Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Angelus Silesius >

Cherubinischer Wandersmann

Angelus Silesius: Cherubinischer Wandersmann - Kapitel 21
Quellenangabe
typeanthology
booktitleCherubinischer Wandersmann
authorAngelus Silesius
year1995
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-008006-1
titleCherubinischer Wandersmann
pages6-11
created20010407
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1675
Schließen

Navigation:

 
101. Begierde benommen alles benommen.

Mensch nihm dir nur die Lieb und die begiehr der dinge /
So seind die dinge selbst benommen und geringe.

 
102. Das Auge und Hertze leiden nichts.

Das Hertz ist wie das Aug' / ein eintzigs gränelein /
Wo du's im Hertzen hast / verursacht dir schon Pein.

 
103. Beschwehrt komt niemand fort.

Der Schiffer wirfft im sturm die schwersten Wahren auß:
Meinstu mit Gold beschwehrt zu kommn ins Himmels Hauß?

 
104. Alles Weltliche muß weg.

Mensch würffestu nicht weg dein liebstes auf der Erden /
So kan dir nimmermehr des Himmels hafen werden.

 
105. Alles umb alles.

Die Seeligkeit ist alls. Wer alles wil erheben /
Der muß auch zuvoran hier alls umb alles geben.

 
106. Nichts gewinnt nichts.

Umb nichts gewind man nichts. Wo du nichts auf wilt setzen:
So wirstu dich fürwahr auch ewig nichts ergötzen.

 
107. Der thörichte verlust.

Mit hundert wil GOtt eins bezahln im ewgen Leben:
Wie thöricht seind wir doch / daß wir nicht alls hin geben!

 
108. Mit der Begierde hat man.

Freund schmeichle dir nicht viel: hastu noch die Begiehr /
So hastu noch die Welt und alle ding' in dir.

 
109. Der sein selbst Sclave.

Du wilt nicht Sclave seyn; und doch ists wahr mein Christ /
Daß deiner selbst begiehr du vielmahl Sclave bist.

 
110. Die schnödeste Sclaverey.

Die schnödste Sclaverey ist gerne Sclave seyn.
Wie bildstu Sünden- Sclav dir denn was ehrlichs ein?

 
111. Die geistliche Hunds Hütte.

Nichts schändlichs / nichts gerings steigt in ein groß gemütte:
Hat deins an Sünden lust / so ists ein Hundes Hütte.

 
112. Die schmälichste Dienstbarkeit.

Das schmählichst' ist die Sünd. Dänk Sünder was für schmach /
Der du als wie ein Hund ihr dienst / dir folget nach!

 
113. Der willige Betrogene.

Die Sünd ist voll Betrugs. Läst du dich sie regiern /
So lästu dich mit willn inn schlund der Höllen führn.

 
114. Der Stok-Knecht liebt den Stok.

Kein edler Geist ist gern gefangen und umbschränkt.
Du must ein Stok-Knecht seyn / wo dich dein Leib nicht kränkt.

 
115. Nachlässigkeit komt nicht zu GOtt.

Du sprichst / du wirst noch wohl GOTT sehen und sein Licht:
O Narr du siehst ihn nie / siehstu ihn heute nicht.

 
116. Nicht verlangen nicht embfangen.

Wer GOttes angesicht hier nicht sieht mit begier /
Der komt in ewigkeit darnach nicht bey ihm für.

 
117. Ohne Liebes pein ohne Liebe.

Verzug ursacht verdruß: fühlstu umb GOtt nicht Pein /
So glaub ich nicht dein Hertz in ihn entzünd zu seyn.

 
118. Die Liebe zeucht zum geliebten.

Die Lieb ist das gewicht: ists wahr daß wir GOtt Lieben /
So werden wir von ihr stets hin zu GOtt getrieben.

 
119. Das Göttliche und Ungöttliche gemütte.

Ein Göttliches gemütt steht stätts nach GOtt gericht:
Nichts Göttlichs ist an dir verlangt dich nach ihm nicht.

