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Clemens und seine Mädchen

Arthur Kahane: Clemens und seine Mädchen - Kapitel 18
Quellenangabe
typefiction
booktitleClemens und seine Mädchen
authorArthur Kahane
year1918
firstpub1918
publisherErich Reiß Verlag
addressBerlin
titleClemens und seine Mädchen
pages129
created20120131
sendergerd.bouillon@t-online.de
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17.

Der junge Mann jagte, so rasch und so unauffällig er nur konnte, durch die Straßen, bis er vor dem Bahnhofsgebäude im Innern der Stadt stand.

Er warf einen letzten, sehnsuchtlosen Blick auf die fremde, ungeheure, riesengroße Stadt. In diesem Augenblick dachte er weder an Lili noch an Eveline, nur daran, wie er den gefährlichen Zettel möglichst schnell über die Grenzen des Landes bringen könne. Wohin, war ihm zunächst gleichgültig. Daß ihm neue Länder und neue Städte neue Erlebnisse bringen würden, dessen konnte er sicher sein. Die Sache und die 129 Liste seiner Freunde wie ein Palladium ungefährdet aus diesem Abenteuer herauszutragen, war jetzt seine einzige Spannung.

Er löste ein Billett, das ihn weiter nach Westen führen sollte. Und erst als er im Coupé saß und der Zug zu rollen begann, atmete er auf, und der Gedanke formte sich ihm: Wenn die Entwicklung vom Jüngling zum Mann den Weg über die Blamage braucht, bin ich heute ein Mann geworden.

Und dann, wie man sich in einer kalten Reisenacht in wärmende Hüllen wickelt, überließ er sich ganz der Erinnerung an Eveline. Und ihm wurde warm und wohl dabei.

 

Ende.

 

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