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Das Leben und die Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker

Friedrich Nicolai: Das Leben und die Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
booktitleDas Leben und die Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker
authorFriedrich Nicolai
year1991
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-008694-9
titleDas Leben und die Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker
pages443-459
created19990827
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1773
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Friedrich Nicolai

Das Leben und die Meinungen des
Herrn Magister
Sebaldus Nothanker

Mit Illustrationen von Daniel Chodowiecki

 

Inhalt des ersten Bandes.

Vorrede.

Erstes Buch.

Erster Abschnitt.
Erste Monate, nach Sebaldus und Wilhelminens Verheurathung. Sebaldus Charakter. Beider gelehrte Beschäftigungen. Geburt eines Sohnes gegen das Ende der ersten neun Monate. Marianens Geburt und Erziehung, Charlottens Geburt.

Zweyter Abschnitt.
Häusliche Zufriedenheit dieser Familie. Charakter des Buchhändlers Hieronymus. Sein Buchhandel, Korn- und Viehhandel. Seine Beförderung des Kunstfleißes in seinem Vaterlande. Stauzius Einweihungspredigt der abgebrannten und wieder neugebauten, St. Bartelskapelle. Wilhelmine bewegt den Sebaldus, vom Tode für das Vaterland zu predigen. Nach dieser Predigt nehmen zehn Bauerkerle Dienste. Beide Eltern empfangen Nachricht, daß ihr Sohn von der Universität entwichen und Kriegsdienste genommen habe.

Dritter Abschnitt.
Charakter des Consistorialpräsidenten und des Generalsuperintendenten, D. Stauzius. Sebaldus wird wegen seiner Predigt vor das Konsistorium gefordert, fiskalisch angeklagt und vertheidigt, wird seines Amts entsetzt. Wilhelmine wird vor Schrecken krank.

Vierter Abschnitt.
Mag. Tuffellus erscheint vor Sebaldus Thür, verlangt die Räumung des Pfarrhauses. Wilhelmine bewegt ihren Mann, in der Residenz Protektion zu suchen.

Fünfter Abschnitt.
Sebaldus geht nach der Stadt. Indessen treibt Tuffelius die Familie aus dem Pfarrhause. Ein Bauer nimmt sie auf. Sebaldus macht dem Hofmarschall seine Aufwartung, so wie auch dem Grafen von Nimmer. Kommt ohne Hülfe zurück.

Sechster Abschnitt.
Wilhelmine wird kränker, Charlottchen bekommt die Pocken. Die letztere stirbt. Wilhelmine stirbt auch. Hieronymus besucht die unglückliche Familie.

Siebenter Abschnitt.
Hieronymus besorgt die Beerdigung der Leichen, und nimmt Sebaldus nebst Marianen zu sich; Sie werden vom D. Stauzius abgekanzelt, ohne es zu wissen. Hieronymus verschaft Marianen eine Stelle, als französische Hofmeisterinn. Sie nimmt deshalb einen französischen Namen an, und reiset nach dem Gute der Frau von Hohenauf.

Zweytes Buch.

Erster Abschnitt.
Hieronymus nimmt den Sebaldus mit sich nach Leipzig, und verschafft ihm die Stelle eines Korrektors bey einigen Druckereyen. Sebaldus Gespräch mit einem Magister über die Uebersetzungsmanufakturen.

Zweyter Abschnitt.
Gespräch mit Hieronymus eben darüber.

Dritter Abschnitt.
Sebaldus entdeckt, unvorsichtiger Weise, seine Meinung von Uebersetzungsmanufakturen und von der Apokalypse, wodurch er seine Korrekturen verlieret, und sich aus Armuth in einen Keller bey einem Markthelfer begeben muß. Daselbst findet er einst den Sohn des D. Stauzius, der den Soldaten entsprungen ist, und nimmt ihn auf. D. Stauzius kommt, seinen Sohn zu befreyen. Sebaldus wird auf die Hauptwache gesetzt und von einem Unterofficier zu seinem Major gebracht. Charakter des Majors. Sebaldus befreyet den Sohn des D. Stauzius und schlägt das ihm vom Major geschenkte Lösegeld aus.

