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Das wunderbare Schreibzeug

Heinrich Seidel: Das wunderbare Schreibzeug - Kapitel 21
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authorHeinrich Seidel
titleDas wunderbare Schreibzeug
publisherHera-Verlag
printrun2. Auflage
year1950
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Die Geschichte des jungen Herrn Anton

Lange Zeit sprach man in der ganzen Stadt nur von dem jungen Herrn Anton und seinem ungeheuren Glück. Vor fünf Jahren erst war er in das große Handlungshaus Kaspar Bloom eingetreten, um die Handlung zu erlernen; dann vier Jahre später hatte der berühmte Handelsherr den tüchtigen, aber gänzlich mittellosen Jüngling zum Teilhaber seiner Handlung gemacht, und jetzt, da der alte Bloom ohne Erben gestorben war, erfuhr man gar, daß er Anton zum Inhaber seiner Firma und seines bedeutenden Vermögens eingesetzt hatte.

Es konnte nicht fehlen, daß dies dem vom Glück Begünstigten eine Menge offenkundiger Freunde und heimlicher Feinde eintrug, worüber sich niemand verwundern wird. Jedoch das Glück, sofern es nicht durch harte Arbeit und sauren Schweiß errungen wird, übt im allgemeinen keinen veredelnden Einfluß auf die Menschen aus, und so verfehlte Anton nicht, durch ein hochfahrendes Benehmen und durch die Sicherheit und den Glanz seines Auftretens die Zahl seiner Feinde treulich zu vermehren. Doch diese gerade ließen es sich am wenigsten merken. Sie verstanden, das Weihrauchfaß so herrlich zu schwenken, daß hinter dem Dunst der Schmeichelei und dem Wohlgeruch zierlicher Redensarten ihre wahre Gesinnung verborgen blieb und sich Anton von ihrer treuen Freundesanhänglichkeit festiglich überzeugt hielt.

Er war im Grunde eine tüchtige Natur und hatte ein gutes Herz, das sich gar oft hilfreich und freundlich betätigte, allein ihm war noch das Behagen der Jugend an Prunk und äußerem Schimmer eigen, er liebte es, sich durch prächtige Pferde, durch köstliche Gastmahle und rauschende Feste hervorzutun, und ließ oft andere mehr als billig das Gewicht seiner Macht fühlen.

Sein Glück zu vollenden, verlobte er sich ein Jahr nach dem Tode des alten Bloom mit einem Mädchen aus vornehmem Geschlecht, das allgemein nur die schöne Jukunde genannt ward, weil sie wegen ihrer Schönheit weit und breit berühmt war, so daß seinem Streben, sich durch Glanz und Pracht hervorzutun, auch hierin Genüge geschah.

Selten dachte er zurück an sein stilles Heimatdorf und an den beschränkten Kreis, in dem er seine erste Jugend verlebt hatte. Er war nur einmal wieder dort gewesen auf kurze Zeit und hatte seine Mutter wiedergesehen. Er fand sie behaglich eingerichtet durch die Unterstützungen, die er ihr reichlich hatte zugehen lassen, und sie war hocherfreut, ihren größten Stolz wieder in ihre Arme zu schließen. Im übrigen fühlte er wenig Behagen an seinem Heimatsort. Die kleine Veronika, eine arme Waise, die mit ihm bei seiner Mutter erzogen worden war, trat ihm schüchtern als erwachsenes Mädchen entgegen, und er lächelte im stillen über ihr ländliches Wesen, wenn er zum Vergleich an die schöne Jukunde dachte. Teilnehmende Nachbarn, die ihn zu begrüßen kamen, langweilten ihn unaussprechlich mit dem beschränkten Kreis ihrer Anschauungen, und ein alter Dorfschuster, der früher sein bester Freund gewesen war und ihm unzählige Geschichten erzählt hatte, kam ihm grenzenlos gemein vor und roch deutlich nach Schnaps. Nach kurzem Aufenthalt kehrte er in die Stadt zurück und setzte sein früheres Leben fort. »Tags Arbeit, abends Gäste«, – kühne, kaufmännische Spekulationen, die seinen Reichtum Tag für Tag vermehrten, und eine glänzende Schaustellung dieses Reichtums füllten seine Tage aus. Es konnte nicht ausbleiben, daß ihn in diesem Treiben doch zuweilen eine Leere überfiel. Ewiges Vergnügen und ganz besonders ewige Schmeichelei wirken wie starke Wohlgerüche; sie stumpfen die Nerven ab.