 
120. Nicht begehren ist nicht Lieben.

Du hast gern deinen Hund / der dir beliebt / bey dir:
Wie Liebestu denn GOtt mit lauter unbegier?

 
121. Nicht sterben wollen nicht Leben wollen.

Mensch stirbestu nicht gern / so wiltu nicht dein Leben:
Das Leben wird dir nicht als durch den Tod gegeben.

 
122. Die doppelte Thorheit.

Du renst in Tods gefahr schnöd' Ehre zuerwerben;
Umb ewge Herrligkeit hörstu nicht gern vom Sterben.

 
123. Der Narr erkiest das ärgste.

Ein Narr ist / der den Stok fürs Kaisers Burg erkiest;
Der lieber in der Welt als in dem Himmel ist.

 
124. Erküsung benennung.

Ein Knecht ist gern im Stall / ein schwein hirt gern umb Schweine:
Wärstu ein edler Herr du wärest gern wo's reine.

 
125. Was man ist das Liebt man.

Jeds Liebet was es ist / der Käfer seinen mist /
Den unflat liebestu weil du ein unflat bist.

 
126. Gesellschafft zeigt den Mann.

Die losung der gespan. Wers gern mit Narren hält /
Der ist kein kluger Mann: nicht groß / wer mit der Welt.

 
127. Der Liebe Todt und Pein.

GOtt ist mein einge Lieb: ihm nicht gemeine seyn
Jst meiner Seelen Todt / meins Hertzens einge Pein.

 
128. Wer zu GOTT wil / muß GOTT werden.

Werd GOtt wiltu zu GOtt: GOtt macht sich nicht gemein /
Wer nicht mit ihm wil GOtt und das was er ist seyn.

 
129. Wer wil wird GOtt gebohrn.

Von GOtt wird GOtt gebohrn: sol er dich den gebehrn /
So mustu ihm zuvor den Willn darzu gewehrn.

 
130. Nichts werden ist GOTT werden.

Nichts wird was zuvor ist: wirstu nicht vor zu nicht /
So wirstu nimmermehr gebohrn vom ewgen Licht.

 
131. Höchste Geburth / höchste Freude.

Die höchste Freud und Lust die GOtt mir kan gewehrn /
Jst daß er Ewig wird mich seinen Sohn gebehrn.

 
132. GOttes einige Seeligkeit.

Gebehrn ist Seelig seyn. GOtts einge Seeligkeit
Jst daß er seinen Sohn gebiehrt von Ewigkeit.

 
133. Wie man so Seelig als Gott wird.

GOtt ist das Seeligste. Wiltu so Seelig seyn /
So dring in die Geburth deß Sohnes GOttes ein.

 
134. Von Gott gebohren werden ist gäntzlich GOtt seyn.

GOtt zeuget nichts als GOTT: zeugt er dich seinen Sohn /
So wirstu GOtt in GOtt / Herr auf deß Herren Thron.

 
135. GOtt mit GOtt werden ist alles mit ihm seyn.

Wer GOtt mit GOtt gewird / ist mit ihm eine Freud /
Ein Ewge Majestät / ein Reich und Herrligkeit.

 
136. Ewge Ehre und Schande.

O Ehr O Seeligkeit / das Ewig seyn was GOtt!
Das was der Teuffel ist / O ewge Schand und Spott.

 
137. Der Narrische Unheilige.

Du wilt kein Heilger seyn / gleichwohl inn Himmel kommen.
O Narr / es werden nur die Heilgen eingenommen.

 
138. Der gröbste Baur.

Du schmückst dich wenn du solt nachs KayserHofe gehn /
Und dänckst O gröbster Baur / ohn Schmuck für GOtt zustehn!

 
139. Kein Höffling kein Himmling.

Mensch wirstu nicht gehöft unnd klebst am Kloß der Erden /
Wie sol der Himmel dir / der keinem Pflock wird / werden.

