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Das verbrannte Bett

Alice Berend: Das verbrannte Bett - Kapitel 2
Quellenangabe
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typefiction
authorAlice Berend
titleDas verbrannte Bett
publisherS. Fischer Verlag A.G.
printrunNeunte bis zwölfte Auflage
year1926
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
thirdcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20090225
modified20150128
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Herr Blümel vermochte nicht zu verhindern, daß sich Strenge in seine Stimme mischte, als er bemerkte, daß er von der Schattenseite gesprochen hätte. In praller Sonne zu gehen, hielt er für ungesund, sowohl für die Haut, als für das Hirn.

Konstanze meinte, das könne doch nicht Herrn Blümels Ernst sein? Der lieben Sonne aus dem Weg gehen zu wollen? Es gäbe doch nur eine Sonne, aber so viele Wolken.

Solche Sprüche, die Poesie und praktische Lebensführung in Gegensatz brachten, liebte Herr Blümel nicht.

Er antwortete, daß scharfes Sonnenlicht Kleider und Anzüge verbleichen lasse und somit entwerte.

Indessen schritt man nebeneinander dem Stefansdom zu. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Wie man nur spazierengehen kann in einer Großstadt, deren Verkehrspuls ein Promenadenring ist.

Herr Blümel stellte fest, daß das blonde Fräulein diesen Wiener Schritt vortrefflich einzuhalten verstand, gemächlich und doch nicht langweilig. Geübter Walzertakt hätte man ihn nennen können.

Konstanze prüfte ebenfalls. Sie dachte: Langweilig aber praktisch. Der geborene Ehemann. Daher seine Feigheit vor der Ehe. Armer Kerl.

Ganz von ungefähr kam ihr in den Sinn, welches Kopfzerbrechen ihr die Buchführung bereitete. Solcher Kanzleioffizial würde sich solchen Geschäftsbüchern sicherlich mit Vergnügen widmen, in Feierstunden.

Auch in Wien würde sich ein Handschuhladen führen lassen.

Zufällig hatte Konstanze solchem Luftschloß schon in die Fenster geguckt.

Es gab am »Graben« ein Fräulein Steffi Pichler, die mit Freuden bereit gewesen wäre, ihr flottes Handschuhgeschäft einzutauschen gegen ein ähnliches in der Reichshauptstadt.

Sie stellte sich Berlin als Paradies der Lebenslust vor. Großstadt, wie sie sein sollte. In der man überhaupt nur Trab lief. Wien spielte doch nur Großstadt. Im Grunde hielt man hier jeden, der Eile hatte, für einen Trottel. Steffi aber wollte mitten hinein in den Trubel, Strudel, Knudel, wo man nichts anderes mehr kannte als Jagen, Hetzen, Vorwärts. Sie war Braut eines Kunstfahrers auf Motor. Dessen Lebensparole war: verbotenes Schnelltempo. Rattatata. Außerdem hatte er Stellung in Berlin angenommen . . .

Konstanze dagegen glaubte Gemächlichkeit verlockend zu finden. Sanfte Spaziergänge entlang der Donau, hinauf zum Kahlenberg, Ausflüge in den Wiener Wald, mit einem Picknickkörbchen, das möglicherweise von einem Ehemann getragen wurde, in rechtschaffenem Stolz . . .

Konstanzes nachdenkliche Schweigsamkeit beunruhigte Herrn Josef Blümel. Er beeilte sich, ein Gespräch in Gang zu bringen, das sich um Musik drehte. Morgen würde wahrscheinlich der Himmel wieder blau sein. Dann sollte niemand versäumen, in den Schönbrunner Park zu gehen, wo Walzer gespielt würden, von Lanner und von Johann Strauß.

Konstanze antwortete weder ja noch nein.

Sie fragte, ob Herr Blümel selbst irgendein Instrument spiele?