Einst an einem schönen Frühlingsmorgen, es war in der Mitte des Juni, erwachte er und vermochte nicht wieder einzuschlafen. Es war immer, als wäre draußen etwas, das ihn riefe, das mit sanfter Gewalt nach ihm verlangte. Er stand auf und ging durch die morgenstille Stadt ins Freie, einen Spaziergang zu machen. Dabei geriet er auf den Weg, der zwischen den Wiesen entlangführt, wo die dunklen Erlen stehen und sich der glänzende Fluß zur Seite durch blühende Wiesen windet.

»Ich weiß nicht«, dachte Anton, »das liegt wohl heute in der Luft, mir ist so wunderbar zumute, und die Welt sieht mich so verzaubert an, als hätte ich eine rosenrote Brille auf – wahrhaftig ganz rosenrot, und wenn der Wind über die Wiesen haucht, daß sich die Gräser neigen, so duftet es ganz wie wilde Rosen.«

Aus dem Eichenwalde, der vor ihm lag, das sah er nun deutlich, da stieg es auf wie eine blaßrote Säule von Duft, die breitete sich in der Höhe weit aus und erfüllte niedersinkend die ganze Luft mit einem sanften roten Scheine.

Immer stärker duftete es nach wilden Rosen, und mit unerklärlicher Gewalt trieb es Anton dem Walde zu, dessen gewaltige Eichen im Sonnenschein emporragten. Dort war es ganz still, nur die Sonne schien auf die Stämme und warf durch die Lücken der weitläufig stehenden Bäume ihre Lichter. Kein Vogel regte sich, kein Specht hämmerte, keine Maus raschelte in den Blättern. Anton hörte nur seine eigenen Tritte und seine Atemzüge bei dem raschen Gange. Nun ward das Unterholz dichter, die Zweige schlugen ihm ins Gesicht, und zuweilen mußte er sich mühsam durch die Büsche winden; aber immer stärker ward der Rosenduft. Manchmal stand er und lauschte. Dann war es ihm, als höre er in der Ferne den Gesang einer Nachtigall. Dorthin trieb es ihn weiter, aber es schien, als bliebe der Gesang immer in gleicher Ferne – traumhaft verschwommen tönte er zu ihm herüber.

Eben war er wieder durch dichtes Buschwerk gekrochen und stand auf einem sonnenbeschienenen freien Platze, auf dem ein einsamer Schmetterling gaukelte, das erste lebende Wesen, das er bemerkte, da schien es, als wenn die langhingezogenen Töne der Nachtigall aus größerer Nähe ertönten, und zugleich bemerkte er über sich am Himmel den rosigen Schein, und durch die Kronen der Eichen zog es wie ein leichter roter Nebel dahin.

»Vorwärts!« sagte er und drängte sich wieder durch das Gebüsch. Wie mit langen, schlanken Armen faßten ihn die Ranken, die Zweige rissen ihm das Gesicht blutig, er stolperte über Wurzeln, die knorrig aus dem Boden ragten, aber unermüdet arbeitete er sich fort, denn näher und näher hörte er den zauberhaften Gesang, und der Rosenduft ward fast betäubend. Jetzt klärte sich das Gebüsch, er sah es rot durch die Stämme schimmern wie lauter Rosen, und mitten aus dem Scheine drang der jubelnde Gesang hervor.

In der Mitte einer Waldlichtung stand eine mächtige uralte Eiche, über und über bis in die höchste Spitze überrankt und überblüht von wilden Rosen, aus deren tausend Kelchen der Duft wie ein leichter Rauch unablässig emporstieg. Er schritt näher hinzu, ihn schwindelte fast von den schweren Rosendüften und von dem betäubenden Gesänge, allein zwischen dem blühenden Rankengewirr leuchtete etwas wie ein roter, ruhig strahlender Stern hervor, das, dünkte ihm, müsse etwas Herrliches und Kostbares sein, wie es nichts zweites gebe auf Erden.

Er bog die Zweige auseinander, und siehe, der Schein kam aus einem kleinen Vogelneste und ging von einem Ei aus, das rot und durchsichtig wie ein geschliffener Edelstein strahlte. In dem Augenblicke, als er es ergriff, zuckte es ihm glühend heiß durch alle Adern, ein Schwindel erfaßte ihn, rote glänzende Wolken zogen vor seinen Augen vorbei, und während er noch wie im Traume den mächtigen, jubelnden Gesang der Nachtigall vernahm, vergingen ihm die Sinne, und er sank zu Boden. Als er wieder zum Bewußtsein zurückkehrte, lag er im Grase unter einem blühenden Rosenbusch, der seine Zweige über ihn hinstreckte; nicht weit davon zog sich der Weg durch den Eichenwald. Die Welt sah wieder wie gewöhnlich aus, und die Sonne zitterte durch die leichtbewegten Zweige, in denen ein Fink unermüdlich sein schmetterndes Lied sang. Ihm war ganz wirr im Kopf, als er sich aufrichtete. Dunkel erinnerte er sich des Vergangenen.

