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Das poetische Tagebuch

Elisabeth von Österreich: Das poetische Tagebuch - Kapitel 131
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authorKaiserin Elisabeth von Österreich
titleDas poetische Tagebuch
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Mit Elisabeths Isolation wuchs ihr Hang zum Spiritismus. Marie Valerie akzeptierte dies und glaubte, »daß ihr [Elisabeths] seelischer Umgang mit Heine und dem König [Ludwig II. von Bayern] von Gott zugelassen ist« (Tagebuch 18. Mai 1887).

Am 5. März 1887 wohnte die Kaiserin in der Ofener Burg und träumte von Heinrich Heine:

An meinen Meister.

5. März.

Es schluchzt meine Seele, sie jauchzt und sie weint,
Sie war heute Nacht mit der Deinen vereint;
Sie hielt Dich umschlungen so innig und fest,
Du hast sie an Deine mit Inbrunst gepresst.
Du hast sie befruchtet, Du hast sie beglückt,
Sie schauert und bebt noch, doch ist sie erquickt.
O könnten nach Monden aus ihr auch erblüh'n
so wonnige Lieder, wie Dir einst gedieh'n! –
Wie würde sie hegen, die Du ihr geschenkt,
Die Kinder, die Du, Deine Seele getränkt.

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