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Das Totenopfer

Aischylos: Das Totenopfer - Kapitel 5
Quellenangabe
typedrama
authorAischylos
titleDas Totenopfer
publisherLangenscheidtsche Verlagsbuchhandlung
yearo.J.
translatorJ. J. C. Donner
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorAlfred Wey
senderwww.gaga.net
created20160531
projectid2c180add
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Erklärende Anmerkungen.

V. 1. Hérmes hat als der Geleitende, der Schattenführer, von seinem Vater Zeus das Amt empfangen, die Toten in den Hádes hinabzugeleiten.

V. 16 ff. Wer zum Jünglinge herangereift war, pflegte dem jugendlichen Gott Apóllon oder einem Flußgotte der Heimat zum Dank für die glücklich verlebte Kindheit eine Locke darzubringen. Ebenso war es Sitte, auf das Grab geliebter Toten eine Haarlocke zu weihen. – Ínachos hieß ein Strom bei Árgos.

V. 71 f. Beziehung auf den alten Volksglauben, daß Blutstropfen eines unschuldig Gemordeten, wohin immer sie gefallen, nicht ausgetilgt werden können.

V. 97. Die Grabhügel der Toten pflegte man mit Blumenkränzen zu schmücken.

V. 101 f. Bei Reinigungsopfern war es Vorschrift, auf dem Rückwege sich nicht umzusehen.

V. 127. Hermes ist Herold der Toten, wie der Lebenden.

V. 212. eines Fahrtgenossen, Reisegenossen. Altertümlich wird fahren für gehen, reisen gebraucht, auch von neueren Dichtern.

V. 375. hyperborisches Glück. Ein sprichwörtlicher Ausdruck, der durch das, was die Alten über die Hyperboréer fabelten, die im fernsten Norden wunderbar gerecht und selig leben sollten, erläutert wird.

V. 425. Das kissische Land, sagt Droysen, ist dem Äschylos eine ferne, märchenhafte Gegend des endlosen Perserreiches; dorthin scheint er sich die Wohnung der Amazónen zu verlegen, »der mannlosen, menschenschlachtenden«.

V. 486. Die Eudeípnen nannte man dieses Fest, das die Athener den Toten feierten.

V. 491. Persephássa, die Königin des Totenreiches.

V. 579. Mit dem dritten Trunke wird auf den dreifachen Mord im Hause des Agamémnon hingewiesen, auf das Mahl des Thyéstes, auf die Ermordung Agamemnons selbst, und auf die von Oréstes an Klytämnéstra und Ägísthos geübte Rache. Man vergleiche die Worte des Chores am Schlusse der Tragödie V. 1059 ff.

V. 584. dieses Gottes, des Apollon, dessen Altar auf der Bühne steht.

V. 604 ff. Althäa, die Tochter des Théstios, Königs in Ätólien, hatte einen Sohn, Meleáger. Bei der Geburt desselben verhießen die Párzen, daß er so lange leben werde, als der Holzscheit, der eben auf dem Herde brannte, nicht vom Feuer verzehrt sei. Die Mutter hatte nichts Eiligeres zu thun, als den Brand auszulöschen und sorgfältig zu verwahren. Nach geraumer Zeit begab es sich, daß ein von Ártemis gesandter Eber (der kalydónische) das Reich seines Vaters verheerte. Unter den Helden, die sich zur Jagd auf denselben einfanden, brachte die kühne Tochter des Schöneus, Atalánta, dem Ungetüm die erste Wunde bei. Meleager erlegte es und gab Atalanten Fell und Haupt des Ebers zum Geschenke. Darüber ergrimmt, raubten die Brüder seiner Mutter, die den Zug mitgemacht hatten, der Jungfrau die Beute wieder und wurden darauf von Meleager erschlagen. Althäa, durch den Mord der Brüder schwer gekränkt, warf nun den verhängnisvollen Brand, an welchem das Leben ihres Sohnes hing, ins Feuer, worauf Meleager eines qualvollen Todes starb.

V. 613 ff. Mínos, König von Kréta, belagerte Mégara, die Stadt des Königs Nísos, und erfuhr, daß an eine goldene Locke auf dem Scheitel des Nisos die Dauer seines Lebens geknüpft sei. Er wußte die Tochter desselben, Skýlla, zu bethören, daß sie dem Vater, während er schlummerte, die verhängnisvolle Locke abschnitt. Nisos erwachte nicht wieder, und Minos ward Herr der Stadt. Nun verlangte Skylla, dem Minos als seine Braut folgen zu dürfen; aber Minos wies sie zurück und stürzte die Vatermörderin, die sich fest an sein Schiff klammerte, in die Fluten hinab.

V. 631. Die Weiber von Lémnos, bemerkt Droysen, wurden von Aphrodíte, deren Dienst sie vernachlässigt hatten, mit widerlicher Krankheit geschlagen, so daß die meisten Männer sie verstießen und sich thrákische Mädchen holten; dafür rächten sie sich, indem sie alle Männer in einer Nacht ermordeten; nur ihre Königin Hypsípyle rettete ihren Vater Thóas, wurde aber dafür aus dem Lande verjagt.

V. 644. Äsa, die alle Lose zuwägende Schicksalsgöttin, wird hier als Waffenträgerin Dicke's, der Göttin der Gerechtigkeit, vorgestellt.

V. 670. beschwert mit eignem Bündel, d. i. mit einer eigenen häuslichen Angelegenheit.

V. 785. dem im Palast, dem Oréstes, der bereits in das Königshaus eingetreten ist.

V. 796. Der Chor ruft die Hausgötter an, die das Eigentum schirmen und im Innern des Hauses verehrt werden, unter welchen Zeus Ktésios obenan steht.

V. 802. Herrscher in tiefgründiger Kluft, Apóllon, dessen Orakel den Mord der Mutter geboten hatte. Seine Priesterin im Tempel zu Delphi, Pýthia, saß weissagend über dieser Kluft, aus welcher fortwährend betäubende Dünste emporstiegen.

V. 806. Mája's Sohn, Hérmes.

V. 814. am Tag des Heils, wenn der Mord gelang.

V. 816. Gesang, Trauergesang um Agamémnon.

V. 824. mit dem Mute des Pérseus, der, als er die Medúsa ermordete, die Augen unverrückt auf seinen Scheld wandte, um durch ihren Anblick nicht versteinert zu werden.

V. 917. der Mutter grimme Hündinnen, die Erínnyen, der personifizierte von der Mutter aus verfolgende Fluch. Vgl. V. 1048.

V. 1029 ff. Der Tempel Apollons zu Délphi stand nach dem Glauben der Alten im Mittelpunkte der Erdscheibe. Eine nie erlöschende Lampe warf dort ewigen Feuerglanz.

V. 1042. Gorgonen, Sthéno, Curýale und Medúsa, gräßliche Ungestalten mit Schlangenhaaren, Geierflügeln und ehernen Krallen.

 

Aus technischen Gründen ist der folgende Teil des Anhangs als Faksimile wiedergegeben. Re.

 

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