»Wie man doch träumen kann«, sagte er; »daran sind doch nur die Rosen schuld mit ihrem betäubenden Duft.« Da fühlte er etwas Hartes in seiner rechten Hand, die er fest geschlossen hielt, und beim Öffnen strahlte ihm ein roter, eiförmig geschliffener Stein entgegen.

»Was!« rief er aus, »war es kein Traum?«, und plötzlich stand alles klar vor seiner Erinnerung. Ein leichter Schauer überkam ihn, ein Grauen vor dem Unerklärlichen; er versank in Gedanken. »Ei«, sagte er dann, als er wieder aus seinem Nachdenken erwachte, »was hilft das Grübeln, der Stein ist da, vielleicht ist er wertvoll«, und damit ließ er ihn in seine Uhrtasche gleiten.

Nachgrübelnd schlenderte er durch den Wald dahin. Er hatte den Weg wieder verloren und kam bald auf eine schöne einsame Waldwiese, wo Rehe friedlich standen und ästen. Er ging auf sie zu; manchmal hob das eine oder das andere lauschend den Kopf und spähte nach der Richtung, wo er fast lautlos im weichen kurzen Grase auf sie zuschritt, allein ruhig senkten sie ihn wieder zum Boden nieder. Jetzt stand er dicht vor ihnen; fast konnte er das nächste mit der Hand berühren, aber keines der Tiere schien auf seine Aufmerksamkeit zu achten, keines verriet Furcht vor seiner Gegenwart.

»Ist denn heute alles verzaubert?« dachte er, indem er die Hand ausstreckte, das eine der zutraulichen Tiere, das sich ihm genähert hatte, zu liebkosen. Kaum aber hatte seine Hand dessen Hals berührt, als es entsetzt zusammenfuhr und wie von einer Otter gebissen in die Luft sprang, und als nun gar Anton seine Stimme schmeichelnd erhob, kam plötzlich ein panischer Schrecken über die Rehe, und voller Entsetzen stürmten sie über die Wiese hin dem Walde zu, unter dessen ragenden Stämmen bald ihre eiligen Sprünge verhallten. Anton schaute den Tieren verwundert nach; ihn kam ein Schauern an in dem einsamen Walde, trotzdem die Sonne schon hoch am Himmel stand. Er sehnte sich, Menschen zu sehen, und eilte, den Weg zu erreichen, damit er wenigstens Spuren menschlicher Anwesenheit erblicken möchte. Er mußte auch eilen, um wieder in der Stadt zu sein, denn er hatte seine Freunde zum Frühstück zu sich geladen. Bei dem hastigen Herumstreifen im Walde war er aber ganz irre gelaufen, und er freute sich sehr, als er auf einem Wege zwei Bauern daherkommen sah, die wahrscheinlich in einem Nachbardorfe in der Kirche gewesen waren.

»Ihr guten Leute«, redete er sie an, »könnt ihr mir sagen, wie ich auf dem nächsten Wege zur Stadt komme?« Die Bauern schauten wild um sich in den Wald und oben in die Bäume und sahen sich dann zitternd und entsetzt an, so daß Anton laut auflachte und, indem er den nächsten mit der Hand auf die Schultern schlug, ausrief: »Leute, seid ihr toll? So gebt mir doch Antwort!« Aber kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, als die Bauern schreiend wie in Todesangst davonstürzten und in wenigen Augenblicken hinter den Bäumen verschwanden.

Ganz verwirrt schaute Anton ihnen nach. »Ist denn heute alles verdreht?« murmelte er und ging kopfschüttelnd weiter. Bald hörte er eine Quelle am Wege rauschen, und es fiel ihm ein, einmal in den Wasserspiegel zu sehen, ob er vielleicht etwas Abschreckendes im Gesicht trage. Er erfaßte einen überhängenden Ast an einer Stelle, wo sich in einer kleinen Bucht das Wasser zu einem klaren Spiegel gebreitet hatte, und schaute hinab. Weiter und weiter neigte er das Haupt, in seinen Zügen mischte sich Grauen mit Erstaunen, er sah in dem klaren Spiegel von dem Baume, unter dem er stand, deutlich jedes Zweiglein, jedes Blatt, die überhängenden Gräser am Ufer, wo seine Füße standen, und tief unten den blauen Himmel mit einer weißen rundlichen Wolke – alles sah er genau, doch weiter nichts. Er richtete sich erregt auf, der Schweiß trat ihm vor die Stirn, und tiefatmend stand er eine Weile da – es wirbelte in seinem Kopfe.

Dann beugte er sich noch einmal weit vor und starrte atemlos hinein, aber es war alles wie zuvor, nur schien ihn die weiße Wolke wie mit menschlichen Zügen unheimlich anzublicken.

