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Das vierte Gebot

Ludwig Anzengruber: Das vierte Gebot - Kapitel 6
Quellenangabe
typedrama
booktitleDas vierte Gebot
authorLudwig Anzengruber
year1995
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000418-7
titleDas vierte Gebot
pages1-6
created19990513
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1878
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Achte Szene

Schalanter, Martin. Es treten auf von rechts, allen voran Stötzl, der die Ziehharmonika spielt, hinter ihm Katscher – beide halbreife Bürschchen –, letzterer führt Josepha am Arme, zuletzt Barbara an der Seite Sedlbergers, eines verlebten jungen Menschen, der eine Gitarre an einem breiten Bande umhängen hat. – Die Musik verstummt nach ihrem Auftreten.

Barbara. Na, da treff'n mer s' endli. Is das a Weg bis da herauf!

Stötzl und Katscher. Ergebner Diener, Herr von Schalanter!

Schalanter. Guten Tag.

Sedlberger (hat nur stumm. gegrüßt).

Josepha (tritt zu Martin). Grüß' dich Gott, Martin!

Stötzl (indem er Katscher die Harmonika aufdrängen will). Hernach spiel du, i will amal d'Fräuln Pepi am Arm führn.

Katscher. Fallt mer ein. Wirst ja zahlt.

Josepha (auf Martins Uniformkragen zeigend). Na, no nix da? Ka Sterndl?

Martin. Laß's gut sein, i bring's im Awanschman doch nie so weit wie du in der Degradation!

Schalanter. Na, na, nur nit streiten. Kinder, nur kein Streit heut. (Zu Barbara.) Waberl, just hab' i a G'schäft g'macht. 'n Stolzenthaler hab' ich ein Floh ins Ohr g'setzt, schon a ganz's Flöhtheater; morgen hol' i mir 's Geld für dö Produktion – und heut abend hab'n wir wo ein einsamen Spatzen sitzen, mit dem's a Hetz gibt. 's Volk lebt! Vorwärts, daß wir kein Zeit verliern! Hollo!

(Der Marsch wird wieder gespielt, und indem sich alle zum Abgehen in Bewegung setzen, fällt der Zwischenvorhang.)

 
Verwandlung

Ein Eckzimmer im Stolzenthalerschen Landhause. In der Wand rückwärts zwei Fenster, ebenso in der linksseitigen; die rechtsseitige hat zwei Türen. Zwischen den Fenstern an der linken Seite hängt ein Spiegel über einem Trumeaukasten. Vorne in der Ecke links steht eine Wiege und Mitte der Bühne – jedoch mit Spielraum davor – ein Tisch, auf diesem liegen etliche Zeitungen und daneben ein aufgeklapptes Taschenmesser.

Neunte Szene

Stolzenthaler und Hedwig.

Stolzenthaler (sitzt, eine Zeitung in der Hand haltend, knapp vor dem Trumeaukasten). Also deine Eltern kommen heut?

Hedwig. Die alte Schön hat die Post dagelassen.

Stolzenthaler. Na, is recht.

Hedwig (sieht auf ihre Taschenuhr). Du gehst sonst um diese Zeit ins Kaffeehaus.

Stolzenthaler. Ja, aber wenn ich einmal wegbleib', versäum' ich auch nix.

Hedwig. Warum liest du die Zeitungen nicht auf deinem Zimmer?

Stolzenthaler. Ich seh' da akrat so gut, warum soll i s' denn auf mein Zimmer lesen?

Hedwig. Ich bin's nicht gewöhnt, daß du mir da im Wege herumsitz'st.

Stolzenthaler. Das ist gut, bin i außerm Haus, so heißt's, i wär' kein guter Familienvater; bleib i aber amal daheim bei meiner Familie, so is's a wieder nit recht.

Hedwig. Dagegen habe ich ja nichts. Aber mußt du gerade vor dem Spiegel sitzen?