 
140. Wer nicht hasst hat nicht verlassen.

Du stäkst im falschen Wahn; kanstu die Welt nicht hassen /
Fürwahr du hast nicht sie / sie hat nur dich verlassen.

 
141. An den gezwungenen Creutzleidenden.

Mensch wer dem Creutz nicht kan entwerden und entgehn /
Der muß auch wiedern Willn daran gehaftet stehn.

 
142. An den Welt verlassenen.

Manch ding thut man auß Noth. Auch du verläst die Welt /
Weil dirs dein Hertze sagt / daß sie nichts von dir hält.

 
143. An den Hoffärtigen.

Es heist sich einen Wurm auß Demutt GOttes Sohn /
Du Wurm mist dir wohl zu auß Hoffart seinen Thron.

 
144. Die selbst Schätzung ist verwerflich.

Der Himmel schätzt sich nicht / ob er gleich alls ernährt:
Schätzst du dich selber hoch / so bistu wohl nichts wehrt.

 
145. Die seltzame Tugend.

GOtt spricht / wer sich versenckt der wird erhaben werden:
Und doch ist dieses thun das seltzamst' auf der Erden!

 
146. Das Werck bewehrt den Meister.

Freund weil du sitzst und dänckst / bistu ein Mann voll Tugend:
Wenn du sie wircken solst / siehst du erst deine Jugend.

 
147. Traurigkeit bringt Freude.

Wer Heilge Traurigkeit hier hat zum Vesper Brodt /
Dem wart das Abendmahl / die ewge Freud in GOtt.

 
148. Wer hier satt wird / kan dort nicht essen.

Wie daß der Fraß nicht kommt zum ewgen Abendessen /
Er mag nicht weil er hier sich hat zu satt gefressen.

 
149. Den Trunckenpold kan GOtt nicht träncken.

GOtt wil den sättigen den hungert und den dürst /
Dir kan ers nimmer thun der du nie nüchtern wirst.

 
150. Nichts umbsonst.

Niemand hat was umbsonst / wie bildstu dir denn ein /
Daß auch das Himmelreich umbsonst wird deine seyn.

 
151. GOttes Kaufmanschafft.

GOtt treibet Kauffmanschafft / er bitht den Himmel feil.
Wie theuer giebt er ihn? umb einen Liebes-Pfeil.

 
152. GOtt ist unser Ziehl.

Was macht nicht GOtt auß sich! Er ist meins Hertzens Ziel /
Jch schüsse stets nach ihm / ich treff' ihn wenn ich wil.

 
153. Das überunmöglichste ist möglich.

Du kanst mit deinem Pfeil die Sonne nicht erreichen /
Jch kan mit meinem wol die ewge Sonn bestreichen.

 
154. GOtt thut selbst alles.

GOtt legt den Pfeil selbst auf / GOtt spannet selbst den Bogen.
GOtt drücket selber ab: drumb ists so wol gezogen.

 
155. Je näher beym Ziel / je gewisser.

Je näher bey dem Ziehl / je näher beym Gewien;
Meinstu das Hertze GOtts / so thrit nur nahe hin.

 
156. Des Sünders Gebeth ist umbsonst.

Der Sünder ziehlt nach Gott / und wendt sich von ihm weg /
Wie sols denn möglich seyn / daß er berühr den Zweg?

 
157. Wie man sich zu GOtt kehrt.

Mit Heiliger Begihr / und nicht mit blossem bethen;
Mit Heilgem Lebenslauff komt man zu GOtt gethreten.

 
158. Der Geistliche Schütze-Zeug.

Das Hertz ist unser Rohr / die Liebe Kraut und Loth /
Der Zunder gutter Will: Zieh loß so triffstu GOtt.

 
159. Das Hertze muß scharff geladen seyn.

Ey lad doch recht und scharff / was paffstu in die Lufft?
Was blind geladen ist das heisset nur gepufft.