»Unsichtbar!« rief er aus, indem er zugleich vor dem Klang seiner eigenen Stimme erschrak, und sank in das hohe Gras, denn seine Füße versagten ihm in seiner Aufregung den Dienst. Aber seine Gedanken arbeiteten hastig fort, und auf einmal dämmerte es in seinem Gehirn, und eine alte Geschichte fiel ihm ein, die ihm seine Großmutter erzählt hatte, als er noch ein kleiner Knabe war.

»Alle hundert Jahre«, hatte sie erzählt, »läßt der Engel, der den Garten des Paradieses zu hüten hat, eine Nachtigall ausfliegen, damit sie die irdischen Nachtigallen lehre, daß sie ihre himmlischen Gesänge nicht vergessen. Die singt gar wunderherrlich, und alle Vögel, die es hören, lauschen und schweigen, solange sie singt. Die Nachtigall aber nimmt sich eine Gefährtin, und sie bauen sich ihr Nest in einem wilden Rosenstrauch. Dann legt das Weibchen eines Morgens ein einziges rosenrotes Ei, und wenn das geschehen ist, singt die Nachtigall aus dem Garten des Paradieses so schön und wunderherrlich, daß niemand widerstehen kann, wer diesen Gesang hört – er muß ihm folgen. Nur bis zum Mittag bleibt das Ei sichtbar, dann versprüht es in eitel Rosenduft. Findet es aber ein Mensch vor dieser Zeit, so bleibt es und wird hart wie ein Edelstein. Dies Ei hat die Gabe, daß es den Menschen, der es auf dem Herzen trägt, unsichtbar macht und alle Leute, mit denen er in Berührung kommt, veranlaßt, über ihn die Wahrheit zu sprechen.« Als Anton diese Geschichte wie ein Blitz durch die Erinnerung gezogen war, griff er schnell nach der Uhrtasche, wo der Edelstein ruhte, und zog ihn hervor, um ihn zu betrachten. Dabei beugte er sich etwas vor, und als er zufällig ins Wasser schaute, blickte ihm sein bleiches, aufgeregtes Antlitz daraus entgegen. Die Gedanken schössen wild und toll durch seinen Kopf. Im Besitze dieses wunderbaren Steines gab es für ihn ja kein Geheimnis, keine Tür und keine Schranke mehr, ihn fieberte fast bei diesem Gedanken. Allmählich beruhigten sich seine Sinne, und ihn drängte es jetzt fort, die Kraft des wunderbaren Steines weiter zu erproben.

Er eilte den Weg entlang. Plötzlich ward es heller vor ihm, die Bäume lichteten sich, und er sah sich am Ende des Waldes; vor ihm im Wiesental lag die Stadt im Dufte des Sonnenscheins. Ihm fielen die zum Frühstück eingeladenen Freunde wieder ein, und er schritt schnell auf dem näheren Fußpfad auf die Stadt zu. Er schaute sich um nach Menschen, allein rings war alles einsam, nur die Lerchen trillerten in den Lüften, und die Goldammern zirpten am Wiesenrand.

In der Stadt war alles beim Mittagessen, die Straßen waren öde und voll Sonnenschein; in dem Fenster des Torhauses nickte schläfrig der Torwart, Anton nahm ihm übermütig seine Zipfelmütze vom Kopf und setzte sie dem neben ihm liegenden Spitz auf, ergötzte sich eine Weile an dem entsetzten Gesicht des Mannes und eilte weiter.

Aus dem stattlichen Hause, das er bewohnte, sah er schon aus den offenen Fenstern einige seiner Freunde auf die Straße schauen, wahrscheinlich blickten sie nach ihm aus, denn es war schon eine Stunde nach der festgesetzten Zeit. Auf der Treppe begegneten ihm zwei seiner Diener, die er stets besonders bevorzugt hatte, weil sie ihm am treuesten ergeben schienen.

»Na«, sagte der eine, »wo er sich wohl wieder herumtreibt, es ist eine Schande, so einen Herrn zu haben, der im Walde herumläuft wie ein Schulknabe und so vornehme Gäste warten läßt.« »Ja«, meinte der andere, »wenn man hier nicht sein Teilchen hinter sich bringen könnte, da wäre ich auch längst fortgegangen und hätte mir eine noblere Herrschaft gesucht.« »Klipp, klapp!« ging es, und jedem Diener saß eine wohlgezielte Ohrfeige auf der Backe. Sie sahen sich erschrocken und wütend an, denn jeder glaubte, der andere habe es getan, und als Anton die Treppe hinaufeilte, hörte er ihr gegenseitiges Geschimpfe, bis er in die Tür trat, die zufällig von einem anderen Diener von innen geöffnet wurde. Die Freunde standen und saßen gelangweilt im Zimmer umher, einige Gruppen beieinander sich unterhaltend, einer fing Fliegen, ein anderer gähnte und sah jede Minute nach der Uhr.