Herr Blümel gestand ein, daß er die Geige zu handhaben wisse. Vom Blatt sowohl wie nach dem Gehör. »Wiener ist Wiener,« fügte er entschuldigend hinzu.

Sie blickten beide zum Stefansturm auf, dessen Spitze sich mit allen ihren Zierlichkeiten in die Wolken verlor, wie eine zarte Melodie vergangener Stunden oder kommender.

Schließlich verabschiedete man sich.

Man hatte keine Verabredung getroffen.

Jedoch hatte Fräulein Konstanze mit keinem Wort widersprochen, als Herr Blümel noch einmal versichert hatte, daß es gesund sein würde, für Gemüt wie Körper, Walzer zu hören im Schönbrunner Park . . .

Gut und schlecht gibt es nicht. Beides Worte ohne greifbare Begriffe. Selbst auf das Wetter angewandt, ohne Sinn und Verstand. Immer gibt es Greise, die frieren, immer Jünglinge, denen es zu heiß ist.

So sagte sich Herr Blümel ärgerlich am folgenden Nachmittag.

Der Himmel war grau, aber es regnete nicht.

Wer konnte es wissen, ob es Schönbrunner Walzerwetter werden würde oder nicht?

Es konnte regnen, ebensogut war es möglich, daß es schön blieb.

Der Bericht an der Urania sagte dasselbe. Natürlich umständlicher, wie es sich gehörte für eine amtliche Verkündigung.

Herr Blümel begann sich mit jedem in ein Gespräch einzulassen, der leichtsinnigerweise vor dem Wetterbericht haltmachte. Nicht allein des Wetters wegen. Oder etwa des geplanten Konzertbesuches halber. Oder gar, weil er glaubte, jene junge Berlinerin dort wiedersehen zu können und sonst vielleicht für immer aus den Augen zu verlieren. Alles das waren Flüchtigkeiten. Herr Blümel fragte aus Interesse am Menschentum.

Eilige, Elegante, Schäbige, Langsame wurden befragt, ob das Wetter schön werden würde, ob es bleiben würde, wie es ist, oder sich zum Regen anschicken könnte?

Eilige riefen: Schon möglich.

Womit alle drei Fragen mit einer Klappe erschlagen waren.

Elegante antworteten beunruhigt, daß sie nicht wüßten, warum es regnen sollte.

Langsame erklärten umständlich, daß alle drei Möglichkeiten nicht ausgeschlossen wären.

Wieder vermißte Herr Blümel jede Einheitlichkeit im menschlichen Auffassungsvermögen.

Er blickte ärgerlich nach oben. Die ganze Wetterwerkstatt hinter den Wolken dünkte ihm geschaffen eigens für Weibspersonen. Um ihren Launen, Ausreden, Ausflüchten, Veränderungsmöglichkeiten jeder Art in die Hände zu spielen. Er traute ihr nichts mehr Gutes zu, sondern nur Zweifelhaftes.

Ärger macht ungerecht. Man meint es da oben wahrscheinlich mit jedem gut. Auch Herrn Blümels Zweifel wurden bald behoben. Prasselnder Regen sauste hernieder.

Herr Blümel wußte endlich, was er zu tun hatte. Er spannte seinen Regenschirm auf, den er auf jeden Fall bei sich hatte, klappte den Kragen seines hellen Sommerrockes hoch und begann seinem Stammcafé entgegenzueilen.

Der Regen verstärkte sich. Herr Blümel trug Schuhe, die nicht für Galopp berechnet waren. Er hatte die Gewohnheit, stets solche zu kaufen, die um ein weniges zu weit waren. Eigentlich ohne daß er es wollte. Er hatte sehr kleine Füße. Die Natur schien nun einmal nicht gewollt zu haben, daß er auf großem Fuß leben sollte. Herr Blümel aber konnte sich nie entschließen, die kleinste Schuhnummer zu wählen für die gleiche Summe, mit der er die größte hätte erstehen können.