Stolzenthaler. I genier' dich doch nit, und wozu brauchst du 'n Spiegel? Bist ja eh schön.

Hedwig. Sehr galant. Aber ich möcht' mich ein wenig zurechtmachen.

Stolzenthaler. Gehst du aus?

Hedwig. Ja!

Stolzenthaler. So? Wohin denn?

Hedwig. Ich werde meinen Eltern eine Strecke entgegengehen, und dann fahre ich mit ihnen im Wagen zurück.

Stolzenthaler. Bist a gute Tochter.

Hedwig (ist ganz nahe an den Spiegel getreten, um Stolzenthaler zu verdrängen). Meinst du nicht, daß zu dieser Frisur eine lebende Rose gut stünde?

Stolzenthaler. Freilich.

Hedwig. Du könntest dich nützlich machen und mir eine aus dem Garten holen.

Stolzenthaler. Da bringt dir wohl der Gärtner a schönere, als ich zu finden wüßt'.

Hedwig (beißt sich in die Lippen und tritt zurück). Du bist sehr bequem.

Stolzenthaler (für sich). Da is schad, mi bringst net weg.

Hedwig. Laß mich wenigstens meinen Hut nehmen.

Stolzenthaler (öffnet den Schrank). O bitte, den kann ich dir auch herausreichen.

Hedwig. Zerknittere ihn nicht.

Stolzenthaler (gibt ihr den Hut). Da, ist gar nix daran geschehn.

Hedwig. Danke!

Stolzenthaler (als ob er sich anschickte, den Kasten wieder zu schließen). Was hast du denn da für eine Schatulln, Hedwig?

Hedwig. Du kennst sie ja, – mein Schmuckkästchen.

Stolzenthaler (nimmt es heraus). Richtig, die Schmuckschatulln. Ja so, du willst 'n Hut aufsetzen? (Steht auf und geht mit dem Kästchen nach dem Tische, wiegt es in den Händen.) Na, da drin hast schon hübsch was beisamm. Darf man nit h'neinschaun?

Hedwig (stellt sich unbefangen, folgt aber ängstlich allen seinen Bewegungen). Der Schlüssel wird ja stecken.

Stolzenthaler. Nein!

Hedwig. Dann weiß ich nicht, wo er ist, und nehme mir jetzt auch keine Zeit, ihn zu suchen.

Stolzenthaler (steht an der rechten Seite des Tisches, hält das Kästchen in der linken Hand und nimmt mit der rechten das Messer von der Platte). Ich bring's auch ohne Schlüssel auf!

Hedwig (stürzt hinzu und faßt das Kästchen mit beiden Händen an). Aufbrechen lass' ich's nicht!

Stolzenthaler (sieht sie groß an). Na, na, du stürzt ja her wie eine Löwin, der man ihr Jungs raubt. Man könnt' meinen, weiß Gott, was da drin is.

Hedwig (läßt die Hände sinken). Es ist mein Eigentum, ich lasse es mir nicht ruinieren.

Stolzenthaler. Bagatell, wegen dem Schlösserl. (Hat sich rasch zur Seite gewendet und das Kästchen aufgebrochen.) Offen is's! (Stellt es auf den Tisch und nimmt einzelne Schmuckgegenstände heraus, die er auf die Platte streut.) Na also, die Herrlichkeiten!

Hedwig (greift ebenfalls hinein und nimmt mit zitternden Händen einiges, wie spielend, heraus). Deinen Zerstörungstrieb hast du befriedigt, und wenn deine Neugierde gestillt sein wird, so sei so gut und verlaß mich, geärgert hast du mich ja genug.

Stolzenthaler. Gleich sein mer am Grund! (Er stürzt das Kästchen um und schüttelt es zwischen beiden Händen, triumphierend.) Haha, da is ja noch was drin, in ein'm geheimen Fachel!

Hedwig (entsetzt, beide Hände vor die Stirne schlagend). August!

Stolzenthaler (zerschmettert die Schatulle an der Tischkante).

