Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Giambattista Basile >

Das Pentameron

Giambattista Basile: Das Pentameron - Kapitel 12
Quellenangabe
typefairy
titleDas Pentameron
authorGiambattista Basile
translatorFelix Liebrecht
publisherPhilipp Reclam Jun.
addressLeipzig
year1979
firstpub1634
senderreuters@abc.de
created20040720
Schließen

Navigation:

Zweiter Tag

Schon hatte Aurora angefangen, die Räder des Sonnenwagens einzuschmieren, und war durch die Anstrengung, das Fett in den Naben gehörig anzureiben, so rot geworden wie eine Klatschrose, als Thaddäus nach langem Recken und Gähnen aus dem Bette stieg, hierauf auch die Mohrin weckte, und nachdem sie sich beide rasch angekleidet, sich mit ihr in den Garten begab, woselbst sie bereits die zehn Frauen antrafen. Zuvörderst nun ließen alle für sich einige frische Feigen pflücken, die trotz ihrer Unansehnlichkeit, ihrem Galgenhals und ihren picksüßen Hurentränen, dennoch das Gelüst der sie Anschauenden erweckten; dann aber begannen sie, um die Zeit bis zum Essen auf angenehme Weise hinzubringen, tausenderlei Spiele zu spielen, und vergaßen dabei weder Hans Niclas; noch Stoss zu; noch Sieh dich vor, Frau; noch Covalera, noch Bruder, ich bin verwundet; noch Ausruf und Bekanntmachung; noch Willkommen, Meister; noch Rentinola, liebe Rentinola, noch Mach's Fass zu; noch Spring hoch; noch Stein im Busen; noch Seefisch; noch Engel; noch Anola Tranola; noch König Keulenträger; noch Blinde Katze, noch Lampe zu Lampe; noch Schieb meine Vorhang vor; noch Podex und Pauke; noch Langen Balken, noch Das Hühnerspiel; noch Der Alte ist nicht gekommen; noch Lade das Fass ab; noch das Tragespiel; noch Männchen spring auf; noch Das Räuberspiel; noch Pack zu, Pfiffikus; noch Komm her, komm her; noch Wer hat die Nadel und den Zwirn?; noch Vögelein, Vögelein, hüte dich vor dem Kettelein; noch Wein oder Essig; noch Öffnet, öffnet dem Falken die Türen dem armen Falken.

Als aber die Stunde des Magenfüllens erschien, setzten sie sich zu Tisch, und nachdem sie gegessen, sagte der Prinz zu Zeza, daß sie ihre Erzählung anfangen und dabei mit einem guten Beispiel vorangehen solle; worauf sie, die deren so viele im Munde hatte, daß sie überliefen, sie sämtlich zum Kapitel berief und als die beste diejenige auswählte, welche ich sogleich mitteilen werde.

 << Kapitel 11  Kapitel 13 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.