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Das Gymnasium von St. Jürgen

Max Dreyer: Das Gymnasium von St. Jürgen - Kapitel 5
Quellenangabe
authorMax Dreyer
titleDas Gymnasium von St. Jürgen
publisherL. Staackmann Verlag
year1925
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20171030
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Navigation:

Fortinbras war nach der heimatlichen Küste unterwegs. Er brauchte gut an die drei Stunden, aber er war ein Freund so weiter Wanderungen. Die endlos langweilige Chaussee hinter der Stadt mit ihren verblühten Kirschbäumen, die mürrisch in die kalte Mailuft starrten, hegte so gut die schweifenden Gedanken ein. Noch brachte das Ebenmaß, die Eintönigkeit der Felder zur Seiten keinerlei Ablenkung in die Sammlung des versunkenen Schreitens.

Ich will und werde die Frau heute sehen. Sie ist nun einmal in mein Leben gestellt, und ich muß fertig mit ihr werden, so oder so.

In dem alten Mauerwerk an der See haust sie. So also hat sich die Traumwelt meiner Jugend belebt. Und kein Sträuben nützt hier, ich muß die Gestalt bannen, muß sie mir zwingen.

Mach' weiter keine Flausen, Joachim! Steckt nicht schließlich auch in dir das Stück Weibernarr, so gut wie in jedem Manne von wirkender Männlichkeit! Vielleicht noch ein größerer als in den andern, weil du gegen ihn so überlegen tust! Was fabelst du dir da vor von den klaren, hellen, festen, gradlinigen Frauen, die allein dein Verlangen sind! Hat dich an dieser Frau nicht gerade das Unklare, das Helldunkel, das Dämmernde, das scheu Tastende, das Sichanrankende in Fessel geschlagen?

»Wer liebt denn so mit der Sonde?
Das Braune ist auch das Blonde!«

Ein Studentenübermut federte und trug ihn.

»Das erste Anathema
Dem Schema!«

Das Schema – Donnerlüchting nochmal! Das war ein böses Stichwort. Jetzt stellte wie gerufen der Schulrat sich ein. Gebügelt, geschniegelt, »soigniert« in seiner bildhübschen Männlichkeit. Und auch mit der geistigen Bügelfalte, so genial umstürzlerisch er sich gebärdet. Mit der ganzen Zaubersalbe der Modernität bestrichen und dabei ästhetisch aufs beste »assortiert«. Eben ganz von dem Parfüm umwoben, wie Frauen es lieben – mehr oder weniger alle!

Hol' der Schinder solche Konfektionskultur!

Er ist ins Rennen gekommen. Er will heraus aus solcher Gedankengegend. Aber sie läuft mit ihm weiter wie diese endlose Chaussee, die er nachgerade verflucht.

Einen Feldweg schlägt er ein, durch Kartoffeläcker. Und gleich ist ein anderer an seiner Seite. Ein zweiter noch hängt sich an diese Frau. Er will mit den Brüdern nichts zu tun haben – aber sie geben ja keine Ruhe.

Dieser zweite! Diese prickelnde Häßlichkeit, die, in Musik gesetzt, sinnlich reizbaren Frauen so leicht verwirrend zu Kopf steigt. Beleuchtet dazu von dieser fast gewaltigen Pracht der Augen.

Ja, ja – indes war die Erscheinung besonders original? War es nicht eine von diesen ramponierten Duodezausgaben Rubinsteins, diesen mehr oder weniger schlechten, auch heute noch gangbaren Nachdrucken?

Eigenartiger – das muß man ihm schon lassen – ist auf alle Fälle der andere. Der alle Begriffe, aber auch alle Vorstellungen von einem Schulrat einfach auf den Kopf stellt. Er, der auf alle Fälle mein Gegner ist. Im Fachlichen, im Sachlichen. Und im Persönlichen auch – mir im Wege bei der Frau – nennen wir das Kind schon beim rechten Namen: mein Nebenbuhler!

Hm! Mach' ich mich nicht lächerlich mit solchem Wettstreit! Haben er und sie, diese beiden, nicht viel mehr Wahlverwandtes miteinander, als ich mit ihr!

Und dann ist da noch der Junge, der Benno, der Luftikus. Der mir im Grunde nie so recht gelegen hat. Aber ihr Kind ist er. Und für den wird dieser neue Geist, diese Ungebundenheit das gefundene Fressen sein. Um dessen Seele wird nun auch der Kampf gehen –

Herrgott, er möchte die Bande mal in seinem Kahn haben! Der Nordost ist im Wachsen, eine ganz gute Mütze voll Wind wird es geben. Hier weht schon der Atem der See. Und freudiger wird Joachims Schreiten.