Vierter Abschnitt.
D. Stauzius verspricht dem Sebaldus eine andere Versorgung in seinem Vaterlande. Vergebliche Hoffnung, schlechter Erfolg. Der Präsident will ihn fiskalisch anklagen lassen. Sebaldus reiset nach Berlin, wird von Strassenräubern verwundet und beraubt.

Drittes Buch.

Erster Abschnitt.
Charakter der Frau von Hohenauf. Vorschrift für Marianen zur Erziehung der beiden jungen Fräulein, und zu ihrem eignen Verhalten.

Zweyter Abschnitt.
Herkunft der Frau von Hohenauf. Charakter der beiden Fräulein. Erfolg ihrer Erziehung.

Dritter Abschnitt.
Der junge Säugling, der Neffe der Frau von Hohenauf, kommt auf ihrem Gute an. Charakter desselben.

Vierter Abschnitt.
Nähere Bekanntschaft Säuglings mit Marianen. Auf ihre Veranlaßung, macht er ein Schäferspiel zur Feyer des Geburtsfestes der Frau von Hohenauf. Zweck dieser Feyer, die Erlösung eines armen Pachters aus dem Gefängnisse. Folgen derselben, die näher geknüpfte Freundschaft zwischen Marianen und Säugling.

Fünfter Abschnitt.
Säugling verliebt sich in Marianen; Erklärt ihr nach langer Zurückhaltung seine Liebe; Wird von der Frau von Hohenauf behorcht; Muß mit seinem Hofmeister Rambold nach der Universität reisen; Er sendet ihr eine Heroide, unter dem Namen des Leanders an die Hero, welche Mariane sich nicht zu beantworten getrauet.

Sechster Abschnitt.
Säugling, auf Rambolds Anrathen, besucht Marlanen heimlich. Er wird von der Frau von Hohenauf entdeckt, Mariane wird eingesperrt, und endlich zur Gräfinn von *** als Gesellschafterinn gesendet.

Inhalt des zweyten Bandes.

Viertes Buch.

Erster Abschnitt.
Sebaldus findet auf der Landstraße nach Berlin, einen Pietisten. Gespräch mit demselben von dem Verderben der menschlichen Natur, und von der alleinwirkenden Gnade. Sie übernachten in Wusterrnark.

Zweyter Abschnitt
Sie gehen weiter. Der Pietist versichert, daß in Berlin keine Religion und keine christliche Liebe sey.

Dritter Abschnitt.
Beschreibung des Thiergartens vor Berlin, wo der Pietist eine Bußpredigt zu halten versucht. Sie gehen in Berlin ein. Der Pietist nimmt an einer Ecke vom Sebaldus Abschied, und dieser gehet in eine Kirche, wo ein Kandidat, von der wahren christlichen Liebe, prediget.

Vierter Abschnitt.
Sebaldus sucht vergeblich Hülfe, bey dem Kandidaten der gepredigt hat, bey einem Separatisten, bey einer liederlichen Gesellschaft, bey dem Pietisten, seinem Reisegefährten. Endlich sinkt er, ermattet, unter dem Bogengange der Stechbahn nieder, wo ihn ein Armenschulmeister findet, und in sein Haus aufnimmt.

Fünfter Abschnitt.
Sebaldus beschäftigt sich auf Anrathen seines Wirthes, mit Notenschreiben. Er lernt dadurch Herrn F. kennen, von welchem er zu dem Major, den er in Leipzig gekannt hatte, geführt wird.

Sechster Abschnitt.
Hr. F. erzählt dem Sebaldus auf einem Spaziergange, seine Geschichte. Gespräch von den Religionsgesinnungen der Einwohner von Berlin.

Siebenter Abschnitt.
Gespräch eines Predigers mit einem Kandidaten, vom Wesen des Predigtamts und von der Heterodoxie.

Achter Abschnitt.
Gespräch zwischen Herrn F. und Sebaldus, von symbolischen Büchern, und von Veränderung der Glaubenslehren. Fragment einer Handschrift, historische Versuche über Berlin, betitelt: von der Geschichte der Hüte und Mäntel der berlinischen Geistlichkeit.

