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Das peinliche Gericht

Alexander Benzion: Das peinliche Gericht - Kapitel 2
Quellenangabe
authorAlexander Benzion
titleDas peinliche Gericht
publisherJosef Singer Verlag
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20171228
projectid105000dd
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Vorwort

Ein Stück Sittengeschichte der letzten vier Jahrhunderte ist in diesem Buche wiedergegeben, nicht in trockener theoretischer Erörterung, sondern in einer Reihe von buntfarbigen Bildern, wie sie der größte Künstler – das Leben selbst – gemalt hat.

Man wird in der vorliegenden Sammlung von Kriminalgeschichten keine Häufung wilder Greuelszenen finden. Worauf es dem Herausgeber in erster Linie ankam, das war, solche Fälle darzustellen, aus denen ein Menschliches gewaltig und unmittelbar zu uns spricht. Aber auch Begebenheiten werden erzählt, bei denen der Zufall so wunderlich sein Spiel trieb, daß am Ende das Unwahrscheinlichste zur Tatsache wurde.

Der Bearbeitung der in diesen Band aufgenommenen Geschichten liegt vorzüglich der sechzigbändige, in der Hauptsache von Willibald Alexis herausgegebene »Neue Pitaval« zugrunde. Dem Verlag F. A. Brockhaus in Leipzig, der die Benutzung der drei Erzählungen »Das verratene Beichtgeheimnis«, »Das Gespenst im Kapplertal« und »Eusèbe Pieydagnelle« gestattet hat, ist der Herausgeber zu besonderem Danke verpflichtet. Außer dem »Neuen Pitaval« wurden zu Rate gezogen die »Causes Célèbres et Intéressantes« von Guyot de Pitaval und die » Causes Célèbres« von Saint-Edme; die Geschichte der Rebecka Lemp wurde nach Weng (»Die Hexenprozesse der ehemaligen Reichsstadt Nördlingen«) und Soltan (»Geschichte der Hexenprozesse«) gegeben; der Prozeß von Tisza-Eszlár in der Hauptsache nach Zeitungsreferaten.

Das Buch ist mit einer Reihe von Bildern solcher Künstler geschmückt, die modernem Empfinden nahe stehen und das Verbrechen und was mit ihm zusammenhängt, ihrer Individualität gemäß gestaltet haben. Es handelt sich also nicht um eine eigentliche Illustration der einzelnen Erzählungen: die Bilder stehen völlig selbständig dem Texte gegenüber, aber doch wird man vielleicht finden, daß zwischen beiden eine harmonische Beziehung besteht.

Es bleibt mir noch – zugleich im Namen des Verlegers – Frau Käthe Kollwitz, Herrn Kubin und Herrn Ludwig von Zumbusch herzlich dafür zu danken, daß sie die Reproduktion einiger ihrer Bilder in liebenswürdiger Weise gestattet haben.

A. B.

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