Der Gesellschaft mal das nötige Spritzwasser um die Ohren peitschen, sie einmal gründlich mit Gefahr taufen! Diese Herrschaften mal so ein bißchen schräg nehmen, so kurz vorm Umkippen, so gerade noch am Jenseits vorbei! Wie es dann wohl um die Nasen aussehen würde!

Und dann schämte er sich solch eigener Krafthuberei. Und dachte: Was gehen diese fremden Gebeine mich an! Sein Zuhause ward in ihm lebendig.

Bruder Andreas, der einzige, der von der Familie noch im Lande war. Hart und karg, ein Schweiger von Natur, noch spröder und verschlossener geworden, seit ihm die Segelstange das Nasenbein zertrümmert und ihm das Antlitz verhunzt hatte – denn wie jeder Braß hielt auch er auf das Äußere, mit dem man nun mal sein Inneres nicht verschimpfieren darf! Aber etwas von einem Organisator hatte er, der Hochseefischerei auf der Ostsee galten seine großen Pläne. Leider aber war er so wenig wie im Mundwerk im Schreibwerk ein Held, so ging es mit seiner Fischereigenossenschaft nur langsam vorwärts. Doch hatte sie es immerhin bereits zu einem größeren Fischdampfer gebracht. Und neues geschäftliches Leben regte sich hier an der Küste.

Joachim hatte mehrfach des Büros sich angenommen, das dieses Unternehmens schwächster Teil war. Andreas aber war ihm böse, daß er nicht ganz Hand in Hand mit ihm ging. Seiner kurzen Worte langer Sinn war immer der: was mußt du dich mit fremder Leute Kindern abplagen! Mit fremder Kinder Eltern dazu – und mit einer Behörde, deren Ideen und Bestrebungen dir gegen den Strich gehn! Schmeiß ihnen den Kram vor die Füße! Hier sind wir unsere eigenen Herren! Hier ist freies, echtes Männerwerk und deutsche Kulturarbeit dazu!

Wie er jetzt bei dem Bruder eintrat – der wohnte in dem erweiterten, aber seinem ursprünglichen Charakter ganz treugebliebenen, strohbedeckten, väterlichen Hause – fand er die Genossenschaft versammelt. Alte Seebären die meisten, mit Freesenbärten und Gesichtern, in denen diese Mischung von Meerkönigtum und verschmitzter Piraterie umging.

»Na, ihr Meerungeheuer!« so begrüßt sie Joachim. »Nach welchem armen Opfer streckt ihr denn heut eure Polypenarme aus?«

Sie schmunzeln, er schüttelt ihnen allen die haarigen Hände.

»Der Tintenfisch fehlt uns!« Andreas singt die alte Melodie. Da entflieht er nach der Küche und holt sich bei der Haushälterin Mutter Zobel – Andreas ist unbeweibt wie er – seinen gehörigen Imbiß.

»Lachs in Gelee habt ihr Schlemmer! Na, ich werd' dem Lachs die Lex verhören!« Und er tat's mit Hingabe.

Dann hieß es aufs Wasser! Der Nordost rüttelte an den Fensterläden und rief. Der halbwüchsige Junge von Mutter Zobel sollte mit ihm segeln. Aber der war zur Kirche.

Und so stand Herkules wieder einmal am Scheidewege.

Da hinten lockt das Kastell am Meer und die Frau, die hier residiert. Nein, nichts jetzt vom Weibe! Männliches Tun! Die Knochen rühren! Im Kampf mit Wasser und Wind! Alle Sinne, alle Kräfte sammeln in diesem Kampf! Und glückhaft wunschlos und gedankenfrei sein.

Wollen dem Jungen nach der Kirche entgegengehen. Der Gottesdienst ist bald vorüber.

Und so schritt er durch die Dorfstraße und dann durch die alte Lindenallee auf das Gotteshaus zu, das eigentlich eine Gotteshütte war, so geduckt lag es da, verwahrt gegen die Stürme.

Die Kirche entließ gerade ihre Besucher. Viel waren es nicht. Die Fischer waren mit diesem ihrem neuen Pastor nicht zufrieden. Sie hatten Anspruch auf Heulen und Zähneklappern. Er war ihnen zu weich und zu weitherzig.

Joachim kannte ihn. Auch er mochte ihn nicht. Der Mann, mehr ein sinnenfroher Schönheitsfreund, innerlich mehr den Mysterien des großen Pan zugeschworen – er gehörte einfach nicht auf die Kanzel. In die Halbheit seines Wesens und Lebens fand Joachim sich nicht hinein. Er war sehr musikalisch, hatte eine prachtvoll leuchtende, wenn auch etwas weichliche Baritonstimme – warum ging er nicht zur Bühne? Auch das Heldenmaß hatte er.