Neunter Abschnitt.
Sie wollen den Major besuchen. Sie treffen im Hause den Armenschulmeister an, dem von den Bedienten eines Edelmanns übel begegnet wird. Er erzählt die Geschichte der Verführung seiner Tochter. Der Major setzt den Edelmann deshalb zur Rede, fodert ihn auf der Stelle heraus, und wird von dessen Kammerdiener, von hinten zu, tödlich verwundet.

Zehnter Abschnitt.
Unterredung des Sebaldus, mit dem Major, auf dem Todtenbette. Der Major stirbt.

Eilfter Abschnitt.
Der Prediger verdammt den Major, weil er Gottes Wort nicht für Gottes Wort gehalten, die Sakramente nicht, als von Gott gegebene Gnadenmittel, gebraucht habe, und so in seinen Sünden gestorben sey. Sebaldus will ihn nicht verdammen.

Zwölfter Abschnitt.
Der Umgang des Herrn F. mit Sebaldus, wird laulich. Hr. F. empfiehlt ihn zu einer Landschulmeisterstelle, bey einem menschenfreundlichen Edelmanne, welche Stelle Sebaldus seinem Freunde, dem Armenschulmeister abtritt. Sebaldus reiset zum Hieronymus, um Nachricht von seiner Tochter einzuziehen.

Dreyzehnter Abschnitt.
Sebaldus wird vom Hieronymus, nach Holstein, zu einem gewesenen Kammerjunker, als Bibliothekar empfohlen. Es gesellet sich zu ihnen, ein Verwalter zu Pferde. Gespräch unterweges, mit einem gelehrten Reisenden von der Erklärung des Alten Testaments, durch die arabische Sprache. Dieses Gespräch wird durch ein heftiges Geschrey auf der Landstraße, unterbrochen.

Fünftes Buch.

Erster Abschnitt.
Marianens Ankunft auf dem Gute der Gräfinn von ***. Säugling auf seiner Reise zu seinem Vater nach Wesel, besucht die Frau von Hohenauf, welche, wegen ihrer Absicht, ihn mit dem Fräulein von Ehrenkolb zu vermählen, vorgiebt, Mariane habe einen Pfarrer in Franken geheurathet. Säugling entsagt der Liebe in einem Gedichte.

Zweyter Abschnitt.
Charakter des Fräulein von Ehrenkolb, und ihrer Mutter. Beide besuchen die Frau von Hohenauf. Das Fräulein lobt Säuglings Gedichte, er sucht ihr wieder zu gefallen und wird dadurch munterer, und weniger schüchtern. Als die Frau und das Fräulein von Ehrenkolb nach ihrem Gute zurückreisen, begleitet sie Säugling und sein Hofmeister Rambold. Ankunft eines jungen Obersten, den das Fräulein von Ehrenkolb, schon vorher gekannt hatte.

Dritter Abschnitt.
Die Ehrenkolbsche Familie, in Begleitung des Obersten, Säuglings und seines Hofmeisters, besucht die Gräfin von ***. Säugling findet daselbst Marianen, und sucht seine Liebe zu erneuern. Mariane aber ist sehr zurückhaltend. Der Oberste, thut Marianen auch einen Antrag, wird aber verächtlich abgewiesen. Rambolds Charakter. Er sucht seine Absicht auf Marianen, durch einen Umweg auszuführen, indem er der Frau von Hohenauf von ihrer Zusammenkunft mit Säuglingen Nachricht giebt, und sich erbietet, sie derselben wieder in die Hände zu liefern.

Vierter Abschnitt.
Das Fräulein von Ehrenkolb, Mariane, der Oberste, und Säugling sind, jeder vor sich, mißvergnügt. Die Gräfinn räth Säuglingen ab, Verse zu machen. Das Fräulein von Ehrenkolb beleidigt Mariane. Sie gehet in den Garten, findet Rambolden, der sie in das hinter demselben gelegene Wäldchen führt, wo sie von unbekannten Personen, in einen sechsspännigen Wagen geschleppt wird.

Fünfter Abschnitt.
Das Fräulein von Ehrenkolb versöhnt sich mit dem Obersten. Säugling reiset zu seinem Vater, nach Wesel.