So war Herr Blümel aus manchem Grund nicht unzufrieden, als er das Café erreicht hatte.

Doch schon mischte sich ins Behagen ein kleiner Widerspruch. Es verdroß Herrn Blümel, Fräulein Konstanze nicht erzählt zu haben, daß es üblich bei ihm war, das gemütliche Café am Graben aufzusuchen, falls er nicht ausnahmsweise einen Spaziergang vorzöge. Verschwiegenheit war achtbar. Geheimnistuerei aber lächerlich. Herr Blümel mußte sich vorwerfen, in diesem Fall lächerlich gehandelt zu haben. Dieses Mädchen, blond, edel gebaut, aus angesehener Familie, in selbständiger Stellung, hatte alle Berechtigung auf volles Vertrauen . . .

Immerhin, der Kaffee duftete köstlich, schmeckte ebenso und brachte bald die federnde Belebtheit, die nur dieses unentbehrliche Gift zu vergeben hat.

Außerdem gelang es Herrn Blümel, seine sämtlichen Lieblingszeitungen zu erwischen, sie alle miteinander auf seinen Stuhl zu schieben und sich darauf zu setzen. Auch zeitweiliges Besitzerrecht will gesichert sein.

Herr Blümel wußte, daß der Herr mit dem altmodischen Kotelettenbart, der im speckigen Bratenrock stets in der Nebennische saß, auf die gleichen Neuigkeitsblätter entbrannt war. Zuzusehen, wie er den weiten, spiegelwandigen Raum nach den Zeitungen durchjagte, Tisch nach Tisch umschnüffelte, ratlos verzweifelt, wie ein Hund, der die Spur seines Herrn verlor, war ein Schauspiel, kostenlos, also köstlich. Es gab Lebensgenüsse genug, die unabhängig sind von jenen Verzwicktheiten, die zusammenhängen mit Frauen, Ehetum und ähnlichen Gebieten.

Auf solchen Gedankenwanderungen mußte es Herrn Blümel erfreuen, als er jetzt in der Zeitung las, daß es einem geschickten Forscher gelungen war, einen Hahn soweit zu bringen, Eier auszubrüten. Tadellos, fachgewandt, vorschriftsmäßig war dem Hahn dieses Kunststück gelungen, das sich wichtigmachende Hennen durch überlautes Glucksen anzukünden pflegen. Auch die Naturgesetze bekamen allmählich einen Riß, Herr Blümel war überzeugt davon, die ganze Überschätzung der Weiblichkeit im Weltall würde eines Tages zerplatzen wie Seifenblasen.

Herr Blümel hatte unter diesen Fortschrittshoffnungen nicht bemerkt, daß drei neue Gäste mit lebhaften Worten die Nebennische füllten, die Herr Blümel durch Spiegelung übersehen konnte, ohne selbst bemerkt zu werden. Viel hatte Herr Blümel dort schon miterlebt, Lustspiele, Dramen, auch Filme, alles in kostenloser Beobachtung.

Der Klang einer Stimme, die ihm angenehme Melodien der Erinnerung zu spielen begann, rief ihn aus seiner Versunkenheit in das Problem brütender Hähne.

Wem gehörte diese Stimme? Er blickte auf. Er wußte es.

Da saß Fräulein Konstanze zwischen einem Herrn und einer Dame. Sie trug eine Ledermütze, unter der sich das Blond hervordrängte, auffällig wie ein selten gewordenes Goldstück aus überreichem Geldbeutel.

Sonst bemerkte Herr Blümel ein helles Kleid, aus dem der Hals, lang, schlank und weiß, emporragte. Herr Blümel wollte sich einreden, daß Gänse ähnliche glatte lange Hälse besäßen. Aber er konnte nicht verhindern, daß er an einen Schwan denken mußte. Sogar an einen Singschwan.