Da zeigt sich eben seine hohe, beleibte Gestalt am Ausgang der Sakristei. Wer aber sind die städtisch Gekleideten, zu denen er tritt? Eine Dame – zwei Herren?

Frau von Treutlien! Und ihre beiden Trabanten, der Schulrat und der Musikant.

Die auch hier? Nun ja, der Schulrat wird ja diese Art kirchlicher Atmosphäre gelten lassen. Und auch die Musikantenseelen kommen hier auf ihre Rechnung. Der Gesellschaft auszuweichen widerstrebt ihm. So treffen sie zusammen.

In Frau von Treutliens Zügen ist ehrlich freudige Überraschung. Der plattnäsige Klavierspieler sieht wie immer abwesend und verloren darein, in weltmännischer Höflichkeit gibt sich Herr Falkner.

Der Pastor öffnet den weichen, sinnlichen Mund mit dem starken, dunkelroten oberen Zahnfleisch zu freundlicher Begrüßung. »Herr Potschinak hat heute bei uns die Orgel gespielt – Bach.«

Das erklärt dies Beisammensein und die gehobene Stimmung. Joachim hält nun auch nicht hinter dem Berge: daß die See ihn hergezogen habe, er müsse wieder einmal hinaus!

»Bei dem Wind!« spricht schauernd der sybaritische Pastor.

In Frau von Treutliens Augen ist ein Leuchten aufgeblüht. »Ich möchte mit!« sagt sie mit froher Entschlußkraft.

Gleich stimmt Falkner sich darauf ein. Er denkt nicht daran, das Feld zu räumen. »Das ist ein Gedanke,« sagt er flott. Aber eine stille Hoffnung heftet sich an den Musikmann, der mißtrauisch, klagend und scheu mit weltflüchtigen Augen zu den schäumenden Wellen hinübertastet. »Wenn Herr Potschinak auch will!« fügt der Schulrat hinzu, als läge auch hier in seinen Händen Verantwortung und Bestimmung.

»Ich bitte sich durch mich nicht stören zu lassen. Ich persönlich bin nun mal kein Freund von solchen Wagnissen,« bekennt der Klavierspieler mit ehrlicher Feigheit – die Joachim besser gefällt als jene Art Versteckspiel seines Widersachers.

Herrgott, wenn ich die Gesellschaft wirklich und wahrhaftig in meinen Kahn bekomme! Wenn so mein Traum sich erfüllt!

Nun wendet sich Eva an den Zaghaften. »Sie müssen einfach mit! Ihr Bach und die Meerfahrt – Sie sollen sehen, das gehört zusammen. Ich glaub' sogar, daß Ihnen so noch ein Neues aufgeht, für Ihre Musik.«

Der starke Wunsch und Wille legt sich ihm um die Seele, und wie gebannt folgt er der Gebieterin. Herr Falkner aber trägt den Kopf hoch. Hm, wenn das Schicksal also seinen Gang geht –! Er weiß, was er sich schuldig ist.

»Wenn die Herrschaften mir also die Freude machen wollen –!« Joachim greift fest zu. »Hier haben wir auch meinen Schiffsjungen!« Er winkt dem Sohn der Frau Zobel und sagt ihm Bescheid. Dann zu Frau von Treutlien: »Ich weiß nicht, gnädige Frau, ob Sie sich noch umziehen wollen für die Fahrt. Ölzeug und Südwester finden wir bei meinem Bruder.«

»Dann bleib' ich, wie ich bin.«

Jetzt sind sie am Strand. Schnell ist das Boot segelfertig.

»Ein kleines Reff legen wir ein,« befiehlt Joachim. Der Junge, sachverständig, macht ein bedenkliches Gesicht. Da gibt der Bootsführer noch ein Reff zu.

Windgeschützt ist die Stelle, wo sie ins Wasser gehen. Allerdings eine leichte Brandung gilt es zu überwinden, die Riemen müssen helfen. Dann kommen sie in Fahrt.

Joachim ist jetzt ganz bei der Sache. Für Nebenabsichten und Nebengedanken, für Seelenanalyse und dergleichen ist jetzt keine Zeit. Und alle Teufeleien verschlingt die Pflicht. Am schwersten die Navigation, wo See und Land gegeneinander streiten. Hier, wo die Landratten sich noch einigermaßen sicher fühlen. Erst wenn es denen schlecht wird, atmet der Seemann auf.

Das Boot torkelt noch und tappt wie verschlafen. Jetzt stampft es auf und schüttelt unwillig die Mähnen. Um die platte Nase des Klavierlehrers weht die erste blasse Angst.

Joachim verstaut die Gäste nach der Luvseite zu. Die Segel sind aufgezogen, das Fahrzeug spürt die Hand des Herrn und gehorcht. Erst noch schlägt es sich langsam die Wellen um die Ohren, dann kommt es in Schuß.