Sechster Abschnitt.
Mariane als sie einen Postwagen auf der Landstraße erblickt, schreyet aus der Kutsche. Ein Mann zu Pferde, will den Kutscher anhalten, und wird mit einer Pistole ins Bein verwundet. Unterdessen springt sie aus dem Wagen, findet den Hieronymus und ihren Vater; Sie fahren mit dem Verwundeten weiter, Sebaldus auf dem Pferde. Er verirrt sich. Die andern fahren zur Gräfinn, wo sie sehr kalt empfangen werden. Hieronymus, der weiter zu reisen genöthigt ist, vertrauet Marianen dem verwundeten Verwalter an, um sie zu dem Hrn. von D*** zu bringen.

Siebenter Abschnitt.
Der Verwalter verräth Marianen dem Obersten, und liefert sie in dessen Hände. Der Oberste beunruhigt sie aufs neue mit seiner Liebe. Sie entspringt aus dessen Hause, zu Fuße.

Sechstes Buch.

Erster Abschnitt.
Sebaldus der sich von seiner Gesellschaft verirret hat, verliert aus Unachtsamkeit auch sein Pferd. Er reiset mit der Post zum Kammerjunker nach Holstein ab. Charakter des Kammerjunkers. Er zeigt dem Sebaldus sein Kabinett von Alterthümern, und schaft ihm die Stelle eines Informators, bey dem Archidiakonus Mackligius.

Zweyter Abschnitt.
Charakter des Archidiakonus Mackligius. Er trägt dem Sebaldus zugleich die Predigten in seinem Filiale auf.

Dritter Abschnitt.
Wöchentliche Zusammenkunft der Landprediger in Holstein. In derselben wird eine Predigt des Sebaldus, wegen Behauptung der Liebe gegen Christen von andern Religionspartheyen, angeklagt. Der Generalsuperintendent D. Puddewustius warnt deswegen den Archidiakon Mackligius.

Vierter Abschnitt.
Mackligius setzt den Sebaldus zur Rede, der sich vertheidigt. Mackligius tauft im Filiale das Kind eines Schiffers, mit einem reformirten Taufzeugen. Gespräch des Sebaldus mit Mackligius über Neuerungen in der Lehre, und Toleranz. Ein Jude kommt dazu, den beide bekehren wollen.

Fünfter Abschnitt.
Mackligius und Sebaldus werden vor dem Konsistorium verklagt. Ehrn. Wulkenkragenius hält eine Leichenpredigt von Bewahrung der reinen Lehre, welche vieles Gezänk und einen Auflauf verursacht. Mackligius verliert sein Filial, und dankt den Sebaldus ab. Dieser, in der größten Noth, setzt sich, nach dem Erbieten des Schiffers, auf dessen Schiff, um nach Ostindien zu gehen.

Inhalt des dritten Bandes.

Siebentes Buch.

Erster Abschnitt.
Sebaldus leidet an der holländischen Küste, ohnweit Egmont, Schiffbruch. Wird von einem nordholländischen Fischer gepflegt, und zu einem Lutherischen Prediger nach Alkmaar gebracht. Dieser nimmt ihn freundschaftlich in sein Haus auf. Ein Kaufmann aus Rotterdam verlangt ihn zum Hofmeister seines zweyten Sohnes.

Zweyter Abschnitt.
Was für ein Mann Meester Puistma war, der reformirte Hofmeister des ältesten Sohnes. Wie er die Kinder bisher unterwiesen hatte. Sebaldus läßt die beiden Knaben Xenophons Denkwürdigkeiten des Sokrates und Antonins Betrachtungen übersetzen, und stellt ihnen diese großen Männer als Muster vor. Darüber wird er vom Puistma beym reformirten Domine Dwanghuysen verklagt, der deshalb den Sebaldus aus dem Hause geschafft wissen will.

Dritter Abschnitt.
Der lutherische Domine Ter Breidelen, wird nebst Domine Dwanghuysen deshalb auch zu Rathe gezogen. Beide verdammen den Sebaldus, und rathen dem Kaufmanne, ihn sogleich aus dem Hause zu schaffen. Da Sebaldus unentschlossen ist, wohin er sich wenden soll, um vor Verfolgung sicher zu seyn, macht ihn der Kaufmann mit der duldsamen Gesellschaft der Kollegianten bekannt. Sebaldus reiset mit Empfehlungsschreiben nach Amsterdam.