Hedwig (sinkt in einen Stuhl, links, nahe der Wiege). Das ist eine Gemeinheit!

Stolzenthaler (hat aus den Trümmern ein Päckchen Briefe aufgelesen, dieselben emporhaltend). Ist das auch ein Schmuckgegenstand? (Kleine Pause, schreiend.) Ist das auch ein Schmuckgegenstand? Ich bitt' mir eine Antwort aus!

Hedwig. Schreie nicht wie verrückt. Wecke das Kind nicht auf. Mäßige dich.

Stolzenthaler. I bitt', schaffen S' nur an! Lispeln und säuseln werd' ich, wenn mir zum »Aus-der-Haut-fahren« is! – Ist das wahr, daß Sie einen Feldwebel in Ihr Herz geschlossen g'habt haben, der Robert Frey heißt und dem Sie heut heimlich diese Briefe haben z'ruckstellen wolln? Ist das wahr?

Hedwig. Wenn Sie es ohnehin wissen, was fragen Sie?

Stolzenthaler. Trutzen a noch, statt auf die Knie fallen und um Verzeihung bitten?!

Hedwig. Sie haben mir nichts zu verzeihen!

Stolzenthaler. Nix? (Schleudert die Briefe auf den Tisch.) Das da hab' i zu verzeihen! Wissen Sie, Mardam – das da! – Als aufgeklärter Mensch find' ich nix daran, daß mer Sie schön g'funden hat, auch in dem Briefwechsel find' ich nix, denn bei dö meisten Madln hat in g'wissen Jahrn a Süßholzraspler ein Anwert, bis ihnen die Augen aufgehen, wann a Mann kommt, was a Mann is, und der war do i, der Stolzenthaler, – oder ich bin's net g'wesen! Denn in solchenen Fällen fliegen so unnötige Papierln stantepede in' Ofen, nit, daß man sie aufbehalt, noch viel weniger, daß mer s' nach Jahr und Tag dem Schreiber heimlich z'ruckgibt, daß der Mosjö sich einbilden kann und mer selber auf den Glauben kommt, daß mer noch auf ihn denkt, denn wann noch auf ihn denkt wird, dann bin ich's net g'wesen, dann hat den Stolzenthaler – der für sich d'Beste noch z' schlecht halt – a Schlechte zum besten g'halten! Verstanden, Mardam? Dann haben Sö den armen Teufel nur laufen lassen, weil er ein armer Teufel is, und den Stolzenthaler nur g'nommen, weil er a Geld hat, und das is eine größere Gemeinheit, eine zehnmal größere Gemeinheit, als Sö mir an den Kopf werfen können!

Hedwig (kalt). Lassen Sie sich scheiden.

Stolzenthaler. O nein, wir bleiben beisamm, jetzt fangt erst unser Z'sammsein recht an. Ich werd' Sie koramisieren, daß Ihnen alle Freud' darüber vergeht und daß Sie's g'wiß hundertmal im Tag bereuen, daß Sie sich zur Frau von Stolzenthaler hinaufgeschwindelt haben!

Hedwig (fährt vom Sitze empor und auf Stolzenthaler zu). Wieder?! Sie sagen es noch einmal, ich hätte nach Ihnen verlangt?! – Ah, mein Gott – und wenn Sie sich an mir vergreifen, ich werfen Ihnen die Wahrheit ins Gesicht! – Nicht mein Wille war es, der mich in dieses Haus brachte, denn zu erfahren, was ich hier erfahren mußte, dazu drängt sich kein Weib, das auf sich hält. Sie haben mir meine bescheidene Bildung zu verleiden gesucht. Musik, Lesen, all das schalten Sie langweilig, fade, unnütz. – Sie verlachten mich, wenn mich das Elend anderer rührte; Sie höhnten, weil ich nicht den Ton Ihrer Gesellschaften nachahmen wollte; Sie taten alles, um mir so widerwärtig zu bleiben, wie Sie es mir vom Anfange an waren, als man mich gezwungen, Sie zu nehmen – hören Sie? Gezwungen!