Und jetzt die Hand am Steuer, er, dem ihrer aller Schicksal anvertraut ist – als Herr über die Geister fühlt sich Joachim wieder. Und er prüft die Gesichter.

Eva Treutlien hat sich von ihren Schützlingen oder ihren Beschützern gelöst und blickt mit eigentümlich fern- und farbentrunkenen Blicken in die hallende Weite des durchsonnten grünen und blauen Lichtes. Es ist, als ob sie alle Schattierungen belauscht: das purpurne Dunkel des Wassers unter ihr – wie die Wellen tiefgrün sich erheben – wie es die Kämme grasgrün durchleuchtet – wie der Schaum in Goldfunken versprüht. In Falkners Zügen ist ein Bedachtes, Gesammeltes, Beherrschtes – nichts von Hingabe, nichts von Genuß – er traut sich nicht ganz, hält seine Kraft zu Rate und ist auf der Wacht. Herr Potschinak aber schweift noch mit einer gewissen behutsamen Wehmut der Endlosigkeit entgegen.

›Ja, Kinder,‹ denkt Joachim, ›hier treiben wir ja noch so glatt vor dem bißchen Wind, das die Uferhöhe uns gönnt! Laßt uns aber erst um die Landzunge herum sein, dann wird doch so manches in euch Hoppla schreien.‹

Und jetzt, wo das schützende Gestade sich endgültig von ihnen lossagt, jetzt geht es aus der richtigen Tonart. Jetzt springt der erste jähe, große Wellenhund dem Boot an die Kehle und reißt es, daß es wild sich bäumt und um sich schlägt.

Das Herz fliegt ihnen in den Hals. Bogumil, dem armen Musikmann, rollen die großen, runden Augen aus den Höhlen. Falkner packt den Bootsrand, lächelt »hurra« und gibt todesmutig sich Erhabenheit. In Evas Augen aber wächst die jauchzende Freude, wächst der Mut zu freiem Wagnis in Meeresrauschen und Sonnenlust.

Daran befeuert sich Joachim zu ungestümer Ausgelassenheit. Tiefer geht er mit dem Fahrzeug – was es trägt an Wind, brummt er den Segeln auf – die Leeseite schneidet das Wasser – die Wellen krallen und beißen sich in den Rand – sie reißen und zerren, zu Grund soll das Boot – und von Luv die Sturzseen helfen –

In den Ohren saust es, die Augen brennen, hoch klopft das Herz, wie auf des Messers Schneide geht es auf der Grenze zwischen Leben und Tod –

Dem Steuermann eine herrisch grausame Lust – der Frau eine zuckende Wonne – wie dicht beieinander sie beide! Den zwei andern Männern gefriert das Blut –

Und jetzt – eine blitzschnelle Wendung des Ruders – ganz kurz vorm Koppseisgehen – ein Schrei aus einer der Männerkehlen, gurgelnd, todesnah – Bogumil bricht zusammen und sinkt wie ein Bündel auf den Boden in das fußhohe Wasser.

Verflogen die Schauer der Lust – Eva hilfreich, hingenommen beugt sie sich zu ihm nieder, auch Falkner springt bei und findet im Helfen sich zurück –

Joachim aber, für den es getrost so hätte weitergehen können, steuert unwillkürlich andern Kurs – noch mehr als nötig ist tut er.

Und etwas in ihm schilt ihn aus: hast du dich zeigen wollen! Schäm' dich und mach' es gut. Und er hält sich so brav es irgend geht.

Sie haben den Kranken auf die Bank gehoben und zwischen sich genommen – ist es nicht, als wären die beiden Samariter, Eva und Falkner, jetzt wie im Bunde gegen ihn? Gegen ihn als den Übeltäter? Nun regt sich in ihm doch ein grimmiges Lachen.

Oh – und wie der da drüben jetzt in der ruhigen Fahrt wieder aufgelebt ist, er, der schöne Mann, der auch schon grün genug aussah und eine halbe Wasserleiche war! Nun findet er noch seinen besonderen Halt, in dieser tätigen Gemeinschaft mit Eva. Und aus den Augen der Frau – trifft ihn, den bösen Schiffsmann, nicht jetzt geradezu ein vorwurfsvoller Blick?

Wundervoll! Und so hab' ich es denn verspielt. Ja, ja, das kommt nun so bei einem Anschlag heraus. Denn ein Anschlag war es – das läßt sich nicht leugnen –

Ach was! Die Bande! Soll ich nicht wieder umlegen und diese ganze rührende Gruppe mit Spülwasser segnen!

Aber er bleibt zahm, ingrimmig zahm. Er sieht zu, wie sorgsam die zarten, zärtlichen Frauenhände den Kopf des Kranken umspannen, der zuckend, stoßend, würgend vor Übelkeit über Bord sich lehnt.