Vierter Abschnitt.
Beym Aussteigen aus der Schuit, vor dem Utrechter Thore zu Amsterdam, kommt dem Sebaldus ein Deutscher entgegen, verspricht denselben in eine Herberge zu bringen, führt ihn aber in das Haus eines Seelenverkäufers. Er wird daselbst so lange gequält, bis er einwilligt, nach Ostindien zu gehen. Er erfährt von einem kranken Mitgenossen seines Elendes, die Beschaffenheit der Seelenverkäuferey. Dieser stirbt, einige andere werden krank. Man führt sie also auf den Dyk nach Seeburg, um frische Luft zu schöpfen.

Fünfter Abschnitt.
Der Geistliche aus Alkmaar, der sich von ohngefähr in Amsterdam befand, hatte den Sebaldus auf dem Dyk erblickt. Er verfolgt den Trupp bis an das Haus des Seelenverkäufers, erlöset, mit obrigkeitlicher Hülfe, den Sebaldus. Der Seelenverkäufer wird bestraft. Sebaldus, geht mit dem Geistlichen in die Versammlung der Kollegianten. Er wird von dem Kollegianten, an den er Empfehlungsbriefe hat, ins Haus genommen. Er hilft demselben an einem gelehrten Tagebuche. Der Kollegiant stirbt, und vermacht ihm seine sämmtlichen Werke. Sebaldus sezt sich auch in der Holländischen Sprache fest, übersetzt ein Buch aus dem Engländischen, und bietet es dem Buchhändler van der Kuit zum Verlage an.

Sechster Abschnitt.
Probe, von Sebaldus Uebersetzung aus dem Engländischen Buche.

Siebenter Abschnitt.
Charakter des Buchhändlers van der Kuit. Projekt desselben, vermittelst des Predigers de Hysel, welcher die Uebersetzung mit hatte vorlesen hören, dem Sebaldus eine Furcht einzujagen, die zu seinen Absichten dienlich ist. Domine de Hysel will nichts damit zu schaffen haben. Weswegen. Van der Kuit stürzt demohnerachtet den Sebaldus, durch ein falsches Vorgeben, in eine solche Furcht, daß er ihm das gelehrte Tagebuch, und die sämmtlichen Werke der Kollegianten verkauft, und in größter Eil Holland verläßt. Das Schrecken verursacht ihm eine Krankheit, er bleibt in Sevenaer liegen. Verzehrt alles, muß sich zu Fuße weiter schleppen, bleibt zuletzt in einem Dorfe liegen, wo er von den Almosen, die ihm die Reisenden geben, denen er das Heck aufmacht, sein Leben kümmerlich erhält.

Achtes Buch.

Erster Abschnitt.
Sebaldus erholt sich in etwas. Er macht einst zweyen Personen, die spazieren ritten, das Heck auf, welches Rambold und Säugling waren. Säugling, den sein Ansehen gerührt hatte, hohlt ihn von da ab, und bringt ihn zu einem Pachter, in dem Dorfe seines Vaters, wo er mit Wäsche, Kleidern und Nahrungsmitteln versorgt wird.

Zweyter Abschnitt.
Charakter Säuglings des Vaters. Dieser nimmt den Sebaldus zu sich, um ihm Gesellschafft zu leisten, und die Zeitungen vorzulegen. In denselben fanden sie die Gewinnliste einer Zahlenlotterie. Der alte Säugling erklärt sie dem Sebaldus, und nöthigt ihn, auch einzusetzen.

Dritter Abschnitt.
Rambold kommt, als niemand zu Hause ist, an, steckt aus Neckerey, einen vorgefundenen Brief an den jungen Säugling zu sich. Als ihm Sebaldus vorgestellt wird, und er dessen Nahmen hört, wird er betroffen und unruhig, erbricht in der Zerstreuung den Brief, und reitet fort, sobald er ihn gelesen hat.