Auch die Dame neben dem blonden Fräulein war dem Herrn Kanzleioffizial nicht unbekannt. Ein Stammgast des Cafés am Graben mußte wissen, wer Fräulein Steffi Pichler ist.

Herr Blümel besorgte zwar keine Einkaufe in solchem Luxusgeschäft. Doch es gehörte zu Fräulein Pichlers Gewohnheiten, die Tür ihres Ladens weit geöffnet zu halten bei jedem Wetter. Vermutlich in der Absicht, daß jeder Lufthauch einen Kunden hineinwehen sollte.

So hatte Herr Blümel oft genug beobachten können, wie Fräulein Steffi einem Kavalier die hellgelben Wildledernen anprobierte. Finger für Finger mit sanften Streichbewegungen bearbeitend. Dabei wurde geplaudert. Anscheinend Heiteres. Man lächelte und lachte.

Herr Blümel beobachtete Fräulein Konstanzes festgeformte Hände, die nicht klein waren, jedoch keineswegs groß zu nennen. Es waren Hände, denen zuzutrauen war, daß sie gegebene Versprechen halten würden.

Verkaufte man die Handschuhe auch in Berlin auf solche intime beschauliche Art? Oder hinderte dort das energische Tempo solches Verlieren in Unnützigkeiten?

Jedenfalls mochte es auch dort angebracht sein, daß eine Dame in derartiger Lebensstellung einen männlichen Menschen als Schutzwall neben sich hatte.

Herrn Blümels Blicke glitten zu dem Nachbar der beiden Damen. Das war ein Mann des Tages, motorvertraut. Herr Blümel hatte dies auf den ersten Blick festgestellt.

Über diesen neuen Typ, dieses Musterbild der Zeit hatte sich Herr Blümel erst kürzlich mit einem jüngeren Kollegen gestritten.

Dieser hatte behauptet, daß die Zeit wieder gekommen wäre, wo Muskel- und Körperkraft Maßstab des Mannes ausmachten, nicht mehr der steife Kragen und die Gehirngrammchen. Dem halsfreien Proletarier gehörten Zukunft und Weib.

Herr Blümel hatte Bedauern gefühlt. Er glaubte zu wissen, daß auch dieser Kollege nur die Anschauung einer Frau echote. Ihretwegen verließ er die Beamtenbahn mit dem sicheren Endziel der Pensionsberechtigung. Denn diese Frau hatte verkündet, sie würde schon am Hochzeitstag sterben vor Langeweile, wüßte sie im voraus, genau auf Heller und Pfennig, was ihr Lebensgefährte verdienen würde, nicht nur bis ans Lebensende, sondern sogar noch darüber hinaus.

Abwechslung, Aussichten, Erwartung, Neugier, ungeahnte Möglichkeiten sollten die Lebensfahne flattern lassen.

Herr Blümel hatte dazu geschwiegen. Auch dieser Arme, sonst zuverlässig und korrekt, glaubte auf dieses Geflatter zeitlebens gewartet zu haben. Bedauernswert jeder, der einem weiblichen Wesen übertriebenen Wert beimessen konnte.

Während dieses Gedankens mußte Herr Blümel bemerken, wie Fräulein Konstanze im Spiegelbild einen silbernen Likörbecher bereit hielt, um ihn gegen einen gleichen anklingen zu lassen, den die massive Klaue des Kräftelenkers umfaßt hatte. Man schien irgendeinen Plan oder einen Entschluß damit besiegeln zu wollen.

Herr Blümel hatte sich plötzlich erhoben, vorwärts bewegt und eine Verbeugung gezwängt zwischen die Silberbecher, bevor sie sich berühren konnten.

Fräulein Konstanze erschrak sichtbar.

Aus Freude? Oder weil sie herausgerissen wurde aus leichtsinnigem Spiel? . . .

Alle Vermutungen sind beinahe richtig.