Und Falkner darf jetzt, wo das Boot den gefahrlosen Kurs innehält, die hohe Miene des edlen Menschenfreundes aufsetzen!

Noch einmal ruckt es verbrecherisch in Joachims Hand – aber dann gibt er es auf. Und gräbt sich ein in seine Verbissenheit, in seinen Hohn über sich, über die andern, über die Welt.

Wieder bohren sich seine Blicke in Evas Züge. So viel Strahlendes in dieser Hingabe und Selbstentäußerung – oder ist es nicht ebensogut ein dumpf Animalisches, eine sinnliche Mütterlichkeit? Klingt nicht der Hang, die Neigung zum Manne mit ein, so armselig und erbärmlich das Männliche hier sich bietet?

Wer hat einmal das Wort von der Frau gesprochen, daß sie eine Mischung von Madonna und Dirne sei?

Immer mehr wütet Joachim in sich hinein. Dieser Mann – dieses Elend von einem Stück Mann! Und doch ist es das Elende, was ihm das Frauenherz gewinnt.

So viel Häßliches! Jetzt, wo die Augen, diese »Dämonen der Schönheit« ausgelöscht sind! Jetzt, wo nur diese plumpen Züge das Feld behaupten. Züge – kann man das Züge nennen! Was für ein Gesicht – in Wüstheit und rohes Schmähen verfällt Joachim – ein Gesicht, das eigentlich in die Hose gehört!

Dann erschrickt er über sich selbst. Warum entfernst du dich von ihr! Schlang es sich nicht um uns beide wie eine starke Nähe! Wie eine kraftvolle Freude! Sie, die einzige, die auf der kühnen, stolzen Fahrt bei mir war! Warum verstoß' ich mich jetzt selber?

Nein, nein! Ich will bei dir bleiben! Und wieder warben seine Sinne und woben um sie. Mit dir, bei dir! Nun lass' ich dich nicht mehr heraus aus dem Bezirk meiner Wünsche, meines Willens und meiner Kraft!

Leidenschaftlich legen seine Augen sich auf die Linien ihrer Gestalt, die so hingebungsvoll sich neigt, auf das Licht ihrer innig warmen Züge.

Und es geht durch ihn hin: Möchtest du nicht selber der Schwache und ihr Pflegling sein!

Und besser gefällt ihm, in dem Glanz ihrer Güte, der arme Musikant, für den jetzt in ihm selber ein Mitgefühl schwingt, als der aufrecht gestellte Machthaber, der längst seine Selbstgerechtigkeit wiedergewonnen hat.

Ein Jammer ist es und bleibt es, daß er dem nicht auch noch eins hat auswischen können! Viel hat nicht mehr dazu gefehlt. Jetzt ist der Mann wieder ganz Herr der Lage und Hans auf allen Gassen. Ist und bleibt er, der sich so leicht nicht umbringen läßt, nicht der bei weitem gefährlichere Nebenbuhler? Der einzige wohl gar!

Nun gut, so gilt es den Kampf gegen ihn – auch hier! Nicht nur in der geistigen Lebensführung, in der Ideenwelt, im Schaffen und Bauen an neuen Werten – nicht nur um die Jugend, auch um das Weib!

Noch wehrt sich Joachim, aber dumpf fühlt er, daß seine Schicksalsstunde geschlagen hat.

Und jetzt an Land! Genug war es der Charitas – genug auch seiner eigenen Herrschaft und robusten Überlegenheit. Die nicht einmal ihre Wirkung tat. Und die in der Hauptsache versagt hatte. Da er den Schulrat, den steilnäsigen, nun doch nicht auf die Knie gekriegt.

Der, beim Landen, fühlte sich nun wieder vollends als Hauptperson. Tat, als ob er sachverständig hülfe, gab dem schlotternden Bogumil tröstenden Zuspruch, reichte Frau Eva ritterlich zum Aussteigen die Hand, und all das kleidete ihn.

Nicht ohne Neid blickte Joachim zu ihm hin. Ja, ja – man kann von dir lernen! Ein Lehrer bist du schon! Selbstgefühl und Selbstregie – das ist es, was die Welt regiert. Und wer sich einbildet, er hat genug davon – eben der hat zu wenig.

Kühler und starrer noch als sonst trat er den dreien gegenüber. Und Eva wurde es schwer, ihm ihren Dank auszusprechen. War er nicht der Genießer gewesen, in der grausamen Freude, sich als den Überlegenen zeigen zu können und die andern klein zu kriegen! Woher sonst diese Gespreiztheit!

Dennoch lud sie ihn ein, am Nachmittag zusammen mit den anderen Herren eine Tasse Tee bei ihr zu trinken. Wenn er Freude an Musik hätte –! –

Ob es ihr schmerzlich gewesen wäre, hätte er abgelehnt? Aber er, nach leichtem Schwanken und kurzem, festem Blick auf die beiden andern, sagte zu.