Vierter Abschnitt.
Nachdem Mariane dem Obersten entsprungen war, ließ sie sich von Dorfe zu Dorfe fahren, und kam ins Westphälische. Sie mußte, wegen eines Ungewitters, in einem Hause im Walde, abtreten. Sie entschließt sich daselbst zu bleiben, und endlich auch Säuglingen ihren Aufenthalt zu melden. Dieß war eben der Brief, den Rambold erbrochen und gelesen hatte. Rambold besucht heimlich Marianen, giebt vor, Säugling sey gestorben, sucht sich in ihre Gunst zu setzen, und denkt sie zu heurathen.

Fünfter Abschnitt.
Charakter der Frau Gertrudtinn und der Jungfer Anastasia Gertrudtinn. Der junge Säugling unterhält sich öfters mit der leztern, welches seinen Vater und ihre Mutter aufmerksam macht.

Sechster Abschnitt.
Die Säuglingische Familie, wird in die Stadt zu der Frau Gertrudtinn zu Mittage eingeladen. Die Jungfer Anastasia bietet alle ihre sittsamen Reizungen auf, um den jungen Säugling zu fesseln. Ein Freywerber giebt dem alten Säugling, wegen dieser Heurath, einen Wink. Sie werden eins, die Gertrudtische Familie den zweyten Tag auf des alten Säuglings Gut zu bitten, wo die Sache in Ueberlegung genommen werden soll. Beym Zurückfahren an einem schönen Abend steigt der junge Säugling aus dem Wagen, um im Walde zu Fuße zu gehen. Er höret, unvermuthet, eins von seinen Liedern singen, und findet Marianen.

Siebenter Abschnitt.
Säugling besucht Marianen den folgenden Tag. Sie bestätigen ihre Verbindung. Sie wechseln Ringe. Rambold kommt dazu, will voll Zorn Säuglingen überfallen, und wird von dem Westphälischen Bauer mit einem Hebebaume abgewiesen.

Neuntes Buch.

Erster Abschnitt.
Säugling der Vater, schlägt die Jungfer Anastasia seinem Sohne zur Braut vor. Der Sohn berichtet hingegen, daß er in einer Schäferhütte im Walde, das Mädchen gefunden habe, das er liebe. Der Vater wird darüber sehr betreten. Erblickt zugleich den Ring an seines Sohnes Finger. Sebaldus erkennet daran, daß seine Tochter dessen Geliebte sey. Sebaldus und der junge Säugling fahren zu ihr, und weil dieser nicht von ihr scheiden will, nimmt sie Sebaldus mit zurück.

Zweyter Abschnitt.
Die Frau Gertrudtinn, kommt ohne ihre Tochter zum Mittagsmahle, weil dieselbe krank worden. Der Herr von Haberwald erzählt halb betrunken, den Unfall der Jungfer Anastasia. Säugling stellt Marianen seinem Vater vor. Sie versichert, daß sie ohne seine Einwilligung seinem Sohne nie die Hand geben werde. Sebaldus bekräftigst dieses.

Dritter Abschnitt.
Der junge Säugling sucht die Einwilligung seines Vaters zu erhalten, die ihm abgeschlagen wird. Sebaldus findet beym Vorlesen einer Zeitung, daß er eine Quaterne von funfzehntausend Thalern gewonnen hat. Der alte Säugling giebt nunmehr seine Einwilligung.

Vierter Abschnitt.
Rambold sucht, um sich zu rächen, den jungen Säugling, wegen seiner Liebe zu Marianen, bey seinem Vater zu verläumden. Wer Rambold eigentlich gewesen sey.

Lezter Abschnitt.
Säuglings Verbindung mit Marianen wird vollzogen. Nachricht was sich mit Säugling, Marianen, der Frau von Hohenauf, der Gräfinn von ***, D. Stauzius, Hieronymus, Rambold, und Herrn Sebaldus Nothanker, seitdem zugetragen habe. Sebaldus Kommentar über die Apokalypse, soll auf Subscription gedruckt werden.

Zuverläßige Nachricht von einigen nahen Verwandten des Hrn. Magister Sebaldus Nothanker. Aus ungedruckten Familiennachrichten gezogen.

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