Stolzenthaler. Gezwungen? Haha! So red'n mer halt jetzt. Gezwungen, den Stolzenthaler z' nehmen?! Daß ich net lach'!

Hedwig. Auf was pochen Sie nur? Was wollen – was können Sie einem Weibe sein? Sie, der Sie geschaffen sind, jedes elend zu machen! Selbst wenn Sie sich eines vom Schmutze der Straße auflesen, kann es Ihnen nicht dankbar sein. (Sie faßt ihn an der Hand und wendet ihn einen Schritt gegen die Wiege.) An der Wiege des Kindes, – das dort hinsiecht und vergeht, statt zu gedeihen – sage ich Ihnen, so läßt sich kein Weib um sein Mutterglück betrügen! Das trägt keine, die ärmste, die elendeste nicht, nicht um alles Geld!

Stolzenthaler (herrisch). Nix mehr über den Punkt. (Kleine Pause, dann gedruckt). Wenn deine Eltern kommen, reden wir weiter, jetzt führt's zu nix. Ich geh' 'nunter ans Tor und erwart' s'. Die Brief' steck' ich zu mir. (Steckt dieselben in die Brusttasche, geht an die Türe rechts, zunächst der Rampe.) Überleg dir's, was du vor deine Leut' sagen willst. (Ab.)

 
Zehnte Szene

Hedwig, dann Resi.

Hedwig. Die Wahrheit – vor ihnen, wie vor dir! Ah, daß ich's endlich von der Seele habe! – Nun ist's vorbei, er kann mich nimmer halten wollen, und sie können mich nach dem Vorgefallenen nicht mehr in seinen Händen lassen, – ich bin frei und nichts hält mich mehr da, wo mich nichts bindet. (Sie blickt nach der Wiege, tritt hinzu und kniet an derselben nieder.) O, daß du leben bliebest, – wie andere rosig und lächelnd, – zänkisch und greinend, – wie andere so unausstehlich lieb! Ah, armes Ding, mir läuft ein Schauer über den Rücken bei dem Gedanken, daß ich dich geboren habe. Etwas, nur bestimmt, zu liegen die Tage und Nächte, zu leiden, zu wimmern und zu sterben, ohne gelebt zu haben! (Erhebt sich rasch.) Wenn sie sich aber auf dich berufen, um mich hier festzubannen –? Ich leugne, daß du sein Kind bist, ich leugne es! Und sie werden mir so kommen, sie werden mich zu bereden suchen, sie werden gegen mich sein, alle! Soll ich sie erwarten? Noch einmal das Opfer eines Versuches werden? Man kann Haß versöhnen, Unrecht vergessen, Sünde verzeihen, aber der Verachtung kann man nicht abhelfen! Das kann man nicht! – Ich muß fort – rasch entschlossen – solang ich noch den Freund in der Nähe habe und ihn zu finden weiß! (Sie drückt auf die Glocke, die auf dem Tische steht.) Ich will zu ihm – Robert soll mir raten. Welchen Weg er weist, diesmal folg' ich ihm unbedingt auf jedem!

Resi (aus der zweiten Tür im Hintergrunde). Befehlen, gnä' Frau?

Hedwig. Bleib im nächsten Zimmer, und wenn das Kleine sich rührt, so sieh nach. Geh!

Resi (ab, wo sie gekommen).

Hedwig (hat rechts vom Tische gestanden, tritt nun zur Türe, durch welche Stolzenthaler abgegangen, und schiebt den Riegel vor. Sie geht hinüber zur Wiege.) Sei gut, wo ich auch sein werde, ich lasse dich bald zu mir holen. Mein armes Flämmchen, du sollst bei mir verlöschen. (Sie schrickt empor, deckt den Schleier über das Kind.) Ein Wagen! – Sie kommen! – Hinweg! (Sie eilt an das Fenster, das im Hintergrunde rechts offen steht, und schwingt sich aus demselben, dabei entfällt ihr das Taschentuch, – kleine Pause.)