 

Hart gegen die helle Frühlingsluft stand der Wartturm, als Joachim nachmittags den Weg zu ihm nahm. Da haust sie jetzt, da, wo seine schönsten Träume einst umgingen. Anders sieht sie aus als die Schloßfrauen, zu deren Knappen seine ersten Liebesphantasien ihn erkoren. Sie, die auch sonst an seine Einbildungswelt die zerstörende Hand legt – was hat sie ihm dafür zu geben!

Er hatte eine gewisse Furcht vor den harten Wirklichkeiten, eine Scheu, ihre Räume zu betreten. Auf Umwegen pirschte er an ihre Burg sich hinan. Da, am Kreuzweg, schlenderte eine junge Gestalt ihm entgegen – Benno war es, der die Mutter besuchen wollte.

Es gab einen kräftigen, von Benno herzlich betonten Handschlag. Er hatte nun mal für Fortinbras seine besondere Vorliebe. Alles, was stark in dem überreifen, ein wenig angefaulten Jungen war, was er an Eisen in Blut und Wesen hatte, wurde von Joachims harter, geschlossener Männlichkeit wie von einem Magneten angezogen und gefesselt. Dazu das Führerhafte in dieses Lehrers Geist und Art – wenn einem, leistete er dem Gefolgschaft.

Benno war jetzt ganz in Seeluft getränkt. Die Ähnlichkeit mit den verträumten Zügen der Mutter war geschwunden. Wie ihm Joachim erzählte, daß er mit seiner Mutter gesegelt hätte, war ein kindlicher Schmerz in den Augen, knabenhaft flammten sie auf, daß er nicht hatte dabei sein können, sehnsüchtig flogen die Blicke nach der schäumenden See.

Dann erzählte er: »Ich will mir selbst ein Segelboot anschaffen. Mit dem alten Fischer Elvers stehe ich schon in Unterhandlung.«

»Seh einer!«

»Es ist ein ganz kleines Fahrzeug, das einer allein bedienen kann. Und unerhört seetüchtig. Der Alte ist einmal allein damit nach Bornholm hinübergefahren.«

»Sagt er.«

»Wie? Ja so. Daß er Nebenluft hat, ist auch mir schon aufgegangen. Natürlich will er mich auch beim Verkauf einseifen. Aber so ganz leicht wird ihm das nicht.«

Dazu die strahlenden Jungenaugen. Ganz fröhlich spitzbubenhaft, nichts von smarter Blasiertheit – was sich in Joachim an Unmut regte, an pädagogischer Nachdenklichkeit, blieb im Hintergrunde. Auch zuerst noch, als Benno ihm unbefangen weiter erzählte, er hätte sich ein kleines Vermögen zusammengetipt – der Trainer seines Onkels, Mister Robinson, lande für ihn immer die besten Rennwetten. Ob er Herrn Professor Braß nicht auch gelegentlich einen Tip sagen dürfe.

»Danke, ich wette nicht!« Das kam nun doch ziemlich rauh heraus. Benno aber blieb auf der Höhe unanfechtbarer Gelassenheit. Da brach es aus Joachim hervor: »Ein Jammer ist es, daß es für euch Jungens nicht mehr die Schwertleite gibt. Daß ihr nicht mehr Soldat zu werden braucht! Früher hieß es bei uns das Portepee – heute das Portemonnaie. Es ist zum –«

Alles Echte in dem Jungen stimmte ihm rückhaltlos zu. Aber was solle man machen! Da Deutschland sich nun mal habe entwaffnen lassen! Und die Deutschen überhaupt! Die sich untereinander beschmutzten und in den Rücken fielen und verrieten! Man schäme sich, ein Deutscher zu sein. Und er habe es satt. Wenn er erst sein Boot habe, mache er sich auf die Reise.

»Was ist das anders, als gemeine Fahnenflucht!« rieb ihm Joachim unter die Nase.

»Ja, wenn Deutschland noch eine Fahne hätte –!«

Der Junge – unrecht hatte er und recht – und wenn es altklug war, was er sprach, so war es doch ehrlich jung – aber bei den Ohren mußte er genommen werden. Es hatte sich in ihn eingefressen, was an uns allen fraß. Nur mit Feuer und Eisen ist dieses schwärende Gift auszubrennen. Aber man darf nicht so drauflos feuerwerken – gerade in dieser Behandlung ist die feinste Behutsamkeit am Platz. Kein Wettern und Predigen. Keine großen Worte. Ein langsam sorgfältiges Sammeln aller Lichter, aller verflogenen Strahlen zu einem Brennpunkt, zu dem einen Flammenherd.

