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Das verbrannte Bett

Alice Berend: Das verbrannte Bett - Kapitel 16
Quellenangabe
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typefiction
authorAlice Berend
titleDas verbrannte Bett
publisherS. Fischer Verlag A.G.
printrunNeunte bis zwölfte Auflage
year1926
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
thirdcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20090225
modified20150128
projectidd3d829aa
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So erhielt Herr Blümel trotz seiner ehrlich gemeinten Warnung noch eine Vermählungsanzeige.

Ihm konnte es schließlich gleich sein. Er wußte nun um so gefestigter, was er von den Frauen zu halten hatte.

Mochten sie alle miteinander heiraten, soviel es ihnen Spaß machte. Mochten sie alle durch Nachkommen ewig zu leben versuchen. Er gönnte ihnen die ganze Unsterblichkeit, wenn man ihn nur selbst erst mal dieses Leben in Ruhe und Behagen verbringen ließ.

Das zu ordnen und einzuteilen ihm täglich besser gelang. Das ihm täglich besser gefiel.

So wie es ihm von Jahr zu Jahr mehr bewußt geworden, daß es nur eine Stadt gab, nur ein Wien, in dem sich dies alles wirklich verlohnte.

Herr Blümel konservierte sich vorzüglich.

Er wurde allmählich selbst ein Stück Wien.

Jeder kannte den alten Herrn, der im Café viele Stunden lang alle Zeitungen beschlagnahmte bei einer Tasse Kaffee und fünf Glas Wasser.

Der im Winter in jedem Konzert anzutreffen war, das ermäßigte Preise angesetzt hatte.

Der im Sommer im Stadtpark, kopfwiegend, dem unsterblichen Walzer seines großen Landsmannes lauschte.

Oder der, ein nachdenkliches Lächeln um die schmalen Lippen, die Raupen beobachtete, die in einer andern Sommerwelt Schmetterlinge werden . . .

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