 
Elfte Szene

Resi, Stolzenthaler, Hutterer und Sidonie.

Stolzenthaler (von außen, anpochend). Hedwig! – Mach' auf! Wir sind's! (Trommelt an der Türe.) Aufmachen, sag' ich!

Resi (stürzt aus der rückwärtigen Türe). Jesses, der gnä' Herr is h'nausg'sperrt! (Sie öffnet.)

Stolzenthaler. Wo ist die Frau?

Resi. Grad war d'Gnädige noch da.

Stolzenthaler (erblickt das Taschentuch am Fenster, stürzt hinzu). Ah!!

Sidonie. Was bedeut denn das?

Stolzenthaler. Das bedeut, daß mir mein Weib durchgangen is. Aber – (Will fort.)

Hutterer (hält ihn zurück). Warten S' a bissel. (Zu Resi.) Net herumstehn, marsch, aufs Dienstbotenzimmer!

Resi (ab).

Hutterer. Jetzt, Herr Schwiegersohn, können wir reden. Was da a vorg'falln is, nehmen S' mein Wort, daß mein Kind zu seiner Pflicht z'rückkehrn wird; aber kein Aufsegn, kein Skandal, das bitt' i mir aus!

Stolzenthaler. Ah, Herr von Hutterer, Sie wissen Ihnen ja g'waltig in Respekt z' setzen, da könnt' ja am End' a wahr sein, was Ihre Tochter sagt! – Wir hab'n ein Attack' g'habt, weil i dö Brief' bei ihr g'funden hab' –

Sidonie. Jessas, das unvorsichtige Kind!

Stolzenthaler. Und sie hat mir g'sagt, sie hätt' mich nie mög'n, zwungen wär' s' word'n.

Hutterer. Unsinn, zug'redt hat mer ihr halt, wie Elternpflicht is!

Stolzenthaler. Dank' schön für d'Auskunft. (Großartig.) Wenn Sie Ihre Tochter wiedersehen, so sag'n S', i lass' s' grüßen, und jetzt willige ich in die Scheidung; aufzwingen tut sich der Stolzenthaler niemand, dös tut er nöt!

Hutterer. Aber, Stolzenthaler...

Stolzenthaler (ohne auf ihn zu hören). So ist's also wahr!? (Schlägt die Hände ineinander und ringt sie nach dem Boden, vor Wut weinend.) Jesses und Joseph, das muß mir g'schehn, 'm Stolzenthaler, wo sich Hunderte, was Hunderte? – wo sich Tausende glücklich schätzen wurden, da muß grad ich auf eine treffen, die mein Anwert gar nit z' schätzen weiß! – Herrgott, jetzt sitzen wir alle da, und kan is recht g'schehn. Dö is petschiert samt ihrm Feldwebl, i bin's aber a! Und wenn i jetzt glei eine find', – kann man a jede bereden, daß s' mit ein nach Ungarn abirennt und unitarisch wird, wann ihr etwa vor derer Prozedur graust!?

Sidonie. Anton, i bitt' di, halt di net auf, verliern mer kein Zeit, such'n wir das unglückliche Kind!

Stolzenthaler (schnellt ein paar Schritte nach dem Fenster zu). Ja, i bitt', da suchen Sie s', so weit die Au liegt, können lang herumrennen. Viel Vergnüg'n! (Zurück). Ah, Sie können's gar net verantworten, das eigene Kind in Jammer stürzen und noch fremde Leut' mitverhandeln, und dös alles, mein lieber alter Herr, dös war so rein unnöti, – aber so ganz unnöti! (Wirft sich in einen Stuhl.)

Hutterer (gebeugt). Es war unnöti! Komm, Sidi! (Er faßt seine Frau an der Hand, und sie wenden sich zum Gehen.)

(Vorhang fällt.)

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