Joachim sprach geflissentlich zunächst von etwas anderem. Ob er denn segeln könne, fragte er den Jungen.

Ja, die Anfänge hätte er erfaßt. Der alte Elvers sein Lehrmeister. Und wäre er dann so weit – in der Schule würde doch nichts mehr aus ihm – so hieß es: leb' wohl, Europa!

»Womit der Untergang des Abendlandes besiegelt ist,« scherzte Joachim.

Nicht leicht, mit diesem Jungen fertig zu werden, in dieser Zeit, da alle Zügel am Boden schleifen. Aber es war, alles in allem, doch ein Bezwingendes in ihm, gerade so wie in seiner Mutter. Obwohl bei ihr wie bei ihm diese Phantastik, dürstend und ungebunden, trübe, haltlos und schwül, Joachim widerstrebte. Doch mußte er nicht gerade hier zupacken mit fester Hand – bei der Frau, deren Wesen in sein Fühlen immer tiefer sich einwob, wie bei dem, der von ihrem Fleisch und Blut war.

Er wollte den Schulmeister zu Hause lassen – und doch mußte er an dem Jungen rücken und rütteln.

Und er führte ihm zu Gemüt: Nun lerne er segeln – bei Vater Elvers, diesem alten Seebären vollbeladen mit allen deutschen Tugenden und Lastern. Segeln – navigare necesse est – Seefahrt ist not – in Deutschland ist dieses Wort gesprochen. Und niemals ist für Deutschland Seefahrt so not gewesen wie heute. Ihm aber, dem Jungen, soll nachdem er fix und fertig segeln gelernt hat, von einem deutschen Meister auf deutschem Fahrzeug, eben diese Kunst und Fertigkeit dazu dienen, daß er Deutschland den Rücken kehrt. Über dieses Kapitel solle er jetzt mal ein wenig mit sich selber sprechen!

Benno nickte bereitwillig, mancherlei Gedanken waren in ihm bewegt. Joachim gab ihm die Hand, da der Junge erst mal zu der Hütte des Alten hinstrebte, und wandte sich selbst dem Wartturm zu.

 

Das Innere des alten Gemäuers war so kraus und kurios eingerichtet, so eigenwillig und trotzig, wie der alte Herr von Nordhöft gedacht und gelebt und gehaust hatte. Nichts von Stileinheit, nichts von geschichtlicher Andacht und Erinnerungsschwere, nichts von Stil überhaupt. Nur in dem Wartturm selbst waltete etwas von Treue und Pietät.

Unmittelbar unter dem Turm war Evas Musikzimmer. Hier wirkte ihr eigener Geist. Auf ein dunkelträumendes Violett war alles gestimmt. Auf eine Art sinnlicher Melancholie, wie Joachims Heftigkeit es schalt. Und hier soll Bach seine Kultstätte haben?

Herzlich begrüßt ihn Eva – er aber findet sich nur mißtrauisch und schwer in diesen Kreis. Die beiden andern Herren zeigen hier im Hause eine bequeme Vertraulichkeit, auch das paßt ihm nicht. Eine alte Hausdame, in dem sehr vornehmen, sehr vergilbten Gesicht einen unsagbaren Zug gnädig herablassender Demut, reicht den Tee.

Herr Potschinak hatte sich immer noch nicht ganz erholt – sollte in den berichtenden Worten der Hausherrin für ihn, den rohen Bootsführer, ein Vorwurf liegen? Aber sanfte Bitten zogen den Künstler dann doch ans Instrument.

Neben dem Flügel stand ein Clavizembalo; mit einer gewissen schwertragenden, beinahe leidenden Umständlichkeit, sonst aber ohne weiteres Virtuosengehabe nahm Bogumil Platz.

Er spielte aus dem »wohltemperierten Klavier«. Joachim konnte sich an den Klang des alten Instruments nicht leicht gewöhnen, und die andächtig betenden Mienen der andern beiden Zuhörer stärkten seinen Widerstand. Die quäkenden und näselnden Töne des oberen Manuals schufen ihm Pein, und er schalt weidlich auf diese historisierende Schnurrpfeiferei.

Aber dann nahm doch ein Meisterliches im Spiele selbst ihn gefangen und ein gründlich Suchendes, dem immer mehr lichte Offenbarung sich auftat. Wärmer wurden die Farben, dank dem unteren Manual, und reiche, ganz ungestörte Klänge, glockenartig, trugen in die Höhe. Die Musik gewann Leben.

Und dennoch – das letzte blieb hier versagt. Die große, reine Unbefangenheit, das Kindhafte, dem das Reich gehört. Schließlich an zuviel Wollen, an zuviel Wühlen, an zuviel Geist zerbrach die reine Innigkeit.