 
160. Es muß auß dem Hertzen gehn.

Das Mundloch giebt nicht Feur / im Fall du je wilt schüssen /
Mustu die Kammer ja zuvor geladen wissen.

 
161. Das Hertze muß geräumt und rein seyn.

Christ ist das Rohr nicht rein / die Kammer nicht geraumt /
Und du drückst gleichwol loß / so halt' ich daß dir traumt.

 
162. Ein vergifftes Hertze treibt nicht in die Höhe.

Halt / du verletzest dich / das Gifft muß auß dem Rohr /
Sonst springts fürwahr entzwey und treibet nicht embpor.

 
163. Haß macht sich verhast.

Mensch wer mit Haß und Neid für Gott den Herrn wil threten /
Der wird ihm anders nichts als Haß und Neid erbethen.

 
164. Erlaß wie wir erlassen.

Was du dem nächsten wilt / das bithst du dir von Gott.
Wiltu nicht seyn gedeyn / so bithst du dir den Tod.

 
165. Gieb wie du begehrst.

Mensch du begehrst von GOtt das gantze Himmelreich:
Bitht man von dir ein Brodt / so wirstu Blaß und Bleich.

 
166. Wer das Himmelreich hat kan nicht Arm werden.

Das Reich Gotts ist in unß. Hastu schon hier auf Erden
Ein gantzes Reich in dir / was fürchstu arm zuwerden?

 
167. Wer wahrhafftig Reich.

Viel haben macht nicht Reich. Der ist ein reicher Mann /
Der alles was er hat ohn Leid verliehren kan.

 
168. Der Weise hat nichts im Kasten.

Ein weiser Mann hat nichts im Kasten oder Schreyn:
Was er verliehren kan / schätzt er nicht seine seyn.

 
169. Man muß seyn / was man nicht verlihren wil.

Der Weis' ist was er hat. Wiltu das Feinperlein
Des Himmels nicht verliehrn / so mustu's selber seyn.

 
170. Zweyerley seiner selbst verliehrung.

Jch kan mich selbst verliehen. Ja? böß ists wenn in tod /
Glückseelig Preiß ich dich / verliehrstu dich in GOtt.

 
171. Jm Meer werden alle tropffen Meer.

Das Tröpfflein wird das Meer / wenn es ins Meer gekommen:
Die Seele GOtt / wenn sie in GOtt ist aufgenommen.

 
172. Jm Meer kan man kein tröpfflein unterscheiden.

Wenn du das Tröpfflein wirst im grossen Meere nennen:
Denn wirstu meine Seel im grossen GOtt erkennen.

 
173. Jm Meer ist auch ein tröpfflein Meer.

Jm Meer ist alles Meer auchs kleinste Tröpffelein:
Sag welche Heilge Seel in GOtt nicht Gott wird sein.

 
174. Jm Meer seind viel eins.

Viel Körnlein seind ein Brodt / ein Meer viel tröpffelein;
So seind auch unser viel in GOtt ein einges ein.

 
175. Die Vereinigung mit Gott ist leicht.

Mensch du kanst dich mit Gott viel leichter eines sehn /
Als man ein aug' auffthut / wil nur / so ists geschehn.

 
176. Gott verlangen macht Ruh und Pein.

Die Seele die nichts sucht als eins mit GOtt zuseyn:
Die lebt in steter Ruh / und hat doch stäte Pein.

 
177. Des Narren und Weisen Gemeinschafft.

Ein Narr ist gern zerstreut / ein Weiser gern allein:
Er machet sich mit alln / der nur mit GOtt gemein.

 
178. Mehr seind Todt als Lebendig.

Alls lebt und reget sich; doch zweiffl' ich ob die Welt
Mehr der (GOtt) lebenden als Todten in sich hält.

 
179. Der Geitzigen und Weisen wirkung.

Der Geitzhalß muß darvon / läst anderen sein Geld;
Der Weise schickts für sich voran in jene Welt.