Anton trat zu einer Gruppe, die seine besten Freunde gebildet hatten, sie saßen in einer Ecke und sprachen miteinander. Der dicke Leonhard schnüffelte plötzlich mit seiner roten Nase umher und sprach: »Ei, wie riecht es hier nach Rosen! Aber ein Bratengeruch wäre mir jetzt lieber. Dieser Anton wird immer übermütiger – uns hier auf das Essen warten zu lassen. Wißt ihr, wenn man hier nicht am besten speiste in der ganzen Stadt, ich würde mich den Teufel um den langweiligen Kerl kümmern.«

Die anderen Freunde stimmten ein, und der junge Raimund, der aus der reichsten Familie der Stadt stammte und in seinem ganzen Leben weiter nichts getan hatte, als seine ihm angeborenen Zinsen zu verzehren, meinte: »Man merkt diesen Emporkömmlingen ihre Herkunft doch immer an, wenn sie auch noch so sehr bestrebt sind, es zu verbergen.« Berthold, ein dritter, der viele Ringe an den Fingern trug, wohlgelocktes Haar besaß und nach Essenzen duftete, sprach: »Seine Braut, die schöne Jukunde, würde vielleicht auch einen anderen erwählen, wenn die Musik seiner klimpernden Dukaten nicht seine Liebeswerbung begleitet hätte!« Dabei warf er einen wohlgefälligen Blick in den Spiegel und drehte sein zierliches Bärtchen. Anton ward vom Zorn übermannt, als er die, die er für seine besten Freunde gehalten hatte, in solcher Weise über sich sprechen hörte, und schon wollte er sich entdecken, um diese Heuchler zu entlarven, als ihm einfiel, dies könne er am Ende noch durch ein besseres Mittel erreichen. Er benutzte die nächste Gelegenheit, um, während seine Freunde gerade im besten Zuge waren, alle seine schlechten Eigenschaften wechselseitig aufzuzählen, aus der Tür zu schlüpfen, und begab sich eilends in seine Geschäftsräume. Dort machte er sich wieder sichtbar, brachte sein Haar und seine Kleidung in Unordnung, zerknitterte einen Brief, den er an diesem Morgen erhalten hatte, und trat mit diesem, indem er seine Gesichtszüge einen traurigen und niedergeschlagenen Ausdruck annehmen ließ, plötzlich zu seinen Freunden ins Zimmer.

Ein allgemeiner Jubel tönte ihm entgegen, der jedoch bald verstummte, als man sein trostloses Aussehen bemerkte.

»Meine Freunde«, sprach er, »in einer lustigen Angelegenheit dachte ich euch heute zu sehen, zu einer traurigen seid ihr gekommen. Soeben erhalte ich die Nachricht, daß das große Handelshaus Jan Pieter van Leuven in Amsterdam falliert hat. Es wird euch nicht unbekannt sein, daß meine Verbindungen mit diesem Hause derartig sind, daß dieser Bankerott ohne eure Hilfe den meinigen unfehlbar nach sich zieht.« Als Anton die starren und entsetzten Gesichter der Freunde bemerkte, die im ersten Augenblicke nichts zu erwidern wußten, fuhr er fort: »Doch wie darf ich klagen, wenn ich euch, meine lieben Freunde, um mich sehe. Viele von euch sind wohlbegütert, und wenn ihr euch alle zusammentut und mir helft, wie es guter Freunde Art ist, so wird dieser Schlag an mir vorübergehen, und in nicht zu langer Zeit alles wieder gewonnen sein. Darum laßt uns auch heute nicht in Sorgen sein, setzen wir uns zum Mahle und laßt uns anstoßen auf unsere gute Freundschaft. Morgen kommt ihr dann alle zu mir, und da weiß ich schon, daß jeder nach seinem Vermögen dazu beitragen wird, mich aus dieser schlimmen und unverschuldeten Lage zu befreien. Gönnt mir nur noch einen Augenblick Zeit, um einige notwendige Anordnungen zu treffen. Sofort bin ich wieder bei euch.« Damit eilte er schnell hinaus, um sich gleich darauf wieder unsichtbar unter seine Freunde zu mischen.