Konstanze hatte an Herrn Blümel gedacht. Er war einbegriffen gewesen in dieses Becherklingen, das dem Austausch zweier Lebenswege hatte gelten sollen, einem Jongleurspiel, in dem die Städte Berlin und Wien die Goldkugeln waren.

Ziffern und Zahlen der Geschäftsbücher zweier Handschuhgeschäfte hatten ergeben, daß hier ein Tausch niemanden betrügen würde.

Nun hatte Konstanze sich und den anderen eine Woche Bedenkzeit ausbedungen. Sie spielte Lotterie mit der Zukunft. Sie hatte sich gesagt, sollte ihr Herr Blümel noch einmal, unverabredet begegnen, wollte sie ihn bei manchem Zusammensein prüfen, beobachten, zu ergründen suchen.

Konstanze hatte also eigentlich gewünscht, Herrn Blümel wieder zu begegnen.

Gleichzeitig aber gehofft, daß ihr Plan von selbst zerfließen würde, wie manches andere Luftschloß, mit dessen Grundstein sie balanciert hatte im Zukunftsgewölk.

Berlin war Berlin. Man tadelte es, wenn man dort war. Man sehnte sich zurück, wenn man es verlassen. Konnte jemand diese Stadt verstehen, der nicht dort aufgewachsen war? Der Pariser liebt sein Paris, er braucht es wie der Säugling die Milch. Warum schämt sich der Berliner, daß es ihm nicht anders geht, mit dem brausenden Steinmeer zwischen Spree und Havel, zwischen blauen Seen und patinagrünen Fichtenwäldern?

War es mit Wien ebenso? Diese Stadt, die wie ein alter herrlicher Garten immer wieder gemächlich die gleichen Pflanzen, immer aufs neue die gleichen Menschenarten hervorbrachte, ungeachtet alles Zeitgetümmels? Verstand man die Musik des Stefansdoms, wenn man nicht schon als Kind mit diesen Melodien gespielt hatte, wie mit Kreisel und Murmel? Vermochte man sich wirklich einzufügen in den Spazierrhythmus der Ringstraße, wenn sich nicht schon die ersten Schritte dort hatten erproben können?

War man sowenig imstande, seine Heimat zu vertauschen wie sein Herz?

Konstanze, Blicke und Gedanken draußen in rauschenden Regenstreifen, spürte zwischen Kaffeeduft, Löffelgeklapper und Stimmgeschwirr des Wiener Cafés den feinen Hauch ihres parfümierten Kaufladens, dessen bunte geschmackvolle Enge oft den Rahmen bildete für anmutiges Gesellschaftsgeplauder.

Freundinnen, Bekannte der Jugendzeit, fanden sich dort ein, um scherzend, spöttisch oder begeistert zu streiten über Kunst, Theater, Bücher, Reisen, über Moden jeder Art. Mit der Leichtigkeit des Schaums, der sich über den Wellen kräuselt und über gefüllten Sektkelchen. Lebensschwimmer, die nichts von der Tiefe wissen wollten, die sich weder weit hinaus wagten, noch zu tauchen suchten, wenigstens nicht ohne Korkgürtel oder feste Kappe. Deren Sterne die Bogenlampen waren und die es alle verstanden, auf Spaziergängen oder Wagenfahrten umzukehren, kurz ehe die drohenden Vorstädte beginnen.

Hatten sie genug von der Kühle oder der Wärme des bunten Ladenwinkels, eilten sie davon, zu Fuß oder im Auto. Sie kümmerten sich nicht im geringsten darum, ob dieser bunte, behaglich scheinende Fleck im Stadtgetrubel für Konstanze das Podium sein könnte eines tüchtigen Boxerkampfes mit Kalkulationen von Einkauf, Verkauf und Wiedereinkauf und anderen geschickten Handgriffen, mit denen der Erwerbenmüssende unermüdlich dem schlauen Leben zu parieren wissen muß.

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