 
180. Eben von derselben.

Der Weise streuet auß für seine Freund in GOtt;
Der Geitzhalß sammlet ein fürn Teuffel und fürn Tod.

 
181. Der Narren und Weisen schätzung.

Der Narr hält sich vor Reich bey einem Sak voll Geld /
Der Weise schätzt sich arm auch bey der gantzen Welt.

 
182. Der Unglaube hägt den Geitz.

Wer giebt dem giebet GOtt mehr als der giebt und wil:
Was geitzt die Welt denn so? sie glaubet GOtt nit viel.

 
183. Der Weise sucht nichts.

Der weise suchet nichts / er hat den stillsten Orden:
Warumb? er ist in GOtt schon alles selber worden.

 
184. Alles verdirbt und was wir nit seind.

Christ werde was du suchst: wo du's nicht selber bist /
So komstu nie zur Ruh / unds wird dir alls zu Mist.

 
185. Das Reichthum muß inner uns seyn.

Jn dir muß's Reichthum seyn / was du nicht in dir hast /
Wärs auch die gantze Welt / ist dir nur eine Last.

 
186. GOtt ist das Reichthum.

GOtt ist das Reichthum gar / gnügt er dir in der Zeit /
So stehest du schon hier im Stand der Seeligkeit.

 
187. Der thumme Geitzhalß.

Hastu an GOtt nicht gnug / und suchst nicht ihn allein /
So mustu wol ein Thor und thummer Geitzhalß seyn.

 
188. Der thörichte suchende.

Suchstu was und vermeinst daß GOtt nicht alles sey /
So gehstu GOtt und alls in Ewigkeit fürbey.

 
189. Alles begehren ist nichts haben.

Mensch glaube diß gewiß / hastu nach allm Begihr /
So bistu bettel arm und hast noch nichts in dir.

 
190. Ausser GOtt ist alles nichts.

Mensch wem GOtt alles ist / dem ist sonst alles nichts:
Hastu nicht alls an GOtt / fürwahr im nichts gebrichts.

 
191. Welt verlassen wenig verlassen.

Die gantze Welt ist nichts: Du hast nicht viel veracht /
Wenn du gleich hast die Welt auß deinem Sinn gebracht.

 
192. Sich verlassen ist etwas verlassen.

Du selber must auß dir. Wenn du dich selbst wirst hassen /
Dann schätz ich dich / daß du erst etwas hast verlassen.

 
193. Man muß getödtet seyn.

Alls muß geschlachtet seyn. Schlachstu dich nicht für GOtt /
So schlachtet dich zu letzt fürn Feind der ewge Tod.

 
194. Wirkung der Abtödtung und Lebens der selbstheit.

Durch tödtung deiner selbst wirstu Gotts Lamb darstellen /
Mit Leben bleibestu ein todter Hund der Höllen.

 
195. Viel Ixiones.

Ixion ist allein beschrihn auf allen Gassen:
Und sieh viel tausend seind die eine Wolk umbfassen!

 
196. An den Stöhrfriede.

Wenn du an einem Pflug wilt mit Ixion pflügen /
So wirstu auch mit ihm auf einem Rade liegen.

 
197. Wie die Arbeit / so der Lohn.

Freund wie die Arbeit ist / so ist auch drauf der Lohn:
Auf böse folgen Streich' / auf gutte Preiß und Kron.

 
198. Eingezogenheit verhüttet viel.

Braut ists daß du nicht gern läst frembde Buhler für;
So halt die Fenster zue und steh nicht in der Thür.

 
199. Behuttsambkeit ist Noth.

Behuttsamkeit ist Noth. Viel wärn nicht umbgekommen /
Wenn sie der Sinnen Thür in bessre Hutt genommen.

 
200. Vermässenheit ist schädlich.

Vermiß dich Jungfrau nicht / wer in Gefahr sich giebt /
Der wird gemeiniglich gefähret und betrübt.
 << Kapitel 20  Kapitel 22 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.