Wen er bis jetzt noch nicht gekannt hatte, den konnte er nun kennenlernen, und zwar von einer sehr unangenehmen Seite. Fast alle verdammten und schalten ihn, der eine seinen Leichtsinn, der andere seinen Hochmut, der dritte seine Dummheit und der vierte alles miteinander, und dabei drückte sich immer einer nach dem anderen heimlich zur Tür hinaus, bis nur noch einige wenige zurückblieben. Da diese nun aber nicht einsahen, was sie allein dort sollten, so gingen sie miteinander fort. Nur sein alter Buchhalter, den er noch von dem alten Herrn Bloom übernommen hatte, war zurückgeblieben. Der ging im Zimmer auf und nieder und rang die Hände und klagte über den Fall der alten berühmten Handlung. Anton ging still hinaus in seine Schreibstube. Hier übermannten ihn Zorn und bittere Wehmut, und fast traten ihm die Tränen in die Augen, eine tiefe schmerzliche Sehnsucht nach Liebe und Teilnahme kam über ihn, es war ihm, als sei seine Geschichte wahr und er nun ganz arm und verlassen. Wie ein Blitz durchzuckte ihn der Gedanke an seine Braut – sie konnte ihn nicht verleugnen, dessen war er sicher. Er beschloß, sie sofort aufzusuchen, machte sich wieder sichtbar und klingelte nach einem Diener. Aber es kam niemand. »Die Ratten verlassen das Schiff«, murmelte er.

Anstatt dessen trat der alte Buchhalter ein. »Ach, Herr Anton, das Unglück, das Unglück!« seufzte er. »Siebzig Jahre hat die Firma Kaspar Bloom in Ehren bestanden, und nun ist alles vorbei.«

Anton hielt dem Alten den zerknitterten Brief entgegen, den er noch in der Hand trug. »Von unserem Agenten in Amsterdam, es ist richtig«, murmelte der Buchhalter. Doch während er las, nahmen seine Züge einen ganz sonderbaren Ausdruck an, er starrte aufs Papier, als könne er seinen Augen nicht trauen, und alle Muskeln seines Gesichts fingen an zu arbeiten. »Aber Herr Anton«, rief er, »nach diesem Briefe haben wir ja einen Gewinn gemacht von ... von ..., was steht hier denn – das ist ja ein ungeheurer Glücksfall!«

»Freilich, freilich, Alter«, rief Anton, »ich habe die Schufte bloß belogen, um sie einmal in ihrer ganzen Erbärmlichkeit zu sehen. Doch jetzt muß ich fort. Ihr habt wohl die Güte und laßt sogleich in der Stadt verbreiten, daß die ganze Angelegenheit auf einer falschen Nachricht beruht und das Haus Kaspar Bloom in seinem alten Glänze dasteht.« Damit eilte er, den ganz verdutzten alten Mann seiner Verwunderung überlassend, hinaus.

Unsichtbar schritt er eilig durch die Straßen. Es drängte ihn, die Gewißheit zu erlangen, daß ihm noch eine Seele treu sei. Er hatte seine Braut aus der Armut hervorgehoben, weil ihre große Schönheit ihm gefiel, er hatte sie mit allem, was prächtig und kostbar war, überhäuft und ihr jeden Wunsch erfüllt, bevor er noch ausgesprochen war. Und doch fiel es ihm jetzt schwer aufs Herz, daß er sich noch niemals gefragt hatte, ob sie ihn auch wirklich liebe. Aber das konnte ja gar nicht anders sein, er wollte an ihre Liebe glauben.

Auf der Straße sah er die Leute zusammenstehen und hörte sie miteinander hastig reden. Überall tönte sein Name hervor, und selten ward er mit Liebe genannt. Nur an einer Straßenecke klagten sich zwei Bettler ihr Leid, denn seine Hand war freigebig gegen sie gewesen, und sie glaubten eine gute Kundschaft verloren zu haben. Das tat ihm ordentlich wohl, und im Vorübergehen warf er jedem ein Goldstück in den Schoß. Trotz seines Kummers mußte er lächeln über die verdutzten Gesichter, mit denen sie an der Wand des Hauses, wo sie saßen, emporsahen und gegen ein oben geöffnetes Fenster ihre Danksagungen ableierten und sich nicht genug verwundern konnten, denn dort wohnte der größte Geizhals in der ganzen Stadt.

Als er in die Wohnung seiner Braut eingetreten war, Zögerte er eine Weile, denn er fürchtete sich plötzlich, sie zu sehen. Rings um ihn war all die Pracht, die durch ihn in die ärmlichen Zimmer gekommen war. Die bunten japanischen Vorhänge vor den Fenstern, die schweren Seidentapeten, der weiche türkische Teppich auf dem Fußboden, die kostbaren, in bunter eingelegter Arbeit schimmernden Möbel und die hunderterlei zierlichen Geräte und Zieraten zu Schmuck und Gebrauch, alles war von ihm herbeigeschafft, um seiner schönen Braut eine ebenso schöne Umgebung zu schaffen. Aber es sah ihm alles heute so tot und kalt aus, und das Licht der Sonne lag so gleichgültig auf den Dingen.

