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Dantons Tod

Georg Büchner: Dantons Tod - Kapitel 26
Quellenangabe
typedrama
booktitleDantons Tod
authorGeorg Büchner
year1995
publisherPhillip Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-006060-5
titleDantons Tod
pages1-3
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1835
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Zweite Szene

Eine Straße

Dumas. Ein Bürger.

Bürger. Wie kann man nach einem solchen Verhör soviel Unschuldige zum Tod verurteilen?

Dumas. Das ist in der Tat außerordentlich; aber die Revolutionsmänner haben einen Sinn, der andern Menschen fehlt, und dieser Sinn trügt sie nie.

Bürger. Das ist der Sinn des Tigers. – Du hast ein Weib.

Dumas. Ich werde bald eins gehabt haben.

Bürger. So ist es denn wahr?

Dumas. Das Revolutionstribunal wird unsere Ehescheidung aussprechen; die Guillotine wird uns von Tisch und Bett trennen.

Bürger. Du bist ein Ungeheuer!

Dumas. Schwachkopf! Du bewunderst Brutus?

Bürger. Von ganzer Seele.

Dumas. Muß man denn gerade römischer Konsul sein und sein Haupt mit der Toga verhüllen können, um sein Liebstes dem Vaterlande zu opfern? Ich werde mir die Augen mit dem Ärmel meines roten Fracks abwischen; das ist der ganze Unterschied.

Bürger. Das ist entsetzlich!

Dumas. Geh, du begreifst mich nicht! (Sie gehen ab.)

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