Als der Spieler geendet hatte, war versunkenes Schweigen. Dann erteilte sich Falkner, als auch hier der Berufene, selbst das Wort. Und schüttelte auch hier in seinen Worten, die im Grunde sich wohl hören lassen konnten, die Mähne des Pathos.

»Nicht wahr, Herr Kollege – wer die Jugend liebt, muß Bach lieben! Wo in der Kunst, in der Welt ist mehr reinigende Fröhlichkeit?« Joachim konnte nicht widersprechen und grunzte dazu. »Und Fröhlichkeit, schaffende Fröhlichkeit bleibt doch der Inbegriff aller Erziehung.«

Hier schüttelte Joachim den Kopf. »Mit der bloßen Fröhlichkeit ist es auch hier nicht getan. So wahr auch die vielberufene ›fröhliche Wissenschaft‹ ihre zwei Seiten hat. Hier sind Tiefen, und wo Tiefen sind, ist auch immer Schmerz und Askese.«

»Tiefen – nun ja – aber Tiefen, wie auch unser Bach sie hat – keine dunklen und trüben – klar sind sie, hell aufleuchtend aus dem Grund –«

Joachim schmiedete an einer Antwort, schwer waren seine Züge, hart gruben sich die Falten auf seiner Stirn. Eva wollte keinen Waffengang, und sie richtete sich an Bogumil: »Wollen Sie uns jetzt nicht von Ihrer eigenen schaffenden Fröhlichkeit etwas mitteilen?«

Bogumil Potschinak, den nichts mehr langweilte als pädagogische Gespräche, fand sich sehr bereitwillig zu dem Flügel und spielte eine eigene Komposition, ein Stück mit Melodien von schwerer, tropfender Süße, von seltsam sinnlicher Wehmut, von weich verträumten Geheimnissen.

Es war schon ein Gesicht in seiner Musik, nur daß Joachim keine innere Fühlung zu ihr gewann. Die beiden andern waren begeistert, er enthielt sich auch hier des Urteils.

Bogumil selbst und Eva waren geschmackvoll genug, es nicht herauszufordern. Falkner aber konnte es nicht lassen, für seine Analyse, die auf neue Werte stieß, Joachim als Kronzeugen anzurufen.

Der aber fühlte nicht die geringste Veranlassung, sich hier stellen zu lassen und ehrlich Unfreundliches zu sagen. Er sprach einen Wunsch aus, der gleichwohl eine Kritik enthielt, und eine viel bitterere, als in seiner Absicht lag: »Ich möchte Sie einmal Chopin spielen hören.«

Er sah nun allerdings gleich, was er angerichtet hatte, und ermaß damit auch die Tragweite seines Wortes. Die ganze Verachtung einer hohnvollen Gekränktheit zuckte durch das aufgewühlte Gesicht des Tondichters. Die großen, schönen Augen krochen in sich zusammen und stachen schräg und tückisch in häßlichem Haß.

Hier braute nun ganz und gar der Mongole. ›Asien! Ah, Sie entschuldigen!‹ lachte Joachim hartherzig in sich hinein.

Und die behutsam tastenden Blicke, mit denen die beiden andern an den gewitterschwülen Mienen der beleidigten Musikantenmajestät hingen, stimmten ihn nur noch munterer. Ja, nun habe ich es dir gesagt – obschon ich es eigentlich gar nicht wollte: erstens, daß du nun einmal doch und doch nicht Bach spielen kannst, und zweitens, daß deine höchsteigenen Tondichtungen im Grunde nichts als ein Aufguß auf die Elixiere des göttlichen Frédéric François sind!

Aber diese Munterkeit hatte ihre Stacheln, auch gegen ihn selbst. Sein Unbehagen wuchs, er suchte während des flauen Gespräches, das sich mühsam entspann, nach einem Anlaß zu gehen.

Da erhob sich Bogumil und sah nach der Uhr. Auch Falkner stand auf. »Ja, es ist Zeit für uns. Der Wagen wird da sein. Sie wollen doch auch in die Stadt, Herr Professor?«

»Ja, aber erst morgen früh. Ich übernachte hier bei meinem Bruder.«

Als er auf Eva zuschritt, sich dankend von ihr zu verabschieden, hielt sie seine Hand fest. »Wenn Sie doch hier draußen bei uns bleiben, dann schenken Sie mir noch eine Stunde.«

Der weiche Ton, in dem sie das sprach, stieg ihm zu Kopf. Ein Blick aus Falkners Augen, lauernd, abgünstig, scheel, gab seinem Entschluß den Stoß. Er verneigte sich und sprach: »Der Beschenkte bin ich!« ohne seine Wärme zu verhehlen. Unbeirrbar, in unnahbarer Ferne, in bewußter Höhe leuchteten die Augen des Musikanten.

* * *

 

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