»Anton, bist du da?« schwatzte plötzlich der Papagei in seinem vergoldeten Bauer. »Schöne Jukunde, schöne Jukunde.« Als sich Anton nach dem Papagei umschaute, schrak er plötzlich zusammen, denn sein Blick fiel in den großen Spiegel, der bis auf die Erde reichte und ihm das ganze Zimmer und alles deutlich entgegenhielt, nur sein eigenes Bildnis nicht. Als er noch so in den Spiegel starrte, hörte er hinter sich Geräusch, eine Tür ging, und hinter dem Vorhang trat Jukunde hervor, begleitet von ihrer Mutter. Sie war bekleidet mit einem herrlichen roten Seidenkleide, das ihre volle Gestalt bis an den Nacken schmiegsam umschloß und von den Hüften in prächtigen Falten herniederhing. Um den vollen weißen Hals schlang sich eine schwere goldene Kette, am Schloß mit einem strahlenden Rubin geschmückt, der auf dem weißen Busen wie ein roter Stern schimmerte. Sie trug ein Rubindiadem in der Hand und ging zu dem Spiegel, um das üppige braune Haar damit zu schmücken.

»Wie riecht es hier nach Rosen«, sagte die Mutter, »du hast wohl von dem Rosenöl gebraucht, das dir Anton neulich von dem türkischen Händler kaufte? Es ist doch unchristlich, wie er so das schöne Geld wegwirft.«

»Ach, laß ihn doch«, sagte Jukunde, »es macht ihm wohl Freude und mir ist's nicht zuwider.« Dabei hatte sie die Hände zum Haupte erhoben, daß die kurzen Seidenärmel zurückfielen und die schön gerundeten Formen der weißen Arme sichtbar wurden. »Das Geld ist ja nun doch einmal die beste Eigenschaft an ihm. Weißt du, ich könnt' nun schon einmal keinen anderen gebrauchen als einen reichen.« Dabei schaute sie wohlgefällig im Spiegel auf all die Pracht, die sie umgab. »Er ist reich«, fuhr sie fort, »und ich bin schön. Ich weiß nicht, was mehr ist. Reichtum kann man erwerben, aber Schönheit nimmer. Ich gebe ihm meine Schönheit, und er gibt mir seinen Reichtum dafür, ich denke, es ist ein ehrlicher Handel.« Anton zitterte vor Wehmut und Schmerz, allein er hielt an sich, er wollte nicht sogleich verdammen. Plötzlich entstand draußen ein Lärm und Gerede, Anton hörte Bertholds Stimme, und endlich trat eine Magd ein und meldete, der junge Herr Berthold sei draußen und wollte sich nicht zurückhalten lassen, er habe dem Fräulein etwas Wichtiges mitzuteilen.

»Laßt ihn eintreten«, sagte Jukunde.

Berthold kam voller Aufregung ins Zimmer und erzählte mit fliegendem Atem das, was vorhin bei Anton stattgefunden hatte. Anton sah, wie Jukunde blaß wurde und schwankte; schon wollte er zuspringen, allein er besann sich; Berthold fing sie in seinen Armen auf und führte sie zu einem Stuhl.

»Es ist vorbei, es ist vorbei«, sagte sie, »nun ist alles vorbei, und ich kann nicht mehr zurück! Oh, hätte ich diesen Verschwender niemals gesehen!«

»Ich habe es ja gleich gesagt!« kreischte die Mutter, »das konnte nicht gut gehen, so mit vollen Händen warf er das Geld weg.«

Anton ging hinter den Vorhang, und plötzlich trat er sichtbar dahinter hervor.

