bald als möglich, mit Gott gehen, und könnt ohne mich fasten und feiern, so viel Euch beliebt.«

Messer' Ricciardo glaubte sich auf der Folter zu befinden, indem er diese Worte hörte, und wie seine Frau schwieg, gab er ihr zur Antwort: »Mein liebstes Leben! was sind das für Reden, die Du führst? Hast Du denn gar keine Achtung für Deine eigene Ehre und für die Ehre Deiner Eltern? Willst Du lieber in beständiger Todsünde leben, und das Kebsweib dieses Menschen sein, als in Pisa meine Gemahlin? Wenn dieser einmal Deiner müde wird, so wird er selbst Dich mit Schande fortschicken. Ich aber werde Dich immer lieben, und wenn ich auch nicht mehr lebe, so wirst Du doch die Gebieterin in meinem Hause bleiben. Kannst Du um dieser unordentlichen und ungeziemenden Lust willen Deine Ehre vergessen, und mich, der ich Dich mehr als mein Leben liebe? Ich bitte Dich, bester Trost meines Lebens, rede doch nicht so: bequeme Dich, mit mir zu gehen; ich will von nun an, da ich Deine Wünsche weiß, mir alle Mühe geben, Dir zu gefallen. Ändere demnach Deinen Sinn, mein süßer Schatz, und komm' mit mir; denn ich habe keine Wonne gekannt, seitdem ich Dich missen mußte.«

»Um meine Ehre« sprach die Dame, »braucht sich jetzt, da es zu nichts mehr helfen kann, niemand außer mir selbst zu bekümmern. Das hätten meine Eltern thun sollen, ehe sie mich Euch gaben, und wenn sie damals sich nicht um meine Ehre bekümmert haben, so bekümmere ich mich jetzt auch nicht um die ihrige. Ob ich hier Todsünde begehe, oder das Leben gewinne, das braucht Ihr Euch nicht mehr kümmern zu lassen, als mich; und ich muß Euch nur sagen, daß ich hier glaube, des Paganino Frau zu sein, und daß ich in Pisa mich nur für Euer Kebsweib hielt, wie noch die Vereinigung der Planeten zwischen Euch und mir sich nach Mondwandlungen und geometrischen Ausrechnungen richten mußte, anstatt daß Paganino mich nie aus seinen Armen läßt, und wie er mir begegnet, das weiß der Himmel. Ihr sagt mir, Ihr wollt Euch künftig Mühe geben, mir zu gefallen! womit denn? Ihr seid wohl seit meiner Abwesenheit ein ganzer Held geworden? Geht doch, und gebt Euch Mühe, Euer Leben zu fristen, wiewohl es mir scheint, daß Ihr in Eurem Körper nur zur Miete wohnt, so schwindsüchtig und abgemergelt seht ihr aus. Und wisset überdies: wenn Paganino mich auch verließe, wozu er eben nicht geneigt zu sein scheint, so lange ich selbst nur bei ihm bleiben will, so käme ich doch nimmer wieder zu Euch; denn wenn man Euch auch auskelterte, so gäbt Ihr doch kein Näpfchen voll Saft. Da ich es nun zu meinem Schaden und Nachteil schon einmal mit Euch versucht habe, so würde ich mich auf alle Fälle lieber anderswo zu versorgen suchen. Darum sage ich noch einmal: hier giebt's keine Fasten und Feiertage, und deswegen will ich hier bleiben, und Euch rate ich, daß Ihr mit Gott geht, so geschwind ihr könnt, oder ich werde über Gewalt rufen.«

Wie Messer Ricciardo fand, daß seine Sache so schlecht bestellt war, und wie er nunmehr zu spät einsah, daß er thöricht gethan hatte, ein junges Weib zu nehmen, ging er voll Traurigkeit, Schmerz und Verzweiflung hinaus, und gab dem Paganino eine Menge bitterer Worte, die ihm aber zu nichts halfen. Endlich gab er seine Frau auf und zog unverrichteter Sache wieder nach Pisa, wo er vor Schmerz in eine solche Zerrüttung des Gehirns geriet, daß er allen, die ihn auf der Straße grüßten oder die ihm sonst etwas sagten, nie eine andere Antwort gab als: »Hans Carvels Ring mag keine Fasttage.« Er starb auch bald nachher, und wie Paganino seinen Tod erfuhr, und von der Liebe der jungen Witwe überzeugt war, nahm er sie zur Frau, und fuhr fort, mit ihr nach der alten Weise zu leben, und sich an keine Feiertage zu kehren, sondern sich's wohl sein zu lassen, so lange sie beide ihre Beine tragen wollten.

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