»Jukunde«, rief er, »nun, da mich alles verläßt, willst auch du mich verlassen?«

»Geh fort, geh hinweg!« rief Jukunde. »Du hast mich betrogen mit falschen Vorspiegelungen, du hast mich getäuscht; ich fühle mich dadurch von meiner Pflicht befreit, du wirst mir mein Wort zurückgeben.« »Sei frei, Elende!« rief Anton, »du wirst es heute noch bereuen, was du getan hast, allein ich werde ewig diesen Tag segnen, der mir die Augen geöffnet hat!« Damit eilte er schnell hinaus. Keinen Augenblick länger wollte er sich in der Stadt aufhalten, wo er so viele Enttäuschungen erfahren hatte. Er eilte in seine Wohnung zurück, übergab seinem Buchhalter die Sorge für seine Handlung, bestieg sein schnellstes Pferd und ritt eilends zum Tor hinaus. Er hatte nur eine einzige Hoffnung auf Erden mehr, das war seine Mutter. Und während er in rasender Eile dahinstürmte, eilten die Gedanken noch viel schneller, und alle die kleinen Sünden, die er an ihrer Liebe begangen hatte, zogen wie große Untaten an ihm vorüber. Sein Pferd ermüdete, er nahm sich im nächsten Ort ein neues und stürmte weiter. Nicht Ruh und Rast ließ es ihm, bis er seine Mutter gesehen hatte. Plötzlich stieg ein Gedanke in ihm auf, der ihm das Herz zusammenschnürte. Wenn er nun zu spät käme, wenn die, auf die er allein noch hoffte, nicht mehr sei und er für so viele Liebe und Treue nur einer Toten danken könne? Er trieb sein Pferd an, bis es nicht mehr weiter konnte. Er ließ es stehen und eilte zu Fuß weiter. Unterdes war es Abend geworden, ein Gewitter kam herauf, und der Regen ging in Strömen hernieder. Allein er achtete es nicht. Endlich kam ein schnellfahrender Wagen hinter ihm her. Er kannte die Leute, sie waren aus seinem Dorfe. Unsichtbar schwang er sich hinauf und fuhr mit ihnen. Sie fingen sogleich an, von ihm zu sprechen und auf ihn zu schelten, allein er hörte nicht darauf, er hatte nur einen Gedanken und zog sogar Trost aus dem Gerede der Leute, denn er erfuhr daraus, daß seine bange Befürchtung nicht gerechtfertigt und seine Mutter frisch und gesund war.

Als der Wagen im Dorfe anlangte, sprang er hinab und eilte auf dem wohlbekannten Fußwege zu der Hütte seiner Mutter. Mit pochendem Herzen begrüßte er das stille, einsame Licht, das ihm aus dem Fenster entgegenschimmerte. Seine Knie zitterten, kaum vermochte er sich fortzubewegen, ihm war es, als ginge er einer Entscheidung über Leben und Tod entgegen. Als er auf den Flur des kleinen Häuschens trat, bemerkte er Licht durch die offene Türspalte, die zu dem Wohnzimmer seiner Mutter führte, und hörte wohlbekannte Stimmen. Er hielt an, um zu lauschen. Hier brauchte er nicht die Wirkung des wunderbaren Steines, denn es ward schon von ihm gesprochen.

»Ich bleibe dabei«, hörte er Veronika sagen, »es ist unrecht von ihm, liebe Mutter, daß er sich so gar nicht um Euch bekümmert, da möget Ihr nun sagen, was Ihr wollt.« »Liebe Veronika«, antwortete die Stimme seiner Mutter, »wie magst du so Übles von meinem Sohne sprechen. Sieh doch umher, sagt nicht alles, was uns umgibt, von seiner Liebe, hat er nicht alles selbst gesendet? Hat er mir nicht alle Sorgen für meine alten Tage genommen?«

»Und doch hat er noch nie ein Verlangen gezeigt, Euch zu sehen«, sprach Veronika.

»Oh, er war vor zwei Jahren doch einmal drei ganze Tage hier«, entgegnete die Mutter. »Du weißt nicht, liebe Veronika, wie das in einer so großen Handlung ist. Da ist die Minute kostbar, und von dem einen hängt alles ab, der die Zügel in der Hand führt. Wenn mein Sohn gekonnt hätte, da wäre er auch gekommen. Wenn mein Sohn nur irgend es erübrigen kann, so wird er kommen!« Und jauchzend riß Anton die Tür auf und eilte seiner Mutter entgegen.

»Ich bin da, ich bin da!« rief er, »um mich niemals wieder von dir zu trennen!«

Lange noch strahlte das einsame Licht hinaus in das dunkle Schweigen der Nacht, nicht verratend durch seinen stillen Schein, daß bei ihm drei Glückliche vereint saßen in treuer Liebe.

Die Stadt, in der Anton so viel Schlimmes erlebt hatte, war ihm zuwider geworden. Er kaufte eine große Besitzung in der Nähe seines Geburtsdorfes und beschloß, sein Leben fern von dem rauschenden Treiben der Städte hinzubringen. An dem Tage, als er sich mit der holden Veronika, die von Kind auf eine Liebe zu ihm in treuem Herzen getragen hatte, verlobte, ging er mit ihr hinaus zu dem Bergabhang, wo im Grunde der Fluß brausend über Felsenklippen dahinschäumt. Weiterhin sieht man hinaus in die fernen Lande, und ganz am Horizont ragen im blauen Dämmer die Türme der Stadt empor. Unterwegs erzählte er Veronika seine ganze wunderbare Geschichte, und als sie an den Abhang gelangt waren, schleuderte er den wunderbaren Stein weit hinaus in die Luft, damit er in dem brausenden Gewässer für ewig begraben sei. Aber in der Luft zerging er in ein rosenrotes Wölkchen, das langsam zerfloß, ringsum einen herrlichen Rosenduft verbreitend, und ein leises Klingen zog durch die Luft dahin wie der jubelnde Gesang einer fernen Nachtigall.

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